Die Gründung des Rennsporthauses
Ferrari
Enzo
Ferrari gründete die
Scuderia Ferrari S.p.A. im Jahre 1929 in der Viale Trieste in Modena mit dem Ziel, Lieferung, Vorbereitung und Instandhaltung von Alfa Romeo Rennautos für Privatfahrer vorzunehmen. Bis 1938, dem Jahr, in dem Enzo
Ferrari zum Sportdirektor der „Alfa Corse" ernannt wurde, wurden sämtliche Rennsportaktivitäten auf Alfa*Romeo Fahrzeugen durchgeführt. Zwei Jahre später beendete er seine Tätigkeit für Alfa und gründete am gleichen Standort die Firma „Auto Avio Costruzioni
Ferrari". Der beginnende Krieg führte zur Herstellung von Werkzeugmaschinen, was Enzo
Ferrari aber nicht davon abbrachte, eine Studie und einen Entwurf für einen Sportwagen, den Spider 8-Zylinder mit 1.550 ccm, der nur zweimal gebaut wurde, zu verwirklichen.
Dieser Wagen, nur kurz mit „815" bezeichnet, nahm 1940 an der Mille Miglia teil, der 2. Weltkrieg beendete jedoch jegliche weiteren sportlichen Aktivitäten. 1943 wurden die Werke von Modena nach Maranello verlegt, wo die Produktion von Werkzeugmaschinen bis zur Bombardierung des Werkes im Jahre 1944 fortgesetzt wurde.
Die
Ferrari-Rennabteilung
(Gestione Sportiva) Bis 1981 wurden die Rennwagen im Werk in Maranello gebaut. Im Jahr 1982 wurde im benachbarten Fiorano direkt neben der Teststrecke die Formel 1 Produktionsstätte eröffnet. Chassis und Motoren werden weiterhin in Maranello produziert.
Die
Ferrari Teststrecke in Fiorano
Die Strecke wurde 1972 in der Nähe des Hauptwerkes in Maranello eingerichtet, ist 3.000 m lang und verfügt über die komplette technische Ausstattung, die zum Erproben der Formel-1- und GT-Fahrzeuge notwendig ist.
Mugello: 1988 hat
Ferrari S.p.A. die Rennstrecke in Mugello erworben und komplett renoviert. Sie steht heute für Rennveranstaltungen zur Verfügung.
Ferrari - Die Chronik einer einzigartigen Marke
1898
Am 18. Februar 1898 wird Enzo
Ferrari in Modena geboren.
1919
Enzo
Ferrari arbeitet als Testfahrer bei dem Automobilhersteller C.M.N. Renndebüt in Parma - Poggio di Berceto in einem 3-Ltr.*C.M.N. - Ergebnis: Platz 4.
1920
Bei der Targa Florio 2. Platz als Werksfahrer auf einem Alfa Romeo.
1924
1. Platz im Acerbo-Pokal*rennen in Pescara auf einem Alfa Romeo RL. Enzo
Ferrari übernimmt mehr und mehr die Aufgabe als Rennleiter der Werksmannschaft.

1929
Am 1. Dezember Gründung der
Scuderia Ferrari S.p.A. in Modena. Gegenstand des Unternehmens ist die Liefe*rung, Vorbereitung und In*standhaltung von Alfa-Romeo*Rennautos für Privatfahrer.
1931
Erster Auftritt der offiziellen Rennmannschaft der
Scuderia Ferrari mit Fahrern wie u.a. Chiron, Nuvolari und Varzi. Zum ersten Mal erscheint das sich aufbäumende Pferd auf Rennautos - ein Zeichen, welches Zeichen setzen wird.

1933
Alfa Romeo nimmt Abschied als Werks-Team und überlässt es der
Scuderia Ferrari, ihre Interessen auf Rennstrecken zu vertreten. In jenem Jahr sind von 39 Rennen 26 Siege für die
Scuderia Ferrari zu melden.
1935
Mit einem von der
Scuderia gebauten Alfa Romeo mit Doppelmotor bricht Nuvolari zwei Weltrekorde der internationalen Kategorie B. Für eine Meile und einen Kilometer wurden mit 323,2 km/h und 312,428 km/h Bestmarken erreicht.
1938
Alfa Romeo übernimmt die
Scuderia Ferrari und nennt sie Alfa Corse. Enzo
Ferrari bleibt als technischer Direktor.
1940
Ferrari verlässt Alfa Corse im Zorn, nicht nur weil er eine Auflage bekommen hat, fünf Jahre lang keine Autos unter seinem Namen zu bauen.
1947
Präsentation des ersten Autos mit dem Namen
Ferrari: Ein 12-Zylinder mit 1500 ccm Hubraum und mit der Bezeichnung 125 S. Die Rennversion dieses Autos gewinnt im Premierenjahr sieben Rennen, unter anderem den Großen Preis von Rom als ersten
Ferrari-Sieg am 25. Mai 1947.
1948
Erster Sieg bei der Mille Miglia und erster Auslandssieg in Schweden
1949
Biondetti/Benedetti gewinnen die Mille Miglia und Chinetti und Selsdon gewinnen die 24 Stunden von Le Mans – der erste Sieg von neun Le-Mans*Siegen.
1952
Ascari gewinnt für
Ferrari die Fahrer-Weltmeisterschaft - die erste von neun folgenden.
1953
Ascari gewinnt wieder die Fahrer-Weltmeisterschaft auf einem Typ 500 und
Ferrari gewinnt die Sportwagen- Weltmeisterschaft der Konstrukteure.
1956
Fangio wird auf einem
Ferrari Formel-1 –Weltmeister
1961
Phil Hill wird Formel-1 Weltmeister auf dem Typ 156.
Ferrari gewinnt nicht nur die Formel-1 –Weltmeisterschaft der Konstrukteure, sondern auch die Sportwagen-Weltmeisterschaft.
1963
Ferrari gewinnt die GT-Weltmeisterschaft der Konstrukteure. In diesem Jahr werden zum ersten Mal über 500 Autos hergestellt.
1964
John Surtees wird Formel-1-Weltmeister auf dem Typ 158.
Ferrari gewinnt die Formel-1 - Weltmeisterschaft der Konstrukteure.
1969
Fiat übernimmt 50% der Anteile der Firma
Ferrari.
1971
Es erfolgt der Produktionssprung über 100 Automobile auf 1246 Stück.
1972
Die Fiorano Renn- und Teststrecke wird für
Ferrari fertig gestellt. Sie hat eine Länge von 3 km, ist 8,40 m breit und hat Kurven, die den interessantesten Rennstrecken der Welt nachgebaut wurden.
1975
Niki Lauda gewinnt seine erste Formel-1 –Weltmeisterschaft auf dem Typ 312 T.
Ferrari gewinnt die Weltmeisterschaft der Konstrukteure. Das mit Stand 12/1994 meistgebaute Modell, die Baureihe 308/328 Kommt auf den Markt und wird erst im Jahre 1989 Ablösung finden.
1977
Niki Lauda gewinnt seine zweite Formel-1 –Weltmeisterschaft auf einem 312 T2. In diesem Jahre werden 1789 Autos her gestellt.

1979
Jody Scheckter wird Formel-1 -Weltmeister auf dem Typ 312 T4.
Ferrari gewinnt die Formel*1-Weltmeisterschaft der Konstrukteure. Mehr als 2000 Autos verlassen die Werkshallen von Maranello.
1982
Mit dem 125 C2 gewinnt
Ferrari die Formel-1-Weltmeisterschaft der Konstrukteure.

1984
Mit dem 288 GTO baut
Ferrari das erste Kleinserienauto der Welt (272 Stück), welches die 300-km/h-Marke überspringt (303 km/h).
1985
Erstmals werden über 3000 Autos gebaut - bei manchen Modellen nur ein Auto pro Tag. Der legendäre Name „Testarossa" erfährt seine Wiedergeburt im 2-sitzigen 12-Zylinder-Coup6, welches den 512 BB ablöst.
1987
Vorstellung des F 40. Die Typenbezeichnung bezieht sich auf das 40-jährige Jubiläum des
Ferrari-Sportwagenbaus. Es ist das sportlichste und zugleich schnellste Serienauto der Welt.
1988
Enzo
Ferrari wird 90 Jahre alt. Er verstirbt am 14.08.1988. Mit 4001 Fahrzeugen wird ein neuer Produktionsrekord erzielt.

1989
Ferrari gründet die
Ferrari Deutschland GmbH in Frankfurt am Main (ab 1992 mit Sitz in Wiesbaden). Der
Ferrari 348tb und ts feiert seine Premiere auf der IAA in Frankfurt.
1990
Mit 6 Grand-Prix-Siegen erlebt
Ferrari die größte Formel-1*Ausbeute seit 1979 (auch 6 Siege) und erringt mit Alain Prost beim Grand Prix France den 100sten Sieg in seiner Grand-Prix-Geschichte.
1992
Der
Ferrari 456 GT wird im September in Brüssel der Weltpresse präsentiert. Er setzt die Tradition der Frontmotor-
Ferrari als 2+2- Coupe fort. Mit 644
Ferrari-Neuzulassungen allein in der BRD erlebt die
Ferrari-Nachfrage einen Höhepunkt.
1993
Ferrari hebt die „
Ferrari 348challenge" aus der Taufe und kehrt damit über diesen Markenpokal für
Ferrari*Kunden in den Produktionswagensport zurück.
1994
Ein neuer
Ferrari, der F 355, wird nach ausgiebigen Tests von der Presse mit größten Komplimenten bedacht. Nach dem 456 GT der zweite Serienwagen mit 6-Gang*Getriebe und der erste mit 5-Ventil-Technik. Der Testarossa wird als weiterentwickelter 512 TR mit dem Namen „F 512 M" im Oktober in Paris vorgestellt.
1995
Auf dem Genfer Automobilsalon wird der Nachfolger des F40 mit dem Namen F50 vorgestellt. Dieses Formel-1 -Fahrzeug für die Straße wird in limitierter Stückzahl von nur 349 Stück gebaut werden und ist den ganz besonders treuen Anhängern der Marke gewidmet und zugedacht. In Kanada gewinnt Jean Alesi an seinem Geburtstag seinen ersten Formel-1-Grand-Prix.
1996
Michael Schumacher ist für die Rennsaison 1996 als
Ferrari* Formel-1-Pilot engagiert. Als Teamkollege fährt der Ire Eddie Irvine. Nach einem furiosen Rennen kann Michael Schumacher beim Großen Preis von Spanien seinen ersten Sieg in einem Formel-1-
Ferrari feiern. Im Juli 1996 wird im Rahmen des weltgrößten
Ferrari*Treffens, den
Ferrari Racing Days auf dem Nürburgring, der Nachfolger des legendären
Ferrari Testarossa, der
Ferrari 550 Maranello der Welt*öffentlichkeit präsentiert.
Über 35.000 Zuschauer und mehr als 1.300
Ferrari auf dem Nürburgring schaffen eine unvergessliche Kulisse für eine einzigartige Weltpremiere. Mit einem völlig neu entwickelten Fahrzeug erreicht
FERRARI in dieser Saison durch Michael Schumacher den zweiten Platz in der Konstrukteurswertung.
1997
Genau am 50. Geburtstag von
Ferrari, dem 11. Mai 1997, gewinnt Michael Schumacher in Monte Carlo den Grand Prix von Monaco und damit den 109. Sieg für
Ferrari in der Formel 1. Durch den dritten Platz von Eddie Irvine übernimmt
Ferrari die Führung in der Kons*trukteurswertung und Michael Schumacher die Führung in der Fahrerwertung.
Ferrari feiert seinen 50-jährigen Geburtstag.
Am 25. Mai 1947 gelang Cortese in Rom der erste Sieg auf einem
Ferrari. Dieses Ereignis war der Anlass, die großen Jubiläumsfeierlichkeiten auf historischem Boden in Rom vom 31. Mai bis 1. Juni stattfinden zu lassen und zusammen mit zahlreichen
Ferrari-Kunden aus aller Welt am folgenden Wochenende das Jubiläum in Maranello und Modena zu feiern.
1998
Am 18. Februar wird der 100. Geburtstag des Firmengründers Enzo
Ferrari im familiären Rahmen begangen. Das Unternehmen widmet dem Gründer eine Sonderausstellung in den Räumen der „Galleria
Ferrari" in Maranello, die vom 18. Februar bis Ende September zu besichtigen ist. Beim 600.
Ferrari-Formel-1*Start kann
Ferrari in Monza nicht nur mit 600 internationalen Gästen die jüngste Beteiligung eines Teams in der Formel 1 feiern, sondern auch einen furiosen
Ferrari-Doppelsieg mit Michael Schumacher und Eddie Irvine auf den Plätzen 1 und 2.
2000
Die F1-Saison 2000 hätte für Michael Schumacher wohl nicht besser verlaufen können. Mit 108 Punkten stellte er den Weltrekord von Nigel Mansell ein, mit 9 Saisonsiegen egalisierte er seinen persönlichen Rekord und mit dem Gewinn der ersten Fahrerweltmeisterschaft seit 21 Jahren für sein Team
Ferrari dürfte der Kerpener in Italien unsterblich geworden sein. Es wurde, wie schon in den vergangenen Jahren, ein harter Kampf mit Mika Häkkinen, den der Deutsche allerdings diesmal für sich entscheiden konnte. Entgegen einiger Gerüchte, dass er seine Karriere nach dem lang ersehnten Erfolg bei
Ferrari beenden wolle, fährt Schumacher auch in der Saison 2001 wieder für die
Scuderia*
Ferrari. Obwohl das große Ziel erreicht ist, scheint die Motivation bei
Ferrari ungebrochen.
2001
Das Jahr 2001 wurde das Jahr des Michael Schumacher. 10 Siege und der vierte WM*Titel sollten der Lohn einer perfekten Saison sein, die schon in Ungarn entschieden war. Rubens Barrichello verpasste knapp die Vize-Weltmeisterschaft.
2002
Am 06.02. wurde in Maranello der neue F2002 vorgestellt, mit dem
Ferrari in diesem Jahr den Titel verteidigen will. Kurz vor Mittag war es so weit. Michael Schumacher und Rubens Barrichello enthüllten gemeinschaftlich das Auto der Saison 2002.
Der F2002 macht insgesamt einen guten Eindruck, das Heck etwas schmaler als im Vorjahr, die Aufhängung sowie die Airbox wurden der neuen Aerodynamik angepasst. Die Lackierung enthält überraschend viel Weiß, womit den Hauptsponsoren Marlboro und Vodafone Tribut gezollt werden soll. Zur technischen Seite ist zu sagen, dass das neue Titangetriebe zwar wesentlich leichter, aber nicht wie bisher angenommen wurde, ein Element mit dem Motorblock geworden ist. Als Überraschung ist die Nase anzusehen, die entgegen des im letzten Jahr von
Ferrari selbst eingeläutetem Trend wieder mehr nach oben tendiert.
Ferrari wird Weltmeister 2002, Michael Schumacher holt seinen fünften WM*Titel.

2003
Ferrari geht optimistisch in die neue Saison. Beim Test in Barcelona erreichte Rubens Barrichello am 3. 2. 2003 auf dem „Circuit de Catalunya" die Bestzeit. Der
Ferrari-Pilot realisierte während seiner 64 gefahrenen Runden im Vorjahresauto F2002 eine Zeit von 1:16.900 Minuten. Der zweite Platz ging an Teamkollege Michael Schumacher, dem nach 88 Umläufen rund 0,4 Sekun*den auf die schnellste Runde des Tages fehlten. Die Saison selbst zeichnete aber Höhen und Tiefen für das Weltmeisterteam. Das geänderte Reglement mit Qualifying und die stärker gewordene Konkurrenz machten die Rennsaison spannend. Am Ende fuhr Michael Schumacher aber doch seinen 6. WM-Titel ein und
Ferrari holte zum 5. Mal in Folge den Konstrukteurstitel.
2004
Waren es 2003 nur 16 Rennen, so erhöht sich die Anzahl der Grand Prix jetzt auf 18. Der A1-Ring wurde gestrichen. Neu aufgenommen wurden Bahrain, Belgien und China. Ein Mammutprogramm für das ganze Team. Und es läuft dank Michael Schumacher auch in diesem Jahr fantastisch...
Und schon beim GP von Belgien in Spa am 29. August 2004 sicherte sich Michael Schumacher vorzeitig seinen 7. Weltmeistertitel. Bereits ein Rennen zuvor beim GP von Ungarn errang
Ferrari überlegen und ebenfalls vorzeitig den Konstrukteurs-WM-Titel 2004.
2005 In der Saison 2005 erlebte
Ferrari nach den nicht endend wollenden Erfolgen seit 2000 ein Jahr voller Enttäuschungen. In keiner Phase der Saison konnte man wirklich nur annährend in den TOP 5 mitfahren. Weder Michael Schumacher noch Rubens Barrichello konnten Glanzpunkte setzen. Zu groß war die technischer Unterlegenheit des F2005. Aber auch die Reifen von Bridgestone entpuppten sich als Mitverursacher für diese sehr enttäuschende Saison. In der Konstrukteurswertung wurde man abgeschlagen Dritter und auch der 7malige Champion Michael Schumacher musste sich mit Platz 3 in der Fahrerwertung begnügen.
F-2006