BMW Zagato Coupé – Deutsch-italienische Freundschaft

Im Rahmen des Concours d’Elegance an der Villa d’Este am Comer See präsentieren BMW und Zagato gemeinsam das BMW Zagato Coupé. Hierbei wurde bewusst ein möglichst seriennahes Fahrzeug im Gegensatz zu einer reinen Designstudie gefertigt. Zur verwendeten Technik wurde nichts bekannt gegeben, aber unter dem italienischen Kleidchen steckt als Basis ein BMW Z4. Somit sind bis zu 340 PS aus der Serie denkbar.

BMW Zagato Coupé

BMW Zagato Coupé
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Beim Concours d'Elegance an der Villa d'Este stellte der Münchener Veranstalter das BMW Zagato Coupé vor. Der Wagen ist zwar einmalig, aber serientauglich.

BMW mit italienischem Design – was beim ersten Lesen noch ungewohnt klingt, ist in der Markengeschichte bei genauer Betrachtung schon einige Male vorgekommen und durchaus erfolgreich gewesen. Bereits 1939 baute Touring ein Rennsportcoupé auf Basis des 328 Roadster, dem ein Jahr später zwei Roadster für die Mille Miglia folgten. 1959 und 1962 folgten mit dem 700 und dem 3200 CS gleich zwei Modelle mit italienischem Design (Vignale und Bertone), während der legendäre M1 1978 erst einmal einen vorläufigen Schlussstrich unter das italienisch-bayerische Kapitel zog. Beim Concours d’Elegance an der Villa d’Este rollt nun erstmals ein BMW im Zagato-Kleidchen heran.

Das BMW Zagato Coupé basiert auf einem aktuellen Z4 und erinnert von vorne durchaus auch an dieses Modell. Beim Karosseriedesign betrachtete Andrea Zagato BMW einmal aus seiner Sicht und zeichnete ein wunderschönes, zweisitziges Coupé. Dabei finden sich am Fahrzeug sowohl typische BMW-Details, als auch Stilmerkmale der italienischen Designschmiede. Die lange Motorhaube mit weit zurückversetztem Greenhouse ist vom Z4 bekannt, das Double-Bubble-Dach typisch Zagato. Mit einer fließenden Dachlinie wird von oben her kommend das muskulös gestaltete Heck eingeleitet, an dem ein Spoiler in Blech die Heckscheibe abschließt und unterhalb Platz für eine weitere Glasfläche macht, hinter der auch die Rückleuchten untergebracht sind. Zwischen den Leuchten findet sich eine geschwungene Spange mit Zagato-Schriftzug. Das Gepäckabteil lässt sich über die zu öffnende Heckscheibe beladen. Im unteren Bereich der Heckschürze findet sich ein Diffusor mit zwei integrierten Auspuffendrohren.

Kraftvoll gespannte Linien prägen die Seitenlinie des BMW Zagato Coupé. Sie öffnen sich hinter den Vorderrädern für Luftauslässe, deren Form sich in den Luftauslässen auf der Motorhaube wiederfinden lässt. Durch geschickt gesetzte Rundungen werden die hinteren Radhäuser betont, in die der Heckspoiler integriert ist, der das Fahrzeug hinten beinahe senkrecht beendet. Vorn erinnert der Wagen zwar auf den ersten Blick an den Z4, erhielt jedoch deutlich maskulinere Gesichtszüge und kleinere Scheinwerfergehäuse. Stark konturierte Kanten prägen die Oberkanten der vorderen Kotflügel und beenden seitlich die Frontgestaltung nebst den Lufteinlässen der Frontschürze. Wer sich das Gitter der BMW-typischen Nieren genau ansieht, findet eine Vielzahl Zagato „Z“ vor, von denen einige chromglänzend, andere mattschwarz ausgeführt sind. Dadurch wird von vorn der Eindruck vermittelt, das einige „Z“ im Kühler schweben.

Durch die Lackierung im Farbton „Rosso Vivace“ wird diese Coupé-Skulptur hervorragend in Szene gesetzt. Die Farbe changiert zwischen kräftigem Rot und Schwarz, je nach Lichteinfall. Dazu gibt es 19 Zoll große Leichtmetallräder im klassisch sportlichen Fünfspeichendesign, die mit ihrem mattsilbernen Finish perfekt in die Radhäuser passen. Wieviel Kraft die Hinterräder dabei übertragen, wurde weder von BMW, noch von Zagato bislang bekannt gegeben. Denkbar ist dank der Z4-Basis jede Serienmotorisierung bis hin zum 35iS mit 250 kW/340 PS.

Das Interieur präsentiert sich in sportlich edlem Grau mit roten Ziernähten. In die Mittelkonsole, die Türtafeln und die Sitze wurden in Handarbeit rote Linienelemente eingebracht, die für zusätzliche sportliche Eleganz sorgen. In die Kopfstützen der beiden Sitze ist in rot das Zagato „Z“ eingestickt. Zagato legt dem Coupé zusätzlich eine Huttasche und eine Reisetasche im Double-Bubble-Design bei.

Bei der Konzeption des einmaligen Showstücks standen zwei Dinge oben an: Es sollte ein Auto werden, das fahrbar ist und es sollten alle Crash- und Zulassungsregularien erfüllt werden, die für moderne Serienfahrzeuge gelten. Das Zagato Coupé ist also keinesfalls eine Designstudie, die im Anschluss an die Weltpremiere an der Villa d’Este im Museum verschwinden wird. Ob es zu einer Kleinserienfertigung des BMW Zagato Coupé kommen wird, ist indes noch nicht bestätigt worden.

Quelle: BMW

Autor: Matthias Kierse

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Kategorie: Magazin

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