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Porsche Carrera S, Targa 4S und Turbo


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Porsche-Tag: Carrera S, Targa 4S und Turbo

Vor kurzem hatte ich die Möglichkeit, einige Produkte der Firma Porsche etwas näher unter die Lupe zu nehmen. Meine Erfahrungen möchte ich Euch natürlich nicht vorenthalten. Zur Verfügung standen ein 997 Carrera S, ein 997 Targa 4S und ein 997 Turbo.

Die wichtigsten Ausstattungen der Fahrzeuge

Carrera S:

Seal Grau metallic, Volleder Cocoa, Sport Chrono, Navi, normale Soundanlage (ohne Bose), Standardsitze mit teilelektrischer Verstellung

Targa 4S:

Basalt Schwarz metallic mit Volleder Steingrau, ohne Sport Chrono dafür aber mit PSE, Navi, Bose, Standardsitze mit elektrischer Sitzverstellung

Turbo:

Carrara Weiß mit schwarzer Ledervollausstattung mit erweitertem Umfang (Mittelkonsole, Lüftungsdüsen, Sonnenblenden etc.), rote Ziernähte, rote Gurte, vollelektrische Sportsitze mit weißen Rückenlehnen, weißer Mitteltunnel, weiß lackierter Frontspoiler und Seitenschweller, roter „turbo“-Schriftzug am Heck, turbo-Schriftzug auf der Armablage, Schiebedach, Navi, Bose-Soundsystem, Sport-Chrono, Schaltwegeverkürzung, PCCB

Erste Kontaktaufnahme

Der erste Eindruck, bei allen drei Modellen: Porsche ist endgültig in der Großserie angekommen. Nicht genug damit, daß im Innenraum bis auf die paar aufpreispflichtigen Sonderausstattungen praktisch keine Unterschiede festzustellen sind, gibt es kaum eine Stelle, die nicht durchdacht erscheint. Klappern kommt ebensowenig vor wie liebevolle Schrulligkeiten, was man jetzt (zumindest letzteres :wink: ) positiv oder negativ sehen kann. Schade finde ich, daß ein Modell wie der Turbo, der immerhin die Hälfte mehr kostet wie seine zwei Modellbrüder, nicht mehr optische Reize im Innenraum zu bieten hat. Das Interieur ist für einen Carrera oder Targa zwar recht und billig, der Turbo als Spitzenmodell hätte aber schon etwas mehr verdient. Selbst ein GT3 kann mit anders farbigen Instrumenten und Zeigern, sowie Alcantara-Applikationen aufwarten. Warum spendiert man dem Turbo nicht z.B. etwas Carbon im Innenraum, ein anderes Lenkrad, hochwertigeren Schalthebel etc.? Mit solchen einfachen Mitteln wäre schon viel zu erreichen, aber leider regieren bei Porsche halt immer noch die Buchhalter. :(

Carrera S und Targa 4S im Vergleich oder "Back to Basics" und "Es werde Licht"

Von der optischen Erscheinung gefiel mir der Carrera S am besten. Das mittlerweile nur noch als Sonderfarbe lieferbare Seal Grau metallic (allerdings gibt es statt dessen ein ziemlich ähnliches Meteor Grau) steht dem Wagen ausgezeichnet. Dezent und elegant, für manchen vielleicht etwas zu unauffällig. Sehr gut dazu paßt der Innenraum in dem dunklen Braunton "Cocoa" (Sonderfarbe), die innen eine sehr warme, gemütliche Atmosphäre schafft. Die etwas schmalere Karosserie der hinterradgetriebenen Modelle ist in meinen Augen hübscher als die um nochmals 44mm verbreiterte Version der Allradler. Bereits der Standard Carrera hat ausgestellte Kotflügel und eine leichte Wespentaille, was insgesamt sehr stimmig und harmonisch wirkt. Die verbreiterte Karosserie z.B. beim Targa fällt jetzt nicht unbedingt negativ auf, wirklich nötig ist sie aber auch nicht. Interessant ist, daß man die zusätzlichen Zentimeter in der Breite beim Fahren bemerkt. Auf beengten Straßen, wo man im Carrera S problemlos durchkommt, merkt man im Targa ab und zu wie die Hinterreifen über den unebenen Randstreifen holpern. Mit etwas Eingewöhnung sollte dies aber kein Problem darstellen.

Der Targa 4S kam in Basalt Schwarz auch gut rüber. Allerdings gefiel mir die etwas mausgraue Interieur in Steingrau nicht so gut wie das Cocoa im Carrera S. Sehr angenehm ist der lichtdurchflutete Innenraum aufgrund des Targa-Glasdaches. Auch im geschlossenen Zustand dringt – trotz Wärmedämmung – genügend Licht nach innen. Wenn einem die Sonneneinstrahlung mal etwas zuviel sein sollte, kann man mit der gleichen Taste, die für das Öffnen des Daches zuständig ist, ein gelochtes Sonnenrollo ausfahren. Das mag nicht so "sophisticated" sein wie z.B. das sich in wenigen Sekunden verdunkelnde Revocromico Dach eines Ferrari Superamerica, es erfüllt aber seinen Zweck. Mittels der beschriebenen Taste läßt sich das mittlere Dachteil (das man auch durch das Rollo abdunkeln kann), nach hinten unter die Heckscheibe fahren. Als kleines Manko verdeckt der Dachmechanismus, der sich normalerweise am hinteren Ende des verschiebbaren Dachmittelteils befindet (also in etwa oberhalb der Rücksitze) bei vollständig geöffneten Dach ca. das untere Drittel der Heckscheibe. Als Folge sieht man nur noch eingeschränkt durch den Rückspiegel. Bei geöffneten Dach fährt an der Vorderkante ein ziemlich großer Windabweiser hoch, der zwar für etwas Rauschen im Innenraum sorgt, diesen aber bis über 150 km/h relativ zugfrei hält (er soll übrigens bis zu einem gewissen Grad auch Regen aus dem Innenraum fernhalten, was ich aufgrund des wunderschönen Wetters allerdings nicht überprüfen konnte). Praktisch ist beim Targa auch die separat zu öffnende Heckklappe (funktioniert allerdings nur bei geschlossenem Dach), wodurch sich die (umgeklappten) Rücksitze relativ einfach von außen beladen lassen. Die Heckscheibe hat einen Zuziehmechanismus, der die Scheibe selbstständig ins Schloß zieht.

Als kleine negative Anmerkung am Rande muß ich den "targa 4S"-Schriftzug auf dem Heckdeckel bemängeln, das "Carrera S" sieht einfach um Welten besser aus. Aber das grenzt schon an Haarspalterei und dagegen läßt sich in der Porsche Exclusive Abteilung gegen einen gewissen Obulus bestimmt Abhilfe finden. 8)

Beeindruckt hat mich im Targa auch der Fahrkomfort (in der normalen Stellung des PASM, die Sportstellung war mir in allen drei Modellen zu holprig), der noch mal etwas besser ist als der des schon guten Carrera S. Zwar ist ein Großteil davon auf die beim Targa aufgezogenen Winterreifen zurückzuführen, aber meines Wissens nach stimmt Porsche zumindest den Targa auch noch einen Tick komfortabler ab als die Versionen mit Blechdach. Durch diese komfortable Grundabstimmung sind Knarzgeräusche oder Knistern selbst im Targa mit seinem komplexen Dachmechanismus kein Thema.

Vom Fahrverhalten macht sich der Allradantrieb v.a. beim Herausbeschleunigen in Kurven nochmals positiver bemerkbar, als der hier sowieso schon gute hinterradgetriebene Carrera S. Den wahren Vorteil wird man aber wohl erst auf nasser Strecke spüren, die beim Testtag (glücklicherweise) nicht vorhanden war.

Vom Auspuffgeräusch her war der Targa mit dem installierten Sportauspuff (PSE) natürlich deutlicher vernehmbar, als der mit dem Serientopf versehene Carrera S. Der normale Auspuff bietet dabei einen guten Kompromiß zwischen Sound und Understatement, der PSE im Targa klang dagegen richtig böse (aber so richtig böse! :-))! ), was v.a. der Außenwelt auffällt. Im Innenraum ist im Vergleich zur Serienversion der Unterschied nicht so gravierend. Das scheint von Porsche so gewollt zu sein, daß v.a. die Außenwelt von der Verwendung eines Sportauspuffs erfährt und weniger die Insassen davon belästigt werden. Wozu allerdings die sich in der Mittelkonsole befindliche Taste mit dem Auspuffsymbol gut sein soll, ist mir ein wenig ein Rätsel. Jedenfalls konnte ich keinen allzu großen Unterschied, ob gedrückt oder nicht, feststellen. Gedrückt ist der PSE wohl noch etwas kerniger, richtig groß ist der Unterscheid meines Erachtens aber nicht.

Fahrleistungsmäßig schenken sich die beiden Fahrzeuge nichts, der Carrera hat aufgrund des etwas niedrigeren Gewichts vielleicht einen kleinen Vorteil beim Antritt, während der Allrad wie erwähnt v.a. am Kurvenausgang noch etwas ruhiger liegt.

Der 997 Turbo oder "Es geht voran!"

Der Turbo zog allein schon durch die Farbe Carrara Weiß die Blicke auf sich. Die lackierten Schweller und Frontspoiler ließen den Wagen noch auffälliger erscheinen.

Das Fahren im Turbo ist vielleicht am Besten durch folgenden Satz zu beschreiben: "Es geht voran". Aber gleich wie! Wenn die Lader einmal vollen Einsatz zeigen, dann gibt es im Turbo kein Halten mehr. Der Turbo degradiert andere Verkehrsteilnehmer zu Statisten, durch ihn schrumpfen Entfernungen und Lücken zum Überholen werden wie auf wundersame Weise größer. In der Praxis macht sich das so bemerkbar, daß man eigentlich nur einen Wagen überholen wollte, auf der linken Spur es sich dann aber anders überlegt und gleich noch den zweiten (und den dritten und vierten... :D ) mit dazu überholt. Der Einsatz der Turbolader erfolgt dabei hinreichend weich aber mit vehementen Nachdruck. Beim Überholen sollte man sich natürlich der Charakteristik des Turbo bewußt sein: also im sechsten bei 70 km/h ausscheren und Vollgas kann ins Auge gehen, im Dritten dagegen treibt es einem höchstens die (Freuden-) Tränen in die Augen.

Nach Drücken der Sporttaste sollen ja noch mal 60 Nm mehr Drehmoment zur Verfügung stehen, um ehrlich zu sein fiel der Unterschied zwischen gedrückt und nicht gedrückt aber nicht so gravierend aus. Das liegt einfach daran, daß bereits in der normalen Einstellung der Wagen beim Einsetzen der Lader über immense Kraftreserven verfügt und daß die zusätzlichen paar Mehr-Newtonmeter dabei nicht wirklich ins Gewicht fallen.

Auffällig war, daß das Kupplungspedal des Turbo deutlich leichtgängiger ist als das von Carrera und Targa. Trotzdem geht die Kupplung nicht zu leicht. Solche Bedienkräfte würde man sich auch für die nichtaufgeladenen Modelle vorstellen, offensichtlich sieht das Porsche aber anders (was jetzt nicht heißt, daß die Kupplungen von Carrera S und Targa 4S übermäßig schwergängig wären). Die Kupplung des Turbo kommt dabei relativ spät und punktgenau, zusammen mit der (klitzekleinen) Anfahrschwäche durch die Turbocharakteristik muß man beim Anfahren daher etwas aufpassen. Als einziger im Trio war der Turbo übrigens mit der Schaltwegeverkürzung ausgestattet, die selbst laut Aussage Porsche v.a. im kalten Zustand mit höheren Bedienungskräften aufwarten soll. Da am Testtag aber frühlingshafte Temperaturen geherrscht haben, war davon überhaupt nichts zu spüren. Die Schaltwegeverkürzung beschert knackige, absolut präzise Gangwechsel und stellt sicher eine überlegenswerte Alternative zur Serienauslegung des manuellen Getriebes dar. Dieses läßt sich zwar auch präzise und sehr leichtgängig schalten, aber die Wege des Ganghebels sind doch deutlich länger. Da die Schaltwegeverkürzung aber auch problemlos nachrüstbar ist, kann man im Prinzip nichts falsch machen. :-))!

Die größte Enttäuschung des Turbo war – wie bereits erwartet – der Klang. Unter vollem Einsatz der Lader ist zwar ein dramatisches Rauschen und Zischen vernehmbar, mit kernigem Auspuff-Sound hat das aber in etwa soviel zu tun wie ein Roll Royce mit Understatement. Die überall zitierten Vergleiche mit Staubsaugern und Haarfönen haben also ihre Berechtigung. Ich möchte das jetzt hier bewußt ohne Wertung lassen, allerdings klingt selbst der Carrera S mit Serienauspuff um Welten besser, ohne gleich den Ohren lästig zu werden und von einem mit PSE ausgestatteten Modell wollen wir erst gar nicht reden. :-(((°

Und wenn wir schon bei der Kritik sind, das Schiebedach im 997 (der Turbo war damit ausgestattet) ist übrigens ein Witz, von der Größe nicht mehr up to date, eine winzige Luke im Dachhimmel. Meiner Meinung nach kann man beim 997 darauf getrost verzichten, noch dazu da sich das geöffnete Dach durch ziemlich laute Windgeräusche bemerkbar macht. Gleiches muß ich auch von dem sonst viel gelobten Bose Soundsystem sagen, für meine Ohren brachte die Bose-Anlage im Turbo und Targa kaum Vorteile zur Serienversion im Carrera (eher im Gegenteil). Das mag alles eine Sache der richtigen Einstellung sein und generell ist mir die Musikanlage im Auto sowieso nicht so wichtig, vielleicht sollte man aber beide Versionen vorher mal Probe hören, bevor man mit dem Gedanken spielt, sich das Bose-System für einen Aufpreis zuzulegen.

Einen absolut positiven Eindruck hinterließ dagegen die PCCB, mit der der Turbo als einziger ausgestattet war. Sind die Standard-Graugußscheiben schon sehr gut, so legt die PCCB in jeder Beziehung noch mal eins oben drauf. Brachiales Bremsverhalten, konstantes Pedaldruck ohne Anzeichen von Ermüdung egal bei der wievielten Bremsung und eher kommen die Reifen an ihre Haftungsgrenze (was durchaus der Fall war), als daß die PCCB in die Knie geht. Auch das Ansprechverhalten bei langsamer Geschwindigkeit und kalten Scheiben war perfekt, auch in diesem – früher oft kritisierten Punkt – konnte ich keine Nachteile mehr zur Stahlversion feststellen. Wenn es überhaupt etwas gibt, so sind es das leichte Quietschen, das ab und zu bei kalter Bremse auftritt und das Schleifgeräusch der Karbon-Keramik-Scheiben unter harter Beanspruchung, beides aber absolut vernachlässigbar. :-))!

Habe ich was vergessen? Ach ja, der Verbrauch. Beim Turbo lag er im Schnitt so bei gut 16 Liter, der Carrera verbrauchte rund zwei, der Targa ca. eineinhalb Liter weniger. Für alle Modelle sehr akzeptable Ergebnisse wie ich finde. 8)

Welcher ist nun der Beste?

Diese Frage ist schwerer zu beantworten, als mancher jetzt vielleicht denken mag. Natürlich bietet der Turbo Leistung im Überfluß, bei durchaus annehmbaren Fahrkomfort. Er empfiehlt sich daher am ehesten für jemanden, der viel Fahren muß und diese Strecken nicht in einer komfortableren Limousine bewältigen möchte, sondern bewußt mit den Einschränkungen eines Sportwagens leben kann und will. Fahren um des Fahrens willen ist dagegen weniger die Domäne des Turbo.

Wenn ich wählen müßte, würde ich dem Turbo aber den Targa oder Carrera S vorziehen, da beides einfach die faszinierenderen Autos sind. Das mag jetzt vielleicht etwas hart klingen, aber der Turbo ist auf erschreckende Weise perfekt und wird damit viel zu schnell langweilig. Leistung ist wichtig, aber nun mal nicht alles. Der Carrera S dagegen bietet ein sehr gutes Gesamtpaket. Wenn man auf Exotik verzichten kann, ist dieser 911 in seiner aktuellen Form sicher einer der perfektesten Allround-Sportwagen, den man zur Zeit kaufen kann. :-))!

Der Targa 4S besticht zusätzlich durch sein Dachkonzept, das mir – der nicht unbedingt der größte Cabrio-Fan ist – außerordentlich gut gefallen hat. Bis auf die kleine Sichtbehinderung bei geöffneten Dach, bietet diese Targa-Alternative eigentlich nur Vorteile, ohne die cabriotypische Nachteile wie Stoffverdeck, kleine Heckscheibe oder dergleichen. Und selbst bei geschlossenem Dach wirkt der Innenrauch angenehm hell und luftig, was mir jedenfalls sehr gut gefallen hat. :-))!

Mein Ideal-911 wäre daher ein Targa 4S in der schmalen Karosserie des Carrera S. O:-)

PS:

Bilder habe ich auch noch ein paar, allerdings nur mit dem Handy aufgenommen. Aber schließlich wißt ihr ja alle, wie die obigen Fahrzeuge aussehen. Wenn ich dazu komme, werde ich ein paar Bilder davon trotzdem später noch einstellen. :wink2:

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Mit leichter Verspätung kommen jetzt noch ein paar Bilder. Sind wie gesagt nur mit dem Handy aufgenommen, ich hoffe die Qualität geht in Ordnung.

Den Anfang macht der 997 Carrera S in Seal Grau, hier die Front...

carrerafronttf6.jpg

... und hier von der Seite (schlicht und elegant, so wie ein 911 aussehen sollte):

carreraseiteyl1.jpg

Das serienmäßige Carrera S Rad (identisch mit dem Serienrad vom Targa 4S). Im angelsächsischen Sprachgebrauch übrigens liebevoll Lobster-Fork genannt. X-)

Die Bremse mit 330mm Scheiben rundum stammt vom ehemaligen 996 Turbo, die roten Bremssättel sind bei der S/4S Bremse Serie, die Standardmodelle haben schwarz lackierte Sättel (und kleinere Scheiben).

carreraradlb2.jpg

Das (schmale) Heck des Carrera S. Gut zu erkennen der beim S/4S serienmäßige Doppelauspuff. Leider handelt es sich dabei nicht um eine echte zweiflutige Anlage, sondern nur um eine Doppelblende (porschetypisch :rolleyes: ). Hier zu sehen die Version in Edelstahl, die ab Werk noch metallisch glänzt, nach längerem Gebrauch mit der Zeit aber einen goldenen Schimmer annimmt. Wen das stört, bekommt bei Porsche auch eine Edelstahlblende, selbstverständlich gegen Aufpreis (auch porschetypisch X-) ).

carreraheckcd8.jpg

Der Wagen hatte wie gesagt eine cocoabraune Lederausstattung (Sonder-Volleder). Die Farbe ist relativ schwierig zu fotografieren, da sie auf Bildern oft fleckig oder in zu hellem Braun erscheint. Auf diesem Bild kommt Cocoa aber noch ganz gut rüber, in natura macht die Farbe einen sehr schönen, gemütlichen Innenraum, wirklich eine gelungene Abwechslung zu Einheitsschwarz oder Mausgrau. :-))!

carreracocoagj5.jpg

Letztes Bild vom Carrera S. Bei diesem Einfall des Sonnenlichts kann man recht gut den leichten Braunschimmer von Seal Grau erkennen, ohne daß dies in der Wirklichkeit negativ auffallen würde. Aus diesem Grund paßt Cocoa im Innenraum auch hervorragend zu Seal Grau. 8)

carreraseitehintenoq8.jpg

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Jetzt also der Targa. Ich muß gestehen, daß Basaltschwarz dem Wagen auch ganz gut stand...

targafrontaz5.jpg

Hier das Heck vom Targa (leider etwas im Gegenlicht :rolleyes: ), 44mm breiter als das des hinterradgetriebenen Carrera S. Der Targa hatte den aufpreispflichtigen PSE installiert (ca. 1500 Euro). Im Gegensatz zum Sportauspuff des 996 sitzen beim 997 die Endrohre mit dem größeren Durchmesser jetzt außen. Mir gefällt dieses Design weniger, allerdings ist der Klang über jeden Zweifel erhaben. 8)

targaheckpseej8.jpg

Jetzt zum wichtigsten Mermal des Targa, dem Dach. Auf diesem Bild in voll geöffneten Zustand. Deutlich zu erkennen ist der Bereich, in dem die hintere Kante des verschiebaren Dachmittelteils (mit der Antriebseinheit für das Targadach) die Heckscheibe überlappt. Genau dadurch entsteht die Sichtbehinderung im Rückspiegel. :(

targadachxt9.jpg

Von innen sieht das ganze gen Himmel betrachtet dann so aus (hier ist auch gut der breite Dachholm für die Schiebemechanik zu erkennen). Meiner Meinung nach eine Dachöffnung, die diesen Namen auch wirklich verdient. Kein Vergleich zu dieser Schießscharte des normalen Schiebedachs. O:-)

targadachinnentm0.jpg

Schließt man das Dach, läßt sich wie erwähnt die Heckscheibe separat über eigene Tasten (im Innenraum und auf der Funkfernbedienung im Schlüssel) öffnen. Dies ermöglicht ein leichteres Beladen des hinteren Stauraums. :-))!

targahecklb6.jpg

Aus der Nähe betrachtet ergibt sich bei umgelegten Rücksitzen folgende Öffnung, wie ich finde ein weiteres, sehr durchdachtes Kaufkriterium des Targa. 8)

(man beachte auch den formschönen Mülleimer im Bildhintergrund... X-) )

targaladeraumhh2.jpg

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Zu guter Letzt jetzt also der 997 Turbo mit seiner im Vergleich zu den anderen 997 Modellen abgeänderten Front mit LED-Blinkern, großen Lufteinlässen und meiner Meinung nach etwas unglücklich plazierten Nebelscheinwerfern. Gut zu erkennen die gegen Aufpreis in Wagenfarbe lackierte Frontlippe (ich frage mich nur, wie lange dort der Lack hält :D ).

turbofrontil6.jpg

Von der Seite sieht dieses Carrara-weiße Geschoß so aus, auch hier fallen die gegen Aufpreis in Wagenfarbe lackierbaren Seitenschweller auf (extra für bibiturbo :wink2: ), die dem Wagen in der richtigen Farbe vielleicht noch etwas mehr Präsenz verleihen. Nicht sonderlich überzeugt bin ich nach wie vor von den billig wirkenden, da eingesetzen Lufteinlässen an den hinteren Radkästen und ich werde wohl auch kein Freund mehr von den neuen Turbofelgen, zumindest nicht in diesem Leben. :wink:

turboseitevn7.jpg

Wenn wir schon bei den Felgen sind, hier nochmal eine Großaufnahme, wodurch mir das Design auch nicht besser gefällt. :D

Über jeden Zweifel erhaben ist aber die aufpreispflichtige PCCB (ca. 9000 Euro) mit ihren gelblackierten Bremssätteln. 380mm Scheiben mit 6-Kolben-Festsätteln an der Vorderachse geben ein imposantes Bild (und Bremsverzögerung!) ab. :-))!

(Hinterachse 350mm mit 4-Kolben-Festsätteln, serienmäßig 350mm Graugußscheiben mit 4-Kolben-Festsätteln rundum)

turbopccblb6.jpg

Ein Blick auf das Heck des 997 Turbo, mit 1852mm übrigens nicht breiter als das der Allradmodelle Carrera 4/4S und Targa 4/4S (hinterradgetriebene 997 1808mm). Negativ ins Auge fallen die billig wirkenden Auspuffblenden des Standard-997 (!), ein Spitzenmodell wie der Turbo hätte hier serienmäßig wirklich Besseres verdient. :evil:

Vielleicht soll der gegen einen geringen Aufpreis von ca. 80 Euro rotlackierte "turbo"-Schriftzug deswegen auch ein wenig von diesem Fauxpas ablenken...

turboheckot9.jpg

... hier noch mal in Großaufnahme in seiner ganzen, roten Pracht. 8)

(schon irgendwie putzig, wofür man alles Geld ausgeben kann)

turboschriftzugmy3.jpg

Zum Abschluß noch ein Bild von schräg hinten. Meiner Ansicht nach wirkt das Heck mit seinen Luftschlitzen stimmiger als die in meinen Augen unharmonische Front (Ausnahme wie gesagt das Auspuffdesign, aber darüber freuen sich sicher die Tuner :wink: ). Von hinten fallen auch die Felgen und die billigen Lufteinlässe kaum auf und schließlich wird man diesen Wagen wohl hauptsächlich aus einer Perspektive von hinten sehen.

Und das dann auch nur ziemlich kurz. :D

turboseitehintenyy2.jpg

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Welcher ist nun der Beste?

Der Beste war in Deiner kleinen Testreihe gar nicht dabei O:-)

Danke für den ausführlichen Bericht und die Bilder, Stefan :-))!

Wann sind denn die Bilder entstanden ? - sieht so gar nicht nach dem aktuellen Usselswetter aus :-(((°

Ob des wiederholten Lobs für die Farbkombi Seal/Cocoa (dem ich mich natürlich vollständig anschließe :lol:) habe ich mich gefragt, ob der "S" wohl der Deinige ist ? Falls ja: entweder bremst Du nicht oder es sind gerade neue Bremsscheiben montiert worden...

Stimme im übrigen Deinen jeweiligen Einschätzungen zu (obwohl ich den Allradler noch nicht als Targa, sondern nur als Coupé und Cabriolet kennenlernen durfte - dafür aber mit X51 :wink: )

Möglicherweise bin ich beim Thema "Sound" etwas anderer Meinung. Nicht beim Staubsauger :D, sondern bei den richtigen Saugern. Mir wäre lieber, ich bekäme als Fahrer mehr Musik aus dem Heck ab und dafür die Umwelt von mir aus weniger (die zahlen ja eh nix für's Konzert X-) ). Bin selbst im GT3 erstaunt wie groß der Unterschied im Hörgenuß ist, wenn man hinterherfährt (göttlich...) und wenn man selbst hinter'm Volant sitzt - Ausnahme: Seitenscheibe runter beim Tunnel-Konzert O:-)

In dem Punkt liegen IMO die Mittelmotor-Zuffis vorne: Maschinchen 30 cm hinter dem Piloten, Verdeck 'runter und Wruuuum - herrlich, insbesondere bei kleinen bis mittleren Drehzahlen deutlich besser als die größen Brüder.

Beste Grüße

Achim

EDIT: O.K. lese gerade Bericht ist aus der Konserve - schmeckt aber trotzdem noch gut

EDIT II: sehe, daß Diskussionen/Kommentare in dieser Rubrik nicht erwünscht sind - dann werde ich mir wohl wieder den Spezial-Smiley von Stefan einfangen...

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Im Gegensatz zum Sportauspuff des 996 sitzen beim 997 die Endrohre mit dem größeren Durchmesser jetzt außen.

Ergänzung: Beim Sportauspuff handelt es sich, im Gegensatz zum serienmässigen Doppelauspuff des Carrera S, tatsächlich um eine echte zweiflutige Anlage.

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