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Kazuya

Von der Zeitarbeit in die Festanstellung?

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Kazuya
Erster Beitrag:
Letzter Beitrag:

Hallo,

ein Freund eines Freundes, dessen Nachbar seinem Schwager, der Cousin hat nach vielen Monaten der unglücklichen Arbeitslosigkeit nach dem Studium, eine Stelle bei einer Zeitarbeitsfirma mit Arbeitnehmerüberlassung angeboten bekommen und natürlich (in Ermangelung von derzeitigen Alternativen) zugesagt. :wink:

Nun weiß, besagte Person, dass die Zeitarbeit einerseits ein Sprungbrett in die Festanstellung beim Kundenunternehmen sein kann, andererseits aber auch, dass Zeitarbeiter moderne Legionäre sind, die auch schnell mal abserviert und/oder verschiebbar sind. Man also für die gleiche Arbeitsleistung deutlich weniger Gehalt bezieht. (operative Management Tätigkeit)

Besagte Person, ist hilfefragend an mich herangetreten und da ich auch nicht viel mehr weiß, wende ich mich an euch für ein paar Tips, bzw. was man beachten sollte, wenn man nicht ewig (moderat bezahlter) Zeitarbeiter bleiben soll.

Kurzum, wie kann man möglichst elegant und schnell den Aufstieg (finanziell gesehen) in die Festanstellung bei Kundenunternehmen erreichen?

PS: Ich denke das Thema betrifft heutzutage nicht wenige, sodass es müssig wäre, die besagte Person haarklein auszuleuchten. :)

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Kaiser78
Geschrieben

Hallo,

erstmal vorweg zu mir. Ich arbeite als Schichtleiter in einer Nutzfahrzeugteilefirma in einem mittelständischem Betrieb. Ich habe selber mit genügend Leiharbeitern zu tun und hab auch schon viele selber angelernt. Ich bin auch für einige Übernahmen und Kündigungen verantwortlich.

Ich würde sagen in erster Linie lege ich wert darauf bei einer Übernahme in ein festes Arbeitsverhältnis, dass man sich nichts zu Schulden kommen lässt, sprich eine niedrige Krankenquote, kein ständiges zu spät kommen, keine ********reien, während der Arbeit und ganz wichtig, ein gesunder Arbeitseifer, der aber nicht übertrieben rüber kommt!

Sowas merk ich von der Weite, wenn sich einer nur den A.... aufreißt um einen festen Arbeitsvertrag zu bekommen und hinterher lässt er es dann schleifen...

Ich hatte mal einen Praktikanten, der am ersten Arbeitstag bereits mit den Händen in der Hosentasche durch die ganze Firma maschierte. Sowas zeugt für mich von totalem Desinteresse und das hab ich ihm auch gesagt, dass er bei einer Festanstellung bei mir total verschissen hätte...

Kurz und bündig:

Als Leiharbeiter is man im ersten Jahr mal der A...

Einfach seine Arbeit mit Fleiß erledigen, den Festangestellten mit den Urlaubswünschen nicht in die Quere kommen, auch unangenehmere Arbeiten oder Schichten erledigen. Wichtig wäre auch, wenn man sich mit mehreren Arbeitern, bzw. den leitenden Angestellten gleich von Anfang an versteht und versucht eine Beziehung aufzubauen..

Zumindest funktioniert das bei uns im Betrieb hervorragend!

Geduld ist halt das, was man als Leiharbeiter braucht, denn von heut auf morgen geht meistens nix!

URicken
Geschrieben
Als Leiharbeiter is man im ersten Jahr mal der A...

Als "Leiharbeiter" bist Du IMMER der Ar$$$. Aussicht auf Festanstellung sehe ich prinzipiell nur selten, denn Leiharbeit und Lohndumping sind leider in D eine unglückliche Symbiose eingegangen.

Als die rot-grüne Koalition das so genannte Arbeitnehmerüberlassungsgesetz Anfang 2004 modernisiert hat, ging es vor allem darum, den Unternehmen eine Möglichkeit zu geben, bei Urlaub, Krankheit und Schwangerschaft kurzfristig Leute beschäftigen zu können - ohne sie einstellen zu müssen. Leider wird m. E. die ursprünglich Intention ad absurdum geführt und Leiharbeiter dienen - neben der Arbeitszeitflexibilisierung - der Kostenreduktion.

Einfach seine Arbeit mit Fleiß erledigen, den Festangestellten mit den Urlaubswünschen nicht in die Quere kommen, auch unangenehmere Arbeiten oder Schichten erledigen.

Aha - so stellst Du dir also die Rolle eines "gleichberechtigten" Kollegen in Deiner Firma vor. Letztendlich unterstützt das meine Aussage in Bezug auf die die Situation der Leiharbeiter.

Für Dich scheinen diese Leute Arbeitnehmer zweiter Klasse zu sein, die erst mal die Klappe halten und sich fügen sollen. "Passt Euch schön an, dann gibt es eventuell auch einen Keks" Na, das sind ja schöne Aussichten und ein interessanter Einblick in Deine soziale Kompetenz!

Wichtig wäre auch, wenn man sich mit mehreren Arbeitern, bzw. den leitenden Angestellten gleich von Anfang an versteht und versucht eine Beziehung aufzubauen...

Eine Beziehung auf bauen - ja nee, is klar! "Bitte Eure Ansprüche ganz hinten anstellen. Seid aber bitte dankbar, dass Ihr hier arbeiten dürft! Bitte immer lieb und nett zu den fest angestellten Mitarbeitern. Die sind nämlich Mitarbeiter erster Klasse!"

Geduld ist halt das, was man als Leiharbeiter braucht, denn von heut auf morgen geht meistens nix!

Nein, das glaube ich nicht. Als Leiharbeiter sollte man versuchen, sich so schnell wie möglich von diesen Menschenhändlern zu lösen - ist aber leider (gerade bei den ungelernten Arbeitern) nicht ganz leicht!

Dir sei mal folgende Links an's Herz gelegt Herr Wohltäter der Leiharbeiter:

http://www.swr.de/mediathek/-/id=4653422/did=6438912/pv=video/nid=4653422/uu2h2f/index.html

oder "Regierungsbericht verharmlost Probleme der Leiharbeit"

http://www.sozialpolitik-aktuell.de/tl_files/sozialpolitik-aktuell/_Politikfelder/Arbeitsmarkt/Dokumente/Arbeitsmarkt-aktuell-4-10-Regierungsbericht-Leiharbeit.pdf

Interessant auch das Buch "Aus der schönen neuen Welt. Expeditionen ins Landesinnere" von Günter Wallraff

http://www.amazon.de/sch%C3%B6nen-neuen-Welt-Expeditionen-Landesinnere/dp/3462040499/ref=sr_1_1?ie=UTF8&s=books&qid=1276144844&sr=1-1

Um das klar zu stellen - ich bin nicht grundsätzlich gegen Leiharbeit. Sie kann und soll ein rationales Korrektiv in der aktuellen Arbeitswelt und den Arbeitsprozessen bilden. Nur, was draus gemacht wurde - und das zeigen Deine Äusserungen ganz deutlich - passt mir persönlich nicht. Leiharbeiter sind Arbeiter zweiter und dritter Klasse und haben kaum Chancen, in den "ersten" Arbeitsmarkt zu gelangen. Es ist doch viel einfacher und billiger, sie als Leiharbeiter und/oder Praktikanten zu beschäftigen!

Deine Äusserungen haben den schalen Beigeschmack, dass ich dankbar dafür sein soll, wenn ich den "Kollegen" in den Ar$$$ kriechen darf :evil:...

Gast Tiescher
Geschrieben

Moin,

sind nicht in den "Arbeitnehmerüberlassungsverträgen" oft Klauseln eingearbeitet, die bei fester Übernahme des Leiharbeiters durch das ausleihende Unternehmen einen finanziellen Ausgleich an das Zeitarbeitsunternehmen vorsehen?

Das könnte auch noch ein Hinderungsgrund für eine Festanstellung sein.

Gruß Björn

Gast Alpinchen
Geschrieben

Du suchst nun schon so lange, MACH ES EINFACH!

Im Ing.-Bereich sieht es anders aus als am Band.

Überzeuge Deine Vorgesetzten mit Leistung und Loyalität.

Die Sache mit der "Ablösung" wird sich dann im allgemeinen sehr leicht lösen lassen.

Ein guter Freund von mir hat neulich einen ordentlichen Mann (HIWI gewerblich), der regelrecht ausgebeutet wurde, übernommen.

Der Zeitarbeitsfirma wurde zu verstehen gegeben, dass es auch noch die Konkurrenz gibt, derer man sich bedienen kann.

Da ist allen der Spatz in der Hand lieber als die Taube auf dem Dach.

Mir wäre ein Ing., welcher sich mit einer Zeitarbeitsfirma einlässt, allemal lieber als ein hochnäsiger Schnösel, welcher meint, seine Vita von allem frei zu halten,

was evtl. nicht ins geträumte Bild vom glänzenden Akademiker passt.

Die Wirtschaft braucht Leute, welche die Ärmel hoch krempeln und auch mal den unteren Weg gehen können.

Zeitarbeit macht sich in der Vita besser als Arbeitslosigkeit.

Es zeugt auch von dem unbedingten Willen Leistung zu erbringen.

littlemj
Geschrieben

Oft sind die direkten Vorgesetzten das kleinste Problem.

Ich bin damals nach meiner Ausbildung über eine Leiharbeitsfirma im Ausbildungsbetrieb angestellt gewesen. Zum Abteilungsleiter einen guten Draht gehabt, nach einem Jahr wollte er dann dass ich fest angestellt werde.

Der Personalchef war eine Niete², die Stelle wurde erst nach massiven Druck durch den damaligen Geschäftsführer genehmigt.

Hab in der Zeit als Leiharbeiter nicht "gute Miene zu bösem Spiel" gemacht, da mir die Stelle bzw. der Job sehr lagen, das wurde bemerkt und (zum Glück) entsprechend "belohnt". Aber jetzt zwanghaft einen auf Schleimer oder Stiefellecker zu machen... Denke nicht dass das den gewünschten Erfolg bringt...

Einfach mal ne Zeit dort arbeiten und wenn man weiß "ok, das ist was für mich" und man evtl. auch sieht dass der Vorgesetzte mit einem zufrieden ist mal das persönliche Gespräch suchen.

Aber auf keinen Fall das ganze übers Knie brechen!

JoeFerrari
Geschrieben

Ich erinnere mich auch an eine Fernsehreportage in den vergangenen Wochen, die auch zu dem Schluß kam, dass nur relativ wenige Leiharbeiter in ein festes Arbeitsverhältnis übernommen werden.

Und für Absolventen heisst es ja auch so schön "Generation Praktikum", obwohl es das auch schon zu meiner Zeit Anfang der 90er gab. Damals hiess es nur "Trainee"

Fazit: Chance wahrnehmen, anschauen wie es anläuft, sich anstrengen und gleichzeitig die Augen weiter offen halten und weiter anderweitig bewerben.

Kaiser78
Geschrieben
Als "Leiharbeiter" bist Du IMMER der Ar$$$. Aussicht auf Festanstellung sehe ich prinzipiell nur selten, denn Leiharbeit und Lohndumping sind leider in D eine unglückliche Symbiose eingegangen.

Als die rot-grüne Koalition das so genannte Arbeitnehmerüberlassungsgesetz Anfang 2004 modernisiert hat, ging es vor allem darum, den Unternehmen eine Möglichkeit zu geben, bei Urlaub, Krankheit und Schwangerschaft kurzfristig Leute beschäftigen zu können - ohne sie einstellen zu müssen. Leider wird m. E. die ursprünglich Intention ad absurdum geführt und Leiharbeiter dienen - neben der Arbeitszeitflexibilisierung - der Kostenreduktion.

Purer blödsinn! Bei uns ist das nicht so! Alle die, die im ersten Jahr gute Arbeit abgeliefert haben, wurden von uns übernommen!

Unsere Firma, knapp 200 Mitarbeiter könnte man sagen besteht aus 50% übernommene Leiharbeiter aus den letzten 12 Jahren! In diesem Zeitraum sind wir auch ständig expandiert.

Aha - so stellst Du dir also die Rolle eines "gleichberechtigten" Kollegen in Deiner Firma vor. Letztendlich unterstützt das meine Aussage in Bezug auf die die Situation der Leiharbeiter.

Für Dich scheinen diese Leute Arbeitnehmer zweiter Klasse zu sein, die erst mal die Klappe halten und sich fügen sollen. "Passt Euch schön an, dann gibt es eventuell auch einen Keks" Na, das sind ja schöne Aussichten und ein interessanter Einblick in Deine soziale Kompetenz!

Auch das hast du falsch interpretiert, bzw. ich hab mich nicht deutlich ausgedrückt!

In erster Linie holen wir Zeitarbeiter wegen der anstehenden Urlaubssaison und der großen Auftragslage! Und was bringt es da, Arbeiter zu holen, die dann die gleichen Urlaubswünsche oder Schichtwünsche haben, als das Stammpersonal! Das wird denen noch vor Einstellung klar gemacht, wofür wir sie holen!

Eine Beziehung auf bauen - ja nee, is klar! "Bitte Eure Ansprüche ganz hinten anstellen. Seid aber bitte dankbar, dass Ihr hier arbeiten dürft! Bitte immer lieb und nett zu den fest angestellten Mitarbeitern. Die sind nämlich Mitarbeiter erster Klasse!"

Von A... kriechen hab ich nicht geschrieben! Aber was ich in den letzten 10 Jahren schon alles erlebt hab, da bleibt mir die Spucke weg! Da werd ich als Vorgesetzter bereits am ersten Tag angeraunzt, "die und die Schicht will ich nicht machen", "die und die Maschine will ich nicht machen", "darf man Alk trinken während der Arbeit", einer (wohl ein Nazi) hat sich mal mit nem ausländischen Kollegen angelegt gleich in der ersten Woche und und und...

Bei uns herrscht da in erster Linie eine freundschaftliche, ja fast familiäre Atmosphäre.

Wir gehen jeden Donnerstag nach der Arbeit ein Bier trinken, die Leiharbeiter sind auch immer dabei und die fühlen sich pudelwohl!

Ne eigene Meinung dürfen sie immer vorbringen auch wenns negativ ist, ohne dass bei uns gleich Stress ausbricht!

Wer aber meint, wie Alpinchen geschrieben hat, den großen Macker raushängen lassen zu müssen, der ist so schnell wieder weg, wie er kommt.

Nein, das glaube ich nicht. Als Leiharbeiter sollte man versuchen, sich so schnell wie möglich von diesen Menschenhändlern zu lösen - ist aber leider (gerade bei den ungelernten Arbeitern) nicht ganz leicht!

Da geb ich dir recht! Dass das Sklaventreiber sind, darüber brauch ma gar nicht zu diskutieren.

Dir sei mal folgende Links an's Herz gelegt Herr Wohltäter der Leiharbeiter:

http://www.swr.de/mediathek/-/id=4653422/did=6438912/pv=video/nid=4653422/uu2h2f/index.html

oder "Regierungsbericht verharmlost Probleme der Leiharbeit"

http://www.sozialpolitik-aktuell.de/tl_files/sozialpolitik-aktuell/_Politikfelder/Arbeitsmarkt/Dokumente/Arbeitsmarkt-aktuell-4-10-Regierungsbericht-Leiharbeit.pdf

Interessant auch das Buch "Aus der schönen neuen Welt. Expeditionen ins Landesinnere" von Günter Wallraff

http://www.amazon.de/sch%C3%B6nen-neuen-Welt-Expeditionen-Landesinnere/dp/3462040499/ref=sr_1_1?ie=UTF8&s=books&qid=1276144844&sr=1-1

Um das klar zu stellen - ich bin nicht grundsätzlich gegen Leiharbeit. Sie kann und soll ein rationales Korrektiv in der aktuellen Arbeitswelt und den Arbeitsprozessen bilden. Nur, was draus gemacht wurde - und das zeigen Deine Äusserungen ganz deutlich - passt mir persönlich nicht. Leiharbeiter sind Arbeiter zweiter und dritter Klasse und haben kaum Chancen, in den "ersten" Arbeitsmarkt zu gelangen. Es ist doch viel einfacher und billiger, sie als Leiharbeiter und/oder Praktikanten zu beschäftigen!

Deine Äusserungen haben den schalen Beigeschmack, dass ich dankbar dafür sein soll, wenn ich den "Kollegen" in den Ar$$$ kriechen darf :evil:...

Der Erfahrungsbericht von littlemj deckt sich zu 100% mit unsrerem Betrieb und unseren Leiharbeitern!

ToniTanti
Geschrieben
Als "Leiharbeiter" bist Du IMMER der Ar$$$. Aussicht auf Festanstellung sehe ich prinzipiell nur selten, denn Leiharbeit und Lohndumping sind leider in D eine unglückliche Symbiose eingegangen.

Als die rot-grüne Koalition das so genannte Arbeitnehmerüberlassungsgesetz Anfang 2004 modernisiert hat, ging es vor allem darum, den Unternehmen eine Möglichkeit zu geben, bei Urlaub, Krankheit und Schwangerschaft kurzfristig Leute beschäftigen zu können - ohne sie einstellen zu müssen. Leider wird m. E. die ursprünglich Intention ad absurdum geführt und Leiharbeiter dienen - neben der Arbeitszeitflexibilisierung - der Kostenreduktion.

Aha - so stellst Du dir also die Rolle eines "gleichberechtigten" Kollegen in Deiner Firma vor. Letztendlich unterstützt das meine Aussage in Bezug auf die die Situation der Leiharbeiter.

Für Dich scheinen diese Leute Arbeitnehmer zweiter Klasse zu sein, die erst mal die Klappe halten und sich fügen sollen. "Passt Euch schön an, dann gibt es eventuell auch einen Keks" Na, das sind ja schöne Aussichten und ein interessanter Einblick in Deine soziale Kompetenz!

Eine Beziehung auf bauen - ja nee, is klar! "Bitte Eure Ansprüche ganz hinten anstellen. Seid aber bitte dankbar, dass Ihr hier arbeiten dürft! Bitte immer lieb und nett zu den fest angestellten Mitarbeitern. Die sind nämlich Mitarbeiter erster Klasse!"

Nein, das glaube ich nicht. Als Leiharbeiter sollte man versuchen, sich so schnell wie möglich von diesen Menschenhändlern zu lösen - ist aber leider (gerade bei den ungelernten Arbeitern) nicht ganz leicht!

Dir sei mal folgende Links an's Herz gelegt Herr Wohltäter der Leiharbeiter:

http://www.swr.de/mediathek/-/id=4653422/did=6438912/pv=video/nid=4653422/uu2h2f/index.html

oder "Regierungsbericht verharmlost Probleme der Leiharbeit"

http://www.sozialpolitik-aktuell.de/tl_files/sozialpolitik-aktuell/_Politikfelder/Arbeitsmarkt/Dokumente/Arbeitsmarkt-aktuell-4-10-Regierungsbericht-Leiharbeit.pdf

Interessant auch das Buch "Aus der schönen neuen Welt. Expeditionen ins Landesinnere" von Günter Wallraff

http://www.amazon.de/sch%C3%B6nen-neuen-Welt-Expeditionen-Landesinnere/dp/3462040499/ref=sr_1_1?ie=UTF8&s=books&qid=1276144844&sr=1-1

Um das klar zu stellen - ich bin nicht grundsätzlich gegen Leiharbeit. Sie kann und soll ein rationales Korrektiv in der aktuellen Arbeitswelt und den Arbeitsprozessen bilden. Nur, was draus gemacht wurde - und das zeigen Deine Äusserungen ganz deutlich - passt mir persönlich nicht. Leiharbeiter sind Arbeiter zweiter und dritter Klasse und haben kaum Chancen, in den "ersten" Arbeitsmarkt zu gelangen. Es ist doch viel einfacher und billiger, sie als Leiharbeiter und/oder Praktikanten zu beschäftigen!

Deine Äusserungen haben den schalen Beigeschmack, dass ich dankbar dafür sein soll, wenn ich den "Kollegen" in den Ar$$$ kriechen darf :evil:...

:???::???::confused::confused::-?:-?

Menschhändler, Menschen dritter Klasse.....

Leider fehlen sowohl in Ihren Ausführungen als auch in den von Ihnen mittels Link zitierten Veröffentlichungen Möglichkeiten, Varianten oder Lösungsansätze wie dieses Thema an die heutigen Zeit, die wirtschaftliche Betrachtungsweise der Beteiligten, den Bedarf an Arbeitskräften hinsichtlich der Qualifikation, Zeit und Dauer und die Einbindung in eine europweite oder weltweite Betrachtung.

Das sich Arbeitsszenarien auch vor dem Hintergrund der demografischen Entwicklung und dem Anforderungsprofil von jungen Menschen und Familen ändern, wird nicht mal im Ansatz berücksichtigt.

Es gibt eben auch hier nicht immer nur die beiden Möglichkeiten schwarz oder weiß, sondern etliche Dutzend an Grauschattierungen.

Adios

Rodemarc
Geschrieben

Es gibt da Begründungen für beide Seiten der Medaille und ich kann sowohl URicken als auch Kaiser78 verstehen.

Nur muss man sich doch in der heutigen Zeit auch mal die Möglichkeiten ansehen die sich einem Unternehmen durch Zeitarbeit ermöglichen. Natürlich wird das dann auch genutzt.

Dort wo ich neben dem Studium arbeite waren 2008/09 bestimmt noch 30% aller Arbeitskräfe im Lager Zeitarbeiter. Inzwischen ist die Auftragslage schlechter und es wurden viele Zeitarbeitet wieder zu ihrer Firma zurückgeschickt.

Einige Gute wurden aber trotzdem übernommen. :wink:

Hätte das Unternehmen 2008 5 neue Mitarbeiter mit festem Arbeitsvertrag eingestellt wären die heute immer noch da und würden Geld kosten obwohl man die garnicht mehr benötigt.

Gast Alpinchen
Geschrieben

Es geht doch gar nicht darum, als Leiharbeiter von der ausleihenden Firma übernommen zu werden.

Es geht darum, am Ball zu bleiben.

Berufserfahrung sammeln, das Ohr am Markt haben, Routine zu bekommen. Nur das zählt.

Und während dieser Zeit muss man sich anderweitig bewerben. So haben das schon sehr viele geschafft.

Jemand, der in einem festen Arbeitsverhältnis steht (und das trifft auf Leiharbeiter zu), betreibt nur einen Jobwechsel.

Und das ist allemal leichter als ein Jobeinstieg.

CP
Geschrieben (bearbeitet)
Hallo,

ein Freund eines Freundes, dessen Nachbar seinem Schwager, der Cousin hat nach vielen Monaten der unglücklichen Arbeitslosigkeit nach dem Studium, eine Stelle bei einer Zeitarbeitsfirma mit Arbeitnehmerüberlassung angeboten bekommen und natürlich (in Ermangelung von derzeitigen Alternativen) zugesagt. :wink:

:-))!

Kurzum, wie kann man möglichst elegant und schnell den Aufstieg (finanziell gesehen) in die Festanstellung bei Kundenunternehmen erreichen?

Das wird man nur begrenzt beeinflussen können, da es nicht nur von besagter Person oder deren direkten Vorgesetzten abhängt, sondern oftmals von "übergeordneten" Umständen. Erstmal ganz locker die Sache angehen, die Augen offen halten und alles weitere wird sich dann schon fügen. :wink2:

bearbeitet von CP
URicken
Geschrieben
Leider fehlen sowohl in Ihren Ausführungen als auch in den von Ihnen mittels Link zitierten Veröffentlichungen Möglichkeiten, Varianten oder Lösungsansätze wie dieses Thema an die heutigen Zeit, die wirtschaftliche Betrachtungsweise der Beteiligten, den Bedarf an Arbeitskräften hinsichtlich der Qualifikation, Zeit und Dauer und die Einbindung in eine europweite oder weltweite Betrachtung.

Komm' mal wieder runter :???:. Es ging in meinem Post nicht darum, Varianten aufzuzeigen - die gibt es meiner Meinung nach nicht! Nur sollte man nicht überall den Diener aus falscher Hoffnung machen. Wenn es das eine oder andere Mal tatsächlich zu einer Festanstellung ohne "Bodyleaser" kommt, ist es ja schön - nur wird es eher die Ausnahme bleiben!

PS: Wußte garnicht, dass man hier so elitär ist, dass man sich siezt. Manche hier legen schon ein seltsames Gebahren an den Tag O:-)

Wenn Du damit einen gewissen "Abstand" zu den anderen Foristen demonstrieren willst, frage ich mich allen Ernstes, was Du dann hier willst!

Gast Alpinchen
Geschrieben

PS: Wußte garnicht, dass man hier so elitär ist, dass man sich siezt.

Das macht Tante Toni aber immer, wenn sie krawallig ist. X-):wink:

(duckundweglauf.........)

ToniTanti
Geschrieben
Komm' mal wieder runter :???:. Es ging in meinem Post nicht darum, Varianten aufzuzeigen - die gibt es meiner Meinung nach nicht! Nur sollte man nicht überall den Diener aus falscher Hoffnung machen. Wenn es das eine oder andere Mal tatsächlich zu einer Festanstellung ohne "Bodyleaser" kommt, ist es ja schön - nur wird es eher die Ausnahme bleiben!

PS: Wußte garnicht, dass man hier so elitär ist, dass man sich siezt. Manche hier legen schon ein seltsames Gebahren an den Tag O:-)

Wenn Du damit einen gewissen "Abstand" zu den anderen Foristen demonstrieren willst, frage ich mich allen Ernstes, was Du dann hier willst!

Naja, ich finde einen Diener, auch wenn er nach Knigge nicht mehr vorgegeben ist, gar nicht mal so verkehrt. Es scheitert eben wie so oft an den Höflichkeits- und Aufmerksamkeitsgrundlagen. Und das eben bei vielen Arbeitnehmer - und zwar schon in der Bewerbungs- und Vorstellungsphase.

Ohne Zeitarbeit hätten diese Personen de facto keine Chance auf eine reguläre Anstellung beim Entleiher. Bei dem sie ja immerhin fest angestellt sind und Gehaltszahlungen beziehen.

Wenn dem nicht so wäre, stellt sich die Frage, gerade bei der aktuelen Spar- und Haushaltsdebatte, wieviel Steuergelder dann noch mal zusätzlich für diese Personen bereitgestellt werden müsten, wenn Sie keinen Zeitarbeitsvertrag hätten.

Die deutliche Zunahme an befristeten Arbeitsverträgen zeigt doch deutlich, daß sich die Sachlage, die Planungszeiten und die immer häufiger und schneller auftretenden Einflußfaktoren ggb. den 60er, 70er und 80er-Jahren dramatisch verändert haben. Und ja, daß ist eben auch auf dem Arbeitsmarkt abzulesen.

Was ist daran seltsam, wenn ich aus Gründen der Höflichkeit die Sie-Form gewählt habe? Jetzt ist es also schon negativ, wenn ich versuche, den Antwortbeitrag sachlich, korrekt und mit Anstand zu formulieren.

Und DEIN Schlußsatz habe ich dann mal mit einem Schmunzeln und einer leckeren Tasse Espresso genossen. Nichts für ungut.

Schönen, sonnigen und erfolgreichen Tag!

Adios

ToniTanti
Geschrieben
Das macht Tante Toni aber immer, wenn sie krawallig ist. X-):wink:

(duckundweglauf.........)

:D:D

Na, na, na - seit wann dutzen wir uns?

X-)X-)

double-p
Geschrieben

Lieber als Leiharbeiter mit einem festen "Grundeinkommen" als der ARGE ausgeliefert zu sein? X-) Oder halt das Risiko selber tragen und als Freelancer

rumspringen - auch nicht viel anders. ;)

Als "Aushilfe" steht man in den Anspruechen (z.B. Urlaub) halt hinten an,

sonst braeuchte man keine Aushilfe. :-o

Fuer mich selbst gesprochen: Ich gestrenge die Arbeit immer gleich gut -

als Angestellter moechte ich so geachtet sein, dass bei Kuerzung der Stellen

ich ganz unten stehe - als Aushilfe so, dass meine Rechnung zeitig bezahlt

wird :D

Na, na, na - seit wann dutzen wir uns?

Seit der letzten CP-Party hinter der Theke? X-)

Kazuya
Geschrieben

Danke soweit für die Meldungen.

Ist die Entgeltgruppe 4 (BZA), für einen Hochschulabsolventen eigentlich angemessen? In dem Tarifvertrag steht sinngemäß, dass die Einteilung in die jeweilige Entgeltgruppe, nach der tatsächlichen Tätigkeit und nicht ( :cry: ) nach der Qualifikation des Zeitarbeiters stattfindet.

Angenommen wurde vorher, die Entgeltgruppe 8 (Tätigkeiten mit notwendigem Fachhochschulstudium) sei für "Besagte Person" maßgeblich.

Wer bestimmt, überhaupt die Entgeltgruppe, wenn die Art und Anforderungen der Tätigkeit durchaus streitbar ist... Welch böses Wort. Dann lieber "diskutierbar".

Ich denke doch, dass man sowas offen bei der Zeitarbeitsfirma ansprechen darf, ohne gleich als Nörgler dazustehen, oder? Oder verbittet sich so ein Verhalten für einen Neuling?

Und ja, Arbeitserfahrung ist sicherlich für einen Absolventen wichtiger als ein gutes Gehalt, wobei bei besagter Entgeltgruppe 4, schon arg wenig übrig bleibt. (Lohnsteuerklasse 1), vorallem in der Bayernmetropole. :(

Zum konkreten Fall sei auch noch gesagt, dass das Projekt bei dem Kunden erstmal auf 3 Monate angesetzt ist. Wobei, sowohl von der Zeitarbeitsfirma als auch vom Kundenunternehmen deutlich signalisiert wurde, dass bei entsprechender Bewährung, man mit einer Fortführung rechnen könnte.

Im Grunde könnte man dies doch positiv sehen, da man ja nach den drei Monaten, sozusagen wieder bei Null steht und neu verhandeln kann, ggf. sich dem Kunden als Festangestellten anbietet O:-)

Was das A****kriechen angeht. Wenn man neu und engagiert ist, (und jeder weiß, dass man nur auf eine Festanstellung hofft), wie soll man da nicht als Stiefellecker wahrgenommen werden? Ich stelle mir diese Gradwanderung schon nicht leicht vor. Dann doch lieber mehr "Stiefel" lecken, als als fauler Hund dar zu stehen.

PS: Das Ganze ist doch annonym genug geschrieben über eine Gesichts- und Namenlose Person, oder?

gecko911
Geschrieben

Ich würds halt einfach ausprobieren. Einfach vernünftig mit dem Ansprechpartner der Zeitarbeitsfirma sprechen und ihm auch sagen, wieviel du unbedingt zum Leben brauchst.

3 Monate kann man auch mal a bissl sparsam sein. Wenn du danach die Möglichkeit hast, beim Kunden übernommen zu werden ist das doch perfekt.

Ich verteufel die Zeitarbeit übrigens auch nicht, da in meiner alten Firma so ziemlich alle operativen Mitarbeiter über die Zeitarbeit ins Unternehmen gekommen sind. Da waren teilweise Leute dabei, die ansonsten nie und nimmer eine Festanstellung bekommen hätten, sich durch die Zeitarbeit aber als gute Mitarbeiter bewiesen haben und dann eben übernommen wurden.

Gibt nicht nur schwarze Schafe in der Branche....

Gast Alpinchen
Geschrieben

Zum "Stiefellecken":

Wer sich auf seine Tätigkeit konzentriert und mit entsprechendem Fachwissen, und dem Selbstbewusstsein um seine persönlichen Grenzen auftritt,

der leckt keine Stiefel und kriecht auch niemanden ins Hinterteil.

Interessierte Vorgesetzte erkennen das Potential der Mitarbeiter doch recht schnell.

Gute Leute werden dann gefördert, und weniger gute werden wohl oder übel wieder gehen müssen.

Wenn der Vorgesetzte selbst ein Schleimbeutel ohne Selbstbewusstsein ist, der wiederum Angst vor besseren Leuten hat, welche "von unten" kommen,

hat man eh schon beim Antritt verloren.

Das ist vielleicht auch das gute an der Zeitarbeit: Man lernt solche Konstellationen kennen, ohne in der Vita ersichtliche Firmenwechsel.

Also ich würde im Falle einer Stellensuche grundsätzlich erst mal den sicheren Weg gehen, und mir ein Einkommen (egal wie hoch) sichern.

Alles weitere ergibt sich.

Grüße

Wolfgang

FutureBreeze
Geschrieben

Es stellt sich gerade die Frage als was du Verliehen wirst - wirst du als Arbeiter mit abgeschlossener Lehre verliehen, oder wirst du als Diplom Betriebswirt an die Firma verliehen?

BZA 4 halte ich persönlich auch für sehr sehr wenig Gehalt (wir sprechen hier von knapp 10 Euro Brutto)

Da muss dir eigentlich schon von vorne herein eine Perspektive aufgezeigt werden, dass es nach 3 Monaten drastisch aufwärts geht!

Aber ein gutes hat das Monatsgehalt von 1600 Euro - du wirst fast garkeine Steuern zahlen ;-)

Und es ist besser als garnichts!

Kaiser78
Geschrieben
Zum "Stiefellecken":

Wer sich auf seine Tätigkeit konzentriert und mit entsprechendem Fachwissen, und dem Selbstbewusstsein um seine persönlichen Grenzen auftritt,

der leckt keine Stiefel und kriecht auch niemanden ins Hinterteil.

Interessierte Vorgesetzte erkennen das Potential der Mitarbeiter doch recht schnell.

Gute Leute werden dann gefördert, und weniger gute werden wohl oder übel wieder gehen müssen.

Wenn der Vorgesetzte selbst ein Schleimbeutel ohne Selbstbewusstsein ist, der wiederum Angst vor besseren Leuten hat, welche "von unten" kommen,

hat man eh schon beim Antritt verloren.

Das ist vielleicht auch das gute an der Zeitarbeit: Man lernt solche Konstellationen kennen, ohne in der Vita ersichtliche Firmenwechsel.

Also ich würde im Falle einer Stellensuche grundsätzlich erst mal den sicheren Weg gehen, und mir ein Einkommen (egal wie hoch) sichern.

Alles weitere ergibt sich.

Grüße

Wolfgang

Meine Meinung:-))!

Und wie bei Gecko läufts bei uns auch! :-))!

chip
Geschrieben
.

Also ich würde im Falle einer Stellensuche grundsätzlich erst mal den sicheren Weg gehen, und mir ein Einkommen (egal wie hoch) sichern.

Alles weitere ergibt sich.

Sehe ich auch so zumal man ja jederzeit die Bewerbung auf eine Festanstellung vorantreiben kann wenn sich etwas interessantes bietet.

Grundsätzlich bewirbt es sich aus einem Arbeitsverhältnis egal ob direkt angestellt oder als Leiharbeiter einfach etwas leichter und mit mehr Selbstvertrauen.

Kazuya
Geschrieben

Der Zeitpunkt ist natürlich auch genial... Jetzt wo die da WM ist ;)

Ja ich denke auch, dass nach den 3 Monaten ein erstes Resümee gezogen werden kann. Es sollte ja auf jeden Fall eine Entwicklung nach oben geben.

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