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Musik


Vincentonator

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Geschrieben

Also: An alle Kids und junggebliebenen Erwachsenen: "Lernt es, ein Musikinstrument zu spielen, es ist eines der besten drei oder vier Dinge, die euch im Leben passieren können".. Ist tatsächlich so!

Und ich weiß wovon ich spreche... :wink:

So wahr :)

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Geschrieben

Hier mal etwas neues von der New Complexity Front.

markus,Du kennst ja die Noten der Klaviersonate welche ich Dir mal gezeigt hatte.

Hier eine sehr gute AUfnahme des 1 Streichquartetts und eines Gitarrenwerkes.Den Gitaristen Stefan Östersjö kenne ich sehr gut und halte ihn für einen der absolut führenden Musiker unserer Zeit-und sein Einsatz für die Moderne ist schlicht göttlich:

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Sicher nichts was sich jedem Hörer sofort erschließt...

Viel Spaß!

Geschrieben

Die Stücke haben mich spontan an eine Aufnahme mit/von: Doran/Studer/Burri/Magnenat von 1991 erinnert! Nannte sich: "Musik für zwei Kontrabässe, elektr. Gitarre und Schlagzeug"!

Im weiteren (beim zweiten Stück) sogar manches an frühe Experimente von Al Di Meola

Meinen Respekt vor dem, der solche Notenvielfalt genau notieren und hinterher auch noch vom Blatt spielen kann!

Alle Achtung! Da fehlen mir als Hobbymusikanten schlichtweg die Worte!

Geschrieben

Hm, vom Blatt - also prima vista - spielt das mit Sicherheit niemand!

Da ist wohl schon vorher einiges an Übungsaufwand erforderlich.

Gruß,

Markus

Geschrieben
Hm, vom Blatt - also prima vista - spielt das mit Sicherheit niemand!

Da ist wohl schon vorher einiges an Übungsaufwand erforderlich.

Gruß,

Markus

Da bin ich aber beruhigt! Ist (für meine Begriffe) schon ein sehr komplexes Arrangement. Aber noch nicht einmal schlecht. Man muss es eben wirken lassen.

Ne gute Zigarre und ein Glas Rotwein, manche Passage dreimal nachhören zwecks Verständnis und dann geht das völlig in Ordnung.

Ich mag solche Sachen!

Wer Ornette Coleman mit seinen Free-Jazz Improvisationen oder die Werke von Louis Sclavis überlebt hat ist für alles offen!

Geschrieben
Meinen Respekt vor dem, der solche Notenvielfalt genau notieren und hinterher auch noch vom Blatt spielen kann!

Alle Achtung! Da fehlen mir als Hobbymusikanten schlichtweg die Worte

Tja,ist meine täche Arbeit-glaub'mir,ist auch nicht immer das wovon man träumt...Schön wirds erst wenn mans wenigstens so halbwegs kann.

Hm, vom Blatt - also prima vista - spielt das mit Sicherheit niemand!

Da ist wohl schon vorher einiges an Übungsaufwand erforderlich.

Stimmt.Der Übeaufwand ist teils exorbitant.Von obigem Komponisten habe ich die Klaviersonate vorliegen.49 eng beschriebene Din A3 Seiten der schwierigsten Literatur überhaupt.Absolut das selbe Level wie Sorabji Opus Clavicembalisticum.Stockhausens Klavierstück X kommt mir danach jedesmal wie ein Stück zum entspannen vor-und für dieses Werk schauen mich einige Kollegen schon mit großen Augen an...Für derartige Werke kannst Du ruhig,je nach Zeit und Können,6-12 Monate rechnen bis ein solches Werk in geschliffener Perfektion beherrscht wird-mal außen vor gelassen die Steigerung, die durch permanente Aufführungen und ihre Vorbereitungen mit den Jahren dazu kommt.

Beste Grüße an alle Verrückten O:-)

Geschrieben

Ja, bei Cages Klaviermusik gibt es z.B. auch manchmal Stellen, die definitiv nicht spielbar sind, sich aber aus dem Kompositionskonzept heraus so ergeben haben. Er überlässt es dann dem Interpreten, eine Lösung für das jeweilige Problem zu finden bzw. zu entscheiden, was er weglassen will. Es ist also dann nur noch eine von mehreren Seiten denkbare größtmögliche Annäherung.

Z.B. bei der ansonsten technisch nicht sehr anspruchsvollen "Winter Music" (ich war 2002 an der russischen Erstaufführung von Indeterminacy/Atlas Eclipticalis/Winter Music in Sankt Petersburg beteiligt) gibt es Akkorde, deren Komponenten manchmal so weit auseinanderliegen, dass sie mit zwei Händen nicht zu greifen sind. Man kann sich dann mit mitschwingenden Saiten behelfen. Ich habe aber bei manchen Stellen noch zusätzliche Töne mit einem Radiergummi gespielt, den ich im Mund hielt. Dies ergab dann noch einen optischen Effekt dazu. :lol:

Einmal habe ich aber auch "kapituliert" und rechtzeitig die Reißleine gezogen: bei "34'46.776" for a pianist". Das sollte in Köln (nicht komplett) gespielt werden zusammen mit "45' for a speaker". Ich fing also Monate vorher an zu üben, das Stück ist wirklich tierisch schwer, wurde ja auch für David Tudor komponiert, einen unglaublichen Virtuosen. Dann habe ich aber nach einigen Wochen den bisherigen Zeitaufwand hochgerechnet und musste mir realistischerweise eingestehen, dass das nicht zu schaffen war bis zum vorgesehenen Termin. Also bin ich auf das identisch strukturierte, aber deutlich einfachere "31'57.9864" for a pianist" ausgewichen.

Seitdem ist mein Traum, das mal komplett als Klavierduo aufzuführen, mit dem vollständigen 45-minütigen (sehr interessanten) Text und vielleicht noch mit der fakultativen Cellostimme.

Das Problem ist bei mir aber wirklich immer die Zeit. Früher war es schon schwierig, aber im Moment mit Arbeitsbelastung und Familie muss ich zugeben, dass so etwas auf absehbare Zeit nicht mehr drin ist. :cry:

Gruß,

Markus

Geschrieben

Um noch mal auf das in einem anderen Thread angestoßene Thema Musik und ihre graphische und/oder optische Darstellung zurückzukommen - hier zwei schöne Beispiele.

Grafik in Echtzeit in Musik übertragen - Iannis Xenakis: Mycenae Alpha, realisiert mit dem vom Komponisten selbst mitkonzipierten UPIC-System.

yztoaNakKok

Und der umgekehrte Weg - György Ligeti: Artikulation

71hNl_skTZQ

Gruß,

Markus

Geschrieben

Da fällt mir gerade ein - das wäre doch was für den 100. von John Cage in zwei Jahren.

Moritz übernimmt den schweren Tudor-Part, ich den leichteren und Hugo macht den "Speaker" - wahlweise die originale englische Version oder die kongeniale Übersetzung von Ernst Jandl.

Und das Ganze dann per Livestream ins Carpassion-Forum. :D

Gruß,

Markus

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Geschrieben
Geschrieben

Hallo Vincentonator,

 

schau doch mal hier zum Thema Zubehör für Aus dem Alltag (Anzeige)? Eventuell gibt es dort etwas Passendes.

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Geschrieben

Ich bin dabei:-))!

Hugo sicher auch:D

Danke daß ich den schweren Part spielen darf:???::D

Geschrieben
Danke daß ich den schweren Part spielen darf:???::D

Na wer ist denn hier der Profi? :lol:

Übrigens ist auch der Text nicht ohne. Den muss man ebenso mit Stoppuhr vortragen wie die Musik, ist genauso strukturiert auf der Zeitebene. An den richtigen Stellen einsetzen und aufhören. Und manchmal muss man verdammt schnell sprechen, um die ganze Textmenge in der vorgesehenen Zeitklammer unterzubringen. Der Sprecher, mit dem ich das damals gemacht habe, fand das zwar toll, aber auch recht anstrengend - er musste sich gut vorbereiten.

Gruß,

Markus

  • 3 Wochen später...
Geschrieben

Also zum Thema 100 Jahre Cage müssen wir uns wirlich etwas gutes ausdenken, ich hätte auch noch eine sehr gute Sprecherin bei der Hand. Die gute Frau hat noch mit Scelsi gearbeitet und ist eine der wenigen die seine Canti del Capricorno beherrscht:-))!

Soeben beschäftige ich mich mit einigen mir gewidmeten Werken, daraus sticht besonders ein Cembalowerk von Kent Olofsson hervor.Ich kenne ihn bereits seit einiger Zeit und halte ihn für einen der führenden Komponisten Skandinaviens, aber das Cembalowerk welches ich jetzt von ihm in den Händen halte ist schlicht das beste was ich seit einigen jahren international gesehen habe.Hut ab!UA beim Beethovenfest Bonn, Achtung, es werden u.a. diverse (!) bekanntere CP-Mitglieder anwesend sein, Besuch daher auf eigene Gefahr, diese einzugehen könnte sich allerdings lohnen :D

Das schöne an Kents Musik ist eigentlich daß er sich der (teils hochkomplexen) barocken Formen bedient, aber dennoch etwas vollkommen Neues enstehen läßt.

Der erste teil des Werkes ist z.B. ein 9-stimmiger Kanon- zugegeben, dies läßt sich hörend nur noch von absoluten Kenner verfolgen, aber die Faszination die von dieser Komplexität ausgeht jagt mir immer wieder den Rücken herunter. Es ist genau jenes "Schaudern göttlicher Komplexität" von welchem Cage gegenüber Boulez' 2.Klaviersonate sprach.

Jetzt muß ich wieder weiter...

Geschrieben
UA beim Beethovenfest Bonn, Achtung, es werden u.a. diverse (!) bekanntere CP-Mitglieder anwesend sein, Besuch daher auf eigene Gefahr,

Die Gefahr, mich selbst da zu treffen, gehe ich einfach mal ein. :)

Wäre bei mir dann auch "musikalisch eingerahmt": Am Wochenende davor die Teilnahme an der Kölner Musiknacht, und am Wochenende darauf halte ich in Krefeld einen Vortrag über "Grundlagen der Tonbandmusik".

Das mit der Sängerin klingt ja interessant. Ich kenne bisher nur die Interpretation von Michiko Hirayama. Natalia Pschenitschikowa kannst Du ja nicht meinen, oder? Die ist eigentlich zu jung, um noch mit Scelsi gearbeitet zu haben.

Es gibt übrigens von Scelsi auch ein nicht uninteressantes Werk für 2 Klaviere aus seiner frühen Periode vor dem Krieg: Rotative.

Gruß,

Markus

Geschrieben

Du, Markus, kannst sogar zwei Tage vorher nach Luxemburg kommen:

Werke von B.Pröve (dessen Gesamtwerk für Klavier ich nächstes Jahr einspielen werde), F.Busoni (Fantasia contrappuntistica) und Stockhausen (Klavierstück X).Auch hübsch, oder?

Rotative kenne ich, ist aber immer das Problem zwei gleichgute Instrumente etc.zu finden... vielleicht klappts ja irgentwann mal...

Nein, ich meinte die Kornelia Bruggmann.Eine tolle Sängerin mit viel Erfahrung und man kann prächtig mit ihr Arbeiten.Momentan planen wir ein mikrotonales Programm, allerdings erst für 2012/13...

Viele Grüße!

Geschrieben

Sehr interessant, wieder was dazugelernt. Die Frau Bruggmann war also bei Scelsi in Rom? Da hat sie ja sicher einiges an Anekdoten zu erzählen.

Gruß,

Markus

  • 3 Wochen später...
Geschrieben

Wir hatten hier doch vor einiger Zeit mal kurz über Hermann Schroeder diskutiert. Heute habe ich doch tatsächlich auf der Orgelbühne in der Kirche zufällig ein Notenheft dieses Komponisten entdeckt, und zwar die Kleinen Präludien und Intermezzi für Orgel op.9.

Habe dann auch spontan zwei kurze Stücke daraus in den Gottesdienst integriert. Klang zwar sicher für manche zunächst etwas ungewohnt "modern", aber noch im Rahmen, denke ich. :)

Gruß,

Markus

Geschrieben

Schroeder hat wirklich sehr kraftvolle und gute Musik geschrieben.Ich hatte vorhin auch mal wieder sein Duplum für Orgel und Cembalo in der Hand. Ebenso eindrucks- wie kraftvoll.

Von seiner Cemblosonatine habe ich ja kürzlich die italienische Erstaufführung gespielt. Wahrscheinlich werde ich nächstes Jahr einen ganzen Schwung Schroeder in Trier spielen.Seine Stiftung signalisierte mir dies jedenfalls.

Aber wirklich "modern" willst Du ihn doch nicht bezeichnen?!

Geschrieben

Ich will ihn nicht unbedingt so bezeichnen, aber der durchschnittliche Gottesdienstbesucher in der Eifel vielleicht schon. :lol:

Ich spielte auch vor längerer Zeit mal ein Stück von Bach mit sehr vielen chromatischen Elementen. Weiß nicht mehr genau, was es war. Da kam tatsächlich anschließend einer und fragte: Von wem war denn das MODERNE Stück eben? 8)

Gruß,

Markus

  • 3 Wochen später...
Geschrieben

So, die diesjährige Kölner Musiknacht naht unaufhaltsam, am Samstag (25. September) ist es soweit. Bin schon sehr gespannt auf die Probe am Freitag und auf die Komponistin, inzwischen habe ich erfahren, was ich spielen soll: Plastikflaschen, Fön, Rollkoffer, Wassereimer und Löffel. :)

Wird sicher wieder sehr interessant.

Wie gesagt, sollten Kölner aus dem Forum zufällig vorbeischauen - ich würde mich freuen, euch kennenzulernen. Wir spielen zweimal: um 20 Uhr und um 22 Uhr.

Jeweils im (akustisch und auch optisch sehr schönen) Treppenhaus des Oberlandesgerichtes am Reichenspergerplatz.

Gruß,

Markus

Geschrieben
...inzwischen habe ich erfahren, was ich spielen soll: Plastikflaschen, Fön, Rollkoffer, Wassereimer und Löffel. :)

Ich glaube das kann ich auch...:wink:

Geschrieben

Hättste Dich mal rechtzeitig gemeldet, vor ein paar Monaten wurden noch Mitspieler gesucht. :D

Jetzt sind wir komplett (30 Leute).

Gruß,

Markus

Geschrieben

Drei so unterschiedliche Musiker finden zusammen (sei es aus Kommerz oder wirklich ernst gemeinter Laune zu dem Projekt) erzählen was vernünftiges über Musik, es gibt ein paar gute Einspielungen und es werden so einige Riffs auf den Klampfen gegriffen..

Die elektrisch verstärkte Gitarre ist der Höhepunkt in der Entwicklung der Musikinstrumente ... ;-)

Es gibt kein anderes Instrument, welches eine derartige klangliche Vielfalt bietet und gleichzeitig in der Lage ist, in dieser Weise mikroskopische Nuancen in der Spielweise in musikalischen Ausdruck umzusetzen.

Geschrieben
So, die diesjährige Kölner Musiknacht naht unaufhaltsam, am Samstag (25. September) ist es soweit. Bin schon sehr gespannt auf die Probe am Freitag und auf die Komponistin, inzwischen habe ich erfahren, was ich spielen soll: Plastikflaschen, Fön, Rollkoffer, Wassereimer und Löffel. :)

Wird sicher wieder sehr interessant.

Wie gesagt, sollten Kölner aus dem Forum zufällig vorbeischauen - ich würde mich freuen, euch kennenzulernen. Wir spielen zweimal: um 20 Uhr und um 22 Uhr.

Jeweils im (akustisch und auch optisch sehr schönen) Treppenhaus des Oberlandesgerichtes am Reichenspergerplatz.

Gruß,

Markus

Dann mal viel Spaß, das klingt sehr experimentell!

Hoffentlich ist der Koffer von Rimowa, gehört sich in Köln so.

Mein Konzert in Lux. wird übrigens vom Radio mitgeschnitten und Bonn ist bereits ausgebucht (Dich bekommen wir natürlich noch rein!).

Bis dann!

  • 2 Wochen später...
Geschrieben

Und wie wars bei Dir, Markus?

Bei mir wars fein, wenngleich ich die abschließende Bewertung darüber lieber den anwesenden CPlern überlassen möchte...

Von mir nur so viel: Spaß hats gemacht :D

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