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Da fasst man sich doch ans Hirn...


Jonny

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Geschrieben

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Ich krieg die Krise wenn ich sowas sehe. Wer kommt auf so einen totalen Schwachsinn?

Damit werden Statistiken geschönt, Wähler getäuscht und es bringt rein garnichts.

Wenn es so viele Arbeitslose gibt, dann sollen die doch bitte wenigstens was machen was der Gemeinschaft etwas bringt. Schulen restaurieren oder sonstwas. Aber nein, sie bauen Trampolins etc. und es wird damit Wettbewerbsverzerrung mit Steuergeldern betrieben.

Man darf ja nicht zu politisch werden. Aber bei solchen Aktionen sollte man das mal zeigen dürfen.

Das ist doch genau das worüber man sich immer lustig gemacht hat als man es aus dem Osten gehört hat....

Ich verstehe ja sogar die Unternehmer die diese Chancen dann nutzen. Aber meiner Meinung nach dürfte es sowas garnicht geben. Es gibt genug zu tun. Wenn diese Arbeitslosen mal Schulen und Universitäten renovieren würden und dafür einen Bonus kriegen wäre das in meinen Augen deutlich besser, als diese Privatwirtschaftlich arbeiten zu lassen und damit den Arbeitsmarkt zu zerstören. Wobei es auch bei der Renovierung von Bildungseinrichtungen wichtig ist, dass man nur Aufträge die sonst wegen Geldmangels nicht gemacht werden könnten an die 1 € Jobber vergibt um dem lokalen Handwerk nicht das Geschäft zu stehlen.

Aber da gibt es in unserer schönen Bürokratenlandschaft noch mehr so Dinge (z.B. Geld der Ämter MUSS aufgebraucht werden (und wenn es für irgendeinen Unsinn ist) damit neues kommt etc.)

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Geschrieben

Wenn es so viele Arbeitslose gibt, dann sollen die doch bitte wenigstens was machen was der Gemeinschaft etwas bringt. Schulen restaurieren oder sonstwas. Aber nein, sie bauen Trampolins etc. und es wird damit Wettbewerbsverzerrung mit Steuergeldern betrieben.

Erstmal müssen die Leute so oder so vom Staat bezahlt werden, kann ja nicht sein dass die ohne Job verhungern.

Zweitens müssen diese Menschen ja irgendwie beschäftigt werden, wer nur zu Hause vorm Fernseher sitzt stumpft ab, dass nichts-tuen blöd macht ist wissenschaftlich bewiesen. Ich kenne keinen Arbeitslosen der sich in seiner Freizeit in die Staatsbibliothek setzt und sich mit Büchern mental fit hält oder seinen PC nutzt um Office zu lernen, obwohl dies möglich wäre. Dass man diese Leute zur Not auch widerwillen beschäftigt find ich wichtig!

Drittens sind die beiden Typen ja keine "normalen" Arbeitslosen. Der eine ist Analphabet und hat sich jahrelang nur durchgelogen, seinen Mitmenschen was vorgemacht und war nicht in der Lage an seinen Fehlern zu arbeiten! Dass er überhaupt den Job als Kraftfahrer machen konnte ist zwar schön und gut, aber nur weil er Glück hatte bisher gut Ausreden zu finden begründet das keinen Anspruch darauf den Job nochmal zu bekommen obwohl er ja unqualifiziert ist.

Der andere ist chronisch Magen krank und gilt als behindert, wenn man so jemanden einstellt kann man als Chef nie ausschließen dass der mit einem Attest ankommt und erstmal krank ist wenn ihm was nicht passt. Das ist nunmal ein Risiko was es bei anderen bewerbern nicht gibt.

Viertens, es gibt garnicht so viele gemeinnützige Stellen, allein weil die Zivildienstleistenden schon mal untergebracht werden können. Zudem sind die Leute oft mals nicht geeignet, was soll zB ein 55jähriger Schlachter als Betreuer im Kindergarten? Junge Zivis sind ja noch einigermaßen flexibel und lernfähig, ältere Menschen die Jahrzehnte nur das eine gemacht haben können da oft nicht mithalten.

Zudem fehlt oft das Geld, auch wenn die Arbeitskraft für einen Euro verfügbar ist, so kommen ja weiterhin Kosten für Transport, Material und Vorarbeiter hinzu. Selbst wenn man die Leute zum Müllsammeln loschickt, die brauchen ein Auto, Arbeitskleidung, Werkzeug.

Ansich find ich die Ein-Euro-Jobs schon sinnvoll. Dass davon Firmen profitieren ist doch ein positives Nebenprodukt.

Man kann keine Vollzeitstellen einfach so aus dem Hut zaubern.

Geschrieben

Wenn diese Arbeitslosen mal Schulen und Universitäten renovieren würden und dafür einen Bonus kriegen wäre das in meinen Augen deutlich besser, als diese Privatwirtschaftlich arbeiten zu lassen und damit den Arbeitsmarkt zu zerstören. Wobei es auch bei der Renovierung von Bildungseinrichtungen wichtig ist, dass man nur Aufträge die sonst wegen Geldmangels nicht gemacht werden könnten an die 1 € Jobber vergibt um dem lokalen Handwerk nicht das Geschäft zu stehlen.

Aber eine Sanierung öffentlicher Institutionen (Schulen/Universitäten) ist doch bislang, nach einer entsprechenden Ausschreibung auch privatwirtschaftlich abgewickelt worden!

Dort haben doch Malermeister, Maurer, Innenausbauer etc. mit ihren Gesellen und Azubis gearbeitet. Oder?

Leider gab es in der Vergangenheit bereits einige neagtive Beispiele dafür, wie Kommunen Erwerbslose zur Abarbeitung dringender Sanierungsmaßnahmen an Schulen, Grünflächen oder anderer "öffentlicher" Einrichtungen eingesetzt haben, weil angeblich keine anderen finanziellen Mittel seitens der Kommune , des Landes oder sogar des Bundes zur Verfügung standen/stehen.

Mir persönlich sind Fälle bekannt, in denen "Missbrauch" im großen Stil mit dieser Art der Auftragsvergabe an/durch die Arge oder von der Arge beauftragter Firmen betrieben wurde.

Durch 1,- Euro Jobber werden zumindest im Bereich Bau/Haupt und Nebengewerbe fast immer andere (normale) Firmen, die sich normalerweise an den vorgeschriebenen europaweiten Ausschreibungen beteiligen müssen benachteiligt.

Es sind in fast jedem Gemeinde/Landeshaushalt leere Kassen vorhanden, von daher ist es auch nicht schwer, als Kommune/Land den "dringenden" Bedarf an 1,- Jobbern zur Instandhaltung öffentlicher Gebäude/Plätze etc. bei der jeweiligen ARGE anzumelden und dem Wählervolk gegenüber zu rechtfertigen.:wink:

Ich halte nichts von solcherlei Auftragsvergabe, da immer auch noch bestehende, "wirkliche" Arbeitsplätze dadurch in Gefahr geraten abgebaut zu werden.

In meiner Branche, in der ich mich vor zwei Jahren selbstständig gemacht habe, gibt es neuerdings auch immer mehr "kommunale" Anbieter mit 1,- Euro Leutchen, die teilweise Leistungen zum Nulltarif anbieten nur um der Öffentlichkeit gegenüber eine hohe Auslastung der sooooo "tollen" kommunalen Einrichtung vorzugaukeln.

Und das Ende vom Lied ist, dass bereits zwei meiner Mitbewerber im Kreis PB die unvermeidbare Insolvenz anmelden mussten, insgesamt 15 Leute ALG I beantragen mussten und wohl nächstes Jahr als Alg II- Bezieher bei der kommunalen Einrichtung arbeiten müssen, die ihnen jetzt vor kurzen den Job gekostet hat.

Ist das nicht völlig krank?!

Jetzt könnte ich ja eigentlich "HURRA" schreien, weil zwei Mitbewerber platt sind, aber als realistisch denkender Mensch lasse ich das lieber.

Wer weiß wie schnell mich und meine Leute diese Entwicklung einholt! Also mal lieber nicht zu früh freuen oder Schadenfreude haben!!!

Wenn die 1,-€ Jobber wenigstens wirklich eine Chance hätten, durch solch eine Maßnahme dauerhaft und mit richtigem Lohn beschäftigt zu werden. Doch dem ist ja nicht so!

Nach einem halben, spätestens nach einem Jahr sitzen diese Leute wieder bei der Arge und haben noch immer keinen festen Arbeitsplatz.

Also, wem hilft das mit dem 1,-€ Job wirklich und nachhaltig? :???:

Ist schon einer dieser 1,-€ Jobber dadurch schlauer geworden wenn er Grünflächen pflegt oder Arbeit verrichtet, für die er oft gar nicht ausreichend qualifiziert ist? Wen es Einzelfälle gibt, OKIDOKI!

Doch in der Masse ist das auch nur eine scheinbare Lösung, die nur die Arbeitslosenstatistik schönt und mehr schadet als hilft!

Meine Meinung!

:D

Geschrieben
... Es gibt genug zu tun. Wenn diese Arbeitslosen mal Schulen und Universitäten renovieren würden ...

Im Nachbarstädtchen bekam der Bauhof als "Ein-Euro-Jobler" (vor zwei Jahren? Ich weiß es nicht mehr) einen ehemaligen Maler vermittelt. Eigentlich nur fürs Laub sammeln ... der örtliche Bauhof und die Stadt setzte ihn aber zum renovieren von Kleinkram ein. Der ältere Herr soll das recht gründlich gemacht haben.

Die Malerbetriebe im Städtchen -zuvor meist betraut worden mit diesen Mini-Aufträgen- liefen kurze Zeit später Sturm und zogen vor Gericht.

Seitdem sammelt der ehem. Maler ausschließlich Laub auf.

Es gibt bei sowas keinen idealen Weg ... wobei - evtl. hätte eine der rechtstreitenden Firmen den Mann einstellen können ...

Gast Alpinchen
Geschrieben

Zweitens müssen diese Menschen ja irgendwie beschäftigt werden, wer nur zu Hause vorm Fernseher sitzt stumpft ab, dass nichts-tuen blöd macht ist wissenschaftlich bewiesen. Ich kenne keinen Arbeitslosen der sich in seiner Freizeit in die Staatsbibliothek setzt und sich mit Büchern mental fit hält oder seinen PC nutzt um Office zu lernen, obwohl dies möglich wäre. Dass man diese Leute zur Not auch wider Willen beschäftigt find ich wichtig!

Da gebe ich dir uneingeschränkt recht. Bloß, wo kein Wille, da auch kein Weg.

Geschrieben
Zudem sind die Leute oft mals nicht geeignet, was soll zB ein 55jähriger Schlachter als Betreuer im Kindergarten? Junge Zivis sind ja noch einigermaßen flexibel und lernfähig, ältere Menschen die Jahrzehnte nur das eine gemacht haben können da oft nicht mithalten.

Zudem fehlt oft das Geld, auch wenn die Arbeitskraft für einen Euro verfügbar ist, so kommen ja weiterhin Kosten für Transport, Material und Vorarbeiter hinzu. Selbst wenn man die Leute zum Müllsammeln loschickt, die brauchen ein Auto, Arbeitskleidung, Werkzeug.

Ich kann Dir mal ein Beispiel aus der Altenpflege nennen (wo und wer ist ja egal).

Die Häuser freuen sich grundsätzlich über jeden 1€-Jobber, egal ob der vorher Trucker, Schlachter oder 25 Jahre Alkoholiker war.

Das Haus von dem ich rede beschäftigt mittlerweile 2 solcher Jobber, wobei einer öfters mal unabgemeldet zuhause bleibt, weil es regnet und er nicht zur Arbeit kann mit dem Fahrrad.

Jetzt ist es aber so, dass die Altenheime sowieso chronisch unterbesetzt sind, dass heißt es wäre dringend nötig mindestens eine weitere Vollzeitkraft einzustellen. Die Heimleitung findet das aber zu teuer und greift sich stattdessen eben zwei Jobber. Sicher, die können offiziell nicht in der Pflege eingesetzt werden, weil sie keine entsprechende Ausbildung besitzen. Aber wie oft kommt denn von der Stadt jemand und schaut sich tatsächlich mal an was die so treiben? :wink:

Die restlichen Mitarbeiter profitieren da jedenfalls in keinster Weise von. Ständig wechseln die Jobber und es muss wieder neu angelernt werden (müssen natürlich alles die Mitarbeiter irgendwie neben ihrer normal schon anfallenden Arbeit machen).

Wenn ich solche Geschichten so höre (oder sogar mit eigenen Augen gesehen habe), dann regt mich das ebenso auf die den Fredersteller. Sollen die doch zuhause sitzen bleiben und durchgefüttert werden. Ist immer noch besser als wenn sie anderen Leuten die Arbeit erschweren.

Es mag sicher auch positive Beispiele geben, gerade auch in der Industrie. Aber im öffentlichen Bereich (Krankenhaus, Pflege, etc.) ist das sicher oftmals mehr schlecht als recht.

Geschrieben
Der eine ist Analphabet und hat sich jahrelang nur durchgelogen, seinen Mitmenschen was vorgemacht und war nicht in der Lage an seinen Fehlern zu arbeiten! Dass er überhaupt den Job als Kraftfahrer machen konnte ist zwar schön und gut, aber nur weil er Glück hatte bisher gut Ausreden zu finden begründet das keinen Anspruch darauf den Job nochmal zu bekommen obwohl er ja unqualifiziert ist.

Aber genau das ist doch das Problem: Man hat ihn eben nicht in einen Schreibkurs geschickt, sondern stattdessen als eine billige Arbeitskraft missbraucht.

Geschrieben
Dass man diese Leute zur Not auch widerwillen beschäftigt find ich wichtig!

Dann aber bitte nicht auf Kosten ehrlicher und alteingesessener Betriebe die durch diese Zwangsmaßnahmen (Beschäftigung Erwerbsloser wider Willen und dadurch evtll. bedingter indirekter Auftragsverluste) Aufträge verlieren.

Ich sehe nicht ein, warum sich der Staat auf meine Kosten die Arbeitslosenstatistiken regulieren sollte!

Und wer nicht arbeiten will wird sich eh das geeignete Mittel einfallen lassen um diese vom Staat (zwangs)verordneten Maßnahmen zu boykottieren und zu umgehen!

Da fällt dem ein oder anderen bestimmt auch etwas geeignetes/legitimes ein, um keinerlei Sanktionen durch die ARGE etc. befürchten zu müssen.

So ist das wahre Leben nun einmal.

Mit Zwang bekommt der Staat diese Sachen nicht in eine gute Richtung!

Aber das wird ja schon wieder ein Stammtischfred. :wink::wink::wink:

:D

Geschrieben
Aber genau das ist doch das Problem: Man hat ihn eben nicht in einen Schreibkurs geschickt, sondern stattdessen als eine billige Arbeitskraft missbraucht.

Genau da liegt das Hauptproblem dieser Angelegenheit!

Quasi: "Des Pudels Kern"...:wink:

:D

Geschrieben

Die Malerbetriebe im Städtchen -zuvor meist betraut worden mit diesen Mini-Aufträgen- liefen kurze Zeit später Sturm und zogen vor Gericht.

Seitdem sammelt der ehem. Maler ausschließlich Laub auf.

Genau das würde ich auch machen um diese Art Missbrauch in meiner Nähe abzustellen und zu bekämpfen.

Wenn der 1,-€ Jobber fürs Laubsammeln vermittelt/eingestellt wurde, hat er auch Laub zu sammeln und

nicht den eingetragenen Handwerksbetrieben die Arbeit wegzunehmen. Fertig ab!

Ganz klare Sache!

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Geschrieben
Geschrieben

Hallo Jonny,

 

schau doch mal hier zum Thema Zubehör für Aus dem Alltag (Anzeige)? Eventuell gibt es dort etwas Passendes.

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Geschrieben

Meiner Meinung nach sollte das Geld für Langzeitarbeitslose auch wirklich nur für zusätzliche Qualifizierungen ausgegeben werden.

Wenn der Mann die letzten 25 Jahre als Analphabet Kraftfahrer war, sollte man ihm eben einen Lese- und Schreibkurs bezahlen. Dann würde er auch wieder einen Job als Kraftfahrer finden.

Geschrieben
... Und wer nicht arbeiten will wird sich eh das geeignete Mittel einfallen lassen um diese vom Staat (zwangs)verordneten Maßnahmen zu boykottieren und zu umgehen! ...

Wie man bei Einsätzen als Erntehelfer immer wieder eindrucksvoll sieht. Die Spargel- und Hopfenanbauer in meiner Umgebung lehnen solche Programme inzwischen komplett ab. Bringt nichts.

Geschrieben

War die Erstaustrahlung an einem 1. April? :???:

Man wusste ja zwischendurch, insbesondere im zweiten Teil, nicht, ob man lachen oder weinen sollte.

Ich schicke doch nicht jemanden zwei Wochen zur Arbeit, damit er sich 12 Tage davon zu Tode langweilt. Da kann man sicherlich einige sinnvollere Tätigkeiten übernehmen, außer den ganzen Tag zu googlen.

Auch will sich mir einfach nicht der gemeinnützige Sinn offenbaren, wenn jemand 10 Tage lang puzzelt um festzustellen, dass 3 Teile fehlen und es nicht weiterveräußert werden kann. Wirtschaftlich rentabel kann das doch einfach nicht sein, so dass man auch ohne Staatsgelder derartige Tätigkeiten finanzieren könnte?!

Bei der Strickrunde konnte man es ja wenigstens erahnen, auch wenn dich die nette Dame auch nur bedingt in ihre Überzeugungskünsten gesteigert hat :D

Ich frage mich nur, ob den Leuten (und der Gemeinschaft) damit wirklich geholfen wird, oder ob es nicht vielmehr wirklich nur dazu dient, die politischen Leistungen auf dem Gebiet des Arbeitsmarktes aufzuhübschen und einigen wenigen Unternehmen neue Geschäftsfelder zu eröffnen.

Für so manchen derart "verschwendeten"/eingesetzten Euro könnte man sicherlich etlichen mittelständigen Unternehmen Darlehen gewähren, die zum Erhalt vorhandener bzw. der Errichtung neuer Arbeitsplätze dienen könnten; bspw. Vorfinanzierung oder Kreditabsicherung von Großprojekten, die das Unternehmen nicht alleine hervorbringen kann aber dringend zur Wettbewerbsfähigkeit braucht.

Erstmal müssen die Leute so oder so vom Staat bezahlt werden, kann ja nicht sein dass die ohne Job verhungern.

...

... was soll zB ein 55jähriger Schlachter als Betreuer im Kindergarten? Junge Zivis sind ja noch einigermaßen flexibel und lernfähig, ältere Menschen die Jahrzehnte nur das eine gemacht haben können da oft nicht mithalten.

...

Ansich find ich die Ein-Euro-Jobs schon sinnvoll. Dass davon Firmen profitieren ist doch ein positives Nebenprodukt.

Man kann keine Vollzeitstellen einfach so aus dem Hut zaubern.

Ich stimme dir da weitesgehend zu, aber gerade bei deinem ersten Punkt, stört mich einfach die Tatsache, dass der Staat quasi in zweierlei Hinsicht bezahlen muss - und somit auch zwangsläufig der Steuerzahler.

Warum gründet denn Vater Staat nicht derartige Beschäftigungsfirmen. Es kann doch nicht sein, dass die Jobber nur einen Euro bekommen, das Unternehmen unterdessen Gelder von der ARGE und auch noch dem Kunden, der die Arbeitskräfte einsetzt, bekommt. Es kann mir auch keiner sagen, dass diese "gemeinnützigen" Unternehmen keinerlei Gewinn einfahren - grundlos enstehen davon nicht jedes Jahr etliche dutzend neue Firmen auf dieser Geschäftsgrundlage, wenn es denn keinen wirtschaftlichen/finanziellen Anreiz gäbe.

Hier könnte auch der Staat durch eigene Unternehmen diese Aufgabe im selben Umfang übernehmen und gleichzeitig etwas Geld zu Refinanzierung des Modells erwirtschaften - es muss nicht immer alles gleich in privates Vermögen aufgehen.

Zu deinem Beispiel mit dem 55-jährigen Schlachter im Kindergarten:

Den öffentlichen Stellen traue ich mittlerweile so einiges zu, nachdem in Sachsen ein mehrfach verurteilter, pädophiler Sexualstraftäter (ohne jede wahrgenommene Therapieform) auf Bewährung herausgekommen ist und erst einmal eine Bewährungstätigkeit im Kindergarten bekommen hat.

Das nannte sich dann nach Protest sturmlaufenden Eltern und erneuten einschlägigen Vorfällen "Irrtum seitens der zuständigen Stellen"... allerdings hieß das nicht automatisch, dass der Betroffene unverzüglich beurlaubt oder versetzt wurde :evil:

Dann doch lieber einen arbeitslosen/-suchenden Schlachter als Aufsichtspersonal :-))!

Wenn der Mann die letzten 25 Jahre als Analphabet Kraftfahrer war, sollte man ihm eben einen Lese- und Schreibkurs bezahlen. Dann würde er auch wieder einen Job als Kraftfahrer finden.

Der Mann war doch schon vorher 25 Jahre in genau dieser Tätigkeit, ohne die Fähigkeit zum Schreiben, unterwegs. Wieso sollte er dann bitte noch Schreiben lernen, wenn er doch zuvor scheinbar auch sehr gut seinen Job erledigt hat? Vielmehr wäre vielleicht eine Fortbildung in Informatik notwendig, damit der Herr den Umgang mit Navigationssystem und TollCollect-Stationen erlernt.

Und selbst wenn er nicht wieder als Berufskraftfahrer beschäftigt werden kann, so gibt es doch noch einige andere Möglichkeiten zur Beschäftigung innerhalb seines bisherigen Erfahrungsschatzes (bsp. Reperatur von Kraftfahrzeugen), die keinerlei orthographisches Können abverlangen. Da wird er dann sicherlich auch damit einverstanden sein, dass es evtl. eine angemessene Reduzierung des Lohnes gibt :wink:

Geschrieben

Ich halte Grundsätzlich 1 Euro Jobs ja auch für Sinnvoll. Wenn das vernünftig umgesetzt wird!

Aber Leute irgendwas tun lassen, einfach damit sie was tun ist schwachsinn. Da kann ich auch ein Grundstück kaufen, der eine schaufelt löcher und der andere kippt sie wieder zu. Ähnlich sinnvoll für die Arbeitslosen die in der Regel ja arbeitswillig sind sonst hätten sie mit Sicherheit einen Weg gefunden um zuhause auf der gemütlichen Couch sitzen zu bleiben.

Zudem kann es nicht sein, dass auf diesem Weg Vollzeitstellen abgebaut werden um Praktikanten etc. den gleichen Job machen zu lassen. Das führt das ganze völlig ab adsurdum.

Ich habe ja bereits in meinem Eingangspost erwähnt, dass Arbeitslose nie zu etwas eingesetzt werden dürfen was die Realwirtschaft gefährdet. Es ist die Frage wie man das umsetzen kann, es ist aber grundlegend wichtig in meinen Augen.

Gast Alpinchen
Geschrieben

Es gibt nur einen vernünftigen Weg, aus dieser ganzen Misere heraus zu kommen: Leistung nur bei Gegenleistung!

Das müsste überall dort Maxime sein, wo nicht das selbst erwitschaftete Geld verpulvert wird.

Der Nachteil dabei ist, daß wir dann noch mal 2 MIO Arbeitslose mehr aus den öffentlichen Verwaltungen bekämen,

welche im Beruf durch die von ihnen hinterlassene Lücke adäquat ersetzt würden.

Man kann JEDEM Leistungsempfänger zumuten, auch mal einen Besen oder Rechen zu schwingen.

Das ganze natürlich nur unter der Voraussetzung der entsprechenden körperlichen und geistigen Fähigkeiten.

Wer Arbeitslos ist, und die Zeit der Arbeitslosigkeit nicht nützt, um sich weiter zu bilden,

oder im öffentlichen Bereich arbeitet, der ruht sich meiner Meinung nach auf den Knochen anderer aus!

Tut mir leid, wenn ich das so hart sagen muss, aber mein Nachbar zur Linken grinst mich täglich an, wenn er sich mittags mal bequemt, den Hintern zu bewegen.

Ein Nachbar einige Häuser weiter hatte auch vor 20 Jahren den letzten festen Job.......

Die beiden wollen einfach nicht, fertig, aus! Das ist auch deren offenes Bekenntnis.

Und ich Depp zahle dann die Gewerbesteuer, damit so was durchgefüttert wird.

Ne, bei mir ginge es jeden Morgen um 8:00 in den Stadtpark zur Gartenarbeit.

Und im Winter Bürgersteige vom Schnee räumen!

Unser gesamtes System lebt nur von Transferleistungen und Subventionen.

Das ganze so mannigfaltig verschachtelt, daß man als einzelner wahrscheinlich noch nicht einmal das Gefühl bekommt,

man könnte mit seiner eigenen Haltung einen anderen schädigen.

Wenn ich so recht darüber nachdenke, dann wird mir ganz schlecht bei dem Gedanken an eine "Zukunft"......

Geschrieben

Man kann JEDEM Leistungsempfänger zumuten, auch mal einen Besen oder Rechen zu schwingen.

Das ganze natürlich nur unter der Voraussetzung der entsprechenden körperlichen und geistigen Fähigkeiten.

Ne, bei mir ginge es jeden Morgen um 8:00 in den Stadtpark zur Gartenarbeit.

Und im Winter Bürgersteige vom Schnee räumen!

Im Grunde schon richtig!

Leider haben wir dann wieder das Problem, dass es dadurch "neue" Arbeitslose gibt, die diese Aufgaben (Schneefegen. Putzen, Gartenarbeit im Park etc.) vorher "hauptberuflich" in einer normalen Firma oder zu normalen Löhnen bei der Stadt etc. ausgeübt haben.

Hier bei mir im Ort sind diese Aufgaben (Schneefegen usw.) mittlerweile fast komplett an verschiedene kleine Dienstleistungsfirmen übertragen worden oder die Gemeinde erledigt diese Aufgaben "noch" mit fest angestellten "Stadtsoldaten" die einen einigermaßen vernünftigen und adäquaten Lohn dafür bekommen. Da stimmt dann auch das Ergebnis und die Arbeitsleistung.

Egal wie wir es drehen und hier besingen, der Hund beisst sich bei diesem Thema und Problem immer wieder in den Schwanz!

Daher lautet mein Fazit zu diesem Thema:

"Es iss wie es iss, dicker A...h, dicker Schiss....!" X-) oder "Nützt ja nix!"

In diesem Sinne; schönes Wochenende ohne schlimme Unwetters und so!

:D

Geschrieben

Diesen Bericht habe ich auch gesehen und dann kann man sich wirklich nur noch an den Kopf fassen da werden Leute bezahlt die ein Puzzel zusammensetzen und dies soll sie auf den Arbeitsmarkt vorbereiten.

Oder das Beispiel mit der Zeitung es gibt es Betriebszeitung und die Redaktion braucht 2 Tage für diese und die restlich 10 Tage bis die nächste Ausgabe erscheint haben sie nichts zu tun. Und dann ist die Chefin von den Ganzen auch noch total überzeugt und findet es richtig was sie da machen.

Sowas ist echt unglaublich ich konnte gar nicht fassen als ich das gesehen habe.

Geschrieben

Ich kanns nur aus eigener Erfahrung von zum Glück nur wenigen Wochen Arbeitslosigkeit sagen. Ich hab mich in gewisser weise dafür geschämt nichts richtiges zu tun zu haben, für jede Stunde die ich nach 10 Uhr aufgestanden bin hatte ich einen großen Stein im Magen! Da fällt man einfach in ein Loch. Ich bin heute heilfroh dass ich mit meinem Hobby Fotografie auch jobben konnte, damit war ich beschäftigt und bin ich aus diesem Loch wieder rausgekommen.

Zudem hab ich selbst gemerkt dass man mit der Zeit einfach doof im Kopf wird, gerade als Single allein zu Hause wird man doch bescheuert. Wenn man sich fragt warum teilweise so ein Blödsinn im TV läuft und wer zur Hölle sowas guckt, mit der Abstumpfung findet man nachher jede Art der Unterhaltung gut, selbst VOX Auto Mobil. :wink:

Der Mensch braucht was zu tun und dafür auch Anerkennung!

Daher finde ich die 1-Euro-Jobs grundsätzlich von der Idee her gut. Dass leider solche Nebenerscheinung wie hier beschrieben auftreten sind nicht Sinn der Sache, da kann ich verstehen dass viele sauer sind und die 1-Euro-Jobs in Frage stellen.

Eine Alternative zu der Beschäftigung im Berufsleben wäre eine Beschäftigung in der "Freizeit". Hauptsache Beschäftigung. Die Arbeitslosen könnten doch zwei mal die Woche sich auf dem Sportplatz treffen und unter Anweisung von Freiwilligen Sportlern etwas trainieren. Oder Lesezirkel in den öffentlichen Bibliotheken. Gemeinsame Wanderungen oder Fahrradtouren. Museumsbesuche oder Stadtführungen. Diskussionsrunden. Keine Ahnung, Hauptsache weg vom Fernseher, raus aus der Bude, mal den Körper bewegen und das Hirn anstrengen. :-))!

Leider kann man sowas aber nicht vom Arbeitsamt als "Vorbereitung ins Berufsleben" verkaufen... :(

Gruß

Ps. Heute um 04:06 war ich grad auf meiner Arbeit. X-)

Geschrieben

Was einem dieses Reportage zeigt - mir zumindest - ist, dass wir in Deutschland zu viele Menschen haben, die zu gering qualifiziert sind. Aufgrund dieser Tatsache gibt es zu viele die sich um die Jobs "schlagen", die nur eine niedrige Qualifikation benötigen.

Im Endeffekt sind wir selbst Schuld, aufgrund der Tatsache das wir unsere T-Shirts für 5 Euro, unsere Jeans für 15 Euro und Elektronik für Spotpreise kaufen wollen ist es nur logisch das wenig anspruchsvolle Jobs ins Ausland verlagert werden, traurige Wahrheit...

Geschrieben

Seit langem meine Rede. Weil immer alle alles billiger wollen und nicht bereits sind für Qualität zu bezahlen geht es bergab.

Und meistens trifft es die zuerst, die ganz scharf auf billig waren.

Geschrieben
Weil immer alle alles billiger wollen und nicht bereits sind für Qualität zu bezahlen geht es bergab.

Und meistens trifft es die zuerst, die ganz scharf auf billig waren.

Ich denke, das trifft die Realität ganz gut.

Im Endeffekt beschäftigen nicht die Unternehmen die Menschen, sondern die Endkunden dieser Unternehmen. Von denen sind zu viele zu sehr auf einen vordergründig günstigen Preis fokussiert, glauben aber, dass das mit ihrer Vergütung nichts zu tun hat. Die gönnen sich im Grunde die eigenen Löhne nicht.

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