Jump to content
EUROPAS GROßE
SPORTWAGEN COMMUNITY

Studieren oder nicht ? Braucht man ein Studium für den Erfolg?


AStrauß

Empfohlene Beiträge

Geschrieben

Also meine bescheide Meinung, "ob studiert werden muß um Erfolg zu haben?"

Ganz klar: NEIN :wink:

Ein Studium kann eigentlich nur die "kleine Stärkung" auf dem Weg zu seinen persönlichen Ziel sein.

Grüße

Sven

Jetzt registrieren, um Themenwerbung zu deaktivieren »
  • Antworten 143
  • Erstellt
  • Letzte Antwort
Geschrieben
Ich denke, man sollte differenzieren. (......... )Im kaufmännischen Bereich schaut es wieder anders aus; da würde ich eine Lehre (Großhandelskaufmann o.ä.) jedem BWL-Studium vorziehen. Im Anschluss an die Lehre dann noch den Fachwirt, da steigen die Aufstiegschancen enorm. Ein anschließendes BWL-Studium wäre hier fehl am Platze, des nützt IMO einfach nix.

Da muss man auch wieder differenzieren...:D

Und zwar hängt es davon ab, was du später machen willst. Planst du eine Karriere bei einem kleinen Mittelständler, ist das Hochschulstudium in der Tat fragwürdig. Aber wer sagt dir, ob du ewig dort bleiben willst. Vielleicht fällt dir nach 1 - 2 Jahren ein, dass eine Traineestelle bei BMW dir viel besser gefällt, als dich jeden Tag mit einem unberechenbaren und launischen geschäftsführenden Gesellschafter rumzuschlagen (Vorurteil ich weiß, Großkonzernklima kann auch grauenvoll sein)

In großen Konzernen wiederum hat die wissenschaftliche Ausbildung (im kfm. Bereich) überragende Bedeutung. Wenn man da Karriere machen will ist sogar eine Promotion absolut wünschenswert.

Geschrieben

Aus finanzieller Sicht sollte man sich mal folgendes Rechenbeispiel ansehen:

- Person 1 beginnt nach seinem Hauptschulabschluss mit 15 eine Ausbildung, wird anschließend von der Firma übernommen und arbeitet auf seinem Beruf.

- Person 2 macht Abtitur, anschliessend studiert er 5 Jahre und findet anschließend mit 25 einen Job.

_________________________________________________________________

Person 1 verdient also sagen wir mal im 1. Lehrjahr 600€ im 2. 700€ und im 3. 800€.

Person 1 hat also in den 3 Jahren (600€ + 700€ + 800€)*12 Monate, also 25200€ verdient und ist nun 18 Jahre.

Danach verdient Person 1 2000€ netto.

Also verdient Person 1 von 18 Jahren bis 25 Jahren 2000€*12Monate*7Jahre = 168.000€.

Person 1 hat also bis 25 Jahre 168.000€ + 25200€ = 193200 € verdient.

Person 2 verdient nun 3000 € netto. Beide Personen arbeiten nun.

Der Unterschied zu Person 1 beträgt also 3000€ - 2000€ = 1000 €, was Person 2 mehr verdient, als Person 1.

Da Person 1 schon 193200€ verdient hat, bevor Person 2 überhaupt mit Arbeiten begonnen hat muss Person 2 also dies aufholen. Wie lange braucht Person 2 dazu?

Person 2 verdient ja 1000 € monatlich mehr, also 1000€ * 12 Monate = 12000 € mehr im Jahr.

193200€ / 12000 € = 16,1

Person 2 ist also 25 Jahre + 16,1 Jahre, also etwas über 41 Jahre alt, bis er endlich mehr verdient...

Geschrieben

@Einsteiger

Mit einem Hauptschulabschluss findet man unter Umständen gar keine Stelle.

Solche Modellrechnungen sind interessant zu lesen, sie dienen letztlich den "Geringqualifizierten" oftmals als Argument nicht weiterzulernen.

Und wenn es demnächst einen Mindestlohn gibt, dann geht man nahtlos von der Schule in die Sozialhilfe.

Geschrieben

gehen wir doch mal zur heutigen realität aus wenn alle doch von praxis sprechen

hauptschüler findet kein ausbildungsplatz verdient genau 0 Euro

warum sollte ein studium schaden ne ausbildung ist so anspruchslos es werden einem doch keinerlei führungskenntnisse und höhere dinge beigebracht und ob das was man so in der praxis immer so lernt so richtig isch ist au fraglich

studium 6 semester sind genau 3 jahre oft noch mit 6 monaten praktikums verbunden und vorher au warum sollte man da nicht studieren?

Geschrieben
Aus finanzieller Sicht sollte man sich mal folgendes Rechenbeispiel ansehen:

- Person 1 beginnt nach seinem Hauptschulabschluss mit 15 eine Ausbildung, wird anschließend von der Firma übernommen und arbeitet auf seinem Beruf.

- Person 2 macht Abtitur, anschliessend studiert er 5 Jahre und findet anschließend mit 25 einen Job.

_________________________________________________________________

Person 1 verdient also sagen wir mal im 1. Lehrjahr 600€ im 2. 700€ und im 3. 800€.

Person 1 hat also in den 3 Jahren (600€ + 700€ + 800€)*12 Monate, also 25200€ verdient und ist nun 18 Jahre.

Danach verdient Person 1 2000€ netto.

Also verdient Person 1 von 18 Jahren bis 25 Jahren 2000€*12Monate*7Jahre = 168.000€.

Person 1 hat also bis 25 Jahre 168.000€ + 25200€ = 193200 € verdient.

Person 2 verdient nun 3000 € netto. Beide Personen arbeiten nun.

Der Unterschied zu Person 1 beträgt also 3000€ - 2000€ = 1000 €, was Person 2 mehr verdient, als Person 1.

Da Person 1 schon 193200€ verdient hat, bevor Person 2 überhaupt mit Arbeiten begonnen hat muss Person 2 also dies aufholen. Wie lange braucht Person 2 dazu?

Person 2 verdient ja 1000 € monatlich mehr, also 1000€ * 12 Monate = 12000 € mehr im Jahr.

193200€ / 12000 € = 16,1

Person 2 ist also 25 Jahre + 16,1 Jahre, also etwas über 41 Jahre alt, bis er endlich mehr verdient...

Bei Deiner Rechnug stimmt nicht, dass die Lohnschere mit zunehmenden Alter immer mehr auseinander geht. Wenn die Personen 40 Jahre alt sind, kannst du von einer viel grösseren Differenz ausgehen als nur 1000 Euro.

Das lässt sich leicht bei uns in der Firma ansehen. Wärend normale Monteure relativ kleines Geld verdienen sind die Löhne der Kaderleute um ein vielfaches höher.

Geschrieben
Bei Deiner Rechnug stimmt nicht, dass die Lohnschere mit zunehmenden Alter immer mehr auseinander geht. Wenn die Personen 40 Jahre alt sind, kannst du von einer viel grösseren Differenz ausgehen als nur 1000 Euro.

Das lässt sich leicht bei uns in der Firma ansehen. Wärend normale Monteure relativ kleines Geld verdienen sind die Löhne der Kaderleute um ein vielfaches höher.

auch die beanspruchung von barfök (oder wie das heisst) wurde nicht berücksichtigt und die evtl rückzahlung!

Geschrieben
Danach verdient Person 1 2000€ netto.

Das ist meiner Meinung nach eine zu Hohe Angabe des Nettogehalts einer Person, die den Hauptschulabschluss hat und frisch die Facharbeiterprüfung abgeschlossen hat.

Geh lieber mal von ~1300€ aus.

Geschrieben

@Einsteiger

Die 1000 Euro Differenz sind eindeutig viel zu gering. kkswiss hat vollkommen recht, spätestens im 2. Abschnitt des Arbeitslebens kippt die Kalkulation zusehens....

Anzeige eBay
Geschrieben
Geschrieben

Hallo AStrauß,

 

schau doch mal hier zum Thema Zubehör für Aus dem Alltag (Anzeige)? Eventuell gibt es dort etwas Passendes.

  • Gefällt Carpassion.com 1
Jetzt registrieren, um Themenwerbung zu deaktivieren »
Geschrieben
Das ist meiner Meinung nach eine zu Hohe Angabe des Nettogehalts einer Person, die den Hauptschulabschluss hat und frisch die Facharbeiterprüfung abgeschlossen hat.

Geh lieber mal von ~1300€ aus.

Wenn überhaupt.......rechne mal lieber 1100 Euro Netto. Mit Wochenendzuschlag usw vielleicht 1250 Euro.

Geschrieben

Der Assistenzarzt frisch von der Uni verdient sicher weniger als 3000 €, wie auch der Schichtarbeiter in der chemischen Inustrie sicher mehr als 2000 € verdient.

Ebenso ist Studium nicht Studium.

- Berufsakademie, FH, oder Uni?

- Bachelor, Master, oder Dr.?

Diese Beispielrechnung sollte doch nur einen kleinen Denkanstoß geben.

Geschrieben

In den letzten Jahren zeichnet sich eine starke Tendenz zu immer längerem Schulbesuch und anschliessendem Studium ab.

Was ich jedoch dabei beobachtet habe, dass nicht der Lernwille für diese Entwicklung maßgebend ist, sondern dass sehr viel sich einfach nicht entscheiden können und wollen, etwas vernünftiges auf die Beine zu stellen.

Erst wird die Realschule oder das Gymnasium besucht, stellt man dann fest dass es dort ohne entsprechendes Engagemant schwer wird einen guten bis sehr guten Abschluss zu machen, wechselt man die Schule.

20 oder 21jährige Gymnasiasten sind doch heute keine Seltenheit mehr, Realschulabgänger sind auch häufig schon 18 Jahre alt.

Der gewünschte Studiengang ist oft nur durch ein gutes Zeugnis zu belegen, leider haben das viele aber nicht.

Also, Konsequenz ist, sich auf die Warteliste setzen zu lassen.

"Ironie an"

Was macht das schon wenn man noch ein Jahr verliert

"Ironie off"

Was ich in unserem Bekanntenkreis sehe, ist , dass auch die Regelstudienzeit meist um ein Jahr überschritten wird, oder dass man in einen anderen Studiengang wechselt, bei dem man vermeintlich mehr Geld verdienen kann, sofern man doch noch irgendwann das Studium beendet :???:

Dass ein erfolgreich abgeschlossenes Studium für beruflichen Erfolg bürgt, das kann, aber muss nicht sein.

Meistens geht es doch ohne irgendwelche Protektion im Berufseinstieg doch nicht.

Da besonders in grossen Unternehmungen die Konkurrenz auch nicht schläft und der Wettbewerb eisenhart ist, sind es immer noch Einzelfälle die den grossen Durchbruch innerhalb kurzer Zeit schaffen.

Bei boomender Wirtschaftslage war es nie ein Problem an Ausbildungsplätze zu kommen und sich durch Weiterbildung eine finanzielle Basis für das Alter zu schaffen.

Im Handwerk sind aber auch heute noch gute Arbeitskräfte gefragt, und wer es wirklich durchzieht, kann sich dabei eine goldene Nase verdienen.:wink:

Der Assistenzarzt frisch von der Uni verdient sicher weniger als 3000 €, wie auch der Schichtarbeiter in der chemischen Inustrie sicher mehr als 2000 € verdient.

Der Sohn eines Freundes musste nach einjähriger erfolgloser Suche nach einer Assistenzarztstelle in die USA wechseln, um überhaupt Geld zu verdienen.Er arbeitet dort für umgerechnet ca. 1900€, Tagesarbeitszeit zwischen 12-16 Std mit Wochenenddiensten!!

Da wird sich das Studium nie rechnen :cry:

Geschrieben
auch die beanspruchung von barfök (oder wie das heisst) wurde nicht berücksichtigt und die evtl rückzahlung!

BAföG bekommt aber wohl nur ein geringer Teil, und ab SS07 kommen ja auch noch die Studiengebühren hinzu.

Aber die Rechnung ist aus nereits geklärten Gründen sowieso hinfällig 8) .

P.S.: Es gibt auch Leute denen ihr Studium spass macht, und die nicht in erster Linie für den Erfolg studieren.

Wobei ich nicht sagen will, dass ich mal später keinen Erfolg haben will :D

Ist aber wohl im Maschinenbau nicht einfach Karriere zu machen.

Geschrieben

Ein Studium braucht man auf alle Fälle kein Studium für erfolg. Sicher ist es ein großer Vorteil wenn man sich für einen Job bewirbt. Jedoch wenn man hart arbeitet braucht man nicht einmal die Matura(Abitur). Man braucht evtl. ein bisschen mehr glück aber sonst nichts.

Wie man am Beispiel von Lula(Brasilianischer Präsident) sieht. Der hat lediglich die Volkschule abgeschlossen!!

Geschrieben

Mein Rat an alle Gymnasiumsabgänger:

Verabschiedet euch von dem Gedanken dass Ihr später zwangsläufig "viel" Geld verdienen werdet nur weil ihr ein Studium absolviert habt.

Jobgarantie hat man auch keine (Ing.berufe stehen momentan zwar etwas besser da aber wie schnell sich das ändert hat man ja den achso gefragten Informatikern gesehen)

Kurz zu meiner "Laufbahn":

Ich bin momentan im 6.Semester meines BWL Studiums (Prakitkum bei BMW inklusive). Zuvor habe ich eine Lehre als Werbekaufmann absolviert. ICh weiss was mich nach meinem Studium auf dem Arbeitsmarkt erwartet.

Was beim Studium am meisten wurmt: Bis man das erste Geld verdient vergehen deine besten Jahre( grade mit 20-30 hat man doch die meisten Wünsche: eigene Wohnung, Auto, Urlaub mit Freunden usw.) und dann steigt man mit auch nicht grade mit dem "Über"lohn ein. die Zeiten sind leider vorbei.

Also überlegt es euch gut.

Geschrieben
Was ich in unserem Bekanntenkreis sehe, ist , dass auch die Regelstudienzeit meist um ein Jahr überschritten wird,

Ich bin jetzt 25, werde im Mai 26 und komme jetzt bei meinem BWL Studium auch in das 10. Semester, sicherlich auch das letzte. Somit habe ich auch schon über die Regelstudienzeit um 2 Semester überschritten. Das geht schneller als man denkt.

Aber ich muss mal einige Studenten in Schutz nehmen, denn das Überschreiten der Regelstudienzeit liegt nicht nur an ihnen, sondern auch daran, dass die Kurse etc sich überschneiden und man daher auch oft warten muss, bis ein bestimmter Kurs wieder angeboten wird, wenn es sich dabei um irgendwelche Pflichtpunkte handelt.

Bei mir an der Uni ist es leider auch so, dass es kein Nachschreibe-Termin gibt, wenn man zum Klausurtermin krank war oder einfach durch die Klausur gefallen ist, was ja auch ab und an mal passieren soll, bei überwiegend Multiple Choice Fragen. Wenn man also den Termin verpasst hat, muss man warten, bis der Kurs wieder angeboten wird. Da die Kurse immer nur zyklisch angeboten werden, kann das schon mal 3 Semester dauern. Und so kommt man ratz batz über die Regelstudienzeit.

EDITan: Mir ist noch was eingefallen. Für Studenten, die nebenbei arbeiten gehen, wie ich es einer bin, muss man ja auch immer so mind. einen Tag pro Woche uni-frei haben, um dem Arbeitgeber zu Verfügung zu stehen. Daher kann man in dieser Zeit keine Kurse besuchen und das Studium verlängert sich wieder... EDIT aus

Ich wäre auch froh, wenn ich mit dem Studium früher fertig geworden wäre. Ich finde das Leben als Student nicht so prickelnd.

EDIT2: @benny: Zustimmung!

Geschrieben
Mein Rat an alle Gymnasiumsabgänger:

Verabschiedet euch von dem Gedanken dass Ihr später zwangsläufig "viel" Geld verdienen werdet nur weil ihr ein Studium absolviert habt.

Jobgarantie hat man auch keine (Ing.berufe stehen momentan zwar etwas besser da aber wie schnell sich das ändert hat man ja den achso gefragten Informatikern gesehen)

Kurz zu meiner "Laufbahn":

Ich bin momentan im 6.Semester meines BWL Studiums (Prakitkum bei BMW inklusive). Zuvor habe ich eine Lehre als Werbekaufmann absolviert. ICh weiss was mich nach meinem Studium auf dem Arbeitsmarkt erwartet.

Was beim Studium am meisten wurmt: Bis man das erste Geld verdient vergehen deine besten Jahre( grade mit 20-30 hat man doch die meisten Wünsche: eigene Wohnung, Auto, Urlaub mit Freunden usw.) und dann steigt man mit auch nicht grade mit dem "Über"lohn ein. die Zeiten sind leider vorbei.

Also überlegt es euch gut.

eben du sagst es !!!!!!!! guter beitrag

träume habe ich wenn ich noch jung bin viel mehr!!!!

kann mir nicht vorstellen das es ein 60 jähriger mehr geniest als ich mit damals mit 21 jahren einen ferrari zu fahren!

Geschrieben

Da kann ich euch allen nur ein Studium an einer Berufsakademie nahe legen. Ihr seit nach 3 Jahren fertig, habt die Hälfte einen praktischen die andere Hälfte einen theoretischen Teil und bekommt auch nocht Geld dafür. Der einzigeste Nachteil ist der das man wirklich viel arbeiten muss an der BA. Man hat nach jeden 3 Monaten Klausuren. Es ist schon stressig aber bis jetzt bereuhe ich den Schritt nicht. Und man hat eine hohe Wahrscheinlichkeit danach einen Arbeitsplatz zu bekommen. Besonders wenn man etwas macht was nicht viele machen.

Ich denke das in der heutigen Zeit ein Studium von vorteilfür das spätere Leben ist. Ohne Studium hilft es oft nur sich selbsständig zu machen.

Vor 20-30 Jahren war das noch anderst. Sehe ich selbst an meinem Dad und davor habe ich echt respekt was er erricht hat.

Sebastian

Geschrieben

Wenn alles wie geplant läuft, kann man als Akademiker mit zunehmendem Alter sicher überproportional profitieren.

Aber...

Viele Unternehmen geraten in Zeiten wie diesen in wirtschaftliche Turbulenzen, müssen Kosten einsparen oder werden aufgekauft und einem größeren Unternehmen einverleibt. Der Trend zum Personalabbau ist bekannt. Es gibt 5 Mio. Arbeitslose in D. und im Falle eines Jobverlusts ist ein höheres Alter UND ein höheres Einkommen eher kontraproduktiv für den Wiedereinstieg - außer man ist hinsichtlich Qualifikation und Branche sehr gefragt. Auf viele 08/15 Akademiker trifft das sicher nicht zu - daher auch die hohe Arbeitslosenquote in dieser Schicht.

In Ö. sind die kleinen Arbeiter, die konsequent geschult und zu Facharbeitern ausgebildet wurden, sehr gefragt am Arbeitsmarkt. Teilweise gibt es sogar zu wenig. Deren Einkommen kann sich wirklich sehen lassen :-o

Wenn es nur noch Häuptlinge, aber keine Indianer mehr gibt, wird man trotz super Ausbildung finanzielle Abstriche machen müssen oder gar keinen Job bekommen. Die gute Ausbildung alleine ist noch keine Garantie für eine tadellose beruflich Karriere inkl. gutem Einkommen. Es gibt auch andere Wege zum Erfolg als das Studium. Wichtig ist nur, dass man sowohl mit als auch ohne Studium die richtige Richtung (Branche, Tätigkeit etc.) einschlägt. Leider ist man immer erst im Nachhinein schlauer, ob der Weg richtig war oder nicht.

Die genannten Einkommensunterschiede sind aus meiner Sicht daher sehr theoretisch.

Ich finde, man kann als junger Mensch nur noch schwer planen, denn der Arbeitsmarkt ändert sich immer schneller und immer brutaler. Bis mancher mit seinem Studium fertig ist, ist die einst große Nachfrage nach den Absolventen bereits wieder verebbt...

Ich erinnere nur an die vielen Fusionen, die viele Arbeitsplätze gekostet haben, an den Internetboom und die anschließende Pleitewelle, an die Abwanderung vieler Unternehmen Richtung Ostblock und China etc.

Der Wandel innerhalb kurzer Zeit ist enorm!

Geschrieben
zu machen.

Vor 20-30 Jahren war das noch anderst. Sehe ich selbst an meinem Dad und davor habe ich echt respekt was er erricht hat.

Sebastian

Stimmt. Wenn ich sehe wer heutzutage auf den begehrten Abteilungsleiterposten z.B in einem Hause BMW sitzt...

die sind meistens um den Dreh 45-50 Jahre und ein akademischer Abschluss ist in vielen Fällen nicht vorhanden.

Dass man heute auf diese Posten kommt braucht man ein besser zwei "sehr gut" abgeschlossene Studiengänge, 1 Jahr Auslandserfahrung, 4 Praktikas, sollte 3 Sprachen fließend sprechen. sozial engagiert sein. und am besten nicht älter als 23 Jahre sein. :???:

Geschrieben

Aber ich muss mal einige Studenten in Schutz nehmen, denn das Überschreiten der Regelstudienzeit liegt nicht nur an ihnen, sondern auch daran, dass die Kurse etc sich überschneiden und man daher auch oft warten muss, bis ein bestimmter Kurs wieder angeboten wird, wenn es sich dabei um irgendwelche Pflichtpunkte handelt. Ich wäre auch froh, wenn ich mit dem Studium früher fertig geworden wäre. Ich finde das Leben als Student nicht so prickelnd.

Mein Beitrag mit der Regelstudienzeit war nicht vorwurfsvoll gemeint,

aber es ist doch tatsächlich so, dass es fast keiner innerhalb dieser Zeit schafft, das Studium abzuschliessen.

Genau durch die Punkte die du angesprochen hast.

Das ändert aber nichts an der Tatsache, dass man in dieser Zeit einfach nichts verdient.

Und ob man anschliessend sofort einen gutbezahlten Job bekommt,

das hängt einfach von zu vielen- leider meist nicht selbst beeinflussbaren- Faktoren ab

Geschrieben
Wenn ich sehe wer heutzutage auf den begehrten Abteilungsleiterposten z.B in einem Hause BMW sitzt...

die sind meistens um den Dreh 45-50 Jahre und ein akademischer Abschluss ist in vielen Fällen nicht vorhanden.

Aber ich muss auch sagen, dass meiner Meinung nach, eine langjährige Berufserfahrung das Studium absolut kompensiert. Die richtige Reife bekommt man eh erst mit der Zeit und den Jahren. Und nicht als Frischling von der Uni...

Und ein guter Uni-Abschluss sagt ja auch null Komma nichts darüber aus, ob jemand gut ist in seinem Job.

Der universitäre Abschluss sagt häufig nur aus, ob jemand gut auswendig lernen kann und dann die richtigen Kreuzchen setzen kann (MC-Klausuren).

@Rocks: Genau so ist es... Bei kleineren Unternehmen ist es ja auch so, dass man viel Vitamin B(eziehung) braucht, um dort Fuss zu fassen. Denn es werden ja auch lieber die Kinder der Angestellten eingestellt als externe Bewerber.

@benny (nachfolgender Post): Glück gehört auch dazu!!!

Geschrieben

Da fällt mir noch Beispiel aus meinem Bekanntenkreis ein.

Er, zarte 22 Jahre, Realschulabschluss.

Arbeitet seit gut 2 Jahren als Fahrzeugelektroniker in der Abteilung "Fahrzeuggesamterprobung" eines Münchner Automobilherstellers mit 3 Buchstaben ;-)

Mit der Gewinnbeteilungung und Auslandszuschlägen kratzt er regelmäßig an der 40k € Grenze /Jahr.

Nebenbei kostenlose Fahrertrainings /z.B. Sölden kostet normal ca. 1000€ und Auslandsaufenthalte an den Erprobungsstandorten (etwas Kreisbahn fahren auf gefrorenem See mit X5 Nachfolger und Z4 Mcoupe gefällig? :-))! oder doch lieber in der Sonne Kaliforniens die Klimaanlage eines 6er Coupes zum kochen bringen? O:-) )

Ohne Studium

Geschrieben
Die genannten Einkommensunterschiede sind aus meiner Sicht daher sehr theoretisch.

Puuuuh, dem kann ich einfach nicht zustimmen...Ich kenne die Ranges der Gehälter sowohl im gewerblichen als auch im AT Bereich zumindest in der Firma in der ich arbeite recht gut...verschätz Dich mal da nicht zu sehr...Die Spannen zwischen den Gehältern können recht hoch sein...

Sicher ist die Nachhaltigkeit ein Problem, aber das haben nicht nur Akademiker. Auch als IT Spezialist oder was auch immer, kannst Du schnell auf der Straße landen. Ich sage Dir aber aus eigener Erfahrung, man läßt eher 2 Indianer gehen (die kann man immer wieder günstig einstellen) als einen z.B. Abteilungsleiter, der in der Firma ganz anders involviert ist als seine Mitarbeiter...

Ich habe nicht studiert und trotzdem einen Job den ich nur auf Grund von Leistung bekommen habe...ich würde meinem Kind jederzeit ein Studium nahe legen...so lange ich mir das leisten kann, warum soll mein Kind eine schlechtere Ausbildung bekommen und nicht die bestmögliche...ich denke, so denken viele auch, zumindest die, die es sich leisten können...

Archiviert

Dieses Thema ist archiviert und für weitere Antworten gesperrt. Erstelle doch dein eigenes Thema im passenden Forum.


×
×
  • Neu erstellen...