Porsche 991 RSR – Mehr Abtrieb, weniger Gewicht

Mit dem neuen Porsche 991 RSR treten die Zuffenhausener in dieser Saison in der World Endurance Championship (WEC) an, um den Titel der GT-Sportwagen einzufahren. Hierzu werden zwei neue, 460 PS starke RSR exklusiv vom werksunterstützten Team Manthey eingesetzt. Auch beim Langstreckenrennen in Le Mans wird das neue Auto an den Start gehen, um zuletzt verlorenen Boden auf die Konkurrenz zurückzuerobern.

Porsche 991 RSR

Porsche 991 RSR
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Der neue Porsche 991 RSR erhält deutlich ausgestellte Radhäuser und eine ausgefeilte Aerodynamik, die mit nur einem Kühllufteinlass in der Frontschürze auskommt.

Seitdem der Porsche 911 vor 50 Jahren auf den Markt gekommen ist, wird dieses Modell für den Rennsport genutzt. Viele Spezialversionen, die speziell an geltende Reglements angepasst wurden, sind seitdem entstanden und zumeist erfolgreich eingesetzt worden. Nun rollt zum runden Jubiläum der Baureihe mit dem neuen Porsche 991 RSR das neueste Kaliber aus der Motorsport-Waffenschmiede in Weissach heran. In seiner Debütsaison 2013 werden erstmal nur zwei Fahrzeuge diesen Typs von der neu zusammengestellten Werksmannschaft Porsche AG Team Manthey in der WEC und bei den 24 Stunden von Le Mans eingesetzt.

Gegenüber dem Vorgängermodell 997 GT3 RSR erhält der neue 991 RSR 10 Zentimeter mehr Radstand, eine neue Dreieckslenker-Vorderachse und einen zentral im Vorderbau platzierten Kühler, der dank besserer Luftführung deutlich effizienter arbeiten kann. Seine heiße Abluft entlässt er über Luftauslässe in der vorderen Carbonhaube. Auch die vorderen und hinteren Kotflügel, die Motorhaube, die Türen, der Unterboden, der Heckflügel, die Radhausverkleidungen und das Armaturenbrett nebst Mittelkonsole bestehen aus dem Hochleistungswerkstoff, der sich durch Leichtigkeit und hohe Stabilität auszeichnet. Zusätzlich bestehen nun alle Scheiben aus dünnem und ultraleichten Polycarbonat. Neben der Gewichtserleichterung wurde auch auf Servicefreundlichkeit im Rennbetrieb Wert gelegt. Daher sind die Schürzen an Front und Heck, sowie die vordere Haube mit Schnellspannern versehen, um einen Austausch innerhalb von wenigen Sekunden zu ermöglichen.

Die Kraftquelle des neuen Porsche 991 RSR stammt in Grundzügen aus dem 997 GT3 RSR. Es handelt sich also um den 4 Liter großen Sechszylinder-Boxermotor, der jedoch in vielen Details optimiert wurde und nun 338 kW/460 PS leistet. Diese werden über ein von Porsche Motorsport neu entwickeltes Sechsgang-Renngetriebe mit Schaltwippen am Lenkrad auf die Hinterachse übertragen. Jörg Bergmeister und Patrick Pilet werden am Steuer von Startnummer 91 der neuen Rennversion auf den Zahn fühlen, während Startnummer 92 von Marc Lieb und Richard Lietz pilotiert wird. Bei den längeren Rennen in Silverstone, Spa-Francorchamps und den 24 Stunden von Le Mans erhalten sie Unterstützung durch Timo Bernhard (#91) und Romain Dumas (#92). Der erste Lauf zur World Endurance Championship findet am 14.4. in Silverstone statt.

Quelle: Porsche

Autor: Matthias Kierse

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Kategorie: Magazin

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