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Daniel J.

Interne Aufstiegs- und weiterbildungsmöglichkeiten?

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Daniel J.
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Hey Jungs & Mädels,

ich bin gerade fertig geworden mit meinem Fachabitur und warte aktuell auf ein Studienplatz. Die Sache ist jetzt das ich nicht wirklich Lust habe bis frühstens Oktober zuhause zu sitzen und habe mich so in paar große Unternehmen (Bosch, Coca Cola, Daimler etc.) beworben um in der Produktion zu arbeiten.

Jetzt ist meine Frage ob jemand vielleicht Erfahrungen gemacht hat oder bescheid weiß welche Möglichkeiten es gibt wenn man sich dort intern weiterbilden will und aufsteigen möchte. Gerade wenn man in der Produktion arbeitet.

Das ganze scheint für mich interessanter zu sein als ein mehrjähriges Studium.

Was meint Ihr?

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Gast Alpinchen
Geschrieben

Na ja, immer nur das linke Vorderrad anschrauben zu dürfen ist sicher nicht sehr spannend.

Die spätere Verantwortung für 4 Leute und alle vier Räder stelle ich mir jetzt auch nicht sonderlich das eigene Ego füllend vor.

Es gibt wohl keinen Arbeitsplatz, an dem man als Individuum weniger wahr genommen wird, als am Band.

Ich würde mich zumindest um eine qualifizierte Ausbildung bemühen, welche mich in die Lage versetzt, bei unterschiedlichen Firmen arbeiten zu können.

Im übrigen würde ich mir genau überlegen, ob ich 45 Jahre Fließbandarbeit machen will.

Es gibt weiss Gott kreativere Möglichkeiten, seine Brötchen zu verdienen.

Mach doch erst mal einen befristeten Job dort, und danach schnuppere mal in eine Hochschule hinein.

Im übrigen dauert ein ZÜGIGES Maschinenbau-Studium 4 bis 4,5 Jahre, und eine klassische Handwerksausbildung 3 bis 3,5 Jahre.

Da relativiert sich doch der Begriff "mehrjähriges Studium" sehr schnell.

Grüße

Wolfgang

Daragorn
Geschrieben

Hallo Daniel,

also ich persönlich habe erst eine Ausbildung gemacht und danach nochmal ein Fachabitur und studiere nun. Die Problematik einer Ausbildung, sowie generell unausgebildeter Arbeit ist, zumindest war es bei mir so, dass man sich schnell langweilt. Das Geld ist oft nicht wirklich das Wahre und die Qualität der Arbeit ist definitiv deutlich unter der, die du als Akademiker später machst.

Ein Studium ist generell nur eine Einstiegsqualifikation die man braucht. Was wirklich zu tun ist lernt man später im Beruf. Viele Akademiker die ich kenne und jetzt ihren Job antreten, erzählen mir das sie nur wenig aus dem Studium brauchen. Im Studium geht es mehr darum, (wichtige) Methoden zur Problembearbeitung sowie Methoden des Eigenlernens zu lernen, was meine Erfahrung aus dem Praktikum entspricht. (einfache Grundlagen vllt mal ausgenommen, bsp. Technische Mechanik für Ingenieure). Wer glaubt, dass er alles braucht was er im Studium lernt und es da aufhört mit lernen, ist schief gewickelt. Ein Studium ist prinzipiell anspruchsvoller und arbeitsintensiver als Ausbildung, selbstverständlich, dafür ist die spätere Arbeit anspruchsvoller, interessanter und vor allem besser bezahlt. Jemand mit einer Lehre wird es nur in Ausnahmen so weit bringen wie jemand mit einem Studium.

Meine persönliche Meinung ist, generell immer den höchsten Bildungsabschluss zu machen, zu dem man in der Lage ist! Ich möchte mit 40 nicht von jemandem geführt werden, der 28 ist und vor zwei Jahren noch in einer Hochschule gesessen hat und das kann ohne Studium schneller passieren als einem lieb ist.

In der Wartezeit auf deinen Studienplatz würde ich arbeiten gehen und versuchen gute Arbeitszeugnisse zu erhalten. Auch werden für einige Studiengänge Praktika vorausgesetzt, die du natürlich absolvieren kannst. Arbeitserfahrung macht sich vor allem bei der Bewerbung für einen Pflichtpraktikum gut!

Grüße

TB!
Geschrieben

Meine persönliche Meinung ist, generell immer den höchsten Bildungsabschluss zu machen, zu dem man in der Lage ist!

Das würde ich aus meiner Erfahrung heraus auch so bestätigen. Deine Abfolge - erst betriebliche Ausbildung, dann Studium - ist ein "Klassiker", den ich trotz der zusätzlichen 3 investierten Jahre auch gut finde. Ich erlebe, dass viele Studenten mit vorheriger Ausbildung aus dem Studium viel mehr mitnehmen.

Es gibt natürlich auch Möglichkeiten, sich - insbesondere in großen Organisationen - als Facharbeiter innerbetrieblich weiterzubilden. Man wird dann bspw. Lean Specialist oder was auch immer. Einfacher ist aber immer der Weg über den höheren Bildungsabschluss.

Zudem ist so ein Studium ja nicht nur eine Ausbildung sondern auch eine Lebensform, die den Lebensweg bereichert. Ich komme aus einem behüteten Umfeld und mir hat es gut getan, am Anfang der Studienzeit mal ganz woanders in einer Berliner Altbauwohnung mit Außentoilette zu wohnen und beim örtlichen Aldi zuzuschauen, wie ein bedauernswerter Alkoholiker die Groschen auf den Tresen zählt, um seine Flasche Korn mitnehmen zu können. Das rückt manche Dinge in die richtige Perspektive, macht bescheidener und genußfähiger gleichzeitig.

Letztes Wort dazu: Man kann natürlich auch später über Fernstudiengänge u.ä. Bildungsabschlüsse nachholen. Das ist aber der ganz harte Weg, insbesondere, wenn dann Fulltime-Job, Familie und finanzielle Verpflichtungen das Studium begleiten. Do it right first time ...

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