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Kazuya

Nach Emsdetten - Verbot von Ego-Shootern? (Spiele)

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Kazuya
Erster Beitrag:
Letzter Beitrag:

Hi Jungs,

na toll, mal wieder ein Spinner der mit sich nichts anzufangen wusste und geplant ausgetickt, sprich Amok gelaufen ist.

Es wird wie damals nach Erfurt wieder verstärkt nach einem Verbot von "Killer-Spielen" (Super Mario als Schildkrötenkiller zählt nicht dazu X-) ) diskutiert.

http://www.gmx.net/de/themen/nachrichten/panorama/gewalt/3244162.html

Ich persönlich spiele seit Jahren von Renn, über Sport- Spielespiele, Jump 'n' run, Prügelspiele und eben jene Ego-Shooter alles, und habe bzw. noch werde ich Menschen wahllos niederballern! Diese dumme Verallgemeinerung k**** mich schon lange an! Wegen ein paar durchgeknallten wird jeder Spieler gleich unter Generalverdacht gestellt. Man sagt ja auch nicht das alle Autofahrer potentielle Killer sind weil einpaar mal im Jahr ein paar gestört auf der Autobahn absichtilich in zum Geisterfahrer werden. :evil:

Klar sollten Kinder und Jugendliche nicht an derart Spiele mit entsprechenden Inhalten daran kommen können, aber nochmehr finde ich kommt man in Deutschland immernoch zu leicht an Waffen ran. Wenn jeder Irre genausogut an Atombomben kommen würde gäbs Deutschland längst nicht mehr. Und da die EU ja sowieso gern überall ihrer Finger hat könnte das gleich ganz auf die EU erweitert werden um eine Waffenbeschaffung möglichst auszuschliesen.

Überhaupt, wenn ich mir, als eingetragener Sportschütze (bin ich nicht) eine Waffe kaufen will... muss ich da überhaupt einen Eignungstest oder psychologisches Gutachten abgeben?

Wie steht ihr zum Thema?

Ahja, hier noch ein "netter" Link zu einem Flashspiel das meine spanischen Kommilitonen ab und zu zocken... naja wer weiss wie langs noch geht.. :???:

http://www.minijuegos.com/juegos/jugar.php?id=4842

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chip
Geschrieben

Typischer Politikerschwachsinn.

weil:

A: Wenn so was in D verboten ist kaufe ich es im Ausland.

und

B: Nicht das Spiel ist für die Tat verantwortlich sondern in erster Linie die Situation im Elternhaus und die Erziehung abgerundet durch den Werdegang in der erweiterten Gesellschaft wie Kindergarten, Schule, Vereine etc.

Und zu guter Letzt:

Bei aller Vorsicht und Beachtung aller Grundsätze, fehlgeleitete Einzeltäter wird es immer wieder geben, Videospiel, Elternhaus oder was auch immer hin oder her.

#kingkarl
Geschrieben

alle jahre wieder...

war doch klar das wieder die blöden (wir zocker) gesucht werden.

war damals in erfurt auch so.

spiele seit ewigkeiten counter-strike und habe auch noch niuemanden umgebracht.aber ist mal wieder gefundenes fressen für die medien ala bild

V-Max
Geschrieben

Hi,

gerade das Verbot macht die Spiele doch noch begehrter für die, die sowas zocken.

Und wenn sie es nicht öffentlich kaufen können, dann bekommen sie es woanders her :wink:

zum Thema Elternhaus:

Ich finde, die SuperNanny sollte geklont werden und in allen Orten wo es brennt eingesetzt werden. X-)

Gruß

Max

TPO
Geschrieben

Überhaupt, wenn ich mir, als eingetragener Sportschütze (bin ich nicht) eine Waffe kaufen will... muss ich da überhaupt einen Eignungstest oder psychologisches Gutachten abgeben?

Wie steht ihr zum Thema?

Schau mal hier, waren keine 10 Sekunden mit Google.

http://www.pro-waffen.de/waffen/wbk.html

Zu den Killerspielen kann ich nichts schreiben ohne gleich massiv politisch zu werden, sorry! :evil:

Kazuya
Geschrieben

Eben, das soziale Umfeld. Ich weiss es ist im Einzelfall sehr schwierig, aber ich find man sollte viel mehr auf Einzelgänger und Klassenmitglieder die recht offensichtlich (warum auch immer) einen schweren Stand in der Klasse/Schule haben eingegangen werden. Das im Durchschnitt auf einen Schulpsychologen 12000 Schüler kommen ist bezeichnend.

Ich selbst kann da leider nur zu gut aus eigener Erfahrung sprechen da ich es jahrelang (5-9) in meinen Klassen recht schwer hatte ohne jetzt auf die Details einzugehen. Ich weiss nicht ob das den Mitschülern/Eltern/Lehrern bewusst ist was teilweise für ein enormer Druck auf den Einzelnen da abgelassen wird. Aber da ich trozallen einen klaren Geist und Menschenverstand hab und später auch schönere Schuljahre hatte, war ich nie so ein "Freak" der umsichballert.

Es gibt also keine Entschuldigung für solche Taten, sondern mehr eine Erklärung. Die Lehrer wussten damals sehr wohl das es in der Klasse einen gab der alles abkriegt, aber wirklich ernsthaft geholfen und dies mit den Betroffen geklärt hatte nie einer.

Abgesehen davon. So ein Einzelgänger kann er nicht gewesen sein wenn auf dem seinen tollen Videos noch zwei andere zu sehen sind. :???:

Wenn doch mal hier ein Verkaufsverbot herrschen sollte, wird man sich eben nach anderen ausländischen Quellen umschauen müssen.

Lambo-Benni
Geschrieben

Diese "Killer-Spiele" dienen bei mir in erster Linie zum Aggressionsabbau und nicht umgekehrt, das sollte mal gesagt sein.

Jetzt zu genannten Ereignissen. Wer soweit ist, Amok zu laufen, der hat doch nicht nur die falschen Spiele gezockt, der hat nicht nur das falsche soziale Umfeld, der hat auch nicht nur die falsche Familie/ Zuneigung, etc.... der hat einfach eine totale psychische Macke. Die Ursache hierfür ist weitaus komplexer als (v.a. von diversen Medien:???: ) angenommen! Da kommen dann alle Faktoren zusammen und zusätzlich noch Gehirnbrand, oder Gehirnsch***.

Vermutlich hat sich die Mutter schon während der Schwangerschaft mit Drogen vollgepumpt. Das Kind nach der Geburt genauso, oder sogar operativ das Gehirn entfernt. Jeder, der auch nur ein klein wenig zu Denken befähigt ist, würde so eine Sch*** niemals machen, da muss gehörig was im Kontrollzentrum kaputt sein, und das macht sicher kein Videospiel in dem es doch hauptsächlich um Teamarbeit und Geschicklichkeit geht (s. auch Paintball [Teamsport!!]).

Etwas wüst formuliert das Ganze, aber so sehe ich die Dinge (ganz ohne politisch zu werden).

MikeMuc
Geschrieben
Etwas wüst formuliert das Ganze, aber so sehe ich die Dinge (ganz ohne politisch zu werden).

Find ich garnicht Wüst. Du bringst die Sache einfach nur auf den Punkt.

Bei einem gesunden Verstand wird kein Video, kein Ballerspiel und auch keine

noch so schlimme Provokation etwas derartiges auslössen.

Da muss man schon ordentlich "braindead" für sein.

Viel schlimmer erscheint mir die Tatsache das es wohl für das soziale Umfeld der

Täter nicht absehbar war.

Gruss

Michael

Kazuya
Geschrieben
Schau mal hier, waren keine 10 Sekunden mit Google.

http://www.pro-waffen.de/waffen/wbk.html

Zu den Killerspielen kann ich nichts schreiben ohne gleich massiv politisch zu werden, sorry! :evil:

Die schreiben das wenn sie die Mitglieder nicht mit 10 sondern "erst" mit 12 anwerben/aufnehmen dürfen sie ihren Nachwuchs verlieren. Sorry, so ein schwachsinn!! Ich bin selbst in einem Sportverein als Trainer tätig (z.Z. nicht) und die Kinder in dem Alter kommen mit vielen Sportarten in Kontakt. Da kann man doch nicht davon ausgehen, dass nur weil sie eine Sportart zuerst sehen auch ein lebenlang dort bleibe. Nach dem Motto, wenn alle Kinder mit 7 ins Synchronschwimmen gehen, werden wir die nächsten Jahrzehnte 100000 de Synchronschwimmer haben?! X-)

Ich will den Schiessport garnicht verdammen, es geht mir nur darum wie so ein "Bursche" an die Knarren kommen konnte?! :evil:

Darfst mir gern deine Meinung in ner PN kund tun. :)

Wie wird das Thema eigentlich in der Schweiz (wo ja fast jeder Haushalt ein Gewehr hat, oder?) gehandhabt. Gab es da auch schon solche Amokläufe?

Lambo-Benni
Geschrieben

Was ich hier noch dranhängen wollte:

br-online.de - Psychologie

Ein sehr interessanter Artikel, mit dem ich mich die letzten Tage recht viel beschäftigt habe. Passt, denke ich, sehr gut hier rein!!

Mr.Sommer
Geschrieben

ist doch jedes mal das gleiche:

immer wenn jemand amok läuft, wird der ruf nach dem verbot von sog. "killerspielen" und nach einem schärferen waffengesetz lauter. ist nur eine politische art, dem hund einen knochen hinzuwerfen damit er ruhe gibt - wobei der hund in diesem beispiel das gemeine volk ist und der knochen ein schärferes gesetz.

bringen tut das nichts.

1. ein schärferes waffengesetz ist blödsinn, denn wenn ich eine waffe möchte, dann bekomme ich auch eine. auch wenn es viele nicht wahr haben möchten, aber auch in deutschland ist das nicht schwer. 98% aller straftaten, welche mit waffen ausgeübt werden, werden mit illegalen waffen begangen.

2. gewaltspiele sind mit sicherheit nicht die ursache für amokläufe, sondern ein symptom. und wie hier schon gesagt wurde, wenn es in deutschland verboten ist, kaufe ich es im ausland, über ältere, im internet oder sonst wo.

3. sollten sich politiker eher mal gedanken machen, warum so viele amokläufe an schulen passieren! vielleicht sollte man mal im schulsystem etwas ändern. oder schulen verbieten :D

aber auch diese diskussion wird bald wieder abklingen. wird nur künstlich von den medien aufgebauscht.

Aircraft
Geschrieben

Hallo.

Als langjähriger Counterstrike Spieler habe ich mich natürlich mit der Problematik auseinandergesetzt. Inzwischen spiele ich nicht mehr viel(eigentlich garnicht mehr) aber kann doch von mir behaupten, recht tief in der "Szene" drin gewesen zu sein.

Nach Erfurt kam die Diskussion das erste mal so richtig hoch bzw. ich habe sie das erste mal richtig erlebt. Ich möchte die in diesem Zusammenhang entstandene Reportage vom ZDF empfehlen. Es hat ein wenig gebraucht, bis ich funktionierende Links gefunden habe, aber ich war schließlich erfolgreich.

"
Der ZDF Beitrag Erschießt alle! steht nun zum Download bereit und wurde - wie auch beim ARD Beitrag - in zwei Hälften geteilt und gezippt. Die erste Hälfte zeigt einen Bericht über eine LAN-Party und den Beginn der darauf folgenden Diskussion, die zweite Hälfte besteht aus der Fortsetzung der Diskussion.
"

->

->

Eine wie ich finde sehr gelungene Reportage, die trotz des Alters von immerhin vier Jahren aktueller denn je ist.

Persönlich würde ich behaupten, Ego Shooter und Konsorten sind harmlos. Vor allem Counterstrike hatte und hat bis heute die größte Spielercommunity weltweit. Allein in Deutschland sind meiner Meinung nach um die 100.000 Spieler tätig(nur geschätzt, vermutlich sind es deutlich mehr). Dass vor allem junge Amokläufer Counterstrike gespielt haben ist meiner Meinung nach bei dieser großen Zahl an Spielern Zufall.

Was ich bisher in den Medien gehört habe, ist diese Diskussion aber diesmal garnicht so groß und ich habe auch das Gefühl, Counterstrike steht momentan garnicht so weit oben auf der Abschussliste. Das ist einfach nicht mehr als "Ausrede" akzeptiert. Egoshooter machen niemandem zum Killer!!

TPO
Geschrieben
Die schreiben das wenn sie die Mitglieder nicht mit 10 sondern "erst" mit 12 anwerben/aufnehmen dürfen sie ihren Nachwuchs verlieren. Sorry, so ein schwachsinn!!

Hier gehts auch nicht um den Schieß-Sport, sondern Du wolltst wissen wie leicht oder schwer man legal an Waffen kommt. Es stand in dem Link gut beschrieben was das für ein Aufwand ist und welche Vorraussetzungen man erfüllen muss.

Ich will den Schiessport garnicht verdammen, es geht mir nur darum wie so ein "Bursche" an die Knarren kommen konnte?! :evil:

Wissen selbst die Behörden nicht, aber einen schießsportlichen Hintergrund können wir hier sicher ausschließen.

matrix73
Geschrieben

Wie wird das Thema eigentlich in der Schweiz (wo ja fast jeder Haushalt ein Gewehr hat, oder?) gehandhabt. Gab es da auch schon solche Amokläufe?

Amokläufe an Schulen gabs in dem Ausmass soweit ich weiss noch nie. Allerdings gab es Fälle wo einer eben die Familien umgebracht hat oder an seinem Arbeitsplatz um sich geschossen hat.

Hier hat nicht einfach jeder Haushalt ein Gewehr zu Hause rumstehen. Es ist so, das jeder der in der Schweiz Militärdienst leistet die Waffe eben zu Hause hat. Wer frühzeitig aufhört muss sie wieder abgeben. Am Schluss der Militärdienstpflicht wird am Sturmgewehr die Serienfeuerfunktion gesperrt. Dann kann man die Waffe behalten wenn man will.

Und damit wir auch für den Kriegsfall immer schön vorbereitet sind, müssen alle Militärdienstpflichtigen in der Schweiz einmal im Jahr im Schiessstand ein sog. Obligatorisches Programm schiessen! :oops:

Habe das im 2005 versäumt = Busse 100SFr (65 Euro!)

OT: Ein Thema das hier im Moment viel diskutiert wird ist der sexuelle missbrauch von Jugendlichen untereinander. es kommen immer mehr Fälle ans Licht! Schlimme geschichten.... wen es interessiert soll googlen!

Lambo-Benni
Geschrieben
aber auch diese diskussion wird bald wieder abklingen. wird nur künstlich von den medien aufgebauscht.

wie jedes Mal:D

aber trotzdem sollte man doch überlegen, wie man es verhindern kann (keine Pseudovorschläge á la Egoshooter-Verbot)

botzelmann
Geschrieben

Es gibt kein Patentrezept, wie man so etwas verhindern kann. Beispielsweise wusste der Amokläufer von Erfurt nicht, was er machen sollte. Er war von der Schule geflogen, ohne Zukunftsaussichten, die Eltern (Waren es Pflegeeltern? weiß ich nicht mehr) wussten von all dem nichts. Er machte die Lehrer für sein Versagen verantwortlich.

Beim aktuellen Fall war der Amokläufer von der Gesellschaft und dem Leben enttäuscht. Ich habe seinen Abschiedsbrief gelesen und so doof es klingt: in manchen Dingen hatte er Recht, in manchen wiederrum absolut nicht. Und dennoch ist die Tat mit nichts zu entschuldigen.

Zum Beispiel folgende Aussage:

Als ich dann 1998 auf die GSS kam, fing es an mit den Statussymbolen, Kleidung, Freunde, Handy usw.. Dann bin ich wach geworden.

Eine Welt in der Geld alles regiert, selbst in der Schule ging es nur darum.

...ich war der Konsumgeilheit verfallen, habe danach gestrebt Freunde zu bekommen, Menschen die dich nicht als Person, sondern als Statussymbol sehen. Aber dann bin ich aufgewacht!

Im weiteren Verlauf kritisiert er hierbei auch die ganze Gesellschaft. Und da kann man meines Erachtens anfangen, etwas zu ändern. Nicht bei den Gewaltspielen. Ich bin froh, dass man in meiner Stufe (mittlerweile) nicht mehr auf Oberflächligkeiten, die zur Profilierung dienen, achtet. War in der 6 oder 7 Klasse nicht anders. Große Spätfolgen hatte aber keiner von uns davon getragen.

Zu zweitem gehört auch folgende Aussage:

S.A.A.R.T. - Schule, Ausbildung, Arbeit, Rente, Tod

So sah er das Leben - nutzlos. Das war auch schonmal die Grundvorraussetzung, für den Amoklauf. Ich bin froh, dass es keine Todesopfer gab. Von dem Schock und der Angst, die er verbreitet hat mal abgesehen. Das ist sicher schmerzlich genug für alle Beteiligten.

Um zum eigentlichen Diskussionsthema zurück zu kommen, darüber kann man ewig diskutieren. Die jenigen, die nur die Meinung der Medien kennen, bleiben im Glauben, dass Gewaltspiele für solche Taten verantwortlich sind. Aber darum geht es nicht, ich denke mal, dass ca. 20% die für die Abschaffung von Ego-Shootern sind in diesen Fällen Ursache und Wirkung nicht verwechseln. Ich möchte mir auch keine Meinung über psychisch labile Leute bilden (wie er einer war). Ob er die Filme, die Waffenvernarrtheit oder die EgoShooter nun zum Gewaltabbau oder zur Gewalterzeugung genutzt hat, kann und will ich nicht urteilen. ich kann nur aus Erfahrung sprechen, dass von ca. 15 bis 20. Millionen Gewaltspielern in Deutschland bisher 2 Menschen durchgedreht sind, die restlichen alle friedlich sind. Ob die allgemeine Gewalt durch diese Spiele angestiegen ist, wage ich auch zu bezweifeln. Da gibt es wieder mehr gesellschaftskritische Punkte, die ich als Grund dafür sehe.

Ich spiele übrigens schon seit ich 12 bin EgoShooter (in letzter Zeit nicht mehr, hat aber schulische Gründe), und außer dass ich für dieses Hobby sinnvolle Zeit verbrauche, ist mir bisher noch nichts schadhaftes aufgefallen :)

Wie gesagt, ich möchte durch meinen Post nicht sein Verhalten entschuldigen, das geht einfach nicht, nur, dass ich in einigen Kritikpunkten durchaus zustimme und die Stimmen der Politiker und der Presse vielleicht mal in diese, auch weniger ökonomische Richtung, gehen sollten...

dogfriedwart
Geschrieben

Warum redet eigentlich die PResse und die Politiker nicht über das Elternhaus und die Erziehung des Jungen?

Meines erachtens ist, wie schon gesagt wurde, das soziale Umfeld inkl. Eltern und die Erziehung inkl. Zuwendung, Liebe maßgeblich für die Entwicklung eines Menschen. Wenn die Gedanken von Sebastian B. derart deformiert waren, kann es doch nicht sein, dass keiner etwas mitbekommen haben will. Die Eltern werden sich doch bestimmt auch um ihren Sohn gekümmert haben, auch wenn er 18 Jahre alt war.

Zum Thema Computerspiele bzw. Internet, virtuelle Welt:

Ich denke, es gibt einen Zusammenhang (wie stark auch immer der sein mag) zwischen Menschen, die ihr fast gesamter Leben in einer virtuellen Welt verbringen und deren sozialen Entwicklung. Das Rumhängen vor Chatrooms, Foren, Ballerspielen und sonstigen virtuellen Welten wie "Second Life" kann doch nicht ohne Einfluss auf diese MEnschen vonstatten gehen.

Ich glaube, dass bei einigen Wenigen, bei denen alle Faktoren zusammenspielen (Familie, Freunde, Erziehung, Schule, Bildung), die Grenzen zwischer normaler und virtueller Welt verschwimmen und somit bei wenigen solch Kurzschlusshandlungen wie Gewalt welcher Art auch immer auslösen kann.

Man kan bestimmt nicht die Handlung eines Menschen auf die Wirkung eines Ballerspiels zurückführen. Aber meineserachtens ist es ein klitzekleiner Baustein, der irgendwie in dieses gesamte Gefüge hineinpasst.

Thema Verschwimmen von normaler und virtueller Welt:

Sebastian B. hatte vor dem Tag des Amoklaufs seine Taten im Internet angekündigt und Fotos/Videos über diese Tat an Freunde geschickt, wenn ich das so richtig verstanden habe. Also wollte er anscheinend gehört werden und wollte auf sich aufmerksam machen, aber eben nicht zu 100% in der normalen Welt.

Hier noch ein Artikel zum Thema: Internet-Abhängigkeit ist ein Symptom psychischer Erkrankungen

Mehr unter: http://www.innovations-report.de/html/berichte/medizin_gesundheit/bericht-74571.html

Das soll nur zum Denken anregen und keine Generalveurteilung darstellen; bevor die Diskussion losgeht.

Lambo-Benni
Geschrieben

Ich muss zugeben, ich kenne diese "Phase" gut. Die Suche nach dem Sinn in der heutigen Gesellschaft. Dieses S.A.A.R.T. - System, ist dennoch falsch, es müsste so aussehen: S.F.A.F.A.F.R.= F.T. (wobei das F für Freizeit steht).

Und was (mir) bei solchen Überlegungen wichtig ist: Der Tod (das T.) steht immer am Ende, d.h. danach ist alles vorbei, aber die Zeit bis dahin, habe ich in der Hand. Was ich daraus mache, ist mein Ding, kotzt mich das SAART-System so dermaßen an, dann mache ich eben was Eigenes.

Tatsache ist, dass wenn man wirklich will, es kein Problem darstellt der Gesellschaft zu entfliehen.

Geld regiert die Welt, aber nicht mein Leben. Das regiere nur ich!

In diesem Sinne - ich mach FeierabendX-) :lol:

Grüße

Benni - HobbyphilosophO:-)

PS: Ich beziehe mich hauptsächlich auf Botzelmanns Beitrag, deshalb gilt: Wer einen Zusammenhang nicht versteht, erst oben lesen ;-) )

botzelmann
Geschrieben
Thema Verschwimmen von normaler und virtueller Welt:

Sebastian B. hatte vor dem Tag des Amoklaufs seine Taten im Internet angekündigt und Fotos/Videos über diese Tat an Freunde geschickt, wenn ich das so richtig verstanden habe. Also wollte er anscheinend gehört werden und wollte auf sich aufmerksam machen, aber eben nicht zu 100% in der normalen Welt.

Das würde ich nicht so sagen, klar er lebte in einer virtuellen Welt, wenn man sich ein wenig im Internet über ihn informieren möchte, findet man sofort Daten, Adressen, GoogleEarthbilder, Accounts in Foren, seine mittlerweile gelöschte Homepage usw. Von einem "nicht-virtueller" Mensch würde man dies sicher nicht finden. Er wollte in Erinnerung bleiben und tat dies über seine Art, dem Internet. Warum und wieso steht auch im Brief:

Seit meinem 6. Lebensjahr wurde ich von euch allen verarscht! Nun müsst ihr dafür bezahlen!

Weil ich weiss das die Fascholizei meine Videos, Schulhefte, Tagebücher, einfach alles, nicht veröffentlichen will, habe ich das selbst in die Hand genommen.

Als letztes möchte ich den Menschen die mir was bedeuten, oder die jemals gut zu mir waren, danken, und mich für all dies Entschuldigen!

Ich bin weg…

Ich persönlich fand seinen Abschiedsbrief hochinteressant zu lesen. Teilweise hat er mir auch die Augen geöffnet und teilweise auch sehr erschrocken.

Für mich stellt sich die Frage, ob das jetzt OT oder nicht ist.

chris22
Geschrieben

Ich persönlich bin gegen ein Verbot von Computerspielen.

Was mich in den letzten Jahren aber immer mehr und mehr verwundert, ist, dass die Hemmschwelle bei (vielen, aber nicht allen) Jugendlichen rapide sinkt.

Gruß

Christian

Fred Banane
Geschrieben

Manche menschen können nicht zw. Spiel und Realität unterscheiden,d.h. wenn man täglich stundenlang Gewaltspiele spielt,ist es einem egal,ob man auf reale oder irreale Personen schießt.Dennoch kann man solche spiele doch nicht verbieten,denn:

1. Ist nicht bewiesen dass ego-shooter solche auswirkungen haben,

und

2.Müsste man dann auch feuerzeuge haarspray usw. usw. verbieten.

meine meinung,ich wollte keinen beleidigen,nicht schlagen:D

dogfriedwart
Geschrieben

Irgendwie habe ich das Gefühl, dass die Diskussion in den Medien/Politik auf der einen Seite und in Foren wie auch hier zu undifferenziert geführt wird: Die einen sind strikt gegen die Spiele, die anderen für Spiele. Nur leider scheint sich keiner der Beteiligten wirklich mit dem Problem auseinanderzusetzen.

Kazuya
Geschrieben

OT: Ein Thema das hier im Moment viel diskutiert wird ist der sexuelle missbrauch von Jugendlichen untereinander. es kommen immer mehr Fälle ans Licht! Schlimme geschichten.... wen es interessiert soll googlen!

:puke: :puke: :puke: Schlimme Sache, ich hab auch davon gehört. Alles feige Ba*****e!! Liegts an der Berichterstattung oder sind die Jugendlichen heutzutage "falsch gepolt"??? Ich seh mich ansich zeitlich nicht soo weit davon weg. :???:
Ethan Hunt
Geschrieben

Hallo zusammen.

Ich hegte selber in den letzten Tagen den Gedanken, einen solchen Thread zu eröffnen, befürchtete aber, dass er die ''Keine politischen Themen''-Regel eventuell verletzen würde. Zwar sehe ich nach wie vor diese Gefahr, dennoch habe ich mir da auch so meine Gedanken gemacht, die ich gerne einmal einbringen würde:

Ich selbst bin kein Verteidiger von Gewaltspielen. Wer das Elend und das Leid sieht, das überall in der Welt durch Waffen und Krieg verursacht wird, sollte ganz von selbst bemerken, dass es alles andere als Spaß ist, worum es da geht.

Somit ist es wenig klug, solche Spiele derartig zum Inhalt seines Alltags zu machen.

Dennoch zeugt es ebensowenig von großer Tiefsinnigkeit, solche Spiele fast ausschließlich für Amokläufe wie zuletzt verantwortlich zu machen.

Das war noch die wohlformulierte Version.

Tatsächlich aber bin ich es mehr als Leid, nach jeder Ausschreitung dieser Art die gleichen Schlagzeilen zu lesen: ,,Sollten Ballerspiele verboten werden?''.

Diese Frage ist das erste, was unsere ''Verantwortlichen'' zu diesem Vorfall zu sagen haben.

Meiner Meinung nach sollte sie lauten:

Wie kann es überhaupt dazu kommen, dass ein Schüler in seinem Schulalltag eine so schlechte Behandlung seiner Mitmenschen erfährt, dass er dazu fähig ist, einen solchen Amoklauf zu begehen?

Sollte man sich nicht vielleicht erstmal Gedanken darüber machen, welche tatsächlichen Gründe der Junge überhaupt hatte, einen deratigen Hass zu entwickeln? Was war mit seinem sozialen Umfeld, wer hat alles weggesehen, als sich diese doch sehr sehr auffällige Meinung des Jungen abgezeichnet hat?

In meinen Augen gehört sehr viel mehr dazu, einen solchen Amoklauf zu begehen, als etwas zu viel gewaltverherrlichende Spiele zu spielen.

Der Junge muss, wovon auch immer, so sehr in seinem Bewusstsein negativ beeinflusst worden sein, dass er so einen Menschenhass entwickeln konnte.

Ich hielte es daher für weitaus angebrachter, sich um mehr Zivilcourage und mehr Bewusstsein für andere Menschen zu bemühen, als alles auf das bequeme Verbot von solchen Spielen zu reduzieren.

Da ich selber noch Schüler bin, fällt es mir schwer, bei dem Thema objektiv zu bleiben, das gebe ich zu. Ich habe das Glück, auf eine sehr behütete Schule zu gehen, wo der Umgang untereinander für mich kaum Zweifel aufkommen lässt. Dennoch nehme ich mir das Recht, zu sagen, dass in unserem Schulsystem noch sehr sehr viel zu tun ist und möchte abschließend nochmal sagen, dass man eher an diesem Punkt ansetzen sollte, als den bequemsten Weg zu wählen.

edit: Ich möchte auch nochmal erwähnen, dass auch ich diese Tat niemals in Schutz nehmen will und werde. Mir geht es hier ausschließlich darum, wie oberflächlich und stumpfsinnig damit umgegangen wird.

Wenn mein Beitrag zu politisch ist --> bitte löschen und Entschuldigung.

Gruß

Max

dogfriedwart
Geschrieben

@Ethan Hunt

Das meinte ich: Warum fragt keiner nach den Eltern, soziales Umfeld, etc.

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