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der_messias

Rechtliches - Kinoticket zurückgeben

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der_messias
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Letzter Beitrag:

Ich was gestern im Kino (Fluch der Karibik 2, sehr guter Film, nur so nebenbei), war auch eine Freundin dabei, die für ihren Freund der nachkommen wollte, das Ticket schon gekauft hatte und an der Kasse hinterlegen lies. Aus irgendwelchen Gründen ist der aber nicht aufgetaucht und hat folglich auch sein Ticket nicht abgeholt. Nach der Vorstellung ist sie zur Kasse und hat gefragt, ob sie das Ticket noch zurückgeben könnte, was ihr verweigert wurde, mit der Begründung, das hätte sie vor beginn des Films machen müssen, jetzt ginge das halt nicht mehr.

Ich habe mich dann aber im laufe des abends doch gefragt ob das wohl rechtens war? Das Kino war nicht ausverkauft. Es wäre dem Kino also in dem Sinne kein finanzieller Schaden entstanden, wenn sie das Ticket wieder eingetauscht hätten.

Des weiteren wurde ja für eine Leistung bezahlt, die nicht in Anspruch genommen wurde.

Vielleicht kann ja der ein oder andere, der sich mit sowas auskennt hier mal seinen Kommentar zu posten. Gerne auch Paragraphen zitieren.

Verstehe mich keiner falsch, niemand würde wegen ein paar Euro für ein Kinoticket einen Rechtsstreit vom Zaun brechen, aber für die Zukunft würde mich die Rechtslage da schon interessieren.

mfg

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Gast
Geschrieben

Also bei uns hängt im Kino so ein Schild aus: "Umtausch und Rückgabe von Kinokarten nur bis 15 Minuten vor Filmbeginn möglich, bei Sneak-Preview nur bis 30 Minuten vor Filmbeginn. Wir bitten um Verständnis"

Ich denke so ein Aushang gilt dann auch und wäre nicht groß zu diskutieren. Ob in dem Kino in dem ihr wart so ein Aushang ist oder nicht, weiß ich natürlich nicht. Die Sache mit dem finanziellen Schaden ist so ein Problem..es hätte ja einer kommen können der genau den Platz haben wollte (weil einziger Platz in der letzten Reihe, genau in der Mitte....)

Ich denke also mal da hätte man keine wirkliche Chance.

chip
Geschrieben

Das Kino wird auch eine Art AGB haben, die man sicher irgendwo VOR kauf einsehen kann. Wenn da drin steht:

Zitat aus einer Kino AGB:

Umtausch und Rückgabe von gekauften Karten ist nicht möglich.

Rückgabe nur bei Absage der Vorstellung vor ihrem Beginn.

und ich das akzeptiere (auch stillschweigend) dann dürfte eine nachträgliche Rückgabe nur aus Kulanz möglich sein. Ein Rechtsanspruch besteht nicht.

itf joegun
Geschrieben
Es wäre dem Kino also in dem Sinne kein finanzieller Schaden entstanden, wenn sie das Ticket wieder eingetauscht hätten.

Doch sicher, der Preis der Karte. Den hat das Kino doch nun eingenommen.

Aksmith
Geschrieben
Das Kino wird auch eine Art AGB haben, die man sicher irgendwo VOR kauf einsehen kann. Wenn da drin steht:

Zitat aus einer Kino AGB:

Umtausch und Rückgabe von gekauften Karten ist nicht möglich.

Rückgabe nur bei Absage der Vorstellung vor ihrem Beginn.

und ich das akzeptiere (auch stillschweigend) dann dürfte eine nachträgliche Rückgabe nur aus Kulanz möglich sein. Ein Rechtsanspruch besteht nicht.

Das mit den AGB's stimmt, aber theoretisch kann man das Geld zurück verlangen, da ja keine Leistung erbracht wurde! (Ich hab jetzt mein BGB gerade nicht zurhand, werde aber mal nach dem § suchen wenn ich zuhause bin)

Fakt ist dass das BGB über den AGB's steht und somit ggf die AGB's außer Kraft setzt! :wink:

Wäre Seckbacher hier, könnte er sicherlich auch noch was dazu sagen! :)

Gruß

Ak

M. Raines
Geschrieben

Das BGB steht nicht über den AGB, sonder die AGB stehen im BGB :wink::D

Ich gehe jetzt einmal davon aus, dass im Kino ein Aushang vorhanden ist, auf dem etwa steht: Kinokarten können nur bis xx Min vor Veranstaltungsbeginn zurückgegeben werden.

Damit AGB in den Vertrag mit einbezogen werden, müssen gem. § 305 II BGB folgende Voraussetzungen vorliegen:

1. Ausdrücklicher Hinweis auf die AGB bei Vertragsschluß.

Hierbei genügt auch ein deutlich sichtbarer Aushang am Ort des Vertragsabschlusses (hier Kinokasse)

2. Verschaffung der Möglichkeit der Kenntnisnahme

Auch dies ist durch einen Aushang gegeben

3. Einverständnis des Gegners

Dies ist zu bejahen, wenn sich der Gegner (Du / Freundin) bei Vorliegen der Punkte 1. und 2. auf den Vertragschluss einlässt. -> Hier im Kauf der Karte zu sehen.

Somit wäre die Klausel Vertragsbestandteil geworden und du hättest keinen Anspruch auf deiner Seite.

Anders wäre es jedoch gewesen, wenn der Kauf unter der Bedingung zu stande gekommen wäre, dass ihr die Karte bei nicht erscheinen eures Freundes zurückgeben könnt.

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