Audi auf der IAA – Dreimal das große S bitte

In einem Zelt mitten in Frankfurt, unweit des Messeturms: „Haben Sie schon gewählt?“ – „Jawohl, bitte zweimal die S6, dann die S7 und die S8.“ – Audi serviert auf der IAA in Frankfurt die neuen Topmodelle der großen Baureihen. Allen gemeinsam ist ein neuer V8-TFSI-Motor mit 4 Litern Hubraum, der in S6 und S7 Sportback 420 PS leistet. Im S8 darf er etwas freier durchatmen und bringt es daher auf 520 PS. „Mit extra scharf?“ – „Aber sicher doch!“

Audi S6

Audi S6
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Der neue Audi S6 macht in unserer Fotostrecke einfach mal den Anfang. Gegenüber dem normalen A6 erhält er eine neue Frontschürze mit größeren Lufteinlässen,...

Audi serviert auf der IAA in Frankfurt eine ganze Flotte von neuen Fahrzeugen. Neben reinen Studien wie dem A2 oder den beiden Urban Concepts sind auch neue Modellvarianten dabei, die in Kürze beim Händler stehen werden. Den neuen Audi A8 mit Hybridantrieb hat das CPzine ja bereits vor kurzem vorgestellt, nun kommen wir zu einem flotten Dreier, der eigentlich ein Vierer ist. Klingt komisch? Ist eigentlich ganz einfach: Neben dem neuen S6 als Limousine wird es auch eine Kombiversion mit dem bekannten Titel „Avant“ geben. Daneben stehen mit S7 Sportback und S8 noch zwei weitere S-Modelle, die das Trio-Quartett komplettieren.

„Also Herr Ober, zuerst bitte zweimal die S6, aber gut gewürzt.“

Mit dem neuen Audi S6 als Limousine und Avant erhält die Obere Mittelklasse aus Ingolstadt ihr neues Topmodell. Sportliche Anbauteile an Front und Heck unterscheiden die Fahrzeuge optisch von den bekannten A6-Varianten. Unter der Haube arbeitet ein komplett neu entwickelter V8-Biturbo-Motor mit TFSI-Technik und 4 Litern Hubraum. Dieser bringt es auf 309 kW/420 PS und ein maximales Drehmoment von 550 Newtonmetern. Diese werden über den permanenten quattro-Allradantrieb auf die Straße gestemmt und beschleunigen den S6 in nur 4,8 Sekunden (Avant 0,1 Sekunde langsamer) aus dem Stand auf Tempo 100. Die Höchstgeschwindigkeit ist elektronisch auf 250 km/h begrenzt.

Dank des kleineren Hubraums, einem Rekuperations-Modus, der Start-Stopp-Automatik und einer Zylinderabschaltung im Stadtbetrieb, die aus dem V8 einen Vierzylinder macht, wird der durchschnittliche Verbrauch um bis zu 25% reduziert und liegt bei nur 9,7 Litern pro 100 Kilometern. Damit bei laufender Zylinderabschaltung keine störenden Geräusche im Innenraum auftreten, verbaut Audi das neue „Active Noise Cancellation System“ (ANC), bei dem vier im Dachhimmel integrierte Mikrofone alle Geräusche im Innenraum aufzeichnen, per Rechner analysieren und im Bedarfsfall über die Bordlautsprecher entsprechende Antischallsignale abspielen, die die Störgeräusche überlagern. Dank der serienmäßig straffer ausgelegten Luftfederung Adaptive Air Suspension Sport mit variabler Dämpferverstellung und rundum innenbelüfteten Scheibenbremsen ist der S6 für schnell gefahrene Strecken bestens gerüstet. Gegen Aufpreis verbaut Audi eine Carbon-Keramik-Bremsanlage.

Passend zum Fahrzeug tragen sowohl der Schlüssel, als auch das mit farbigen Nähten und Schaltwippen ausgestattete Sportlenkrad, die beleuchteten Einstiegsleisten und die Instrumente im Armaturenbrett das „S6“-Logo. Bei den Dekorleisten kann der Kunde wählen: Gebürstetes Aluminium, Carbon, Eschen- oder Eichenholz, was darf’s denn sein? Serienmäßig gibt es elektrisch einstellbare Sportsitze, Xenon Plus-Scheinwerfer mit Allwetterlicht und das MMI Plus-Radio mit Bluetooth-Schnittstelle. Gegen Aufpreis bekommt man Full-LED-Scheinwerfer, Head-Up-Display, die Einparkhilfe Plus mit einer Umgebungskamera, beim Avant ein Panorama-Schiebedach oder das MMI Navigation Plus mit großer Festplatte und Achtzoll-Monitor. In Kombination mit dem Bang & Olufsen Advanced Sound System mit 15 Lautsprechern lassen sich die Lieblingsinterpreten in ganz neuen Klangwelten erleben.

„Als Hauptspeise bitte die S7 mit Sportback“

Auch auf Basis des großen 5-türigen Coupés mit den vier Ringen im Grill realisiert Audi eine neue Sportversion. Wie beim neuen S6 kommt auch beim S7 Sportback der 4 Liter große TFSI-Motor mit 309 kW/420 PS und 550 Newtonmetern Drehmoment zum Einsatz, der den Wagen in 4,9 Sekunden auf Tempo 100 und auf eine Höchstgeschwindigkeit von elektronisch abgeregelten 250 km/h bringt. Die Spritspartechnologien des S6 werden ebenfalls im neuen S7 eingesetzt und führen zu einem Durchschnittsverbrauch von 9,7 Litern Kraftstoff auf 100 Kilometern.

Die Kraftübertragung auf die serienmäßig 19 Zoll oder optional 20 Zoll großen Leichtmetallräder erfolgt über eine Siebengang-S-Tronic und den permanenten quattro-Allradantrieb inklusive selbstsperrendem Mittendifferenzial. Gegen Aufpreis verbauen die Ingolstädter zusätzlich ein Sportdifferenzial an der Hinterachse. Mit der adaptiven Luftfederung und dem Fahrdynamiksystem Audi Drive Select liegt der S7 Sportback hervorragend auf der Straße. Bereits die serienmäßigen, rundum innenbelüfteten Stahlbremsscheiben sorgen für beste Verzögerungswerte. Auf Wunsch wird darüberhinaus aber auch eine Carbon-Keramik-Bremsanlage angeboten.

Die Karosserie des A7 Sportback wurde bei der Transformation zum S7 kaum angefasst. Einzig Front- und Heckschürze, sowie die Schwellerleisten wurden deutlich sportlicher gestaltet. Am Heck wurden vier runde Endrohre der Abgasanlage integriert. Aus der Kofferraumklappe fährt ab 100 km/h automatisch ein Heckspoiler aus. Unter den neun verfügbaren Farben für den S7 Sportback finden sich zwei neue Exklusivfarbtöne: Estorilblau Kristalleffekt und Prismasilber Kristalleffekt.

Aluminium und Edelstahl prägen neben Leder den Innenraum. Die Leiste am S-Tronic-Wählhebel, die Schaltwippen am Lenkrad und die MMI-Bedientasten tragen Alu, die Pedalerie im Fußraum veredelten Stahl. Wie beim S6 kann der Kunde zwischen Alu, Carbon, Eschen- und Eichenholz für die restlichen Dekorleisten wählen. Neben den serienmäßig verbauten Sportsitzen können auch Komfortsitze oder die normalen Sitze des A7 verbaut werden. Des weiteren verfügt der Audi S7 Sportback ab Werk über LED-Tagfahrleuchten in den Xenon Plus-Scheinwerfern, das MMI Radio Plus mit Fahrerinformationssystem und Farbdisplay. Die Optionenpalette umfasst alles, was es auch für den normalen A7 gibt, inklusive des onlinefähigen Bluetooth-Autotelefons, durch den der S7 Sportback internetfähig wird.

„…und als Dessert bitte die S8“

Die dritte S-Neuheit, die Audi in Frankfurt servieren wird, ist gleichzeitig die größte. Auf Basis der Oberklasselimousine A8 entsteht das neue Topmodell Audi S8, bei dem der 4 Liter-TFSI-Motor freier durchatmen darf und daher auf eine Spitzenleistung von 382 kW/520 PS kommt. Das maximale Drehmoment von 650 Newtonmetern wird beim S8 über eine Achtstufen-Tiptronic auf den quattro-Allradantrieb übertragen. Dank der Mehrleistung und der passenden Getriebeabstufung spurtet die große Limousine in nur 4,2 Sekunden aus dem Stand auf 100 km/h. Wie bei den kleineren Geschwistern ist bei Tempo 250 elektronisch begrenzt Schluss mit Vortrieb. Gleichzeitig sinkt der Verbrauch im Vergleich zum Vorgänger um fast 23% auf nun 10,2 Liter auf 100 Kilometern zurück.

Serienmäßig sitzen 20 Zoll große Leichtmetallräder in den Radhäusern, die gegen Aufpreis auf 21 Zoll gedopt werden. Sie hängen an der adaptiven Luftfederung, die eine sportlich-komfortable Fahrt ermöglicht. Zusätzlich ist ab Werk die Dynamiklenkung verbaut, die ihre Servounterstützung und Übersetzung an die anliegende Geschwindigkeit anpasst. Dazu kommt mit 400 Millimeter großen Bremsscheiben vorn und 365 Millimeter Scheiben hinten – natürlich rundum innenbelüftet – eine hervorragende Bremsanlage, die auch beim S8 auf Kundenwunsch gegen Carbon-Keramik-Komponenten getauscht wird.

Optisch gibt sich der neue Audi S8 angenehm zurückhaltend. Immerhin möchte man in der Oberklasse eher selten als „prollig“ gelten. Ein paar feine Details wie die größeren Lufteinlässe an der Front oder die vier Auspuffendrohre am Heck machen für Kenner deutlich, dass hier die Topversion aus Ingolstadt steht, mehr muss auch nicht sein. 13 verschiedene Farbtöne können für die Karosserie gewählt werden, für das Interieur ist die Wahl durch verschiedene Materialien und Lederqualitäten nochmal ungleich größer. Auch Rautensteppungen der Sitze oder Kontrastfarben der Nähte sind möglich und lassen den S8 zum individuellen Einzelstück nach Wunsch des Kunden werden. Dazu trägt auch die breit gefächerte Ausstattungsliste bei, die alles enthält, was in der Oberklasse gewünscht wird.

Ab Frühjahr 2012 serviert Ihnen der nächstgelegene Audi-Händler alle drei Modelle zum staunen und testen. Wer bereits vorher einen Blick auf S6, S7 und S8 werfen möchte, sollte zwischen dem 15. und 25. September die IAA in Frankfurt und dort das Audi-Zelt auf Freigelände „Agora“ (zwischen den Hallen 2, 3, 4 und 5, kaum zu verfehlen) besuchen.

Quelle: Audi

Autor: Matthias Kierse

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Kategorie: Magazin

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