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Interview W. Dürheimer zum Nachfolger des 997


matelko

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Georg Kacher, in der Automobilszene kein Unbekannter, hatte ein Gespräch mit Wolfgang Dürheimer zu den künftigen Porsche-Sportwagen, besonders dem Nachfolger der aktuellen Baureihe 997. Hier eine Zusammenstellung der Kernaussagen:

Interne Baureihenbezeichnungen:

Boxster/Cayman = 981

911 = 991

Aussenspiegel werden obsolet und durch Kameras ersetzt. Dürheimer bezieht sich hierbei auf eine Forderung des Marketing, er selbst scheint nicht ganz überzeugt davon zu sein.

Die Frontgestaltung wird den jüngsten EU-Fussgängerschutz-Richtlinien angepasst, d.h. höher ausfallen.

Es wird eine Reihe aktiver Aerodynamikteile geben. D.h. neben dem ausfahrbaren Heckspoiler (künftig mehrteilig) auch sich automatisch anpassende Frontspoiler sowie sich selbsttätig öffnende bzw. verschliessende Lufteinlässe.

Neben dem PDK Getriebe wird es auch weiterhin ein manuelles Getriebe geben.

Leichtbau wird einen neuen Stellenwert erhalten. Porsche arbeitet daran, Karosserieteile zukünftig aus Kohlefasermaterialien fließbandmäßig (d.h. automatisiert) in Form bringen zu können. Angestrebt wird eine Gewichtsreduktion um 10%.

Der komplette Beitrag ist hier zu finden:

http://www.carmagazine.co.uk/Secret-new-...content-block=0

Unterm Strich wird der Spagat zwischen Sportlichkeit einerseits und Sicherheit/Komfort andererseits in ein und demselben Fahrzeug (wie es aktuell das PDK-Getriebe sowie das PASM schon vormachen) weiter ausgebaut. Ich bezeichne das inzwischen als "Dr. Jekyll and Mr. Hyde"-Konzept.

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Es freut mich zu hören, wenn man bei Porsche weiter den Weg geht in Richtung Leichtbau. Dies ist auch die einzige Chance für den 911er sich auch in Zukunft von der Konkurrenz abzusetzen.

Noch wichtiger ist aber das absolut authentische Gefühl einen Porsche zu fahren. Die perfekte Ergonomie, die extrem feinfühlige Lenkung, der klassische Klang, das allzeit vorhandene Gefühl von Qualität.

Ich habe vor einem Jahr ein Interview mit Piech gelesen. Laut seiner Aussage wäre z.b. ein Audi R8 niemals ein Konkurrent für einen 911 weil er den typischen Porschefahrer nicht anspricht. Damals habe ich diese Aussage nicht verstanden, heute aber kann ich es nachvollziehen. Der R8 ist sehr schnell und dennoch komfortabel. Aber er ist einfach kein echtes Fahrerauto. Er ist subjektiv zu wenig Sportwagen. So ist es auch bei vielen anderen Autos, die zwar schnell sind, den Fahrer aber vom Umfeld zu stark isolieren.

Ich hoffe Porsche bleibt sich selbst treu.

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ein Audi R8 niemals ein Konkurrent für einen 911 weil er den typischen Porschefahrer nicht anspricht. Damals habe ich diese Aussage nicht verstanden, heute aber kann ich es nachvollziehen. Der R8 ist sehr schnell und dennoch komfortabel. Aber er ist einfach kein echtes Fahrerauto. Er ist subjektiv zu wenig Sportwagen.

Das ist ein interessanter Punkt, obwohl ich dir da schon ein wenig widersprechen muss.. Der PASM 997 S vor dem Facelift und der Audi R8 sind für Puristen BEIDE eigentlich zu wenig hardcore.. Ich bin beide gefahren und fühle mich bei Sportwagen eigentlich eher als Purist und ich hab bei beiden das gewisse sportliche Etwas vermisst...

Auch widersprechen dir bei dem aktuellen Facelift des 997 mit PDK sogar die ganze englische Fachpresse.. Laut Chris Harris ist ein R8 ein spezielleres aktiveres Fahrerlebnis als ein aktueller 997S mit PDK inklusive Sport PASM (er sagt aber auch, das das Lenkgefühl bei der Version mit Handschaltung "fast" wieder so wie beim Vorgänger ist = Spitze!)

Somit scheint auch bei Porsche die immer besser werdende Alltagstauglichkeit das Fahrgefühl zu verwässern...

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Somit scheint auch bei Porsche die immer besser werdende Alltagstauglichkeit das Fahrgefühl zu verwässern...

Das empfinde ich eigentlich nicht so.

Der R8 ist doch noch um Welten weichgespülter als jeder aktuelle 911er. Allein diese künstlich hektische,unpräzise Gasannahme und die zu leichtgängige, um die Mittellage träge,stumpfe Lenkung. Ich denke da liegen Welten zum Porsche. Im übrigen hört sich der R8 innen an wie ein TT 3.2. Vor allem aber kann man einen 997 Carrera auch ohne Fahrhilfen im Grenzbereich bewegen, was bei einem R8 nach meinem Empfinden unmöglich ist. Der Wagen ist vor allem für Leute konstruiert, die noch nicht soviel Erfahrung mit Sportwagen haben und das ESP am besten anlassen.

Der wirkliche Purist kauft sich sowieso einen GT3. Von dessen Fahrdynamik und Agilität ist der R8 Lichtjahre entfernt, weil er a) zu schwer ist und B) keinen Heckantrieb hat. Ein echter Sportwagen hat immer Heckantrieb. Von daher ist auch der GT-R kein wirklicher Porsche Konkurrent. Keiner der seinen GT3 wirklich sauber beherrscht setzt sich plötzlich in diese Playstation auf Rädern. :D

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Ein echter Sportwagen hat immer Heckantrieb. Von daher ist auch der GT-R kein wirklicher Porsche Konkurrent. Keiner der seinen GT3 wirklich sauber beherrscht setzt sich plötzlich in diese Playstation auf Rädern.

:D:D:D

Autopista: Neutral, sachlich, kompetent und vor Objektivität strotzend...

:D:D:D

Ein echter Sportwagen ist immer schnell, egal mit welchem Antrieb und welchem Motorkonzept.. Das macht natürlich noch kein intensives emotionales und tolles Fahrerlebnis und darum geht es uns Strassen und Trackday Hobbyracern...8)O:-)..

Somit spielen viele Faktoren eine Rolle um aus dem emotionalen Fahrerlebnis auch ein positiv emotionales Fahrerlebnis zu machen.. und da sind die Kriterien halt immer subjektiv..

Für mich liefert der 997 GT3 das beste positive emotionale Fahrerlebnis, da er meinen Kriterien (Alltag, Qualität, Speed, Traktion, Preis, Sound etc.) halt am nächsten kommt.. Viele werden das anders sehen...

Und deshalb wird man objekitv halt nur echte Sportwagen am objektiven Speed messen koennen.. und das sind nun mal: Rundenzeiten!

PS:

Ich war grad mit dem S5 meines Bruders auf dem Öamtc Gelände in Saalfelden und mein Kumpel kam mit dem C63AMG inklusive Drivers Pack und Diff-Sperre.... und auf dem Gelände konnte man genau sehen, dass der S5 dem C63 auf dieser Piste absolut ebenbürtig ist, der 40/60 Allrad Antrieb super effektiv seine Vorteile nutzen konnte .. der C63 hat aber bei gleichen Rundenzeiten doppelt so viel Spass gemacht!

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Ein echter Sportwagen ist immer schnell, egal mit welchem Antrieb und welchem Motorkonzept..

Und deshalb wird man objekitv halt nur echte Sportwagen am objektiven Speed messen koennen..

Geschwindigkeit als wichtigstes Merkmal eines Sportwagens? Das ist Unsinn! Selbst wenn Mercedes auf die Idee käme, dem SL 1001 PS zu verleihen, um Geschwindigkeiten von 400 km/h zu ermöglichen, würde aus diesem Auto kein echter Sportwagen. Das selbe gilt für Bentley Conti und Konsorten.

Was Autopista meint, bezieht sich auf den Allrad-Antrieb. Selbst die Porsche-Entwickler (deren oberster Chef Herr Dürheimer ist) sagen klipp und klar, daß echtes Sportwagen-Feeling und Allradantrieb eigentlich nichts miteinander zu tun haben. Es macht ein Auto für den Alltagsbetrieb umgänglicher und deshalb verkauft sich der Allradantrieb ganz gut. Aber das ist schon alles. Das beste Beispiel liefert Porsche mit seinen 2-Rad getriebenen Modellen selbst: diese Modelle ergeben aufgrund ihrer höheren Dynamik ein meßbar(!) besseres Sportwagen-Feeling.

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Wenn das so ist, warum zieht Walter Röhrl Allradantrieb vor?
Weil es dem Alltagsbetrieb förderlich ist und vor allem dem weniger versierten Fahrer entgegen kommt. Wenn es um waschechtes Sportwagen-Feeling geht, bevorzugt auch ein Herr Röhrl den GT3 und nichts anderes.

EDIT:

Vielleicht sollten wir den Begriff "Alltagsbetrieb" in diesem Zusammenhang noch ein wenig eingrenzen:

Einen Sportwagen à la GT3 auf öffentlicher Straße in der Nähe des Limits zu bewegen, ist sicher nicht wirklich ratsam. Selbst in entlegenen Gebieten muß man mit Gegenverkehr rechnen und es gibt keine Auslaufzonen. Öffentliche Straßen (inklusive Autobahnen, auch wenn dort kein Gegenverkehr herrscht) sind halt keine Rennstrecken.

Bei einem 4-Rad getriebenen Fahrzeug sieht die Sache etwas anders aus. Freilich gilt auch hier das oben gesagte über öffentliche Straßen. Dennoch bietet ein 4-Rad getriebenes Auto viel mehr Sicherheit, wenn es darum geht, die Kraft eines Antriebs auch in schwierigeren Situationen auf den Asphalt zu bringen. Auf Rennstrecken geschieht dies allerdings auf Kosten der Dynamik.

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der C63 hat aber bei gleichen Rundenzeiten doppelt so viel Spass gemacht!

Damit triffst du es auf den Punkt.

Jeder Fahrer hat unterschiedliche Präferenzen. Vor diesem Hintergrund sollte man manche Aussage (auch meine) bzgl. Allrad auch nicht immer bierernst nehmen.

Wobei ich mich ganz klar nicht in die Ecke derer stelle, die einen Sportwagen vorwiegend nach der Rundenzeit bemessen. Immerhin kommt man dann aber konsequent verfolgt auch irgendwo bei einem sehr kleinen leichten Auto mit Heckantrieb raus. Siehe Radical, Caterham. Zum schnell fahren braucht es keinen Allrad, aber er macht das Leben einfacher.

Für viele ist ja zum Beispiel der Mazda MX-5 der Inbegriff des kleinen Sportwagens. Andere sehen ihn nur als Hausfrauenporsche, von der Leistungsgesellschaft verschmäht und belächelt. Ich zähle mich klar zur ersten Fraktion. Das Auto macht Spaß, weil Fahrer und Auto wunderbar miteinander agieren können. Das Auto ist für mich ein Sportwagen. Ein aktueller TT ist hingegen für mich eher ein schnelles Sportcoupe.

Beim R8 ist es ähnlich. Der Wagen wirkt auf mich wie ein sehr schneller GT mit Mittelmotor. Das ist halt mein Eindruck.

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Geschwindigkeit als wichtigstes Merkmal eines Sportwagens? Das ist Unsinn! Selbst wenn Mercedes auf die Idee käme, dem SL 1001 PS zu verleihen, um Geschwindigkeiten von 400 km/h zu ermöglichen, würde aus diesem Auto kein echter Sportwagen. Das selbe gilt für Bentley Conti und Konsorten.

So wie du es verstanden hast ist es auch Unsinn..

Geschwindikeit hat in meinem Post nichts mit Längsbeschleunigung zu tun, sondern mit reproduzierbaren Rundenzeiten.. sprich schwere PS/Drehmomentbomber zählen in meinem Post garnicht zu echten Sportwagen...

Speed wird objektiv aber nur in reproduzierbaren Rundenzeiten messbar sein, Faszination und Emotion allerdings nicht! Und für mich ist Faszination und Emotion halt auch wichtiger als reproduzierbarer Speed auf der Rennstrecke...

Weil es dem Alltagsbetrieb förderlich ist und vor allem dem weniger versierten Fahrer entgegen kommt. Wenn es um waschechtes Sportwagen-Feeling geht, bevorzugt auch ein Herr Röhrl den GT3 und nichts anderes.

Richtig der GT3 ist nach Herrn Röhrl der beste Sportwagen, aber Herr Röhrl bevorzugt den Allradantrieb gegenüber dem Heckantrieb generell bei Frontmotor Autos, PUNKT!! Heckantrieb lässt er nur gelten in Verbindung mit dem Heckmotor! Original Zitat Röhrl...

Das ein Mittelmotor oder Heckmotor Sportwagen allerdings Allrad braucht halte ich auch für Unsinn, bei Frontmotor Autos kann man darüber gern debattieren!

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