RUF RGT-8 – Hört ihr ihn rufen?

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Zwei Jahre, nachdem man an gleicher Stelle mit der Weltpremiere des Motors einen Paukenschlag Richtung Zuffenhausen schickte, nimmt das Projekt Achtzylinder-Elfer finale Züge an. Der RUF RGT-8, mittlerweile in die Rohkarosserie des 991 umgezogen, steht vor der Serieneinführung. Die Eigenentwicklung mit 4,5 Litern Hubraum im Heck bringt es nun auf 550 PS und beschleunigt den RGT-8 auf eine Höchstgeschwindigkeit von 318 km/h.

RUF RGT-8

RUF RGT-8
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Auf edlem Holzboden präsentiert sich der RUF RGT-8 auf dem Genfer Salon 2012.

Als vor zwei Jahren auf dem RUF-Stand in Genf ein hauseigener Achtzylindermotor enthüllt wurde, war dies in zweifacher Hinsicht einem Donnerschlag gleichzusetzen. Erstens, weil man vorhatte, dieses Aggregat in einen Elfer zu verpflanzen und damit den kraftvollsten Saugmotor-911 zu erschaffen und zweitens, weil diese Premiere damals ausgerechnet in der „Ökohalle“ stattfand. Immerhin war der erste Prototyp des RUF RGT-8 grün lackiert worden, um dem Namen des „Pavillon Vert“ des Genfer Salons gerecht zu werden. 2012 steht man mitten im Messegeschehen und präsentiert die serienreife Version des RGT-8 auf dem größten Messestand der Firmengeschichte.

Nicht wenige Experten hatten geschätzt, dass es bei ein, maximal zwei Prototypen des RGT-8 bleiben würde und dann das Thema des eigenen RUF-Achtzylinders ausgeschöpft wäre. Pustekuchen. Die ersten Kundenfahrzeuge werden dieses Jahr ausgeliefert und die Adaption auf die neue 991-Rohkarosserie ist ebenfalls erfolgt. Allerdings sind einige Bestellungen mit dem ausdrücklichen Wunsch eingegangen, den RGT-8 auf 997-Basis zu erhalten, da es sich dabei um die offizielle Präsentationsvariante handelt. Dieser Wunsch wird von RUF selbstverständlich akzeptiert.

Der 4,5 Liter große V8-Motor mit 90°-Zylinderwinkel und 180°-Kurbelwelle bringt es in seiner nunmehr serienreifen Variante auf 405 kW/550 PS und ein maximales Drehmoment von 500 Newtonmetern, das bei 4.000 U/min zur Verfügung steht. Genaue fahrdynamische Daten werden herausgefahren, sobald das Wetter stabil genug ist. Die Höchstgeschwindigkeit wurde allerdings bereits mit 318 km/h errechnet. Übertragen werden die 550 Rennpferdchen über ein manuelles Sechsgang-Getriebe, das die Hinterräder antreibt.

Man darf gespannt sein, wo die ersten Exemplare des RUF RGT-8 in diesem Jahr auftauchen werden. Interessenten und Automobil-Journalisten stehen jedenfalls bereits Schlange, um zu erfahren, wie sich ein Achtzylinder in einer Elfer-Karosserie anfühlt. Dank ordentlichem Abgasstrang hört man den RGT-8 dann bald lautstarkt rufen.

Autor und Fotograf: Matthias Kierse

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Kategorie: Magazin

Kommentare (1)

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  1. matelko sagt:

    "Einzig die saubequemen Sportschalensitze stammen aus Pfaffenhausen."
    Ja, und das Lenkrad auch… 😉

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