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smalltowncruiser

Massenträgheitsmomente 2. 3. ... Ordnung

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smalltowncruiser
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Habe beim durchstöbern in alten Beiträge was von Massenträgheitsmomenten 2. und höherer Ordnung gesehen, kann mir leider nix darunter vorstellen.

Falls es jemand weiß, würde mich halt mal interessieren.

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der_messias
Geschrieben
:-o so auf anhieb kann ich dir auch keine definition geben aber ich kann dir von gross/hauger/schnell die bücher technische mechanik I & II empfehlen, da stehts bestimmt drin, ich schau mal nachher nach ...
Smove
Geschrieben
:-o so auf anhieb kann ich dir auch keine definition geben aber ich kann dir von gross/hauger/schnell die bücher technische mechanik I & II empfehlen, da stehts bestimmt drin, ich schau mal nachher nach ...

lass mich raten, du bist Maschinenbauer !

Def. von Trägheitsmoment allgemein:

Das Trägheitsmoment ist eine physikalische Größe, die die Trägheit eines Körpers bei Rotationsbewegungen beschreibt.

Massenträgheitsmomente 2.Ordnung weiß ich erstmal nicht auswenidg, obwohl ich die Bücher TMI+II im Moment ziemlich gut kenne ( hatte am Mittwoch DVP TM)

oder meinst du vielleicht

Flächenmoment 1. Ordnung (statisches Moment)

Diese Größe wird bei der Ermittlung von sowohl Flächenschwerpunkten als auch der Schubspannungsverteilung im Biegebalken benötigt.

Flächenmoment 2. Ordnung (Flächenträgheitsmoment):

Es wird benötigt, um den Widerstand eines Körpers gegen eine Biegebeanspruchung zu ermitteln.

Tobias

smalltowncruiser
Geschrieben

Bin auch Maschinenbauer, aber noch ein ganz frischer und somit ein neugieriger.

Gut und wie habe ich das nun im Motor zu verstehen?

Smove
Geschrieben
Bin auch Maschinenbauer, aber noch ein ganz frischer und somit ein neugieriger.

Gut und wie habe ich das nun im Motor zu verstehen?

Schildere mal genauer in welchem Zusammenhang du das gelesen hast.. Im Motor spielt sich da sehr viel ab mit Trägheitsmomenten usw

OT: Viel Spaß beim Studium, schau das du bei Werkstoffkunde und Mechanik gut am Ball bleibst, wird mit das Schwierigste werden.

Tobias

aeroxaa
Geschrieben

Hallo!

Haut mich jetzt nicht, falls ich da irgendwo was falsches schreiben sollte, aber ich probier das Thema da mal ein bisschen zusammenzufassen. In meinem Buch ("Otto- und Dieselmotoren", Heinz Grohe) steht das recht ausführlich beschrieben.

Es gibt rotierende Massenkräfte (Kurbelzapfen, Kurbelwangen, rotierender Anteil der Pleuelstange,..) und oszillierende Massenkräfte (oszilliernder Teil des Pleuels, Kolbenbolzen, Kolben,..) welche am Kolben (bzw Pleuel und Kurbelwelle) angreifen.

Die oszillierende Massenkraft wird in eine Massenkraft 1. und 2. Ordnung zerlegt. Die Kraft 1. Ordn. ändert sich mit dem Rythmus der Kurbelwellenumdrehung (cosinus vom Kurbelwinkel), die Kraft 2. Ordn. hängt jedoch vom doppelten Kurbelwinkel ab.

Die Massenkraft 1. Ordnung kann man mit Gegengewichten auf der Kurbelwelle ausgleichen, da dann jedoch eine störende Horizontalkraft entsehen würde gleicht man meist nur 50% aus.

Einen vollständigen Massenausgleich kann man nur bei einer Einzylindermaschine mit einem Lanceister- Ausgleich erreichen (falls das jemandem was sagt).

Wer bis jetzt mitgekommen ist :-))!

Und jetzt zu den Massenmomenten. Diese entstehen nur bei Mehrzylindermaschinen, weil die Massenkräfte zum Motorschwerpunkt einen Hebelsarm haben (Kraft x Abstand = Moment). Eben weil es Massenkräfte 1. und 2. Ordnung gibt gibt es auch dementsprechende Massenmomente 1. und 2. Ordnung. Diese Momente kann man teilweise aber durch geschickte Kurbelwellenkonstruktion (Kröpfung und Symmetrie) ausgleichen. Je weniger an Kräften und Momenten desto besser.

Ich hoffe irgendwer hat noch irgendwas verstanden X-) in dem Buch das vor mir liegt is das mit vielen Skizzen usw beschrieben, das alles zu posten wäre aber etwas aufwändig.

MfG Mathias :wink2:

Smove
Geschrieben
Hallo!

Haut mich jetzt nicht, falls ich da irgendwo was falsches schreiben sollte, aber ich probier das Thema da mal ein bisschen zusammenzufassen. In meinem Buch ("Otto- und Dieselmotoren", Heinz Grohe) steht das recht ausführlich beschrieben.

Es gibt rotierende Massenkräfte (Kurbelzapfen, Kurbelwangen, rotierender Anteil der Pleuelstange,..) und oszillierende Massenkräfte (oszilliernder Teil des Pleuels, Kolbenbolzen, Kolben,..) welche am Kolben (bzw Pleuel und Kurbelwelle) angreifen.

Die oszillierende Massenkraft wird in eine Massenkraft 1. und 2. Ordnung zerlegt. Die Kraft 1. Ordn. ändert sich mit dem Rythmus der Kurbelwellenumdrehung (cosinus vom Kurbelwinkel), die Kraft 2. Ordn. hängt jedoch vom doppelten Kurbelwinkel ab.

Die Massenkraft 1. Ordnung kann man mit Gegengewichten auf der Kurbelwelle ausgleichen, da dann jedoch eine störende Horizontalkraft entsehen würde gleicht man meist nur 50% aus.

Einen vollständigen Massenausgleich kann man nur bei einer Einzylindermaschine mit einem Lanceister- Ausgleich erreichen (falls das jemandem was sagt).

Wer bis jetzt mitgekommen ist :-))!

Und jetzt zu den Massenmomenten. Diese entstehen nur bei Mehrzylindermaschinen, weil die Massenkräfte zum Motorschwerpunkt einen Hebelsarm haben (Kraft x Abstand = Moment). Eben weil es Massenkräfte 1. und 2. Ordnung gibt gibt es auch dementsprechende Massenmomente 1. und 2. Ordnung. Diese Momente kann man teilweise aber durch geschickte Kurbelwellenkonstruktion (Kröpfung und Symmetrie) ausgleichen. Je weniger an Kräften und Momenten desto besser.

Ich hoffe irgendwer hat noch irgendwas verstanden X-) in dem Buch das vor mir liegt is das mit vielen Skizzen usw beschrieben, das alles zu posten wäre aber etwas aufwändig.

MfG Mathias :wink2:

Guter Post :-))!

Wer sich damit ein wenig beschäftigt hat, sollte damit doch was anfangen können

der_messias
Geschrieben

@ smove gut kombiniert :-))!

OT

@ smalltowncruiser und nimm dir den rat von smove zu herzen! mach immer schön brav alles übungsblätter, besuch alle übungen usw. besonders weil später dann noch so lustige sachen wie thermodynamik kommen .....

manu_hr
Geschrieben

imho wird das Flächen- und Widerstandsmoment 2. Ordnung für die Biegespannung in der äußeren Randschicht benötigt, sobald Die Spannung für komplexe Teile zu berechnen ist. Z. B. Biegen eines I-Trägers aus Stahl.

Das Moment 1. Ordnung gilt fürs einfache Biegen, z. B. eines Balkens. Hier gibt es nur eine Biegeachse.

Das Moment 2. Ordnung gilt wie schon erwähnt für komplexe Teile, wie z. B. ein I-Träger, der im Prinzip aus 3 Balken besteht. Hier gibt es keine gemeinsame Biegeachse, wenn ich mich richtig erinnere tritt hier die Steinersche (hoffe hab das richtig geschrieben) Regel auf.

Zug u. Druck: Spannung = Kraft F / Fläche A

Biegen: Spannung = Drehmoment M / Widerstandsmoment W

Widerstandsmoment W = Flächenmoment I / Randfaserabstand e

Falls keine gemeinsame Biegeachse vorhanden ist, muß nach der Steinerschen Regel das Flächenmoment verschoben werden.

Flächenmoment verschoben = Flächenmoment normal + Verschiebung l^2 mal Fläche A

Hoffe ich hab alles richtig geschrieben und mich nirgends vertan. Mache grad meinen Masch.bautechniker nebenher am Wochenende und bin im 4. Semester, Tech.Mech. hab ich bis jetzt erst 4 Doppelstunden gehabt. Klausur hat also noch Zeit, ist ziemlich komplex das Fach was ich bis jetzt so alles mitbekommen hab.

Falls an meiner Beschreibung was falsch ist, bitte ich um Korrektur, da man ja bekanntlich aus Fehlern lernt :D

Smove
Geschrieben
imho wird das Flächen- und Widerstandsmoment 2. Ordnung für die Biegespannung in der äußeren Randschicht benötigt, sobald Die Spannung für komplexe Teile zu berechnen ist. Z. B. Biegen eines I-Trägers aus Stahl.

Das Moment 1. Ordnung gilt fürs einfache Biegen, z. B. eines Balkens. Hier gibt es nur eine Biegeachse.

Das Moment 2. Ordnung gilt wie schon erwähnt für komplexe Teile, wie z. B. ein I-Träger, der im Prinzip aus 3 Balken besteht. Hier gibt es keine gemeinsame Biegeachse, wenn ich mich richtig erinnere tritt hier die Steinersche (hoffe hab das richtig geschrieben) Regel auf.

Zug u. Druck: Spannung = Kraft F / Fläche A

Biegen: Spannung = Drehmoment M / Widerstandsmoment W

Widerstandsmoment W = Flächenmoment I / Randfaserabstand e

Falls keine gemeinsame Biegeachse vorhanden ist, muß nach der Steinerschen Regel das Flächenmoment verschoben werden.

Flächenmoment verschoben = Flächenmoment normal + Verschiebung l^2 mal Fläche A

Hoffe ich hab alles richtig geschrieben und mich nirgends vertan. Mache grad meinen Masch.bautechniker nebenher am Wochenende und bin im 4. Semester, Tech.Mech. hab ich bis jetzt erst 4 Doppelstunden gehabt. Klausur hat also noch Zeit, ist ziemlich komplex das Fach was ich bis jetzt so alles mitbekommen hab.

Falls an meiner Beschreibung was falsch ist, bitte ich um Korrektur, da man ja bekanntlich aus Fehlern lernt :D

Den Steineranteil braucht man für Teile dessen Schwerpunkt nicht mit dem 0 Punkt der x,z Achse zusammen fallen, man verschiebt praktisch den Schwerpunkt des Teilkörpers auf den 0-Punkt der x,z Achsen!

Smove
Geschrieben
@ smove gut kombiniert :-))!

OT

@ smalltowncruiser und nimm dir den rat von smove zu herzen! mach immer schön brav alles übungsblätter, besuch alle übungen usw. besonders weil später dann noch so lustige sachen wie thermodynamik kommen .....

OT: welches Semester bist du denn und wo studierst du?

smalltowncruiser
Geschrieben

Hatte das mal in dem Beitrag gelesen, wo es um die Frage ging "Wieso gibt es keine V18 oder V20 Motoren"?

http://www.carpassion.com/de/forum/viewtopic.php?t=23054

Bin jetzt soweit mit Grundstudium in DD fertig und habe mich auch in den Vorlesungen und Übungen damit rumgeplagt. Konnte mir nur nix so richtig unter den Begriffen von Trägheitsmomenten höher als 2. Ordnung vorstellen. Hat noch jemand ne Idee zum Trägheitsmoment 3. Ordnung? Buch?

der_messias
Geschrieben

OT: ich studiere in karlsruhe, hab aber maschbau jetzt nach dem 4ten semester abgebrochen und werde jetzt zum bauigel

Smove
Geschrieben
OT: ich studiere in karlsruhe, hab aber maschbau jetzt nach dem 4ten semester abgebrochen und werde jetzt zum bauigel

da ist aber die Welt nicht um zwischen Maschinenbau und Bauingenieur in Bezug aufs Studium?

der_messias
Geschrieben

???? ich kapier den satz nicht ?

Smove
Geschrieben
???? ich kapier den satz nicht ?

Ich meine so der Unterschied besteht ja nicht zwischen Maschinenbau und Bauingenieur. Statitik, Mathemetik, Konstruktion usw wird ja sehr ähnlich sein, oder liege ich falsch?

der_messias
Geschrieben

nee da hast du schon recht, ist ja nicht, weil ich total keine lust mehr auf das zeug hätte, das interessengebiet hat sich nur etwas verschoben, ich hoffe auch mathe und tm anerkannt zu bekommen, dann werden die ersten beiden semester wie urlaub ...

p.s. wo studierst du/hast du studiert?

Smove
Geschrieben
nee da hast du schon recht, ist ja nicht, weil ich total keine lust mehr auf das zeug hätte, das interessengebiet hat sich nur etwas verschoben, ich hoffe auch mathe und tm anerkannt zu bekommen, dann werden die ersten beiden semester wie urlaub ...

p.s. wo studierst du/hast du studiert?

Studiere an der TU München, 3.Semester.

Bis jetzt taugt mir das Studium noch voll, bin mal gespannt auf Thermodynamic und Maschinenelemente, wird sicherlich kein Spaß X-)

smalltowncruiser
Geschrieben

sollte alles nicht das Problem werden, solange Du alle Übungen und Belege machst :wink:.

maxwell20
Geschrieben

Studiere an der TU München, 3.Semester.

Bis jetzt taugt mir das Studium noch voll, bin mal gespannt auf Thermodynamic und Maschinenelemente, wird sicherlich kein Spaß X-)

hehe wenn Thermodynamik so wie bei uns an der TU Graz abläuft, dann wünsch ich viel Vergnügen.... *fg*

ähm zu Thema: ich werd morgen mal versuchen die passende Seite im Kolbenmaschinen-Skriptum einzuscannen und online zu stellen

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