BMW Zagato Roadster – Bayer made in Italy

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Nur drei Monate nach der Präsentation des Zagato Coupé zeigen BMW und das italienische Designhaus nun in Pebble Beach den BMW Zagato Roadster auf Basis des aktuellen Z4. Vorerst soll es auch bei diesem Fahrzeug bei einem Einzelstück bleiben. Allerdings ist durchaus schon ein großes Kundeninteresse beim Coupé vorhanden. Der Roadster dürfte noch weitere Interessenten anlocken, die sich ein solches Fahrzeug gern in die Sammlung stellen würden.

BMW Zagato Roadster

BMW Zagato Roadster
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Die Frontgestaltung des BMW Zagato Roadster ist 1:1 vom vor rund drei Monaten präsentierten Zagato Coupé übernommen worden und zeigt das Zagato-Z in vielfacher Ausfertigung in der BMW-Niere.

Zum Concours d’Elegance an der Villa d’Este überraschten BMW und Zagato mit einem gemeinsam entwickelten Coupé auf Z4-Basis. Das Interesse an einem solchen Sondermodell überraschte hingegen im Anschluss sowohl die Bajuwaren als auch das italienische Designhaus. So wurde schnell die Entscheidung getroffen, auch für den renommierten Schönheitswettbewerb in Pebble Beach ein Gemeinschaftsprojekt auf die Räder zu stellen. Und was lag da näher, als für die meist sonnige kalifornische Atlantikküste einen schicken Roadster aufzubauen? Wie schon beim Coupé trägt auch der BMW Zagato Roadster die Plattform und Technik des aktuellen Z4 unter seiner rassig gezeichneten Karosserie.

Zwischen Entscheidung und Fertigstellung lagen lediglich sechs Wochen. Somit mussten BMW und Zagato ihre Zusammenarbeit entsprechend intensivieren und die vorhandenen Stärken beider Firmen voll ausspielen. Herausgekommen ist ein absolut sehenswertes Fahrzeug, bei dem die Designsprache des Coupés wunderschön aufgegriffen wurde. Wie schon dort verfügt auch die offene Version über typische Stilmerkmale von Zagato, aber auch die Linien, die auf den ersten Blick Assoziationen zur Münchener Nobelmarke wecken. Im direkten Vergleich zum BMW Zagato Coupé fallen dennoch kleine Unterschiede auf.

Durch die lange Motorhaube und den ebenfalls recht langen Radstand wird die Besatzung gezielt oberhalb der Hinterachse platziert und ein nahezu ausgeglichenes Gewichtsverhältnis geschaffen. Während man beim ersten Hinsehen noch an eine normale BMW-Niere vorn glaubt, gibt diese bei näherer Betrachtung viele kleine Zagato-Z frei, die durch eine Gitterstruktur geschaffen wird, bei der bestimmte Bereiche mattglänzend ausgeführt sind, während der Rest schwarz lackiert wurde. Als verbindendes Element zwischen Coupé und Roadster ist die restliche Frontpartie inklusive der Scheinwerfer und der dreidimensional gestalteten Schürze bei beiden Fahrzeugen identisch gestaltet. Auch die muskulöse Seitenlinie mit ihren deutlich ausgeprägten hinteren Kotflügeln ist beim Roadster wie beim Coupé vorhanden. Dagegen schafft das niedrige Heck einen willkommenen Kontrapunkt und rundet das sportliche Design gekonnt ab.

Das Double-Bubble-Thema, das von Zagato sonst für die Gestaltung von Coupé-Dächern verwendet wird, findet sich in abgewandelter Form hinter den Sitzen im Design der Kofferraumklappe wieder. Von den Sitzen her kommend verlaufen hier zwei Höcker bis zum Heckabschluss. Das Heckleuchtenband ist mit dunkel eingefärbtem Glas verkleidet und gibt der Rückseite des Roadsters einen sportlichen Touch. Durch 19 Zoll große Leichtmetallräder in mattsilbernem Fünfspeichendesign und eine Lackierung in einem speziellen Silbergrau mit metallenem Tiefeneffekt werden die Formen des BMW Zagato Roadster zusätzlich betont und eindrucksvoll in Szene gesetzt.

Auch im Interieur spielt Sportlichkeit eine große Rolle, immerhin soll diese Kooperation zwischen BMW und Zagato Lust auf’s Fahren machen. Als Übergang zwischen Karosserie und Innenraum wurde ein Band aus braunem Leder verbaut, durch welches das Cockpit umrahmt wird. Es schließt neben den Türbrüstungen und dem oberen Teil der Armaturentafel auch die Rückseite der Sitze und die Überrollbügel mit ein. Im ansonsten größtenteils schwarz gehaltenen Interieur wurden gekonnt Akzente im gleichen Braunton gesetzt. Neben den Griffflächen am Lenkrad zum Beispiel auch an den Kedern der Sitze und den überall sichtbaren Kontrastnähten. Auf den Kopfstützen weist das wohlbekannte Zagato-Z auf die Besonderheit dieses Roadsters hin.

Wie schon beim Zagato Coupé spricht BMW auch jetzt beim Zagato Roadster von einem einmaligen Projektfahrzeug. Rätselhaft bleiben in diesem Zusammenhang zum einen die serienreife Auslegung der Wagen und zum anderen die Tatsache, dass die offene Variante nur aufgrund des großen Interesses am Coupé überhaupt angegangen wurde. Eventuell ergibt sich in naher Zukunft ja doch die Chance auf einen maßgeschneiderten BMW mit Karosserie made in Italy?

Quelle: BMW

Autor: Matthias Kierse

Tags:

Kategorie: Magazin

Kommentare (1)

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  1. amc sagt:

    Beim Coupé habe ich ja noch einen Sinn gesehen, beim Roadster weiss ich nicht wirklich was das Projekt soll. Mal abgesehen von dem peinlichen "Z"-Kitsch am Grill vorn.

    P.S.: Die M GmbH weiss im Gegensatz zu Zagato wie man Bicolor-Lenkräder macht. Tip: welche Segmente macht man schwarz? Genau!

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