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MarioRoman

Weiße Raubkatze: BMW M6 Cabriolet

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MarioRoman
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Bevor ich mich an diesen Fahrbericht rangesetzt habe, ging mir folgendes durch den Kopf:

Wie beschreibt man den galaktisch geilen Sound eines V10 Motors auf dem Papier, wenn der Leser diesen bisher niemals zu hören bekommen hat? Vielleicht schauen Sie ja gerne Formel 1. Denken Sie mal an die Passagen, wenn Mister Schumacher an die Box fuhr. Da hätten wir schon mal das Standgeräusch: wwww!!! Reifen druff, Spritbesäufniss erledigt, der F1 Bolide setzte sich wieder in Bewegung: wwwwiiiiiiii, wiiiii, wiiiiiauuu.

Haben Sie es wieder? Halten Sie den Gedanken fest. Es geht weiter mit der phantasievollen Minute in Richtung der straßenzugelassenen Supersportler, vorbei am brummigen brachialen Lamborghini Gallardo, vorbei am Halleluja kreischenden Porsche Carrera GT. Ok, jetzt stellen Sie sich dieses Geräusch noch ein paar Nuancen dezenter in der Karosserie eines Grand Tourismo der Oberklasse vor. Da haben wir es, das BMW M6 Cabriolet bei seiner Arbeit. Wir drücken gleich den Startknopf, also Sound weiterhin im Kopf behalten.

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Bei BMW gibt es für mich ja immer eine Art Zwiespalt. Einerseits habe ich mittlerweile das dumpfe Gefühl, dass die BMW 3er Modelle schon in der Produktionsphase in Richtung Mekka gerichtet werden, andererseits kommen dann doch wieder so phantastische Fahrzeuge wie dieser Lausbub zustande. Am Design gibt es nichts zu meckern. Die Kombination aus weißem Lack, roten Ledersitzen und schwarzem Pianolack auf den Armaturen lässt dieses Auto keinen Augenblick lang übertrieben aussehen. Es passt einfach.

Die Front vermittelt mit der langgezogenen Motorhaube eine angenehme Mischung aus Kraft und Aggressivität. Die Spielerei mit den in den Frontscheinwerfern integrierten Lichtringen kommt hier ganz besonders gut zur Geltung. Auch an der Karosserie sitzt jede noch so kleine Falte perfekt. Einen wahrhaft glänzenden Abschluss bildet das kantige Heck, das sich mit vier verchromten Endrohren von Möchtegerndränglern verabschiedet. Es kristallisiert sich heraus; hier steht ein Bodybuilder im Designeranzug.

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Das Problem mit einem Bodybuilder ist allerdings folgendes. Ordentlich durchgeführt kommt ein ästhetisches Kunstwerk zustande, eine Symbiose aus Kraft und visuellem Muskelerzeugniss. Doch wer zuviel des Posens für sich beansprucht, der legt auch ordentlich an Masse zu. Ein Blick in den Fahrzeugschein macht klar: Hier steht nicht nur ein Kraftpaket, nein hier steht auch ein kleines Gewichtspummelchen von knapp zwei Tonnen.

Doch BMW hat einen Leitspruch, der da heißt: Freude am Fahren. Was machen die schlauen Jungs also? In die hübsche Karosserie mit dem ganzen „Luxus-Krims-Krams“ wird ein dicker fetter 507 PS starker V10 verpflanzt. Der ist gnadenlos auf Vortrieb getrimmt und lässt die Reifen bei 520 NM ordentlich bluten. Hinzu kommt ein individuell anpassbares Fahrwerk, das sich über ein paar Knöpfe in der Mittelkonsole in sechs Stufen vom Cruiser zum harten Sportler entwickelt. Wer seine optimale Einstellung gefunden hat, speichert sich das jeweilige Programm auf die M-Taste am Lenkrad ab. So wird der M6 in Sekundenbruchteilen von der Mieze mit gedämpften 400 PS im Normalmodus zum brachialen Raubkätzchen mit Jagddrang.

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Doch nun starten wir die kleine Mieze erstmal. Ein kurzes Surren und Wrrrrrrr. Da ist er, der V10 Sound. Wrrrr, Wrrrrrrrriiii. Sorry, das Gaspedal-Spiel musste gerade sein. Irgendwie klingt mir das aber noch zu dumpf. Also, weg mit der Mütze und lass die Sonne rein. Innerhalb von 25 Sekunden verschwindet das Verdeck im Heck. Das klappt zur Not auch bei bis zu 30 km/H. So nun nochmal. Wrrrr, Wrrrrrriii, Wraaaauuu. Ich drücke die M-Modus-Taste, wähle mit dem Schaltpedal hinter dem Lenkrad den 1. Gang und trete das Gaspedal in Richtung Mondumlaufbahn.

Die Hinterräder geben sich ordentlich Mühe, Traktion zu finden. Aber nicht doch, ich will Rauch sehen, und so knallt das Gaspedal noch weiter in Richtung des Fußraumbodens. Erst bei knapp 8.000 U/min zeige ich mich gewillt, den nächsten Gang einzulegen, um die Reifen weiter zu quälen. Woooohaaa – in 4,8 Sekunden sind 100 km/H erreicht und von Schwäche keine Spur zu sehen. Baby, du hast einen neuen Fan gefunden, der dir wohl jede Menge neuer Schuhe kaufen muss, wenn du immer so abgehst.

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Das M6 Cabriolet lässt sich so gut wie nie aus der Ruhe bringen. Jede noch so kurvige Landstraße wird problemlos mit ordentlichem Speedüberschuß gemeistert. Hart gefahrene Kurven werden hier und da mal mit einem kleinen Wedeln über die Hinterräder beantwortet, dennoch ist das Fahrwerk darauf so gut abgestimmt, das sich das Heck auch wieder schnell einfangen lässt. Lediglich wenn die Bremse mal härter gefordert wird, und hart zubeißen muss, wird das hohe Gewicht spürbar. Bei solchen Autos kriege ich in Hamburg aufgrund nicht vorhandener Rennstrecken jedes Mal Dauerdepressionen.

So sehr das Spiel mit den Schaltpaddels auch Spaß macht, im Automatik-Modus entwickelt sich das 7-Gang-SNG-Getriebe zu einem eher nervigen Akt. Die Schaltvorgänge sind teilweise zu ruckelig und unharmonisch gestaltet worden. Der manuelle Modus über die Schaltpedals ist besonders im Stadtverkehr um einiges positiver ausgefallen. Und wo ich gerade so schön am Meckern bin: Das I-Drive ist nach wie vor eine Schnarchnummer und das Menu nach wie vor viel zu umständlich in etliche Unterordner unterlegt.

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Seine kompromisslose Kraft führt der V10 gerne vor. Auf der A7 kommt es zu einem interessanten Duell zwischen einem Porsche 911 GT3 und unserem Musterschüler aus München. Die Gedankengänge der beiden könnten in etwa so gedeutet worden sein:

Porsche GT3: „Hoho, Herr Poser-BMW möchte einen auf dick Welle machen. Na dann komm doch mal.“

BMW M6: „Da bekomm I ma was ordentliches zum Naschen!!!“

Das Duell beginnt. Der leichtfüßige GT3 schießt wie vom Blitz getroffen im unteren Bereich bis knapp über 220 trotz Minderleistung los, der BMW hält gut mit. Doch dann ändert sich das Kräfteverhältnis. Der vermeintlich schneller geglaubte GT3 wirkt immer angestrengter, der M6 hört gar nicht auf an Schubkraft zu gewinnen. Seine bösen Augenringe bohren sich schon geradezu in das Kultheck des 911ers. Das ist schon keine Jagd mehr, das geht mittlerweile in die Vergewaltigung über. Doch bevor die Beute erlegt werden kann, wird der weiße Jäger laut Herstellerangaben bei 250 km/h an die Leine gelegt. Das Head Up Display spricht allerdings eine andere Sprache und hört erst bei 275 mit dem Vorwärtsdrang auf. Mit vom Lack abperlendem Angstschweiß schießt der GT3 noch ein leicht zitterndes „Looser“ aus dem Auspuff bevor er in die Region der 300 verschwindet.

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Leider wurde diesem Auto keine Höchstgeschwindigkeit von 305 km/H spendiert. Ist ja auch logisch, warum sollten die Hochgeschwindigkeitsreifen ihren Job tun können ohne dass man nochmal ein paar Taler rüber wachsen lassen muss. Für einen Preis von etwa 2000 Euro wird die Vmax auf 305 km/H angehoben. Zusätzlich bekommt man noch ein kleines Fahrertraining vor die Nase gesetzt. Macht Sinn, denn bei 250 km/h ohne Fahrsicherheitstraining einen Unfall zu bauen, ist wesentlich sicherer als bei 300 Sachen mit Fahrsicherheitstraining irgendwo reinzuballern.

Und überhaupt kommt man sich als Kunde von BMW doch ziemlich vereimert vor, wenn einem der Riegel für die Porschehatz vorgelegt wird als wäre man ein Kleinkind. „Liebes BMW-Team: Das dürft Ihr gerne weiter bei Euren Limousinen tun, aber doch nicht bei einem vor Kraft strotzenden 120.000 Euro Sportwagen!!!“

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Eins ist sicher. Mit diesem Auto helfen Sie Vater Staat, die Kassen zu füllen. Sobald das Gaspedal Arbeit bekommt, nuckelt das weiße Riesenbaby ohne Reue genüsslich Liter für Liter aus dem Tank, und schert sich einen Scheißdreck um die Rekordpreise an den Zapfsäulen. Diesem Auto darf ohne zu zögern die „Staatsdiener“-Plakette auf den Hintern geklebt werden. Co2-Diskussionen dürfen mit den Besitzern eines M6 einfach nicht geführt werden, denn warum so ein Auto unbedingt sein muss, ist aus der ökologischen Sicht wohl nie zu verstehen.

BMW hat hier einen „fast“ perfekten Sportwagen mit Rasse geschaffen. Er bietet Fahrspaß in fast jeder Situation, glänzt mit einem satten Sound und ist hochwertig verarbeitet. Und so wollen wir das auch haben. Basta!

Datenblatt: BMW M6 Cabriolet | Heckantrieb | V10 | Hubraum: 4.999 cm³ | 373 kw (507 PS) bei 7.750 U/min | 520 Nm bei 6100 U/min| Vmax: 250 km/H (abgeriegelt) | Beschleunigung 0- 100 km/h in 4,8 s | Co2 Emission g/km: 366 g | Preis: ab 120.500,00 EUR inkl. MwSt.

Text und Fotos: Mario-Roman Lambrecht - marioroman pictures

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HDennis
Geschrieben

Deine Berichte sind echt zum Niederknien. :-))! Erst recht wenn sie mit so sexy Bildern geschmückt sind. Ich meine natürlich das Auto. X-)O:-)

BruNei_carFRe@K
Geschrieben

Immer wieder klasse wie du schreibst, es reisst mich vom Hocker. Meiner Meinung nach dein bis jetzt bester Bericht zusammen mit dem SLR und Maybach aus Dubai :wink: You made my day :-))!

junior76
Geschrieben

Gigantischer Bericht, und noch gigantischere (?) Bilder!

gruß

junior

ToM3
Geschrieben

Sehr schöner Bericht, und tolle Bilder! Super Locations!

Und auch wenn es auf den Bildern schick ausschaut, aber weiß geht einfach gar nicht.

Aber Geschäcker sind halt verschieden :wink:

bmwracer
Geschrieben

Tolles Auto, toller Text, tolle Bilder und tolle Frauen!

Wie immer sehr gelungen, weiter so!

EDIT: Mir fällt grad was beim ersten Bild auf. Ist der Himmel leicht verrauscht oder sehe ich das falsch?

MarioRoman
Geschrieben

Nein liegt an der Kompression. Ist nix verrauscht. Rauschen schaut anders aus. ;-)

@tom3: Weiß geht garnicht? Gerade bei BMW und Porsche sind das alte Traditionsfarben. Das geht mal absolut. ;-)

itf joegun
Geschrieben

@Mario

Klasse geschrieben und perfekt ins Szene gesetzt das Auto...Very well done :-))!

Björn
Geschrieben

Echt spitze! Darstellung, Wortwahl und Satz. :-))!

Jetzt bekommt BMW auch noch kostenloses Marketing. Und wir einen exzellenten Bericht. Da kann nun keiner mehr meckern, oder?

Grüße,

Björn

bmw_320i_touring
Geschrieben

Ein weiterer klasse Bericht zu einem schönen Auto. super!

chris22
Geschrieben

Die Photos sind sehr schön, allerdings bietet der Text nicht das bekannte Niveau.

G1zM0
Geschrieben
RTEmagicC_chantim6.jpg.jpg

Wer achtet da noch auf dem BMW? O:-):-))!

floater
Geschrieben

Kann mich nur den anderen anschliessen. Guter Bericht und klasse Bilder.:-))!

AMG_Fighter
Geschrieben

Das war bis jetzt dein bester Bericht, seit dem ich deine Berichte kenne.

Man kann dir nicht genug Glückwünsche übermitteln, einfach nur spitze.

Weiter so!:-))! :-))! :-))! :-))! :-))! :-))! :-))! :-))! :-))!

Andi008
Geschrieben

Super Bericht und wirklich klasse Bilder:-))!

Jungs sagt mir mal eins, wie bekommt man mit einer DigiCam solche Bilder hin, die sind doch nach bearbeitet, oder?

Habt Ihr vielleicht Tipps?

Danke

Andi

R-U-F
Geschrieben

Super Bericht, spitzen Bilder.

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    • F40org
      Basierend und anknüpfend an das traumhafte Event des letzten Jahres

      http://www.carpassion.com/de/forum/carpassion-com-events/29126-vip-treffen-engadin-st-moritz.html

      machten es kkswisslight und kkswiss letztes Wocheende wieder wahr und vereinten den schon eingeschworenen Kreis zum Treffen. Diesmal war unseres Ausgangspunkt das wunderschöne Alpenhotel Bitschnau in Schruns in Vorarlberg (www.bitschnau.at). Die alte Runde wurde noch durch sehr nette und liebenswürdige - teils sehr ess- und trinkfesten - Usern ergänzt. Kompliment schon hier an die Veranstalter: Perfekte Runde - Ihr habt ein sehr glückliches Händchen dafür.

      Diese User nahmen teil:

      kkswisslight
      kkswiss

      ACD/C mit Frau
      CountachQV mit Frau
      F40org mit Frau
      Kai360
      K-L-M
      Loni mit Bängeli
      matelko
      Max S.
      mecki
      MikeMuc mit Frau
      skr mit Frau

      sowie noch ein befreundetes - nicht CP - Päarchen des Veranstalters

      Achso - und natürlich Rudi, der doch etwas mehr war als nur der der uns die Zimmer vermietete und fürs Essen sorgte.


      Ich zitiere jetzt einfach mal einen Teilnehmer:

      ......Also dann ich. Was soll man zu diesem Wochenende im Montafon großartig schreiben?

      Okay, ihr vermutet es alle: es war mal wieder PERFEKT.


      Und das, obwohl es eigentlich die ganze Zeit geregnet hat.

      Oder vielleicht WEIL es die ganze Zeit geregnet hat?


      Unser herzlicher Dank gilt kkswisslight und kkswiss, die uns dieses wunderbare Wochenende beschert haben. Natürlich auch Rudi, der unser Profi-Organisationsteam in idealer Weise ergänzt hat. Das Hotel war spitze, das Essen noch besser, die Wanderung zur Hütte, der Hüttenabend und die anschließende "Abfahrt" nicht zu toppen und die CP-Runde - wie erwartet - die Harmonie pur und selbst das "Ersatzprogramm" hat uns restlos begeistert. Kurz, es wird uns lange in Erinnerung bleiben.

      Einziger Kritikpunkt: mein Wellness-Marathon wurde am Samstag unschön durch so eine blöde Autofahrerei unterbrochen. ......


      Bilder gibt es von meiner Seite leider nicht sehr viele - ABER - unsere beiden Profipaparazzis hatten beim Rahmen- und Ersatzprogramm neben den in der Garage stehenden Autos genug zu fotografieren und zu filmen was sicherlich im Laufe der Woche auch hier erscheinen wird.

      Wie letztes Jahr gab es auch diesmal wieder ein paar nette Überraschung schon beim Betreten des Hotelzimmers.

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      Hier noch die große Bilderausbeute meinerseits während der Ausfahrt am Samstag. Unschwer zu erkennen - es war NASS. Für die Semi-Slick-Fahrer und die Fahrer von Fahrzeugen mit sehr viel Drehmoment nicht wirklich ein Vergnüngen.








      Am Abreisetag fiel mir dieses emsig arbeitende Team auf. Mein Fazit: Das Falten eines Cobraverdecks in Kofferraumverträgliche Abmessungen will wohl überlegt sein.






      Bei Traumwetter genossen - je nach Routenplanung - noch einige Teilnehmer eine wunderschöne Fahrt durch die Alpen.

      ...und immer dem Schnee entgegen.


    • S.Schnuse
      In aller Früh sind Matthias und ich um 4.00 Uhr morgens von Osterhofen nach Most (CZ) gestartet. Nach 260km auf tschechischen Landstraßen waren wir pünktlich zum Briefing an der Rennstrecke. Der Veranstalter war ein Online-Rennreifenshop. Mit dem Wetter hatten wir viel Glück, denn während es in unserer Heimat regnete, war es in Most die ganze Zeit trocken.



      Unser Renngefährt, ein BMW M3 compact mit 321 PS.


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      Porsche 944 turbo und 993 Carrera 2.


      Meine Helmkamera wurde mit Panzertape befestigt.


      Dann haben wir die Serienreifen gegen Rennreifen getauscht.


      Eine nette E36 Armada aus Brandenburg.


      Sehr viele Porsche von Lundt Automobile waren dort.


      Matthias ist startklar!


      ... meine Kamera auch.


      Über dem Auspuff war es schön warm.


      Ein Formel 3000 (Reynard)


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      Ein schöner Manta, der den Tag leider nicht überstand.


      Keine Ahnung was das für einer ist.


      Blick vom Turm auf die Strecke.
    • NOS_VIPER
      Hallo,

      ich bin von meinem Italienurlaub zurück und habe da meinen schönsten Tag in meinem Leben erleben dürfen. Eigentlich waren
      wir in Rimini untergebracht, nur war da tote Hose, also suchten wir uns Ausflüge die man mit den öffentlichen ohne große
      Umstände erreichen konnte. An einem Tag fuhren wir nach Bologna und da fiel mir ein, das doch Lamborghini nicht so weit ent-
      fernt ist. Nach dem wir einen Taschendieb enttarnt hatten und unser Gepäck vollständig bei uns blieb fanden wir den örtlichen
      Busbahnhof und lösten einen Fahrschein nach S. Agata.

      Da angekommen standen wir auch recht schnell vor dem Werk. Es war ein Anblick den man eigentlich nur aus Prospekten,
      Zeitschriften oder ähnlichem kannte. Nun schlug mein Herz höher und schon entdeckte ich einen Diablo Roadster. Herrlich.
      Und direkt vor dem Hauptgebäude parkte noch ein weißer Gallardo Spyder.

      Leider erwischten wir bei unserem spontanen Besuch die Mittagspause und so setzen wir uns halt die verbleibende Stunde auf
      eine Wiese nahe dem Werk und genossen die Sonne. Doch bevor wir das taten musste ich erst mal die Emotionen verarbeiten
      die der weiße LP640 in mir auslöste als er uns entgegen kam und auf das Werksgelände fuhr. A new Lamborghini was born

      Während der Zeit, die wir die Stunde auf der Wiese verbrachten, genoss ich die Soundkulisse der LP560-4 und LP640 die an
      uns vorbeifuhren und auf Testfahrt geschickt wurden. Es waren insgesamt 6 Stiere die an uns vorbei dröhnten. Meine Nacken-
      haare wollten nicht so recht zur Ruhe kommen. Es war so gigantisch so viele Lambos zu sehen. Es war für mich etwas ganz
      besonderes.

      Als es dann endlich kurz vor halb 3 war gingen wir wieder zu dem Museum. Der weiße Gallardo Spyder wurde gerade mit Kamera-
      equipment beladen und wurde anschließend angelassen. Herrlich. Einfach schön. Als er hinter dem Werk verschwand löste
      ich nun also 2 Tickets für das Museum. Es war mir eine Ehre eine Reise durch die Zeit von Lamborghini zu machen. Es war schön
      die Formen zu bestaunen. Wie schön doch so ein 400 GT, Miura oder Countach ist. Auch all die anderen Modelle. Nach
      dem ich die untere Etage ausgiebig genossen hatte sind wir eine Etage höher und hier wurde alles noch mal „schlimmer“. Da
      waren also die Lambos die mir am besten gefallen. Ich wusste nicht wo man hingucken sollte. Meine Ohren sagten mir „Guck
      aus dem Fenster und sieh Dir die LP560-4 an. Oder da den gelben Murciélago!“ Meine Augen schrieen danach das Miura Concept,
      Den GT, den RGT, den SVR, den LP640 und den Reventón auf einmal ansehen zu wollen. Als ich wieder Herr meiner Sinne war,
      fing ich an, ein Auto nach dem anderen anzusehen. Zu erkunden und zu genießen. Wie imposant doch der RGT ist. Ohne
      Sponsoren gefällt er mir am besten. Er ist wirklich einfach nur Schwarz, Flach, Breit und Respekteinflössend.

      An dem Tag sah ich zum ersten mal einen Reventón und kann ihm beim besten willen nichts schlechtes abgewinnen. Er ist toll

      Dann drängte leider die Uhr. Doch wir entschieden uns einen Bus später zu nehmen und noch paar Lambos beim fahren zu zu
      sehen. Es war doch überwältigend wenn sich mal 2 LP560-4 aus dem Werk jagten... Also wieder runter und.... alles um mich
      herum setzte aus... Da stand Valentino Balboni. Der Mann der für mich für Lamborghini steht. Also schnell die Kamera an und
      ein Foto. Als er mit dem Gespräch fertig war, war im Begriff das Museum zu verlassen. Ich war wie in Trance, also musste
      meine Freundin ihn ansprechen und fragen ob er sich mit mir fotografieren lassen würde. Er bejahte das sehr freundlich. Als
      ich nun wieder Herr über mein Gehirn und Zunge war, fing ich an mit ihm englisch zu sprechen, und als ich ihm erzählte, das
      ich ihn vor 3 Jahren in Oschersleben bei der GTR Supertrophy traf, redete er deutsch mit mir weiter. Ich redete noch ein
      bisschen mit ihm und stellte wieder fest, dass er immer noch so fest auf dem Boden steht und sich über jeden Besuch freut wie
      vor 3 Jahren. Er erfreut sich an jeder Begeisterung anderer Lamborghinifans.

      Dann fragte er mich ob ich mir denn schon das Werk angesehen habe. Ich verneinte es, denn ich hatte keine Gelegenheit mich
      vorher anzumelden. Da fragte er am Empfang ob noch eine Führung ist und sagte mir dann das nur noch eine auf italienisch ist.
      Ob ich sie mir jedoch trotzdem das Werk ansehen möchte. Klar! Ich war hin und weg. Auch wenn ich nix verstehe, einen Blick
      in die heiligen Hallen werfen zu dürfen, das wäre doch was. Also bejahte ich und da fragte die Empfangsdame ob ich dafür schon
      gezahlt habe und da winkt Valentino ab und sagt was auf italienisch zu ihr. Wie sich herausstellte, sagte er, wir gehören zu ihm
      und es geht schon klar. Ich war sprachlos.

      Es war ein Tag der Steigerungen und der Superlative. Erst der spontane Entschluss das Werk zu besuchen, dann die Lambos
      zu sehen die getestet wurden. Und dann noch das Museum und das „i“-Tüpfelchen auf dem „i“-Tüpfelchen war ja dann
      die Einladung von Valentino Balboni das Werk zu besuchen.

      Jetzt musste ich mich nur noch etwas mehr als 30 Minuten gedulden bis die Führung los ging. Das war bei all der vielen Eindrücke
      kein Problem für mich.

      Ich sah mir gerade die im Museum ausgestellten Motoren an, als Motorenlärm mich aus meinen Gedanken riss. Da stand vor dem
      Museum, halb unter der Schranke ein Mattschwarzer LP640 und wollte raus. Am Steuer, Valentino. Ich bin so schnell wie es ging
      raus aus dem Museum.

      Valentino stellte, den LP vor dem Werk ab und lies den Motor laufen. Dann nahm er sich einen aus der Gruppe der Engländer und
      fuhr mit ihm weg. Und als er das Werksgelände verlies, verliesen auch die aus England angereisten Z06 und Diablo Roadster das Ge-
      lände. Der Diablo war um einiges lauter als der LP640. Das Nummernschild besagte auch „LOUD“ (Nur etwas anders geschrieben *wink*)
      Ein kurzer Gasstoß und die Nackehaare standen senkrecht. Auch als er beim losfahren kurz beschleunigte war der Sound infernalisch.

      Meine Sinne wurden überrannt und es war wie ein Traum für mich. Doch ich wusste da noch nicht, was noch auf mich zukommt.

      Dann war unsere Führung und zum Glück in englisch statt in italienisch. So verstanden wir doch was gesagt wurde. Es war sehr
      schön, faszinierend und etwas ganz besonderes da zu sein, wo die Traumautos gebaut werden. So viele Lambos in so
      vielen Farben. Es stand sogar ein Reventón da, bei dem gerade Hydraulik und Co auf Dichtigkeit geprüft wurde. Dann wurden wir aus
      dem Werk seitlich heraus geführt und da standen so viele Lambos herum die getestet wurden oder zum testen bereit waren. Alle in
      verschiedenen Farbkombinationen und alle wunderschön. Egal ob LP640, Gallardo SL, LP560-4, Murcielago, LP640 Roadster,
      Gallardo oder Gallardo Spyder. Wir wurden um das erste Gebäude herum zur Sattlerei geführt und da standen in einem anderen Ge-
      bäude weitere Murciélagos und sogar ein Diablo GTR. In der Sattlerei angekommen war es beeindruckend all die Farb-
      variationen sehen zu können. Es ist toll was Lamborghini für Farben anbietet.

      Als die Führung vorbei war, kamen wir gerade noch pünktlich zum Museum um Valentino mit einem Burnout das Werksgelände ver-
      lassen zu sehen. Er liebt es halt einen Lambo zu fahren...

      Dann war auch leider schon die Zeit vorbei die uns blieb. Nun hieß es Abschied nehmen um unseren Bus und Anschlusszug zu erwischen...

      An dieser Stelle möchte ich mich bei Valentino Balboni für die tolle Geste bedanken und auch bei meiner Freundin die auf einen
      Ausflug verzichtet und mir somit die Möglichkeit gegeben hat einen großen Traum zu erfüllen.

      Das war DER Tag in meinem Leben.















    • R-U-F
      Ich freu mich jedes Mal wenn User einen Bericht über ihre Ausflüge online stellen.

      Und auch wenn dies nur ein ganz kleiner Ausflug mit nur 2 Mann war, möchte ich euch ein paar schöne Bilder (leider in schlechter Qualität, danke an Apple für die schlechte Kamera im iPhone) nicht vorenthalten.

      Wir waren zwei Mann mit zwei Wagen. Um 03:45 haben wir uns am Autobahnkreuz Memmingen getroffen und von dort ging es Richtung Schweiz.





      Unser erstes Ziel war der San Bernardino Pass.

      Die Fahrt durch die Schweiz war angenehm, es war um die Uhrzeit natürlich auch relativ wenig Verkehr und so verlief die Fahrt problemlos.



      Die Auffahrt auf den Pass war für mich wie schon so oft die größte Freude. Der Pass war leer, nicht ein Auto kam uns entgegen.

      Nach einer viel zu kürzen Auffahrt () mit einem GT3 RS im Nacken hatten wir unser erstes Ziel für heute erreicht:









      Traumhaft schöne Landschaft, allein das ist ein Ausflug wert:





      Die Abfahrt war ähnlich spitze wie der Weg nach oben, da nicht ein Auto unseren Weg kreuzte.

      Unten angekommen bekam das Auto in Form von Super Plus noch eine kleine Stärkung (und zwar richtig günstig, danke an dieser Stelle an die Schweiz ):



      Das zweite Ziel des Tages sollte Modena bzw. Maranello heissen. Also weiter ging es Richtung Italien:



      Nach einem sensationell guten Mittagessen in der Trattoria Montana in Maranello folgten wir einer Einladung seitens Pagani und fuhren Richtung San Cesario.

      Auf dem Weg kreuzte noch ein Werksfahrer mit einem 430 unseren Weg mit dem wir dann noch ein kleines Rennen hatten, der wollte es dem GT3 zeigen, hat aber nicht so geklappt wie er es sich vorgestellt hatte



      Angekommen bei Pagani bekamen wir eine extrem freundliche und herzliche Begrüßung mit anschließender Besichtigung der Firma.



      Extrem beeindruckt war ich von der Qualität der Wagen. Da können sich andere eine Scheibe abschneiden. Interessant fand ich außerdem, da Pagani ihre Karosserien selbst herstellt.

      Im Prinzip fertigen Hausfrauen die Karosserieren. Man benötigt kleine, filigrane Hände und diese Vorraussetzungen erfüllen nur Frauen. Leider durfte ich davon keine Bilder machen.

      Im Showroom standen 3 Fahrzeuge welche alle schon verkauft waren und darauf warteten abgeholt zu werden.
    • Gast 640RP
      Vor zwei Wochen war es soweit, der Händler des Vertrauens rief an und meldete grünes Licht für eine Probefahrt im Cayenne Turbo S.
      Während ich mir auf dem Hof den wohlgeformten Sportsitz richtig einstellte, gab mir der Händler neben dem Briefing noch einen wichtigen Tipp, den ich die nächsten Stunden des öfteren befolgen sollte: "Wenn vor Ihnen frei ist...machen Sie das Radio aus...legen Sie das Gaspedal auf den Teppich...und genießen Sie."

      Doch dazu später mehr, vielleicht zuerst noch ein paar Worte über den Innenraum. Dunkles Leder - wunderschön. Lederdachhimmel - richtig geil. Aber Kohlefaserdekoreinlagen in einem "Geländewagen"? - Naja...das ist wohl dazu gedacht, dem Fahrer (und seinen Mitfahrern) jederzeit bewusst zu machen, dass sie in einem sehr sehr unvernünftigen Auto sitzen.

      Wie auch immer. Schlüssel rein, Motor an. Mit einem kurzen Aufbrodeln meldet sich der 4,8 Liter V8 zum Dienst. Alle 550 Pferde haben sich versammelt.
      Dass es sich dabei nicht um Seepferde, sondern echte Vollbluthengste handelt, merke ich, als ich von der Ampel sanft anfahren will und der Wagen mit einem Satz nach vorne den neben mir stehenden SLK verlädt.
      Und dann stellt sich dieses Grinsen im Gesicht ein, das man die ganze Zeit nicht mehr loswird und das nach ca. 20 Minuten echte Schmerzen verursachen kann. Der Sound dieses Monsters kann sich hören lassen. Viele sich drehende Köpfe am Strassenrand lassen vermuten, dass er nicht nur innen gut klingt.

      Auf der Autobahnauffahrt lasse ich dann zum ersten mal alle 550 PS los...was für ein Inferno (dieser Sound!)! Ich blinzle einmal, und die Tachonadel ist von 100 auf 140km/h und bevor ich wieder blinzeln muss sind die 200 geschafft und ich bin auf der linken Spur an einem CL 500 dran, der mich verzweifelt versucht abzuschütteln. Er kann ja nicht wissen, dass er selbst im unbegrenzten Bereich keine Chance hat, denn während sein Wagen bei 250km/h im 6. abregelt, schaltet meiner gerade aus dem oberen Drehzahlbereich des 5. in den 6. , um gemütlich die letzte Hürde Richtung 280km/h zu nehmen.
      Meine Gesichtsmuskulatur fühlt sich vom Dauergrinsen langsam taub an.
      Ein Blick auf den Durchschnittsverbrauch entlockt mir dann ein unterdrücktes Lachen, denn erstaunlicherweise liegt der nicht wirklich über dem des Turbo.

      Auf der folgenden Landstrassenetappe fühlt sich der Cayenne Turbo S ebenfalls Zuhause. Aber irgendwie habe ich das Gefühl, dass mir ein 911 Turbo hier mehr Spaß machen würde. Man kommt sich vor wie der gestresste Fahrer eines Kurierunternehmens, der unbedingt einen Haufen Pakete pünktlich abliefern muss, wenn man ständig mit diesem Schiff am überholen ist. Zeit, die Sache von der gemütlichen Seite zu betrachten. Die Soundanlage ist klasse, das Panoramadach macht den Innenraum angenehm hell. Eben den Tempomat auf 100km/h eingestellt und so gleite Ich gemütlich durch den Schwarzwald und überlege mir, welches Fazit ich ziehe.

      Es könnte so aussehen: Wenn man sehr viel Geld hat und CL Fahrer mit einem Geländewagen das Fürchten lehren möchte, ist man beim Cayenne Turbo S goldrichtig. Eine Fahrmaschine, die ihresgleichen vergeblich sucht. Rennwagentechnik in einem SUV, das dazugehörige Rennwagengefühl stellt sich allerdings nicht ein, auch wenn die nackten Daten anderes vermuten lassen. Ich stehe auf das Rennwagengefühl.

      Als ich den Wagen zum Händler zurückbringe, tut es mir nicht wirklich weh, den Schlüssel aus der Hand zu geben. Aber geil war's schon!





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