Detroit Electric SP:01 – Elektrisch schneller als die Basis

Auf Basis der Lotus Elise bringt Detroit Electric den SP:01 auf den Markt. Der Firmenname mag bereits einen Indikator geben: Es handelt sich um ein Elektrofahrzeug. Lediglich 999 Exemplare des 150 kW starken Elektrorenners sollen gebaut werden. 3,7 Sekunden dauert der Spurt auf Tempo 100 und die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 250 km/h. Ab August beginnt die Produktion zu Preisen ab 135.000,- USD.

[imagebrowser id=1231]

Mit dem Detroit Electric SP:01 baut bereits zum zweiten Mal ein Elektrosportwagen auf der Basis der Lotus Elise auf. Das muss nicht verwundern, denn die Briten haben es verstanden, ihr Aluminium-Chassis hervorragend abzustimmen und dabei zeitgleich das Gewicht im Keller zu halten. Da die Zutaten für ein Elektrofahrzeug jedoch einiges wiegen, macht es durchaus Sinn auf einem Leichtgewicht aufzubauen, um das Leergewicht auf einem sportlichen Level zu behalten. Der SP:01 bringt es laut Werksangaben auf lediglich 1.067 Kilogramm. Und das trotz eines Akku-Packs mit 37 Kilowattstunden und einer maximalen Reichweite von rund 310 Kilometern. Die Ladezeit an einer normalen Steckdose soll nur 4,3 Stunden betragen. Die Akkus können durch ein neuartiges Lade- und Entladesystem namens „360 Powerpack“ auch zur Versorgung des eigenen Zuhauses bei Stromausfall oder für elektrische Geräte unterwegs genutzt werden.

An der Stelle, wo in der Elise ein Verbrennungstriebwerk arbeitet, sitzt im Detroit Electric SP:01 ein 150 kW starker Elektromotor. Das entspricht umgerechnet 204 Pferdestärken und liegt damit fast auf Augenhöhe mit der Elise S. Dank des direkt einsetzenden Drehmoments des Elektroantriebs, das hier bei maximal 225 Newtonmetern liegt, beschleunigt der SP:01 seine britische Basis beim Spurt auf 100 km/h jedoch um fast eine ganze Sekunde aus und überspringt die dreistellige Tachomarkierung in 3,7 Sekunden (Elise S laut Werksangaben: 4,6 Sekunden). Sogar die abgeriegelte Höchstgeschwindigkeit liegt mit 250 km/h um 16 Stundenkilometer höher. Eine Bremsanlage mit Scheiben von AP vorn und Brembo hinten sorgt für die nötige Verzögerung. Die Verbindung zum Asphalt wird mit Reifen in den Dimensionen 175/55 R 16 vorne und 225/45 R 17 hinten aufgebaut.

Zwar ist optisch die Nähe zur Elise-Basis nicht abzustreiten, Detroit Electric nutzt jedoch abgesehen von den Türen, der Windschutzscheibe, den Außenspiegeln und den Scheinwerfern keine Karosserieteile von Lotus, sondern entwickelte eigenständige Teile aus Kohlefaser. Bei genauer Betrachtung entdeckt man neben den großen Unterschieden, wie der neu gestalteten Frontschürze mit großen Lufteinlässen, auch Details, die verändert wurden, wie beispielsweise kleine Lufteinlässe oberhalb der Scheinwerfer, die gezielt Luft durch das Radhaus leiten, um die Aerodynamik zu verbessern. Speziell an der Heckpartie setzt Detroit Electric jedoch auf optische Eigenständigkeit und verbaut diagonal untereinander angeordnete Rundleuchten.

Die Produktion soll ab August in einer neu eingerichteten Fabrikationsstätte in Wayne Country/Michigan beginnen. Zum Auslieferungsumfang zählen eine Garantie über 3 Jahre oder 30.000 Meilen (rund 48.280 km) mit der Möglichkeit, die Batteriegarantie auf 5 Jahre und 50.000 Meilen (rund 80.467 km) auszuweiten. Lediglich 999 Exemplare sind projektiert und werden ab 135.000,- US-Dollar (umgerechnet rund 104.500,- €) angeboten.

Quelle: Detroit Electric

Autor: Matthias Kierse

Kategorie: Magazin

Schreiben Sie einen Kommentar

Spam-Schutz * Time limit is exhausted. Please reload CAPTCHA.