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Musik


Vincentonator

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Geschrieben

Köln war klasse. Ich finde die Komponistin auch nicht nur sehr nett, sondern auch künstlerisch recht interessant. Sie schreibt ja auch "normale" Musik, also nicht nur experimentelle Geräuschsachen, sondern ausnotierte Kompositionen für traditionelle Instrumente und kommt selber vom Klavier.

Ich werde wohl mal mit ihr in Kontakt bleiben und sie vielleicht irgendwann auch zu einem Konzert nach Aachen einladen.

Darüber, dass es letzten Dienstag bei mir nicht geklappt hat, ärgere ich mich jetzt noch. :evil: Aber letzte Woche war hier wirklich arbeitsmäßig die Hölle los. Umso mehr wäre ich natürlich an einem ausführlichen Bericht interessiert. Hat auch jemand Fotos gemacht?

Gruß,

Markus

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Geschrieben

Hallo Markus!

War wirklich schade. Fotos hat es keine gegeben. Ich hoffe mal daß Hugo oder Phillipp hier noch was schreiben, die haben das immerhin von der Zuschauerseite gesehen.

Gut ausgesehen hat das bestimmt mit dem Cembalo und dem Klavier auf der Bühne.Leider war die Hitzeentwicklung der Beleuchtung recht brutal, das hat dem Cemablo nicht so sehr gut bekommen. Es waren auch einige Komponisten da:Olofsson, Maros, Polato und, als "unbeteiligter" Gast, Denhoff.

Ein ganz großes Lob auch noch an die Dame die mir geblättert hat, das hat noch niemand besser gemacht!

Gestern kamen vom Olofsson die ersten Noten seines neuen Werkes für Cembalo und Streichquartett.Sieht gut aus.

Ich glaube ich mache Dir mal eine Mail fertig...

Wer war denn besagte Komponistin? Hat die Geräuschmusik funktioniert,gab das Ganze auch einen tieferen Sinn? Ist ja manchmal das Problem, daß außer netten Klängen nichts bei rumkommt.

Beste Grüße!

Geschrieben

Die Komponistin war Makiko Nishikaze. Sie lebt und arbeitet momentan in Berlin.

Michael Denhoff war übrigens auch persönlich in Köln, denn es wurde ein Stück von ihm für zwei Klarinetten gespielt (oder sogar uraufgeführt). Das war um 21 Uhr am selben Ort, wo wir um 20 Uhr und 22 Uhr gespielt haben, daher habe ich mir das angehört. Das Klarinettenduo (wie auch die Komposition von Denhoff) fand ich sehr gut, die beiden habe ich mir ebenfalls vorgemerkt für ein künftiges Konzert in Aachen.

Gruß,

Markus

Geschrieben

Und wieder ein Komponist den ich nicht kenne, permanent laufen einem neue interessante Personen über den Weg von denen man sich hinterher wundert warum man sie nicht schon längst kennt.

Jetzt ist aber erstmal anderes repertoire dran. Fürs Arnoldfestival Northampton und für den 23.10. hier bei uns.Damit der Hugo auch mal was spektakuläres auf die Ohren bekommt (Strawinsky, Pétrouchka) O:-)

  • 3 Monate später...
Geschrieben

Und hier ein nachricht welche ich erst nicht so recht glauben konnte.

Der Zustand des Flügels läßt allerdings den Wunsch nach Verleihung des goldenen Punktes für die kreativste Entsorgungsaktion des Jahres aufkommen.

http://www.rp-online.de/panorama/ausland/Herrenloser-Konzertfluegel-am-Strand_aid_957170.html

O:-)

EDIT: Es wird lustig:

http://www.wa.de/nachrichten/welt/musiker-rettet-herrenlosen-konzertfluegel-1100457.html

Geschrieben

Vorgestern bekam ich eine "Black Box" mit ca.150LPs - für 44€ kann man sich sowas ja mal leisten :lol:

Erstmal 70 unbrauchbare Aufnahmen rausgeschmissen. Ist immer noch repertoirmäßig viel uninteressantes Zeug dabei, aber immerhin G.Goulds Goldbergvariationen von 81 (habe ich nur als CD) oder Bernstein spielt Gershwin etc.

Eine weitere Platte hat es mir aber sehr angetan: Walter Goehr dirigiert Beethovens 5. mit dem London Synphony Orchestra. Goehr war ja Schönbergschüler - und genau diese kluge, analytische Herangehensweise eines Komponisten zeigt er bei diesem Werk. Eine erstaunlich "moderne" Aufnahme und für mich eine Entdeckung. Gleichzeitig hat der Klang eine (positive) Sättigung, wie ich sie eher von britischen Musikern kenne.

An dem dusselig pompösen Schluß der 5. kann aber auch Goehr nichts ändern...

Geschrieben

Mein Favorit bei Beethoven-Symphonien ist ein weiterer Schönberg-Schüler: René Leibowitz.

Das ist für mich bis heute die unübertroffene Gesamtaufnahme aller neun Symphonien.

Gleichzeitig hat der Klang eine (positive) Sättigung, wie ich sie eher von britischen Musikern kenne.

Goehr war ja praktisch ein britischer Musiker. Als Jude emigriert und dann in GB geblieben.

Gruß,

Markus

Geschrieben

Was ich mir übrigens im Kalender schon rot angestrichen habe, ist die Uraufführung von Stockhausens letzter Oper SONNTAG aus LICHT im April in Köln. Mehr als drei Jahre nach seinem Tod hat es nun also doch noch geklappt. Dieses Werk ist sehr komplex und aufwendig und verschlingt viel Geld und Probezeit. Daher war die Realisierung dieses Projekts auch nicht ganz unumstritten. Aber dafür ist es auch ein außergewöhnliches Ereignis und mit nichts wirklich vergleichbar, für mich Pflichtprogramm. Geht noch wer hin?

Gruß,

Markus

Geschrieben

Oha, die Leibowitz Aufnahme kenne ich nicht - muß ich mal nach suchen gehen. Goehrs Sohn Alexander ist auch ein in GB recht anerkannter Komponist.

Mich fasziniert auch daß er eben nicht dem Karajanschen Breitbandsound verfällt, was zu Zeiten des "GMD von Europa" ja keine Seltenheit war. Auch wenn ich gestehen muß das die Berliner Philharmoniker unter Karajan ein Nievau und eine Spielkultur hatten die sie bis heute nicht mehr erreicht haben - sie lassen sich viel zu wenig von anderen Toporchestern unterscheiden und das ist schade. Abbado war eben kein wirklicher Orchestererzieher und Sir Simon geruht sich auszuruhen. Es wird auch kolportiert daß sein Nachfolger Dudamel werden soll. Ob das die große Wahl ist?? Andererseits, er kann hervorragend Neue Musik dirigieren - wenn seine Agenten ihn denn mal machen ließen. Die Aufnahmen einiger Werke von Kent Olofsson lassen mich jedefalls aufhorchen. Die Frage ist, ob er eine wirklicher "Erzieher" ist...

So, da bin ich wohl etwas vom "Hölzchen aufs Stöckchen" gekommen.

Zu Stockhausen, wenns nicht so weit wäre...Muß mal schauen!

http://www.operkoeln.com/programm/48641/

Das ist natürlich eines der Ereignisse des Jahrzehnts - und das Opus magnum einer der spektakulärsten und zugleich verstörendsten Musikerpersönlichkeiten des 20Jh.

Geschrieben
Oha, die Leibowitz Aufnahme kenne ich nicht - muß ich mal nach suchen gehen.

Es sollte mich sehr wundern, wenn Du von dieser Interpretation nicht sehr angetan wärst.

Liegt in etwa auf einer Linie wie Artur Schnabel bei den Klaviersonaten.

Auch klanglich übrigens sehr gut. Die besten Ausgaben sind die originale Readers' Digest-Box und das Reissue, das wir bei der AAA mal gemacht haben. Leider ist auch letzteres schon wieder vergriffen.

Aber 2nd hand ist natürlich alles erhältlich.

Gruß,

Markus

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Geschrieben
Geschrieben

Hallo Vincentonator,

 

schau doch mal hier zum Thema Zubehör für Aus dem Alltag (Anzeige)? Eventuell gibt es dort etwas Passendes.

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Geschrieben

Hach, Schnabel...

Wie sagte er selbst so unnachahmlich?

Am Anfang hing der Schnabel nur

am Ende einer Nabelschnur.

Ich liebe seine Aufnahme des 1 Klavierkonzertes von Beethoven, habe da mal für 2sFr. eine schöne leinengebundene Ausgabe aus den "Gevures illustres" geschnappt. Auch hier wieder Briten am Werk: Der Dirigent ist Sir Malcolm Sargent!

Nach den Leibowitzaufnahmen werde ich mal forsten!

Achso, sollte einer der Mitleser hier Klassik LPS verkaufen wollen----> PN!

Beste Grüße.

Geschrieben

Ja, auch Schnabel war (gebürtiger, nicht praktizierender) Jude und ist 1933 nach GB ausgewandert. Anschließend in die USA und gestorben ist er in der Schweiz.

Der durch den Rassenwahn der Nazis hervorgerufene kulturelle Aderlass war schon beträchtlich.

Schnabel hat übrigens auch komponiert mit deutlichem Schönberg-Einfluss. Ich habe auf LP eine Violinsonate von ihm, gespielt von Paul Zukofsky. Alles andere als schlecht, aber natürlich nicht weltbewegend.

Gruß,

Markus

  • 3 Monate später...
Geschrieben

Letzten Sonntag hatte ich eins der beeindruckendsten Musikerlebnisse meines bisherigen Lebens, das kann ich ohne Übertreibung sagen - die Komplettaufführung von Stockhausens "Sonntag aus Licht" in Köln.

Höchst beeindruckend und wirklich ganz fantastisch.

Wer nicht da war, hat etwas mit nichts sonst wirklich zu Vergleichendes verpasst.

Gruß,

Markus

Geschrieben

Ich mache am PC Musik. Habe mir keyboard spielen selbst beigebracht und schreibe hin und wieder kleine Songtexte. Ist schon ein nettes Hobby. Leider habe ich nicht so viel Zeit dazu.

Geschrieben

Ich mache jetzt vom Roundtable mal hier weiter ...

Ich sag mal so, ich bin auf "Liszt haengengeblieben" - aber was man so auf Platte/CD bekommt, muss

ja auch mal jemand gespielt haben (nein, das steht HIER leider nicht dabei).

Hatte mal einen bekannten, der morgens mit Sektkorken trainiert hat... naja. Auch schon unter der Erde (<40).

Irgendwie ist das ja garnicht "ontopic", aber auf meiner Liste "wenn man mal ploetzlich zu viel Geld kommt"-Liste

steht sehr weit vorne ein Liszt Klavier Konzert. Also zum zuhoeren =).

Irgendwo muss ich mal die Interessen begrenzen, es passt nicht in "ein Leben". O:-(

Das verstehe ich jetzt auch nicht so ganz. Eine Konzertkarte kostet nicht die Welt. Wenn Du etwas weiter hinten sitzt, solltest Du mit einem mittleren zweistelligen Eurobetrag dabei sein. Wenn Du die Hände sehen willst->Links sitzen!

Zu Herbert Heck muß man sagen, daß er ja leider nicht mehr spielen kann:cry:

Volodos habe ich noch kürzlich in Freiburg gehört. Schubert und Liszt. Schubert war mir zu "russisch" gespielt, aber ein phänomenales Farbengesür hat er. Nach der Pause Liszt h-moll Sonate. Eindrucksvoll, technisch perfekt gespielt. Daß sich meine Begeisterung in grenzen hielt, liegt höchst wahrscheinlich an dem Programm, welches mich so gar nicht erwärmen konnte. Aber wenn man Freikarten hat, geht man doch hin:oops:

Geschrieben

Um das Thema Liszt noch einmal zu vertiefen, beim Sichten meiner LPs, kam doch auch wieder einer meiner Lieblingspianisten, Byron Janis ans Tageslicht.

Leider kann auch er seit Mitte der 80er nicht mehr spielen (ein Schicksal welches bemerkenswerterweise nahezu alle Horowitzschüler ereilt hat). Seine Kunst ist jedoch in Aufnahmen aufs schönste festgehalten.

Ich suche immer noch nach der LP mit seinen Bildern einer Ausstellung - leider ist sie extrem teuer geworden.

Stellvertretend hier eine Aufnahme der Ungarischen Rhapsodie von Liszt. Ein an sich eher hohles Virtuosenstück - er spielt es einfach zum niederknien:

http://www.youtube.com/watch?v=c7kYHtCFz78

Übrigens werde ich ein spektakuläres Programm mit Liszt (Cantico di San Francesco sowie Fantasie&Fuge über BACH), Beethoven und Strawinsky (Trois mouvements de Pétrouchka) am 1.6.2012 bei Hamburg spielen...Manchmal schadet es nicht, den Terminkalender zu inspizieren.

Zum Thema Oper, es tut mir sehr leid, daß ich nicht zur Stockhausenoper kommen konnte. Das war garantiert ein Jahrhundertereignis, auch wenn mir Stockhausen in seinen abstrakten Instrumentalwerken stets weitaus besser gefallen hat

Eben läuft im SWR2 die Uraufführung von Georg Friedrich Haas' neuer Oper. Ein faszinierendes, schillerndes Werk von höchster Eindringlichkeit. Besonders Duette im Terzenabstand über mikrotonalem Grund lassen Momente höchster Eindringlichkeit entstehen.

Ich kenne Georg Friedrich gut - er war es, der mich mit der Mikrotonalität vertraut gemacht hat und ich anfing Ivan Wyschnegradsky zu spielen. Eine Art harmonisch überfeinerter Skrjabin für zwei Klaviere im Vierteltonabstand. Werde ihn im Juni wieder auf dem Mikrotonalitätskongress an der HfM Stuttgart treffen. Ich werde mich dort um das 1/16ton Klavier kümmern - aber das ist jetzt ein ganz andere Sache...

Geschrieben
Ich suche immer noch nach der LP mit seinen Bildern einer Ausstellung - leider ist sie extrem teuer geworden.

Sehr interessant, dass Du diese seltene und wirklich hervorragend klingende LP von 1961 kennst.

Aber was Du vielleicht nicht weißt - vor einigen Jahren hat es davon sogar eine audiophile LP-Neuausgabe gegeben, die klanglich hinter dem Original nicht zurücksteht.

Gruß,

Markus

Geschrieben

Geht jemand von euch auf die High-End???

Geschrieben

Werde ich wohl wahrscheinlich zeitlich wieder einmal nicht schaffen.

München ist auch für mich weit weg, da hast Du natürlich einen Vorteil.

Als die High End noch in Frankfurt war, war es für mich besser.

Ich bin allerdings im Herbst wieder beim Analog-Forum in Krefeld dabei und werde dort wohl auch wieder einen Vortrag halten.

Das Analog-Forum ist in etwa das, was die High End vor 20-25 Jahren mal war, nur dass ausschließlich von analogen Quellen vorgeführt wird.

Gruß,

Markus

Geschrieben

Oh, das mit der Wiederauflage wußte ich nicht. Sehr gut :-))!

Zur High End komme ich eher nicht (bin ja froh es überhaupt mal nach MUC zu schaffen...), High End habe ich im Wohnzimmer, steht auf drei Beinen und ist manchmal nur etwas unpraktisch zu bedienen :D

Geschrieben

Ich hab am Freitag frei und werde - wenn überhaupt - dann in der Früh gehen.

Vor zwei Jahren war ich am Samstag Vormittag und das tu ich mir nicht mehr an....

Geschrieben
Leider haben wohl die GEZ-Gebuehren nicht gereicht, dass das in der Mediathek landet :rolleyes:

FALSCH! Die privaten Anbietter haben/hatten Probleme mit dem (werbefreien) Angebot der ÖR und deshalb wurde das viel zu gute Angebot der Mediatheken poltisch beschränkt.

Recht hast du aber, letzendlich ist das bereits bezahlt, darf aber nur mit Einschränkungen veröffentlich werden, hier werden die GEZahler verarscht und sie merken es nicht, wie ich auch deinem Post entnehmen kann.

mecki

PS: Übrigens im Ergebniss der Beschränkungen haben die privaten Anbieter gemerkt das sie nicht mehr Geld und mehr Kunden haben ...

Geschrieben

mecki: das war am Samstag. Es waere also noch innerhalb der 7 Tage, nach denen diese Beschraenkung gilt.

Deswegen gibt's ja schon so viele Mediathek-Downloader :)

Mir waere in der Tat neu, dass sich das schon bei "0 Tagen" auf bestimmte Sendungsinhalte bezieht?

Geschrieben
Zum Thema Oper, es tut mir sehr leid, daß ich nicht zur Stockhausenoper kommen konnte. Das war garantiert ein Jahrhundertereignis, auch wenn mir Stockhausen in seinen abstrakten Instrumentalwerken stets weitaus besser gefallen hat

Wobei eigentlich auch diese Oper hinreichend abstrakt ist, da es keine Handlung im traditionellen Sinne gibt. Was allerdings stimmt: Die Musik an sich ist schon so komplex, dass man sie beim ersten Hören kaum erfassen kann, und wenn dann noch die vielfältigen - allerdings in dieser Inszenierung wirklich sehr gelungenen und durchdachten - optischen und szenischen Eindrücke hinzukommen, fühlt man sich schon gelegentlich etwas erschlagen und rezipiert tendenziell eher selektiv. Im letzten Teil KONNTE man gar nicht alles sehen, selbst wenn man gewollt hätte, denn die Tänzer bewegten sich in verschiedenen Gruppen um einen herum, und wenn man sich die eine Gruppe anschaute, verpasste man halt die völlig unterschiedlichen Aktionen der anderen. Das war also sozusagen konzeptbedingt und hatte schon etwas von der Musicircus-Idee eines John Cage.

Gruß,

Markus

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