Brabus SLS 700 Biturbo – Eigentlich geht immer mehr

4 Kommentare

Der SLS AMG hat streng betrachtet eigentlich genug Leistung. Eigentlich. Es gibt immer Interessenten für eine Leistungssteigerung. Daher machte sich Brabus daran, dem V8-Triebwerk mittels Turboladern den Marsch zu blasen. Das Ergebnis heißt Brabus SLS 700 Biturbo, wirft 700 PS auf die Hinterräder und fährt bis zu 340 km/h schnell. Zusätzlich bekommt das Fahrzeug den Widestar-Bodykit, der es um 20 mm breiter werden lässt.

Brabus SLS 700 Biturbo

Brabus SLS 700 Biturbo
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Die Karosserieveränderungen des Brabus SLS 700 Biturbo sind bereits vom SLS Widestar bekannt, den Brabus auf der Essen Motorshow letztes Jahr vorstellte.

Eigentlich kann es fast nicht verwundern, dass sich jetzt alle namhaften Tuningbetriebe auf den Mercedes-Benz SLS AMG stürzen, um ihre Umbaumaßnahmen durchzuführen. Immerhin handelt es sich bei diesem Wagen bereits jetzt um einen großen Erfolg. Mehr als 5.000 Fahrzeuge wurden in weniger als einem Jahr weltweit abgesetzt und die Warteliste ist immer noch lang. Kein Wunder, ist der SLS doch der legitime Nachfolger des legendären Flügeltürer 300 SL.

Also ist eigentlich auch keine Tuningmaßnahme notwendig, denn der SLS spricht mit seiner Optik und seinen Leistungsdaten für sich. Dennoch gibt es Kunden, die lieber etwas Einzigartiges mit mehr Leistung wünschen und sich von ihren Nachbarn unterscheiden möchten, die eventuell auch einen SLS besitzen. Genau für diese Klientel präsentierte Brabus bereits Ende letzten Jahres den Widestar-Bodykit, um jetzt in Genf auch eine ordentliche Schaufel Leistung nachzulegen. Das Ergebnis heißt schlicht Brabus SLS 700 Biturbo und gibt bereits alle wichtigen Daten wieder.

Die Anbauteile des Widestar-Bodykits umfassen neue Lufteinlässe in der vorderen Schürze, eine Carbon-Spoilerlippe, neue seitliche Luftauslässe im vorderen Kotflügel, Seitenschweller mit integrierter Bremsenbelüftung für die Hinterachse, Kotflügelverbreiterungen hinten, einen überarbeiteten Diffusor und eine Carbon-Heckspoilerlippe auf dem Kofferraumdeckel. Alle Teile sind aus Kohlefaser gefertigt und können wahlweise in Wagen- oder Kontrastfarbe, aber auch einfach mit Klarlack überzogen in Sichtcarbonoptik bestellt werden.

Durch die Kotflügelverbreiterung hinten, die den SLS um 20 Millimeter breiter macht, wird Platz für 21 Zoll große Leichtmetallräder mit 295/25er ZR-Reifen. Vorn kommen 20 Zoll-Felgen mit 275/30er ZR-Reifen zum Einsatz. Die Brabus-Felgen haben das Monoblock F Platinum-Design und sparen gegenüber den Serienrädern rund 12% Gewicht ein. Farblich lassen sie sich wahlweise in jedem verfügbaren Farbton lackieren, keramikpolieren oder mit einer Brushed Design-Oberfläche versehen. Durch ein Bilstein-Fahrwerk nebst Tieferlegung um rund 30 Millimeter kommen die Räder noch besser zur Geltung. Der Fahrer kann per Knopfdruck eine gegenüber der Serie komfortablere Abstimmung der Dämpfer aktivieren, aber auch eine deutlich härtere für den sportlichen Einsatz. Diese Ride Control kann zusätzlich mit einem Front Lift-System ausgestattet werden, das die Front des SLS vor Bodenwellen auf Knopfdruck um rund 50 Millimeter anhebt. So sind hässliche Kratzer in der Carbon-Spoilerlippe kein Thema mehr.

Bereits ab Werk rollt der SLS AMG mit 571 PS vor. Eigentlich wie gesagt kein Grund zur Handlung. Eigentlich. Brabus spendiert dem 6,2 Liter großen V8-Triebwerk eine Druckkur mittels zwei Turboladern. Damit stehen im Datenblatt des Brabus SLS 700 Biturbo nunmehr 515 kW/700 PS und ein maximales Drehmoment von imposanten 850 Newtonmetern. In Kombination mit dem Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe Speedshift DCT beschleunigt der Flügeltürer in nur 3,7 Sekunden auf 100, in 10,2 Sekunden auf 200 und erreicht maximale 340 km/h. Das Motortuning umfasst neben den Turboladern auch zwei Ladeluftkühler, einen verbesserten Luftfilter, eine zweiflutige Abgasanlage mit Klappensteuerung, Hochleistungskatalysatoren und vier schräg geschnittenen Endrohren mit je 84 Millimetern Durchmesser, sowie ein optimiertes Motor-Steuergerät. Der Fahrer kann die Abgasanlage per Knopfdruck so leise einstellen, dass er in der Nachbarschaft keinesfalls auffallen wird. Außerhalb geschlossener Ortschaften steht ihm dafür der volle Hörgenuss aus acht Zylindern zur Verfügung.

Auch für den Innenraum bietet Brabus weitreichende Optionen an. Neben kleinen Accessoires wie Carbon-Dekorleisten in jeder gewünschten Einfärbung, Aluminium-Pedalen oder Velours-Fußmatten gibt es auch die Möglichkeit, das komplette Interieur neu beledern zu lassen. Dabei gibt es farblich keinerlei Grenzen für den Kunden. Natürlich steht auch die Möglichkeit offen, einen Mix aus Leder und Alcantara zu verwenden. Die hauseigene Sattlerei von Brabus steht für solche Wünsche zur Verfügung. Dazu gibt es einen Tacho mit 400 km/h-Skala und die Option, den Innenraum mit blauen LEDs zu beleuchten.

Quelle: Brabus

Autor: Matthias Kierse

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Kategorie: Magazin

Kommentare (4)

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  1. mASTER_T sagt:

    Sind die Fahrleistungen in Relation zur Motorleistung nicht zu "schlecht"?
    Ein Porsche Turbo/ Turbo S vermag besseres mit deutlich weniger Motorleistung. Warum?

  2. AM-DBS sagt:

    Ein aktueller Porsche Turbo hat einen Cw-Wert von 0,31, der SLS im Serientrimm schon 0,36. Gehen wir mal davon aus, dass Brabus das noch verschlimmbessert, kommen im oberen Geschwindigkeitsbereich solche Unterschiede zu stande.

  3. mASTER_T sagt:

    OK.
    Hätte jetzt nicht gedacht das der Luftwiderstand der Grund dafür ist das der Turbo S im Idealfall eine 3/4 Sekunde besser auf 100 geht.

  4. AM-DBS sagt:

    Der Porsche hat eben Allrad im gegensatz zum SLS. 😉

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