Morgan Plus 4 Baby Doll VI – Nix für Püppchen

In Erinnerung an die legendären Super Sports-Modelle, die speziell in den USA gern im Rennsport eingesetzt wurden, bringt Morgan den Plus 4 Baby Doll VI auf den Markt. Der Name erinnert dabei an die Rennfahrzeuge von Lew Spencer, der in den 1960er Jahren mit seinen Morgan Baby Dolls gegen deutlich leistungsstärkere Autos gewinnen konnte. 260 PS sorgen beim Plus 4 Baby Doll VI für den Vortrieb.

Morgan Plus 4 Baby Doll VI

Morgan Plus 4 Baby Doll VI
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Der Morgan Plus 4 Baby Doll VI orientiert sich an den Super Sports Modellen der 1960er Jahre, die speziell in den USA im Rennsport erfolgreich waren.

Zwischen 1961 und 1968 offerierte Morgan mit dem Plus 4 Super Sports ein renntaugliches Fahrzeug, das dank Leichtbau und genügend Leistung in der Lage war, deutlich kräftigere Sportwagen auf der Rennstrecke zu ärgern. Exakt 104 Exemplare des Aluminium-Roadsters mit Triumph TR4A-Motoren wurden hergestellt, wovon insgesamt 50 die flache Roadsterform trugen und insgesamt 94 Exemplare auf den US-amerikanischen Markt gingen. Dort sorgte unter anderem der Südkalifornier Lew Spencer für ihre Verbreitung, fuhr jedoch auch selbst im Rennsport aktiv mit. Seinen Einsatzgeräten verpasste er dabei stets den Spitznamen „Baby Doll“ in Kombination mit einer fortlaufenden Nummer in römischen Zahlen. Baby Doll IV, ein Morgan Super Sports mit traditioneller Karosserie, gewann mit ihm am Steuer die C-Produktionswertung der SCCA-Meisterschaft 1962, was er zum Anlass nahm, Baby Doll V im Morgan-Werk zu bestellen. Mit der niedrigeren Roadsterkarosserie und dem damit abgesenkten Schwerpunkt rechnete er sich zurecht noch mehr Konkurrenzfähigkeit gegen Fahrzeuge vom Schlage Corvette, Porsche 911, Jaguar E-Type und Abarth Fiat aus.

Mit dem Plus 4 Baby Doll VI greift Morgan das alte Konzept nun neu wieder auf und verfeinert es mit heutigen Kenntnissen. Auch hier gilt das Hauptaugenmerk Kunden, die mit dem Fahrzeug gern bei Clubsport-Veranstaltungen an den Start gehen möchten. So wird der Wagen serienmäßig mit einem neu entwickelten Überrollbügel mit seitlichen Verstrebungen zum Schutz bei Seitenunfällen, einem Stromhauptschalter und einem Feuerlöscher ausgestattet. Auch die beiden superleichten Carbon-Schalensitze mit minimaler Polsterung und Vierpunktgurten gehören ab Werk mit dazu. Am Heck kann eine Regenleuchte eingeschaltet werden, falls während der Rennveranstaltung das Wetter umschlägt. Sie ist auf einer neuen Abdeckung der Reserveradmulde angebracht. Das Lenkrad ist abnehmbar, um den Ein- und Ausstieg zu erleichtern. Dahinter befindet sich ein umgestaltetes Armaturenbrett mit zusätzlichen Rundinstrumenten, die alle wichtigen Fahrzeuginformationen an den Fahrer weitergeben. Die Motorhaube verfügt über Schnellverschlüsse.

Unter eben jener Haube findet sich ein auf 191 kW/260 PS leistungsgesteigertes Triebwerk mit verstärkter Kupplung und einem von Mazda zugekauften Getriebe. Die Leistungssteigerung wird zusätzlich durch einen durchsatzstärkeren Sportauspuff und einen zusätzlichen Ölkühler unterstützt. Um die 15 Zoll großen Leichtmetallräder mit Zentralverschlüssen an der Hinterachse genügend Grip aufbauen zu lassen, wird die Kraftübertragung durch ein Sperrdifferenzial gewährleistet, während das voll einstellbare Sportfahrwerk für den nötigen Bodenkontakt sorgt.

Wahlweise kleidet den Morgan Plus 4 Baby Doll VI die Farbe Westminster Grün in Kombination mit gelben Längsstreifen oder aber Kingfisher Blau mit weißen Streifen. Auf den Türen sind Startnummernkreise auflackiert. Preislich beginnt der Spaß bei rund 68.000,- € zuzüglich Steuern, wobei Morgan aufgrund der Leistungssteigerung ausdrücklich keine Garantie auf den Antriebsstrang einräumt.

Quelle: Morgan

Autor: Matthias Kierse

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Kategorie: Magazin

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