Aston Martin V12 Zagato – So geht es in die Kleinserie

Nachdem im Vorjahr bereits die Rennversion auf dem Nürburgring und bei verschiedenen weiteren Veranstaltungen für Furore sorgte, wird nun endlich die Serienversion des Aston Martin V12 Zagato gezeigt. Lediglich 150 Exemplare dieses 517 PS starken Sportwagens mit seinem 6 Liter großen V12-Aggregat unter der vorderen Haube werden in der gleichen Halle gebaut, in der vorher der noch seltenere One-77 gefertigt wurde.

Aston Martin V12 Zagato

Aston Martin V12 Zagato
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Als Zig und Zag vergangenes Jahr beim 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring antraten, deutete sich bereits an, dass hier ein besonderer Sportwagen entstanden ist. Zumal, da Aston Martin bereits angekündigt hatte, eine Kleinserie auflegen zu wollen, die in enger Zusammenarbeit zwischen Zagato und dem Entwicklungsteam des Supersportwagens One-77 nun ihre finale Phase erreicht hat. Auf dem Concours d’Elegance in Kuwait zeigt die britische Marke die Straßenversion des V12 Zagato, der in einer limitierten Auflage von 150 Exemplaren im Spätsommer 2012 in Kleinserie gefertigt wird.

Basierend auf dem V12 Vantage erschufen die Techniker von Aston Martin zusammen mit den Designern von Zagato einen faszinierenden Kleinseriensportwagen. Während die Front auf den ersten Blick noch typisch Aston ist, offenbart der V12 Zagato bei näherer Betrachtung bereits hier viele liebevolle Details. Der Kühlerschlund trägt ein Gitter in Z-Optik. Darunter findet sich ein Carbonsplitter, der an die Renneinsätze von Zig und Zag erinnert. Durch zwei Luftauslässe in der Motorhaube wird die Abwärme des Triebwerks abgeführt. Für die Produktion der gesamten Karosserie inklusive des für Zagato-Fahrzeuge typischen Double-Bubble-Daches veranschlagt Aston Martin rund 2.000 Arbeitsstunden. Schuld daran sind die handgefertigten Aluminiumteile für Motorhaube, Dach und Türen. Dazu gesellen sich Kotflügel, Schweller und Heckklappe aus hochfestem und gleichzeitig superleichten Kohlefaser-verstärktem Kunststoff.

Gegenüber der Rennversion fallen die seitlichen Luftauslässe ein wenig kleiner aus, wodurch jedoch auch das freischwebende Zagato „Z“ wegfällt und nun normal auf der Karosserie angebracht wird. Das Heck zieren Rundleuchten, die in einem Sichtcarbonbereich in Augenform eingelassen sind. Durch einen kleinen Diffusor und einen feststehenden Heckflügel wird Abtrieb auf der Hinterachse erzeugt, um den V12 Zagato auch bei hohem Tempo sicher auf der Straße halten zu können. Die fertige Karosserie kann, wie von Aston Martin bekannt, in jeder gewünschten Farbe lackiert werden. Speziell für den V12 Zagato wurden die Lackierungen „Alloro Grün“, „Alba Blau“, „Diavolo Rot“ und „Scintilla Silber“ ins Programm aufgenommen. Um ein perfektes Lackbild zu erhalten werden alleine 100 Arbeitsstunden aufgewendet.

Auch das Interieur präsentiert sich sportlich-luxuriös. In das Leder wird per Hand auf Sitzfläche und im unteren Bereich der Lehne ein Wellenmuster in Kontrastfarbe eingestickt, das sich auch im Dachhimmel wiederfindet. Im oberen Bereich der Lehne ist das Zagato „Z“ eingestickt. Das Armaturenbrett trägt Dekorleisten in mattem Sichtcarbon, während auf der Mittelkonsole schwarzer Pianolack den Aluminiumschalthebel in Szene setzt. Beim öffnen der Türen fällt der Blick direkt auf die Carbon-Einstiegsleisten, in die aus Metall der „V12 Zagato“-Schriftzug eingelegt ist.

Unter der Motorhaube arbeitet das bekannte 6,0 Liter große V12-Triebwerk, das wie im V12 Vantage auf 380 kW/517 PS leistet und es auf ein maximales Drehmoment von 570 Newtonmeter bringt. Nach etwas über 4 Sekunden erreicht der V12 Zagato bei Bedarf die 100 km/h-Marke – sofern der Fahrer mit der Bedienung der sechs manuellen Gänge schnell genug hinterherkommt. Die Höchstgeschwindigkeit liegt jenseits von 300 km/h. Dieses Erlebnis wird indes lediglich 150 glücklichen Besitzern weltweit möglich sein.

Sollten Sie zu diesen Glücklichen gehören wollen, sollten Sie schnellstens einen Termin mit Ihrem Aston Martin-Händler ausmachen. Der Wagen feiert momentan in Kuwait seine Weltpremiere und wird anschließend Anfang kommenden Monats auf dem Autosalon in Genf zu sehen sein. Die ersten Auslieferungen des rund 400.000,- € (plus MwSt.) teuren Sportwagens sind für Herbst 2012 vorgesehen. Dass der Wagen auf einem Concours d’Elegance präsentiert wird, hat indes durchaus einen Sinn: Die Rennversion „Zag“ wurde 2011 beim Concours d’Elegance an der Villa d’Este präsentiert und konnte auf Anhieb die Klasse der Prototypen und Conceptcars für sich entscheiden. Ob nun die Serienvariante ebenso erfolgreich sein wird, bleibt abzuwarten.

Quelle: Aston Martin

Autor: Matthias Kierse

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Kategorie: Magazin

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