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Krankenversicherung - Preiserhöhung


FunkyStar

Empfohlene Beiträge

Geschrieben

Hallo,

da sich hier ja auch viele selbständige mit privater Krankenversicherung rumtummeln mal die allgemeine Frage zu euren Gebühren. Hat sich das auch so stark erhöht ?

Bei mir gab es in diesem Monat im Vergleich zu 2008-07 eine Erhöhung von ca. 25%

Ich mich natürlich direkt erschrocken heute morgen bei meinem Versicherungsmenschen angerufen. Die Begründung liegt lt. ihm an der allgemeinen Lage in Deutschland - gibt überall Erhöhungen bla bla ...

Und wie das so ist ... seitdem ich diese Versicherung habe (2003) habe ich diese noch keinmal in Anspruch genommen. Soll ich jetzt extra mal Krank feiern ?

Bin gerade echt genervt - schon wieder etwas wo ich gegen anverdienen kann ... oder sagen wir besser ... muss.

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Geschrieben

Bei mir ist es in den letzten Jahren auch teurer geworden alelrdings nie so extrem. (ca. 5 bis 7% im Schnitt) Ganz wichtig: Wenn Du keine Rezepte und Rechnungen einreichst, dann erhälst Du je nach Gesellschaft etliche Monatsbeiträge zurück wenn das in Deinem Vertrag vereinbart ist.

(Falls nicht lohnt es sich auf jeden Fall da entsprechend etwas am Tarif zu ändern, weil die Beitragsrückerstattung ja genau für Leute wie Dich vorgesehen ist) Insofern ist hier zumindest eine Linderung der Kostenerhöhung zu sehen.

Meine Versicherung schreibt mir sogar jedes Jahr ein Brief mit dem Tenor:

Wenn Sie keine Rechnungen einreichen, dann erhalten Sie xy Euro zurück.

Habe ich aber leider noch nie in Anspruch genommen weil ich doch im LAufe des jahres mal die ein oder andere Rechnugn eines Docs habe.

Geschrieben

So lange bin ich noch nicht selbstständig aber 25 % finde ich schon krass. Darf man wissen welche Versicherungsgesellschaft das ist?

Ich bekomme wenn ich nichts einreihe 4 Monatsbeiträge zurück. Ist natürlich praktisch, kann man schön rechnen und am Ende kucken was günstiger kommt.

Einreichen oder selberzahlen und Beiträge abkassieren.

Geschrieben
Ist natürlich praktisch, kann man schön rechnen und am Ende kucken was günstiger kommt.

Einreichen oder selberzahlen und Beiträge abkassieren.

Genau das ist es ja, man kann am Ende schonmal auch selbst zahlen, aber dadurch 4-6 Monatsbeiträge Sparen. :-))!

Geschrieben

Hallo,

bin bei der Barmenia.

Bisher hielten sich die Erhöhungen in Grenzen. Da mal 2% Euro hier mal 5%... das ging ja noch aber so hats mich echt gewundert.

Ich steh jetzt kurz vor dem 30 Lebensjahr ... vielleicht denken die ab dann wirds kritisch ? O:-)

Danke für eure Tipps, natürlich achte ich darauf das es am Ende des Jahres einen Teil des Beitrags zurück erstattet gibt. Aber das natürlich auch jetzt 25% weniger sozusagen :)

Geschrieben

@Funkystar

Ich kann mir keinen Fall vorstellen wo die Versicherung in einem Jahr Knall auf Fall so eine 25%tige Erhöhung durchziehen kann, ohne an den Leistungen zu drehen, also den Vertrag zu ändern. Das würde Dir natürlich das recht zum Wechsel einräumen. Ich würde nochmal das dazugehörige Schreiben studieren, dann klärt sich sicher das "Warum" auf. Wenn Du natürlich einen Vertrag abgeschlossen hast bei dem so eine Klausel drin steht, dann würde ich sowieso die Gesellschaft wechseln oder den Vertrag ändern...

Ich hatte die letzten Jahre vielleicht 1-2 Prozent Erhöhung p.a., also nicht der Rede wert bisher...

@Chip

Ist bei mir auch so, es gibt maximal 3 Monatsraten p.a. zurück, wenn man es drei Jahre ohne Rechnung einzureichen aushält. Aber wer in unserem Alter kann das schon, ab 30 fangen die Wehwehchen ja schon an...:D

@All

Kann das vielleicht schon jetzt eine Änderung bezüglich der Einführung des Gesundheitsfonds sein? Hat jemand da einen Überblick?

Geschrieben

Hallo,

oft sind die Tarife mit einer höheren Selbstbeteiligung günstiger, z.B. 900,- Euro mehr SB/Jahr macht bei ansonsten identischen Leistungen einen um 100,- Euro/Monat günstigeren Beitrag aus, also selbst im worst case wenn man andauernd krank ist ergibt sich ein Vorteil i.H. mindestens 300,- Euro/Jahr.

Der Grund für diesen auf den ersten Blick unlogischen Zusammenhang liegt darin, daß der Verwaltungsaufwand der Krankenversicherungen für Kleinbeträge unverhältnismäßig hoch ist und auf diese Art dort nicht für jede Flasche Hustensaft ein Vorgang ausgelöst wird.

Gruß, Georg

Geschrieben

Die teilweise massiven Beitragserhöhungen sind bei der PKV möglich und auch zulässig. Hängt oftmals sehr stark von der Altersstruktur innerhalb eines Tarifes oder eines Produktes ab.

Ein Wechsel zu einem anderen Anbieter sollte aufgrund der gebildeten Altersrückstellungen genau kalkuliert und geplant sein, da hier evtl. erhebliche Beträge verfallen können. Auch entsteht natürlich bei einem Wechsel wieder ein neues (älteres) Eintrittsalter.

Es ist aber markant festzstellen, daß das an sich gute Modell der PKV so langsam auch da an die Kostengrenze kommt. Beschränkungen der Honorarsätze für ärztl Dienste würde hier Sinn machen, um die Versicherten zu entlasten. Auch kann ich nicht wirklich erkennen, wo die PKV`n innerhalb ihrer Abteilungen sparen. Warum die Versicherungswirtschaft, die ja auch eine nicht unerhebliche wirtschaftliche Macht und Lobby hat, nicht auf die Pharmafirmen einwirkt, will sich mir nicht wirklich erschließen.

Aber die stark rückläufigen Verkaufszahlen der PKV sprechen ja auch hier eine relativ eindeutige Sprache.

Auch das Verwaltungs- und Kostenmonster "Gesundheitsfondes" wird daran nichts ändern. Die Beiträge werden in der GKV und der PKV weiter steigen.

Die aus meiner Sicht einzige Möglichkeit wäre eine völlige Aufklösung des bisherigen Systems. Der Bürger sollte, wie auch bei der Autohaftpflicht, eine Krankenversicherung nachweisen. Wo er die abschließt ist egal. Dann tritt der Patient als Kunde (wie eben auch der Autobesitzer dies bei Werkstätten, Versicherungen etc. tut) auf. Der Kunde erhält dann transparente Rechnungen von Krankenhäusern, Ärzten und Apotheken. So entsteht Wettberwerb der auf einem freien Markt zu fallenden Preisen führt. Siehe Flug- und Telefongesellschaften.

Die ganzen internen Verwaltungs- und Abrechnungsinstitutionen wie die KV (kassenärztliche Vereinigung) und die KZV (kassenzahnärztliche Vereinigung) könnten mit einem Hieb ersatzlos abgeschafft werden.

Wenn dann noch die per heute knapp 400 gesetzlichen Krankenversicherungen (wofür das eigentlich bei identischen Leitungen?) abgeschafft werden und es nach dem Modell der Rentenversicherung (auch hier gibt es ja nur eine) auf ein zusammengefasst wird, sind mal eben ruckzuck 15 MRD EUR jedes Jahr ferei, da massiv Verwaltungskosten gesparrt werden.

Wäre also eigentlich ganz einfach. Aber politisch -wie der Gesundheitsfonds zeigt- nicht gewollt. Es lebe die Verwaltung - auf Kosten der Arbeitnehmer und Arbeitgeber.

Adios

Geschrieben

Auch wenn ich eher der Leser hier bin, muss ich jetzt doch mal was schreiben: :D

Hier mal ein paar "oberlehrerhafte" Dinge:

Die Privaten Krankenversicherungen kalkulieren jedes Jahr ihre Tarife. Dabei wird geschaut, wie die tatsächlichen Kosten im abgelaufenen Jahr waren (nicht bei einem Einzelnen, sondern in Altersgruppen). Wenn dabei große Abweichungen zu den kalkulierten Kosten gibt, gibt es eine sog. Beitragsanpassung, der ein unabhängiger Trauhänder zustimmen muss.

Diese Anpassung beruht allerdings nicht nur auf den Kosten, sondern hat auch andere Gründe: bspw. gibt es eine neue Sterbetafel 2009, die eingerechnet wird, d.h. wir Menschen werden älter und liegen der PKV länger auf der Tasche. Ebenso kalkuliert eine Gesellschaft auch mit Abgängen (natürlicher Abgang oder Kündigung), das sind dann Stornogewinne. Fallen diese geringer aus als kalkuliert, gibt es eine Anpassung. Weiters gibt es noch andere Gründe, das Ganze ist etwas komplizierter als dass man es nur an den Verwaltungskosten fest machen könnte.

Die Gesellschaften können solche Anpassungen reduzieren, indem sie z.B. die Rückstellungsquote verringern, die Beitragsrückerstattung kürzen (die meist erfolgsabhängig ist, d.h. man hat keine Anspruch drauf), etc.

Die meisten Gesellschaften versuchen dieses Jahr ihre Anpassungen gering zu halten, da sie ihre Bestände halten wollen. Dafü wird es nächstes Jahr umso stärker.

Die diesjährigen Anpassungen haben nichts mit der Einführung des Gesundheitsfonds zu tun, sie beruhen auf den o.g. Gründen.

Dass Tarife mit höherer Selbstbeteiligung sich besser entwickeln ist falsch, die Kalkulation eines solchen Tarifs ist nicht nur von den Verwaltungskosten abhängig. Es gibt Tarife ohne SB, die haben bessere Entwicklungen in der Vergangenheit gehabt, als Tarie mit bspw. 1500 € SB.

Zudem ist nicht gesagt, dass Tarife, die in der Vergangenheit stabiler waren das auch in der Zukunft bleiben. Vielleicht haben die einen höheren Anpassungsbedarf in der Zukunft.

Die Aussage: "Ich kann mir keinen Fall vorstellen wo die Versicherung in einem Jahr Knall auf Fall so eine 25%tige Erhöhung durchziehen kann, ohne an den Leistungen zu drehen, also den Vertrag zu ändern. Das würde Dir natürlich das recht zum Wechsel einräumen."

Ist falsch, die PKV darf keine Leistungen kürzen, ein Kündigungsrecht hat man schon bei einer Ehöhung um 1 Cent.

Weiters ist eine Angabe der Erhöhung in % auch nicht aussagekräftig, bei Dir sind 25 % deutlich weniger, als z.B. bei einem 50-jährigen im selben Tarif (der muss aber nicht zwingend um 25 % teurer geworden sein). Für mich zählen nur absolute Beträge in Euro:-)

Wie gesagt, das Ganze ist hochgradig kompliziert, aber alles wird gut :lol:

Für Fragen stehe ich gern zur Verfügung :???:

Marcus

Geschrieben
Auch wenn ich eher der Leser hier bin, muss ich jetzt doch mal was schreiben: :D

Hier mal ein paar "oberlehrerhafte" Dinge:

Die Privaten Krankenversicherungen kalkulieren jedes Jahr ihre Tarife. Dabei wird geschaut, wie die tatsächlichen Kosten im abgelaufenen Jahr waren (nicht bei einem Einzelnen, sondern in Altersgruppen). Wenn dabei große Abweichungen zu den kalkulierten Kosten gibt, gibt es eine sog. Beitragsanpassung, der ein unabhängiger Trauhänder zustimmen muss.

Diese Anpassung beruht allerdings nicht nur auf den Kosten, sondern hat auch andere Gründe: bspw. gibt es eine neue Sterbetafel 2009, die eingerechnet wird, d.h. wir Menschen werden älter und liegen der PKV länger auf der Tasche. Ebenso kalkuliert eine Gesellschaft auch mit Abgängen (natürlicher Abgang oder Kündigung), das sind dann Stornogewinne. Fallen diese geringer aus als kalkuliert, gibt es eine Anpassung. Weiters gibt es noch andere Gründe, das Ganze ist etwas komplizierter als dass man es nur an den Verwaltungskosten fest machen könnte.

Die Gesellschaften können solche Anpassungen reduzieren, indem sie z.B. die Rückstellungsquote verringern, die Beitragsrückerstattung kürzen (die meist erfolgsabhängig ist, d.h. man hat keine Anspruch drauf), etc.

Die meisten Gesellschaften versuchen dieses Jahr ihre Anpassungen gering zu halten, da sie ihre Bestände halten wollen. Dafü wird es nächstes Jahr umso stärker.

Die diesjährigen Anpassungen haben nichts mit der Einführung des Gesundheitsfonds zu tun, sie beruhen auf den o.g. Gründen.

Dass Tarife mit höherer Selbstbeteiligung sich besser entwickeln ist falsch, die Kalkulation eines solchen Tarifs ist nicht nur von den Verwaltungskosten abhängig. Es gibt Tarife ohne SB, die haben bessere Entwicklungen in der Vergangenheit gehabt, als Tarie mit bspw. 1500 € SB.

Zudem ist nicht gesagt, dass Tarife, die in der Vergangenheit stabiler waren das auch in der Zukunft bleiben. Vielleicht haben die einen höheren Anpassungsbedarf in der Zukunft.

Die Aussage: "Ich kann mir keinen Fall vorstellen wo die Versicherung in einem Jahr Knall auf Fall so eine 25%tige Erhöhung durchziehen kann, ohne an den Leistungen zu drehen, also den Vertrag zu ändern. Das würde Dir natürlich das recht zum Wechsel einräumen."

Ist falsch, die PKV darf keine Leistungen kürzen, ein Kündigungsrecht hat man schon bei einer Ehöhung um 1 Cent.

Weiters ist eine Angabe der Erhöhung in % auch nicht aussagekräftig, bei Dir sind 25 % deutlich weniger, als z.B. bei einem 50-jährigen im selben Tarif (der muss aber nicht zwingend um 25 % teurer geworden sein). Für mich zählen nur absolute Beträge in Euro:-)

Wie gesagt, das Ganze ist hochgradig kompliziert, aber alles wird gut :lol:

Für Fragen stehe ich gern zur Verfügung :???:

Marcus

Das erzählt uns und mir die gesamte PKV-Branche schon seit Jahren. Es wird aber durch das jährliche wiederholen noch lange nicht stimmiger.

Und die jahrein- und jahraus gleichen, mehrseitigen Litanein zur Kostenentwicklung im Gesundheitswesen kann ich auch nicht mehr hören. Das sagt jeder - aber keiner ändert was. Warum auch - alle verdienen ja gut am Bürger, Arbeitnehmer und Arbeitgeber.

Warum zahlen denn die PKV`n bis zu 6 MB an Vermittlungsprovision?

Und natürlich zählen für mich als Kaufmann nur die Prozente. Denn diese Zahl macht verschiedene Produkte und Entwicklungen vergleichbar.

Und wenn, wie uns die PKV`n immer erzahälen wollen, alles ach so schlimm ist, warum stellen die denn dann den Bereich der Krankenversicherung nicht ein? Macht jeder normale Kaufmann. Wenn die Pepsi nicht geht - wird sie ausgelistet. Ganz einfach: Es wird eben immer noch ordentlich Geld verdient. Ist ja auch legitim - nur soll man dann den Kunden nicht immer für blöd verkaufen.

Adios

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Geschrieben
Geschrieben

Hallo FunkyStar,

 

schau doch mal hier zum Thema Zubehör für Aus dem Alltag (Anzeige)? Eventuell gibt es dort etwas Passendes.

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Geschrieben

Warum zahlen denn die PKV`n bis zu 6 MB an Vermittlungsprovision?

Adios

Nur 6 MB? :-o

Geschrieben
Die Aussage: "Ich kann mir keinen Fall vorstellen wo die Versicherung in einem Jahr Knall auf Fall so eine 25%tige Erhöhung durchziehen kann, ohne an den Leistungen zu drehen, also den Vertrag zu ändern. Das würde Dir natürlich das recht zum Wechsel einräumen."

Ist falsch, die PKV darf keine Leistungen kürzen, ein Kündigungsrecht hat man schon bei einer Ehöhung um 1 Cent.

Nein Du hast falsch verstanden, ich habe "an den Leistungen drehen" geschrieben, und damit nicht "kürzen" gemeint, sondern einfach eine Anpassung des Leistungsumfanges. Unter Umständen akzeptiert er ja den Mehrpreis, wenn er im Gegenzug mehr Leistung erhält. Deswegen auf der Rat für ihn das erst einmal zu prüfen...

Geschrieben
Das erzählt uns und mir die gesamte PKV-Branche schon seit Jahren. Es wird aber durch das jährliche wiederholen noch lange nicht stimmiger.

Und die jahrein- und jahraus gleichen, mehrseitigen Litanein zur Kostenentwicklung im Gesundheitswesen kann ich auch nicht mehr hören. Das sagt jeder - aber keiner ändert was. Warum auch - alle verdienen ja gut am Bürger, Arbeitnehmer und Arbeitgeber.

Warum zahlen denn die PKV`n bis zu 6 MB an Vermittlungsprovision?

Und natürlich zählen für mich als Kaufmann nur die Prozente. Denn diese Zahl macht verschiedene Produkte und Entwicklungen vergleichbar.

Und wenn, wie uns die PKV`n immer erzahälen wollen, alles ach so schlimm ist, warum stellen die denn dann den Bereich der Krankenversicherung nicht ein? Macht jeder normale Kaufmann. Wenn die Pepsi nicht geht - wird sie ausgelistet. Ganz einfach: Es wird eben immer noch ordentlich Geld verdient. Ist ja auch legitim - nur soll man dann den Kunden nicht immer für blöd verkaufen.

Adios

Wie gesagt, das Ganze ist hochgradig kompliziert, nur haben eben auch die PKV-Unternehmen ca. 120 Mrd. € an Rückstellungen für die Versicherten, d.h. die geht.

Und wenn wir uns anschauen, was 1980 der Höchstbeitrag der GKV war (189 €) oder was z.B. ein neuer Porsche Turbo gekostet hat (100.000 DM), dann müssen wir uns halt auch mal fragen, was denn besser geworden ist:

- GKV: Leistungskürzungen und Beitragserhöhungen

- Porsche Turbo: Mehr Leistung, mehr Elektronik, Allrad...

- PKV: Längere Lebenserwartung, Aufnahme neuer Behandlungsmethoden, z.B. Kernspintomographie, etc.

Wir brauchen nicht über Sinn- oder Unsinn eines Systems diskutieren, wir können es nicht ändern. Nur sollten halt einfach auch die Hintergründe bekannt sein.

Und nochmal zu den Prozenten ein kleines Beispiel: Ein Tarif ist seit 15 Jahren auf dem Markt, die durchschnittliche Entwicklung einer Altersgruppe ist 3 %. Jetzt kommt ein neuer dazu und bekommt eine Erhöhung von 10 %. Wie hoch ist sie Entwicklung? 10 % oder 3 %? Daher zählt für mich nur eine absolute Entwicklung in Euro :-)

Marcus

Geschrieben
Nein Du hast falsch verstanden, ich habe "an den Leistungen drehen" geschrieben, und damit nicht "kürzen" gemeint, sondern einfach eine Anpassung des Leistungsumfanges. Unter Umständen akzeptiert er ja den Mehrpreis, wenn er im Gegenzug mehr Leistung erhält. Deswegen auf der Rat für ihn das erst einmal zu prüfen...

Ok, sorry :-)

Geschrieben
Nur 6 MB? :-o

Genau daran krankt das ganze System. Sind es noch mehr MB an Vermittlungsprovision, hat es für mich schon die Ausmaße eines Geschwürs.

Von einer immer wieder zitierten objektiven Beratung eines abhängigen Vermittlers kann bei solchen Provisionen nicht geredet werden. Das hat mittlerweile die gleichen Vertriebs- und Beratungsstrukturen wie der Verkauf von Lehman-Broth.-Zertifikaten. Für mich persönlich -und somit subjektiv- hochgradig unseriös.

Das ganze System ist dermaßen intransparent und wird es von der Versicherungswirtschaft auch bewußt gehalten.

Und nochmal: Wenn es nicht hoch lukrativ wäre, und dazu tragen eben auch die jährlichen Beitragserhöhungen bei, würde es von einer Axa, Allianz, Gerling, Gothaer etc. nicht mehr angeboten und vertrieben.

Und warum höre ich immer dann, wenn es nichts mehr an echten, faktengeladenen Punkten mehr gibt, ".... Wir brauchen nicht über Sinn- oder Unsinn eines Systems diskutieren, wir können es nicht ändern." Tolles Argument, aber leider nicht zielführend und schon gar nicht problemlösend.

Adios

Geschrieben
Genau daran krankt das ganze System. Sind es noch mehr MB an Vermittlungsprovision, hat es für mich schon die Ausmaße eines Geschwürs.

Von einer immer wieder zitierten objektiven Beratung eines abhängigen Vermittlers kann bei solchen Provisionen nicht geredet werden. Das hat mittlerweile die gleichen Vertriebs- und Beratungsstrukturen wie der Verkauf von Lehman-Broth.-Zertifikaten. Für mich persönlich -und somit subjektiv- hochgradig unseriös.

Das ganze System ist dermaßen intransparent und wird es von der Versicherungswirtschaft auch bewußt gehalten.

Und nochmal: Wenn es nicht hoch lukrativ wäre, und dazu tragen eben auch die jährlichen Beitragserhöhungen bei, würde es von einer Axa, Allianz, Gerling, Gothaer etc. nicht mehr angeboten und vertrieben.

Und warum höre ich immer dann, wenn es nichts mehr an echten, faktengeladenen Punkten mehr gibt, ".... Wir brauchen nicht über Sinn- oder Unsinn eines Systems diskutieren, wir können es nicht ändern." Tolles Argument, aber leider nicht zielführend und schon gar nicht problemlösend.

Adios

Ich gebe Dir Recht, dass das System kompliziert und intransparent ist, das ist der Automibilbau aber auch. Das ist übrigens der Grund, warum ich keine Autos baue: ich kann es nicht :)

Zu etwas mehr Transparenz hat ja dieses Jahr die sog. VVG-Reform geführt, z.B. müssen die Gesellschaften Kosten ausweisen. Dass es dabei mit Sicherheit auch Vermittler gibt, die eine Gesellschaft nach der Provisionshöhe aussuchen möchte ich gar nicht bestreiten.

Dass es lukrativ ist, ist denke ich, legitim. Das ist der Automobilbau auch und keiner regt sich drüber auf. Das ist eben Marktwirtschaft.

Mein Argument: "wir können es nicht ändern" bezog sich nicht darauf, dass wir alle nichts tun sollen, sondern eher darauf, dass eine Gesellschaft nicht nur erhöht, weil schönes Wetter ist, sondern weil bestimmte Ereignisse zu Anpassungsbedarf führen: nimm bspw. die neue Sterbetafel 2009: diese besagt, dass wir Männer wieder älter werden (und wir beiben der Versicherung eben z.B. 1 Jahr länger erhalten) das stellt eben die ursprüngliche Kalkulation auf die Probe, geschweige denn von den anderen genannten Faktoren.

Und das ist meines Erachtens nach der sauberere Weg. Andere erhöhen die Beitragssätze und kürzen Leistungen, das nennen sie dann Reform, toll :lol:

Geschrieben

Wobei man sagen muß, dass die Barmenia mit Ihren sog. Kompakttariefen (Ein Leistungspaktet für Ambulaten/Zahn/Krankenhausbehandlung mit einem festen Selbstbehalt zu einem festen Preis) seit Jahren ein sehr guter Anbieter ist. Sowohl im Ranking von Vergleichsagenturen als auch im Monatsbeitrag war die Gesellschaft immer weit vorne dabei.

Grundsätzlich würde ich mir einen Wechsel immer sehr gut überlegen, da man schnell auf Lockvogelangebote reinfallen kann. Wer da wechselt und im ersten Jahr super Beiträge hat, der kann sich dann häufig auf deutliche Erhöhungen im Folgejahr einstellen. Der Haken für einen erneuten Wechsel ist dann die Mindestvertragslaufzeit und/oder die Gesundheit welche sich ja auch verschlechtern kann. (Vom gestiegenen Eintrittsalter mal ganz zu schweigen)

Das Thema ist halt sehr kompliziert und aufgrund der Tarifvielfalt nur sehr schwer zu vergleichen.

Geschrieben
Wobei man sagen muß, dass die Barmenia mit Ihren sog. Kompakttariefen (Ein Leistungspaktet für Ambulaten/Zahn/Krankenhausbehandlung mit einem festen Selbstbehalt zu einem festen Preis) seit Jahren ein sehr guter Anbieter ist. Sowohl im Ranking von Vergleichsagenturen als auch im Monatsbeitrag war die Gesellschaft immer weit vorne dabei.

Grundsätzlich würde ich mir einen Wechsel immer sehr gut überlegen, da man schnell auf Lockvogelangebote reinfallen kann. Wer da wechselt und im ersten Jahr super Beiträge hat, der kann sich dann häufig auf deutliche Erhöhungen im Folgejahr einstellen. Der Haken für einen erneuten Wechsel ist dann die Mindestvertragslaufzeit und/oder die Gesundheit welche sich ja auch verschlechtern kann. (Vom gestiegenen Eintrittsalter mal ganz zu schweigen)

Das Thema ist halt sehr kompliziert und aufgrund der Tarifvielvalt nur sehr schwer zu vergleichen.

Ohne zu wissen, was versichert ist oder die Bedürfnisse des Versicherten zu kennen, gibt es keine Möglichkeit, eine Gesellschaft zu bewerten oder zu vergleichen :lol:

Und vielleicht ist ja der Tarif der Barmenia genau so einer, wie Du beschreibst?

:D

Geschrieben
Hallo,

bin bei der Barmenia.

Bisher hielten sich die Erhöhungen in Grenzen. Da mal 2% Euro hier mal 5%... das ging ja noch aber so hats mich echt gewundert.

Ich bin auch bei der Barmenia VC2 Tarif. Bisher - mit einer Ausnahme - zufrieden. Doch jetzt haben sie, sicherlich zum Teil auch durch die Gesundheitsreform (Ulla Schmidt :evil::evil::evil:) bedingt, den Beitrag um satte 35% in der PKV erhöht. Da werde ich doch maleinen Wechsel prüfen müssen. Denn diese Erhöhung ist für mich - egal ob vom Sachverständigen geprüft oder nicht - nicht nachvollziehbar.

Geschrieben

Auch wenn ich Ulla nicht mag, an der Erhöhung ist sie ausnahmsweise nicht schuld, nicht einmal indirekt :-(((°

Das lag wohl eher da dran, dass der Tarif bei einem bspw. 38-jährigen Mann in den letzten 4 Jahren nur um 2 € erhöht wurde. Somit könnte man fragen, ob Beitragsstabilität in der Vergangenheit zu Anpassungsbedarf in der Zukunft führt?

Marcus

Geschrieben

Doch aber ganz sicher ist Ulla daran schuld. Wer hat sich denn die Dinge wie Mitnahme der Altersrückstellungen im Basistarif und den Basistarif überhaupt ausgedacht?

Und wer wollte denn immer die PKV platt machen?

Und wer hat diesen unsäglichen Gesundheitsfonds beschlossen.

Diese Reform hat wirklich alles nur schlimmer gemacht...

Von wegen Einsparungen... Dafür verdienen KH-Ärzte jetzt nach den letzten Tariferhöhungen 10-30% mehr als früher. Ob dies im Vergleich zu anderen qualifizierten Berufen gerechtfertigt ist, lassen wir mal dahingestellt.

Was mich ärgert ist die Tatsache, dass es nun weniger Wettbewerb, extrem höhere Preise ohne bessere Leistungen gibt. Das kanns ja wohl nicht sein.

Geschrieben
Von wegen Einsparungen... Dafür verdienen KH-Ärzte jetzt nach den letzten Tariferhöhungen 10-30% mehr als früher. Ob dies im Vergleich zu anderen qualifizierten Berufen gerechtfertigt ist, lassen wir mal dahingestellt.

Die Ärztegehälter sind zwar gestiegen, aber im Vergleich mit anderen Akademikern (auf die reale Arbeitszeit bezogen!) sicherlich nicht über- sondern eher unterdurchschnittlich. Einen KH-Arzt oder auch in den meisten Fällen einen niedergelassenen Kollegen wegen dem Geld heiraten zu wollen ist ziemlich dumm...er hat nicht viel davon.

Was in den letzten Jahren aber die Kassen massiv belastet sind neue abrechenbare Leistungen! Insbesondere Medikamente für alle Alterserscheinungen und den Folgen von Stress (in den 90ern hatte das Medikament Antra einen weltweiten Jahresumsatz von 5 Milliarden Euro!), immer breiter angewendete neue Untersuchungsmethoden, immer bessere aber auch teurere Krebsbehandlungen, etc....

Die Angestellten (egal ob Pflege oder Ärzteschaft) im Krankenhaus haben an dieser Entwicklung sicherlich nicht den Hauptanteil und werden immer noch schlecht bezahlt.

Geschrieben

Naja, so ganz auf die ärztliche Tränendrüse möchte ich jetzt hier nicht wirklich drücken.

Und ja, es gibt eben auch hier, wie in allen Branchen und Wirtschaftszweigen Unterschiede. Einen Orthopäden in München mit dem Hausarzt Praktischer Arzt oder FA für Allgemeinmedizin) in Skeuditz zu vergleichen ist nicht möglich.

Aber Fachärzte, Ober- und Chefärzte in den Kliniken sind nun wirklich nicht als Bezieher von Wohn- und Kleidungsgeld zu betrachten. Da wird schon überproportional verdient.

Dies trifft für das Pflegepersonal und die Ärzte in der Facharztausbildung nicht zu.

Aber wenn jetzt, obwohl 2,8 MRD in die Krankenhäuser fließen und es gerade eine Gehaltserhöhung bei den Ärzten gab, wieder demonstriert wird, will sich mir nicht erschließen.

Dann sollen doch die ganzen Funktionäre vom Hartmanbund, vom Marburger Bund, von der Krankenahusgesellschaft dies auch den Patienten klipp und klar sagen: Nämlich das sie zu Lasten der Versicherten mehr Kohle haben wollen. Und zwar richtig mehr. Das sollen Sie dann dem Familienvater sagen, der gerade bei Opel um seinen Job bangt.

Und noch was. Wenn es den Ärzten nicht gefällt und alles ach so schlecht ist, warum sind sie dann bitte Mediziner geworden. Der Busfahrer des RMV in Frankfurt weiß nämlich auch, daß es im Sommer warm im Bus ist und er im Winter auch mal auf verschneiten Straßen fahren muß.

Aber ja, es ist immer leicht, daß Geld von anderen Leuten zu fordern um selbst mehr zu haben.

Wie ich schon vorher ausgeführt habe, würde hier nur ein radiklaer Umbruch des gesamten Gesundheitswesens -hin zu einem freien Markt aus Kunden (Patienten) und Anbietern (Krankenhäuser, Ärztem Zahnärzte, Apotheken und Pharmaindustrie) führen. Dann entscheidet nämlich der müpndige Bürger, ob er das teuere Präparat A kauf oder eben das billigere B. So wie bei der Joghurt-Auswahl im Rewe. Dann ist es eben nicht immer der teuere schweizer Erdbeerjoghurt. Und ruck-zuck würde etwas bei der Pharmaindustrie passieren. Dazu zählt auch endlich die Abschaffung des Apothekenmonopols. In Zeiten, wo ich eine Kamera via ebay in Florida kaufe, juß es doch auch möglich sein, Aspirin aus Holland, Italien oder Rumänien beziehen.

Adios

Geschrieben
In Zeiten, wo ich eine Kamera via ebay in Florida kaufe, juß es doch auch möglich sein, Aspirin aus Holland, Italien oder Rumänien beziehen.

Die Kamera in Floriad kommt aus der gleichen Fabrik wie diejenige die ich in München kaufe. Das Aspirin ist evtl. nur ne Ladung Milchzucker ohne Wirkstoffe. Ich bin sehr froh meine Medikamente hier in Deutschland aus dem Fachhandel beziehen zu können wo ich weiss was drin ist. Dass hier eine Liberalisierung nötig ist und viel bringen wird streite ich nicht ab, aber ich werde für mich weiterhin hochwertige Medikamente kaufen einfach weil ich dann weiss was ich habe.

Über die Gehälter möchte ich jetzt hier nicht streiten, ich wäre hier auch für eine freie Marktwirtschaft und ich glaube die Ärzte stehen dabei am Ende nicht als Verlierer da. Eher die Patienten in unwirtschaftlichen Landstrichen.

Einen Orthopäden als Grossverdiener zu nennen passt übrigens auch nicht ganz, nimm für die Argumentation nen Radiologen :wink:

Hast du dir eigentlich mal die Gehaltstabellen angesehn oder nur die prozentualen Forderungen die immer in der Bild stehen? Weisst du was ein Chefarzt, ein Oberarzt oder ein Facharzt im Krankenhaus im Monat ca. verdient und wieviel er dafür arbeitet?

Das Argument "ihr habt es euch doch ausgesucht" ist doch Unfug. Damit erklär ich jedem Arbeitslosen, dass er jetzt kein Geld mehr bekommt weil er selbst schuld ist wenn er sich so nen unsicheren Beruf ausgesucht hat. Das Streben nach mehr ist doch die Basis jedes marktwirtschaftlichen Systems! Und wir brauchen uns doch auch nicht wundern, wenn in etlichen Landstrichen eben eine Praxis nach der andren dicht macht und unsere jungen Ärzte ins Ausland gehen. Ulla und der Rest wird schon sehen, dass man sich schlecht selbst operieren kann und der Preis für ärztliche Leistungen am freien Markt deutlich höher liegen wird wenn man auch gute Arbeit möchte. Dann kostet der Hausbesuch am Wochenende eben auch mal soviel wie der Schlüsseldienst und nicht nur 10,95 Euro. :wink:

Geschrieben

Hier mal ein paar Zahlen, was ein Hausarzt so von der GKV pro Quartal überwiesen bekommt:

39 Euro in Brandenburg

43 Euro in NRW

pro Kassenpatient! Egal ob er einen Schupfen oder Krebs hat.

Ab dem 850. Patient wird von der Summe nur noch 10% gezahlt!!!

Seit der Honorarreform für Ärzte, die seit dem 01. Januar 2008 gültig ist, bekommen die niedergelassenen Hausärzte nur noch zwei Konsultationen pro Quartal bezahlt...pro Patient.

Jeder weitere Arztkontakt wird nicht mehr bezahlt.

Noch Fragen?

Warum machen denn die meisten Hausärzte vorallem in den letzten Quartalen die Praxen für ein oder zwei Wochen zu?

Ohne eine bestimmte Anzahl von Privatpatienten kann gerade ein Hausarzt das letzte Quartal die Praxis dicht machen. Von den hochwertigen Geräten, von denen auch die GKV Patienten was haben, ganz zu schweigen.

Übrigens kann ich noch das Buch "Diagnose:unbezahlbar" von Sibylle Herbert empfehlen. Aber bitte nicht als GKV Patient lesen. Das sind Tatsachenberichte!!!!

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