Brabus SLS Widestar – Breitbau mit Möwenschwingen

9. Januar 2011

Umfangreiche Anbauteile inklusive Breitbau aus Carbon-Teilen machen aus dem Mercedes-Benz SLS AMG ein tiefes und breites Sportfahrzeug der Extraklasse. Brabus aus Bottrop bearbeitet den neuen Flügeltürer optisch äußerst nachhaltig und verbreitert ihn um 20 Millimeter, um größeren Rädern Platz zu schaffen. Zusätzlich erhält der Kunde auf Wunsch einen überarbeiteten Innenraum mit gestepptem Leder und LED-Beleuchtung.

Brabus SLS Widestar

Brabus SLS Widestar
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Mit 581 PS und gewichtsreduzierten Bauteilen macht der Brabus SLS Widestar eine gute Figur.

Von Brabus rollt der bislang umfassendste Umbau auf Basis des neuen Mercedes-Benz SLS AMG heran. Bereits auf der Essen Motorshow Anfang Dezember 2010 feierte der Brabus SLS Widestar seine Weltpremiere und nun rollen die ersten Fahrzeuge zu den Kunden. Wie üblich haben die Bottroper Veredler ganze Arbeit geleistet, ohne dabei die Verarbeitungsqualität zu vernachlässigen.

Die Karosserie des SLS mit seinen Flügeltüren und der ellenlangen Motorhaube bringt bereits vieles mit, was einen wahren Sportwagen ausmacht. Brabus schärft allerdings gezielt nach und spendiert dem Fahrzeug eine deutlich aggressivere Optik. An der Front baut Brabus eine Spoilerlippe und Luftführungen für die seitlichen Einlässe der Serienschürze an. Die Seitenschweller mit integrierter LED-Beleuchtung für nächtliches Aussteigen und der Diffusor entstammen ebenso dem Bottroper Windkanal, wie die Carbon-Heckspoilerlippe, die auf dem ausfahrbaren Heckflügel angebracht ist und zusätzlichen Abtrieb generiert. Im Rahmen des bereits bei den Mercedes-Geländewagen eingeführten „Widestar“-Programmes verbreitert Brabus die hinteren Kotflügel um je 10 Millimeter und schafft so Platz für breitere Räder. Hinter den Vorderrädern sind neue Luftauslässe installiert, in denen blau beleuchtete Brabus-Schriftzüge nachts den optischen Unterschied zum normalen SLS unterstreichen. Alle Karosseriekomponenten werden dabei aus dem hochfesten und zugleich superleichten Werkstoff Carbon gefertigt, bei denen auf Wunsch die Kohlefasern lediglich mit mattem oder glänzenden Klarlack überzogen werden.

Brabus verbaut vorn 20 und hinten 21 Zoll große Leichtmetallräder. Die Monoblock F Platinum Edition-Schmiederäder sparen gegenüber den serienmäßigen Felgen bis zu 12% Gewicht ein und sind entweder mit keramik-polierter oder dunkel lackierter Oberfläche erhältlich. Auf Wunsch ist auch eine Lackierung in Wagenfarbe oder jeder anderen Wunschfarbe möglich. Den Kontakt zur Fahrbahn stellen je nach Kundenwunsch Hochleistungsreifen von Pirelli oder Yokohama mit den Maßen 275/30 ZR 20 vorn und 295/25 ZR 21 hinten her.

In Zusammenarbeit mit Fahrwerksspezialist Bilstein entstand ein höhenverstellbares Sportfahrwerk mit integrierter Ride Control-Funktion, durch die der Fahrer auch während der Fahrt zwischen der Serienabstimmung, einer komfortableren Auslegung und einer deutlich sportlicheren Dämpferkennlinie wählen kann. Durch das Fahrwerk ist es möglich, den SLS bis zu 30 Millimeter tieferzulegen. Brabus bietet darüber hinaus für sportlich orientierte Kunden härtere Stabilisatoren an, die das Handling präzisieren und gleichzeitig das Thema „Seitenneigung“ auf ein absolutes Minimum einschränken.

Da der Mercedes-Benz SLS AMG ab Werk über ein äußerst wohlklingendes, 6,2 Liter großes V8-Triebwerk verfügt, legt Brabus natürlich auch hier Hand an. Kunden, denen der Sound noch nicht brachial genug ist, erhalten eine Hochleistungsabgasanlage mit vier schräg geschnittenen Endrohren, die über je 84 Millimeter Durchmesser verfügen. Dank elektronischer Klappensteuerung vom Cockpit aus bleibt der Frieden in der heimischen Nachbarschaft auf Knopfdruck gewahrt. Das gesamte System fertigen die Bottroper aus einer hochfesten Titanlegierung und sparen somit gegenüber dem Serienauspuff noch einmal 12 Kilogramm Gewicht ein. Positiver Nebeneffekt: Die Motorleistung steigt um 7,4 kW/10 PS auf 427 kW/581 PS an. Damit ist das Ende der Fahnenstange aber noch nicht erreicht. Wie das CPzine auf der Essen Motorshow erfahren konnte arbeitet Brabus bereits an einem umfassenderen Leistungskit.

Die Überarbeitung der Innenraumkomponenten ist indes bereits fertig und kann sich durchaus sehen lassen. Sitze und Fußraum präsentieren sich auf Wunsch des Kunden in gestepptem Leder in Kombination mit Alcantara, wobei nahezu jeder Farbwunsch von der Brabus-Sattlerei erfüllt werden kann. Dazu gibt es Designelemente in Carbon, die ebenfalls in allen Farbtönen eingefärbt werden können und somit ein stimmiges Gesamtbild ergeben. Matt eloxierte Pedale und eine Fußstütze aus Aluminium schmeicheln den Schuhen des Fahrers, während ein Tacho mit 400 km/h-Skalierung schon einmal die bereits erwähnte Leistungssteigerung ankündigt.

Quelle: Brabus

Autor: Matthias Kierse

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Kategorie: Magazin

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