Porsche Panamera Sport Turismo Concept – Ab 2014?

Mit der 416 PS starken Studi Porsche Panamera Sport Turismo zeigen die Zuffenhausener in Paris erstmals einen Kombi. Bis zu vier Insassen können in diesem Fahrzeug zusammen mit ihrem Gepäck bequem auf Reisen gehen. Das Conceptcar verfügt über einen Parallel-Hybridantrieb mit V6-Benziner und Elektromotor, wodurch der Panamera Sport Turismo sportlich und funktional erscheint und einen hohen Alltagsnutzen mitbringt.

Porsche Panamera Sport Turismo Concept

Porsche Panamera Sport Turismo Concept
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In der Frontalansicht fällt beim Porsche Panamera Sport Turismo lediglich auf, dass die Scheinwerfer und die Belüftungsöffnungen gegenüber der bekannten Limousine neu gestaltet wurden.

Gußeiserne Porsche-Fans müssen erneut ganz stark sein: Nach der Erweiterung des Modellangebotes um einen SUV und eine Limousine, sowie die Anreicherung des Motorenprogramms mittels Diesel- und Hybridantriebs kommt nun ein erneuter Schlag auf diejenigen Leser zu, die bei Porsche am liebsten nur den altehrwürdigen 911 im Programm sehen würden. In Paris stellten die Zuffenhausener die Designstudie des Porsche Panamera Sport Turismo vor. Der Name mag es ein wenig beschönigen, aber de facto verbirgt sich dahinter das, was im Volksmund gern verächtlich als „Pampersbomber“ bezeichnet wird: Ein Kombi. Wer jedoch beim Panamera Sport Turismo von einem reinen Lastkraftwagen ausgeht, sollte vielleicht doch noch einmal genauer hinsehen, bevor man diesem Auto Unrecht tut.

Ein Kombi von Porsche also, muss sowas sein? Beim Blick auf den Sport Turismo meinen wir: Ja, wenn das Ergebnis so gekonnt ausschaut, wie diese Studie, dann durchaus. Der vordere Bereich der Karosserie bis zu den vorderen Türen orientiert sich an der bekannten Panamera Limousine, wurde jedoch durch einige verspielte Details in den typischen Bereich der Designstudien geholt. So zeigen sich beispielsweise die Scheinwerfer mit je vier flachen LED-Leuchtkörpern, während in den äußeren Lufteinlässen der Frontschürze C-förmige Stege – von Porsche C-Blades genannt – als Halter der Tagfahr-LEDs und der Blinkleuchten dienen.

Auch der Verzicht auf Außenspiegel deutet auf eine gewisse Ferne zur Serienfertigung hin, denn bislang sind Rückfahrkameras als einzige Möglichkeit für den Blick zurück noch nicht homologiert worden. Das Heck wird durch dreidimensional gestaltete LED-Rückleuchten und ein schwarz eingefärbtes, verbindendes Leuchtenband mit Porsche-Schriftzug geprägt. Gegenüber der Limousine wandern die D-Säulen beim Sport Turismo weiter nach hinten und stehen etwas steiler, wodurch sich der Gepäckraum um ein gutes Stück erweitert. An der Dachkante sitzt ein adaptiver Spoiler aus Carbon. Als Lackierung wurde der Farbton Liquidmetalblue gewählt, die der Karosserie einen Schein von flüßigem Metall mitgibt und dadurch Konturen und Linienführung deutlich macht. Die Radhäuser werden durch in Bicolor-Optik lackierte Doppelspeichen-Felgen ausgefüllt, die durch Zentralverschlüsse an ihrem Platz gehalten werden. Die dahinter ersichtlichen Bremszangen tragen eine acidgrüne Lackierung, die sich ebenfalls als Umrandung des „Sport Turismo“-Schriftzugs am Heck und der „e-hybrid“-Schriftzüge an den vorderen Kotflügeln wiederfindet.

Der „e-hybrid“-Schriftzug deutet bereits auf die Antriebstechnik der Panamera Sport Turismo Studie hin. Es handelt sich um den konsequenten nächsten Entwicklungsschritt zum Plug-In-Hybrid, dessen Akkus nicht nur über den verbauten Benzinmotor aufgeladen werden, sondern wahlweise auch über ein Ladekabel an der heimischen Steckdose. Der Porsche Panamera Sport Turismo kann in der jetzigen Konfiguration bis zu 30 Kilometer rein elektrisch bewegt werden und dabei bis zu 130 km/h schnell fahren. Unter der Motorhaube sitzt der bekannte Dreiliter-V6-Motor mit 245 kW/333 PS, der an der Hinterachse durch einen Elektromotor mit 70 kW/95 PS ergänzt wird. Als kombinierte Gesamtleistung weist Porsche 306 kW/416 PS aus, womit der Sport Turismo unterhalb von sechs Sekunden aus dem Stand auf Tempo 100 beschleunigen kann.

Im Cockpit des Porsche Panamera Sport Turismo finden sich anstelle klassischer Rundinstrumente ein großes zentrales TFT-Display, auf dem sich der Fahrer alle wichtigen Informationen nach Bedarf anzeigen lassen kann. Links und rechts daneben befinden sich die Monitore der Rückfahrkameras, die in den Entlüftungsöffnungen der vorderen Kotflügel versteckt wurden. Widerum daneben befinden sich zwei tubenförmige Anzeigen mit hybridspezifischen Informationen wie dem acidgrün beleuchteten Powermeter. Vom Mitteltunnel aus zieht sich eine neu gestaltete Bedieneinheit zum Armaturenbrett hoch, auf der mehrere Touchscreen-Einheiten verbaut wurden. Von hier aus lassen sich alle wichtigen Einstellungen von Navigationssystem, Radio, Sitzeinstellungen, Licht, Rückfahrkameras, Belüftung und Klimatisierung vornehmen. Auch auf die eingebundenen Smartphones der Insassen lässt sich von hier aus zugreifen, um beispielsweise die mitgebrachte Musik über die Autolautsprecher abzuspielen. Für den Motorstart hat sich Porsche in der Panamera Sport Turismo Studie ebenfalls ein nettes Detail einfallen lassen: Anstelle des links verbauten Schlüssels drückt der Fahrer auf das Display der linken tubenförmigen Hybridanzeige.

Porsche selbst spricht beim Panamera Sport Turismo von einer reinen Designstudie. Wer jedoch genau hinsieht entdeckt viele Anzeichen dafür, dass dieses Fahrzeug durchaus für eine Serienfertigung vorgesehen ist. Allerdings dürfte vorher vermutlich noch das erste größere Facelift der Panamera Limousine erfolgen, womit die Markteinführung des Panamera Sport Turismo wohl frühestens 2014 vonstatten geht.

Quelle: Porsche

Autor: Matthias Kierse

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Kategorie: Magazin

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