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Wankelkandidat- Mazda RX-8 Revolution Reloaded


MarioRoman

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Menschen sind nie zufrieden mit dem Erreichten. Stetige Weiterentwicklung ist das Streben. Zufriedenheit zu erlangen in dem, was wir tun. Vollendung spüren. Mit diesem Vorgehen haben wir Unmögliches möglich gemacht. Mazda hat so ein Durchsetzungsvermögen. Die Japaner haben sich nie vor der Herausforderung gescheut, einen steinigen Weg in der Entwicklung zu gehen. Als Felix Wankel vor über vierzig Jahren seinen zur Serienreife gebrachten Motor vorstellte, hätte wohl niemand gedacht, dass ausgerechnet Mazda diesen weiterentwickeln und ihn auf die Straße schicken würde.

Der RX-8 schrieb ein Stück Automobil-Geschichte: Einen viertürigen Sportwagen mit Kreiskolbenmotor gab es vorher noch nie. Damit hatte der RX-8 nicht nur das Potential zur Markenikone, sondern lieferte ebenso einen Anreiz, schnell neue Fans zu finden.

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Das Herzstück des RX-8 ist der Kreiskolbenmotor, eine Version des von Felix Wankel erfundenen Wankelmotors. Der leistungsstärkste dieser Bauart ohne Turbolader. Mazda bereitet den vor über vierzig Jahren zur Serienreife gebrachten Motorentyp mit technischen Innovationen jetzt für das 21. Jahrhundert vor.

Bereits 1961 nahmen die Japaner sich des Themas an, als sie eine strategische Zusammenarbeit mit dem Autohersteller NSU vereinbarten. Der Kreiskolbenmotor bietet gegenüber einem Hubkolbenmotor folgende Vorteile: Weniger Bauteile, ein insgesamt kleinerer Motor sowie weniger Vibrationen. Das im RX-8 verbaute Aggregat „Renesis“ galt nach langer Entwicklungszeit als bester Motor dieses Typs.

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Für den RX-8 sah es allerdings erst gar nicht gut aus. Auf Grund der schlechten Wirtschaftslage fragte man sich in der Chefetage, ob ein Nischenmodell wie der RX-Wankelsportler überhaupt Sinn macht. Es wurde zunächst entschieden, dass der RX eingestellt wird.

Nach einem Umschwung beim Mutterkonzern Ford setzten sich dann doch Geduld und Beharrlichkeit durch. Basierend auf dem Concept-Car „RX-Evolv“, das erstmals im Oktober 1999 auf der Tokyo Motor Show gezeigt wurde, kam der Wankelkandidat 2003 auf den Markt.

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Mazda ließ sich dabei zu einem besonderen Türkonzept inspirieren. Die beiden hinteren Türen öffnen gegenläufig zur Fahrtrichtung. Der Einstieg in den RX-8 erweist sich auf Grund der fehlenden B-Säule als äußerst praktisch. Es ergeben sich Bequemlichkeit und Nutzungsvielfalt, die man bei einem Sportwagen nicht unbedingt erwarten kann. Anhalten und die soeben gekauften Skier einladen; auch bei größeren Gegenständen mit diesem Türkonzept kein Problem.

Die Sitze im Fond sind keine reinen Transportschalen für Bambini, sondern eignen sich durchaus auch für nicht allzu groß geratene Erwachsene. Der Kofferraum kann sich sehen lassen: Zwei Golf-Bags lassen sich in den 290 Litern Raum allemal verstauen.

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Das Design des Mazda RX-8 ist für die Fans eine Wohltat. Schließlich genießt die RX-Reihe bei Mazda mittlerweile wieder Premium-Charakteristik. Diese bleibt dem Betrachter nicht verborgen und macht den RX-8 aus unserer Sicht zu einem „Prestige Car“. Wir wagen zu behaupten, dass Mazda einen Haufen talentierter Jung-Designer entführt, diese in einen Keller gesteckt und den Schlüssel zur Freiheit bis zur Fertigstellung verschwinden lassen hat.

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Das Resultat ist ein galanter Mix aus japanischen und italienischen Charakterzügen. Der bordeaux-rote Lack des Sondermodells „Revolution“ mit 231 PS lässt die südeuropäischen Züge hervortreten. Der RX-8 wirkt wie ein stürmischer Casanova mit gewissem Etwas. Schlank und doch muskulös geformt. Die gesamte Karosserie ist mit Linien durchströmt und mit Details versehen, die das Herz des Fotografen höher schlagen lassen.

Besonders interessant dadurch, da der Wankel im Außen- und Innendesign immer wieder hervortritt. Das abgerundete Dreieck ist wirklich überall eingearbeitet und bringt zusätzliche Dynamik. Man sollte sich nicht vom ersten, durchaus schlichten Auftritt des Burschen täuschen lassen, sondern sich Zeit nehmen, dieses Auto wirken zu lassen.

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Die mit Alcantara überzogenen Sportsitze bieten einen sehr guten Seitenhalt und fühlen sich äußerst bequem an. Im Innenraum überrascht die für Japaner doch sehr hochwertige Haptik. Wer einmal die Welt um sich vergessen möchte, dreht die Bose Sound-Anlage einmal richtig auf. Wird der Schlüssel zum Zünden des Wankels gedreht, fällt der Blick direkt auf die Tachoelemente. Ein Drehzahlmesser, dessen Limit erst bei 9.000 Umdrehungen endet? Das verspricht ordentlich Fun.

Das geringe Gewicht des Wankels und eine optimale Gewichtsverteilung kommen den Fahrleistungen zu Gute. Der Motor wurde knapp hinter der Vorderachse verbaut und ermöglicht dadurch ein weniger kopflastiges Verhalten in den Kurven. In nur 6.4 Sekunden sind 100 km/h angepeilt die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 235 km/H. Laut Mazda soll sich der Revolution bei 2.500 Touren bereits 80% des Drehmoments krallen. Praktisch gefühlt fängt es erst bei Drehzahlen ab 4.000 an, so richtig interessant zu werden.

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Aber dann auch richtig. Auf einmal klingt der RX-8 nicht nur nach Sportwagen, er fühlt sich auch so an. Drehzahl- und Schalt-Fetischisten kommen dabei voll auf ihre Kosten. Kurve um Kurve meistert das Wankelcoupé ohne zu murren. Jeden noch so kleinen Gasstoß nimmt der Wankel entgegen- die Lenkung erweist sich als äußerst direkt und präzise.

Das ESP ist sehr entspannt ausgelegt und erlaubt einen relativ weit gefächerten Grenzbereich. Ist ein neuer Reifenwechsel angesagt hilft ein Druck auf den ESP-Schalter und schon lässt sich der RX-8 kontrolliert um die Kurven driften. Der Grenzbereich erweist sich als äußerst lässig und somit eignet sich der RX-8 bestens für den Einstieg in die heckgetriebene Sportwagenwelt.

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In der Fahrdynamik lässt der RX-8 nichts anbrennen. Er lässt sich agil und flink auf den Straßen bewegen, ohne dabei den Komfort für Langstrecken vermissen zu lassen. Der Sound des Motors ist mal etwas anderes – und lässt ein wenig Biker-Feeling aufkommen. Allerdings etwas dezenter als der ebenfalls drehzahlorientierte Honda S2000. Ob Landstraße, Rennstrecke oder Stadtverkehr, Mazda beweist hier wahre GT-Qualitäten.

Wer für einen günstigen Preis in das untere Sportwagensegment einsteigen will, der kann mit dem RX-8 in der Top-Motorisierung glücklich werden. Über 120.000 Fans weltweit – und damit sind Käufer gemeint – können sich eigentlich nicht täuschen. Mut und der Glaube an ein Konzept können belohnt werden.

Text+Fotos: Mario-Roman Lambrecht

Mazda RX-8 Revolution Reloaded

Antrieb: Heckantrieb

Hubraum: 1.308 cm³

Leistung: 170 kw (231 PS)

Drehmoment: 211 Nm

Vmax: 235 km/H

Beschleunigung 0- 100 km/h in 6,4 s

Leergewicht: 1.390 kg

Co2 Emission g/km: 270 g

Durchschnittsverbrauch: 11,4 l/100 km

Preis: ab 36 .110 EUR inkl. MwSt.

Mehr Infos: www.mazda.de

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Schade, schöner Text für ein ausgesprochen häßlich "gebastelt" anmutendes Auto. Tuningrücklichter a´la D&W, Felgen vom Design-Praktikant, zu hoher Verbrauch im KW-Verhältnis, vorne im Ansatz gut, beim Heck wieder geschludert. Felix Wankel würde sich im Grab umdrehen. Mazda eben.

Prädikat: Ampelgirly ohne Neonunterbodenfloater:D

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zu hoher Verbrauch im KW-Verhältnis
Über den Rest was du geschrieben hast kann man diskutieren, jedoch beim Verbrauch geb ich dir recht !

Damals vor gut 5 Jahren als er noch frisch war X-)

sind ein Freund und ich zu Mazda Frankfurt und haben am 2. Tag das erste Modell im Rhein/Main Gebiet 2Std. Probe gefahren, Alles hat gepasst jedoch der Verbrauch lag im Schnitt bei 16 Litern :-o

Wobei ich natürlich erwähnen sollte dass der Motor sehr oft die 9000 U/min drehen musste O:-)

nichts desto Trotz kann die Konkurenz das viel viel besser und obendrein Verbraucht er auch noch massivst viel an Öl :(

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Wirklich gut geschrieben.

Was ich vom RX8 halten soll, da bin ich mir immer noch nicht sicher.

Einerseits bringt er den Reiz des besonderen durch die ausgefallene Technik mit sich.

Das Türkonzept ist auch ganz interessant.

Der RX8 fährt sich auch recht angenehm und macht Spass.

Andererseits würde es mir auch auf den Sack gehen, für 211 NM und 231 PS 14-17 Liter durchlaufen zu lassen und dabei noch "Angst" vor jedem Golf V GTI

haben zu müssen.

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Andererseits würde es mir auch auf den Sack gehen, für 211 NM und 231 PS 14-17 Liter durchlaufen zu lassen und dabei noch "Angst" vor jedem Golf V GTI

haben zu müssen.

Besser kann mann es fast garnicht zusammenfassen, bis auf den Punkt mit dem das er auch noch Öl verbrennt :wink:

btw. Super schöne Bilder und Text ist :-))!

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Tut mir leid wenn ich jetzt völlig Off-Topic bin, aber es passt ein wenig wegen dem alternativen Motorenkonzept. Wie ist denn dieser Subaru-Boxer-Diesel? Ist ja auch mal was anderes.

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Also mal abgesehen davon, dass ich das Auto wirklich hübsch finde, wer die Vorgänger kennt wird den vergleichsweise geringen Verbrauch zu schätzen wissen. Einen Spritverbrauch von 11 Litern für 231 heckangetriebene Sportwagen PS. halte ich jetzt nicht so für wirklich hoch. Der hier eben erwähnte GTI ist auch kein wirkliches Sparwunder, wird er mal getreten. Genauso der Opel Astra OPC oder BMW 130i und von Alfa fangen wir garnicht erst an zu reden.

Letztenendes entscheidet natürlich der Geschmack. Mit dem RX-8 hat man mit dem Wankelmotor auf jeden Fall ein wirklich besonderes Auto am Start. Und natürlich imponiert mir auch der Mut von Mazda das Auto intern klammheimlich weiterzuentwickeln.

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Beim Astra OPC und Alfa kann ich nicht mitreden.

Aber beim 3,0 Liter BMW und auch beim GTI muss ich widersprechen.

Die sind in jedem Fall sparsamer.

Der Wankelmotor ist nun mal kein Verbrauchswunder.

Der S2000 ist übrigens wirklich ein Ökomobil dagegen.

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Ging ja um die Verbrauchswerte unter Vollast. Da ist selbst der (geb ich recht) sparsame BMW irgendwann gierig und der GTI erstrecht 15 Liter sind dann kein Problem.

Der S2000 .... harr ich liebe ihn. ;-)

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Also mal abgesehen davon, dass ich das Auto wirklich hübsch finde, wer die Vorgänger kennt wird den vergleichsweise geringen Verbrauch zu schätzen wissen.

Klar, ist nur die falsche Produktstrategie ! Mann sollte sich niemals mit sich selbst messen sondern mit dem was die Konkurenz so macht.

Und da ist Mazda in der heutigen Zeit einfach am Ziel vorbei! ( jetzt nur auf den RX8 bezogen)

Die 11 Liter schaffst du wenn überhaupt nur bei ruhiger Gangart ! Im Alltag hat man ständig das Gefühl in einem 100 PS Wagen zu sitzen da Unterhalb 4500 U/min nichts von der Leistung zu spüren ist ! Wer kauft sich ein 231 PS Auto um im Verkehr ständig von "jedem" xy Diesel abgezogen zu werden:???:

also muss man ihn auf Trap halten sprich immer um die 4-6 T U/min und dann wirds Teuer :evil:

Einen Golf GTI kann ich auch unterhal 3t U/min sehr flott bewegen und DA verbraucht er dann auch nicht wirklich viel.

verstehst was ich mein? Der RX8 hat einen so extrem schmall nutzbaren Dregzahlbereich und das ist ein KO Argument

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Das sehe ich anders für mich ist es sogar ein Pro Argument. Ich muss mich in der Stadt mit keinem Diesel messen, das ist mir wurscht wie latte. Auf den Landstraßen geb ich Gas- Im Alltag mit normaler Drehzahl gehts halt nicht ganz so schnell voran. Stört mich auch nicht wozu soll von Ampel zu Ampel hetzen.

Zudem kann der RX-8 sich ja nur mit sich selbst messen da kein anderer Hersteller mehr mit Wankelmotoren arbeitet. Es soll übrigens auch Umbauten mit MPS Motor geben.

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Ich war ja auch immer ein fanatischer "Drehorgel" Fan.

Aber inzwischen ist mir klar geworden, dass für den Alltag nichts über einen

Motor geht, der ansatzlos richtig Leistung aus dem Keller bringt.

Schon allein, weil es mir inzwischen peinlich ist, wenn das Einsetzen von Schub immer angestrengt akustisch untermalt wird.

Ich würde eigentlich sogar eher den letzten RX7 bevorzugen. Der war schneller und ich muss sagen auch schöner.

Ein Turbomotor wie im GTI oder gar im alten RS6 ist zwar nicht so spektakulär, aber gerade das kann manchmal den Reiz ausmachen.

Finde auch den Schub bei den Heizölbrennern immer wieder faszinierend.

Am besten ist natürlich 6 Liter Hubraum UND Bi-Turbo, wie im Continental GT zum Beispiel X-)

Man tritt einfach aufs Gas und mit der Landschaft verhält es sich so als wenn man beim Videorecorder auf Vorspulen drückt.

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