BMW M3 und M4 – Aus 3 wird 3 und 4

Noch vor dem offiziellen Debüt auf der NAIAS in Detroit im Januar hat BMW die beiden kommenden Sportler M3 und M4 in Bildern und Videos offiziell gezeigt. Erstmals in der M-Geschichte trägt das zweitürige Coupé nicht mehr die “3“ im Namen. Beide Varianten eint die sportliche Optik und der 3 Liter große Turbomotor mit sechs Zylindern in Reihe und 431 PS.

BMW M3 Limousine

BMW M3 Limousine
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Durch die neue Frontschürze wird aus dem sonst recht braven 3er die BMW M3 Limousine. Auf der Haube erhebt sich zusätzlich der Powerdome.

Als 1986 der erste M3 aus den Hallen der M GmbH in München rollte, ahnten weder seine geistigen Väter, noch die ersten Kunden, dass dieses Fahrzeug schnell in den Legendenstatus hineinrollen würde. Doch durch Erfolge in allen wichtigen Tourenwagenrennserien weltweit und tolle Fahreigenschaften auf Landstraßen und Autobahnen stieg die Beliebtheit exponential an. In nunmehr vier Generationen konnte der BMW M3 immer wieder auf’s Neue überzeugen. Und nun wird alles anders. Kunden, die ab Anfang 2014 bei ihrem BMW-Händler einen M3 bestellen, erhalten ausschließlich eine viertürige Limousine, keinesfalls das beliebte Coupé. Zwar gehörte bereits bei der ersten Modellgeneration E30 das Cabrio mit zum Angebot – wurde jedoch nur 786-mal produziert – und ab dem E36 auch die viertürige Limousine; unter dem Kürzel “M3“ erwarteten BMW-Fans dennoch immer das Coupé.

Wer sich den Nachfolger des E92 M3 kommendes Jahr in die Garage stellen möchte, muss sich nicht nur an ein neues Entwicklungskürzel (F32) gewöhnen, auch das Modellkürzel wurde geändert. Ab jetzt hört das erfolgreichste Produkt der M GmbH auf den Namen M4. Sowohl das M4 Coupé als auch die M3 Limousine verfügen über einen neu entwickelten Reihensechszylinder-Biturbo-Motor mit 3 Litern Hubraum und 317 kW/431 PS. Das maximale Drehmoment liegt bei 550 Newtonmetern. Die Kraftübertragung erfolgt wahlweise über ein manuelles Sechsgang-Getriebe, mit dem beide Karosserievarianten in 4,3 Sekunden aus dem Stand auf Tempo 100 beschleunigen, oder ein Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe, mit dem der Sprint zwei Zehntelsekunden schneller vonstatten geht. Um die elektronische Begrenzung auf 250 km/h auf 280 km/h anzuheben, können die Kunden das M Driver’s Package bestellen.

Durch gezielten Leichtbau und aerodynamischen Feinschliff ist das neue Modell in beiden Karosserievarianten rund 80 Kilogramm leichter als der Vorgänger und zugleich rund 25% sparsamer. Der Durchschnittsverbrauch liegt mit dem manuellen Getriebe bei 8,8 und mit Doppelkupplungsgetriebe bei 8,3 Litern pro 100 km. Der Leichtbau dient jedoch nicht nur dem Verbrauch, auch die Fahrdynamik profitiert spürbar. Dies liegt auch daran, dass BMW neben großen Karosseriepartien wie dem Dach – bei M3 und M4 nun serienmäßig aus Kohlefaser gefertigt – auch an die ungefederten Massen an den Radaufhängungen gedacht hat. Entgegen dem sonst üblichen Trend zu immer größer werdenden Rädern bleibt BMW ab Werk bei 18 Zoll großen Leichtmetallrädern, die gegen Aufpreis gegen 19 Zoll große Exemplare getauscht werden.

Bei der optionalen Wahl des Doppelkupplungsgetriebes gibt es zusätzlich eine Launch Control, die neben dem klassischen Modus für die bestmögliche Beschleunigung auch eine Einstellung für “Smokey Burnouts“ mitbringt – also die Möglichkeit, vor der Eisdiele für mehr Eindruck zu sorgen. Ob die klassische M3-Klientel so etwas nötig hat, bleibt an dieser Stelle einmal dahingestellt. Hinter den Leichtmetallrädern verbirgt sich ab Werk eine Carbon-Keramik-Bremsanlage, die in jeder Lebenslage ordentliche Verzögerung gewährleistet.

Nach der Premiere auf der NAIAS in Detroit im Januar wird die Produktion relativ zeitnah in den Werken in München (M4) und Regensburg (M3) anlaufen. Zu den Preisen machte BMW bislang noch keine Aussagen.

Quelle: BMW

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Kategorie: Magazin

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