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Kategorie: Sportwagen-Lexikon
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Alpina B7 Turbo Coupe (E24) Alpina B7 Turbo Coupe (E24)

Alpina B7 Turbo Coupe (E24)

Synonyme: alpina 6-er 6er
Eingetragen von brobox, 01.09.2009 22:09 Uhr
Letzte Überarbeitung von brobox, 17.02.2010 02:07 Uhr
Hersteller und Modell
Herstellerfirma:Alpina BMW
Modell oder Typ:B7 Turbo Coupe
Modellbezeichnung intern:E24
Karosserieformen:Coupe
Hersteller Kontaktdaten:ALPINA Burkard Bovensiepen GmbH + Co. KG

Alpenstraße 35 - 37
86807 Buchloe
Deutschland

Telefon: +49 8241 5005-0
Telefax: +49 8241 5005-155

Internet: www.alpina.de
Motor
Zylinderanzahl und -art:R6
Aufladung:Turbo
Hubraum (in cm³):3430
Leistung (in PS):320
Drehmoment (in NM):520
Fahrleistungen
Sprint 0-100 km/h (in sec.):5,8
Vmax (in km/h):265
Verbrauch
EU städtisch (l/100 km):16,9
EU ausserhalb (l/100 km):10,2
Felgen und Bereifung
Vorderachse:8,5x17, 235/45 ZR17
Hinterachse:8,5x17, 235/45 ZR17
Maße und Gewichte
Leergewicht (ISO, in kg):1515
Zul. Gesamtgewicht (in kg):1920
Tankinhalt (in Liter):110
Kraftstoffart:Benzin (Hi-Oct)
Baujahrzeitraum:1978-1988
Stückzahl:313
Pro:+ -schöne Form
+ -sehr selten, daher hoher Sammlerwert
+ -Krönung der E24-Baureihe
+ -Unweltzoneneignung
Contra:- -Alpina-spezifische Ersatzteile sind sehr teuer
- -für Uneingeweihte nur ein normales Tuning-Auto
Designer:Paul Bracq (BMW E24)
(Technische Daten gelten für Modell 1987-1988)

1976 ersetzte die BMW 6-er Coupe Baureihe E24 die E9 Modelle 2.5 CS - 3.0 CSL. Anfangs waren die Modelle 630 CS und 633 CSi erhältlich. Damit war das auf dem damaligen 5-er E12 basierende Coupe gut motorisiert. Aber halt nur gut. Gerade in der automobilen Oberliga kann Leistung nie schaden. Es lag also nahe, dass sich die Firma Alpina auch um das 6-er Coupe kümmern würde. Da Alpina damals noch keine Kompletten Autos anbot, sondern Tuningteile und Leistungskits für die Motoren, griffen leistungshungrige 6-er Fahrer anfangs zu den Bausätzen B2 und B8, welche die schon aus anderen BMW Modellen bekannten 3 Liter Vergaser- und 3,3 Liter Einspritzmotoren etwas auf Trab brachten. Der B2 Kit steigerte die Leistung des 630 CS von 185 auf 230 PS. Damit wurde der ursprünglich stärkere 633 CSi glatt überholt. 633 CSi-Besitzer konnte jedoch durch dem Einbau des Alpina B8-Kits von 200 auf 240 PS aufstocken.

Im Dezember 1978 kam jedoch er der grosse Paukenschlag: Alpina stellte drei neue Modelle vor. Komplette Autos, die zwar offiziell noch immer modifizierte BMW waren, jedoch als Komplettangebot mit speziellen Interieurdetails, Rädern, Seitenstreifen und natürlich stärkeren Motoren deutlich machten dass Alpina sich von anderen Tunern abheben wollte. Es gab den C1 2.8 auf Basis des 3-ers E21, aber die Sensation waren die beiden 300-PS Autos B7 Turbo (Basis 5-er E12) und eben das B7 Turbo Coupe auf Basis des E24.

Das Anfangs noch Alpina BMW 630 Turbo genannte Fahrzeug gab einen Hinweis darauf dass Alpina als Basis zunächst den kleineren Motor wählte. Die Umbauten auf Turbo wurden flankiert von einer Dr. Hartwig Zündanlage, der Pierburg DL-Einspritzung. Im Innenraum konnte der Ladedruck des Motors per Handrad verstellt werden. Bei zurückgenommenem Ladedruck (minimal 1,55 bar) standen ca. 250 PS zur Verfügung, wer die vollen 300 PS und 462 Nm Drehmoment wollte musste auf maximal 1,85 bar aufdrehen. Das B7 Turbo Coupe stand auf filigranen Alpina-Leichtmetallfelgen im Speichendesign, vorne und hinten wurden Spoiler montiert. Neben den Typenschriftzügen verrieten noch die typischen Alpina-Streifen dem Kenner dass hier kein normaler E24 vor einem steht. Bis 1982 wurden 153 Fahrzeuge gebaut. 1982 wurde dann eine Schippe nachgelegt. Es entstand eine kleine Serie von 30 B7 Turbo S Coupés, die jetzt auf dem grossen 3453 ccm-Aggregat aufbauten (seit 1978 war der BMW 635 CSi neues Spitzenmodell der 6-er Baureihe) und 330 PS ablieferten. Das maximale Drehmoment betrug glatte 500 Nm! Gleichzeitig war dies der Abschied von der 6-er Baureihe auf Basis des E12.

Der 6-er basierte ab 1982 auf dem 5-er E28, äusserlich am leichtesten zu erkennen an der schwarzen geriffelten Querleiste am Heck, welche den Platz kaschierte den die voluminöseren hinteren Stoßstangen für das US-Modell benötigten. Der Hubraum des 635 CSi wurde auf 3430 ccm zurückgenommen. Erst 1984 war das auf die neue Plattform angpasste B7 Coupe wieder erhältlich. Warum mehr als ein ganzes Jahr Pause? Alpina bezeichnet die Beziehung zu BMW als für beide Seiten fruchtbar, da liegt die Vermutung nahe, dem neuen Spitzenmodell von BMW, dem M 635 CSi mit 4-Ventil Motor und 286 PS, wurde erst mal eine Zeit lang die ganze Aufmerksamkeit überlassen. Aber dann kam der stärkste 6-er wieder aus Buchloe. Die Nennleistung des B7/1 Coupés lag bei 330 PS wie beim B7S Coupe, der Wert für das maximale Drehmoment stiegt auf 512 Nm bei 2400 U/min. Ab 1986 war auch eine Version mit Katalysator erhältlich, bei gleichen Leistungswerten. Alpina war ein echter Vorreiter in bezug auf Katalysatoren welche die Leistungsausbeute kaum merklich schmälerten.

Zur IAA 1987 wurde der 6-er ein letztes Mal modernisiert. Der nach wie vor elegante, aber nicht mehr ganz dem damaligen Zeitgeschmack entsprechende E24 wurde ein letztes mal aufgehübscht. Die in den USA schon seit Produktionsbeginn des 6-ers vorgeschrieben aufprallresistenten Stossfänger wurden auch für den Rest der Welt Standard. Dazu kamen die damals auch in allen anderen BMW verwendeten Ellipsoid-Scheinwerfer. Technisch bekam der 635 CSi den leicht überarbeiteten Motor aus dem 7-er E32 spendiert. Das Alpina-Modell wurde problemlos auf das Facift angepasst. Zum guten Schluss legte Alpina sogar einen speziellen Prospekt für das B7 Turbo Coupe auf. Von der Variante auf E28-Basis wurden 110 Exemplare ohne und mit Katalysator gebaut.

Über die gesamte Laufzeit wurde das Alpina B7 Turbo Coupe offiziell nur mit 5-Gang Schaltgetriebe angeboten, allerdings gibt es aus den letzten Baujahren einige wenige mit Automatikgetriebe.

Heute ist das Alpina B7 Turbo Coupe ein anerkanntes Sammlerstück. Mit normalen Tuning darf ein solches Auto, auch nach dem Selbstverständnis des Herstellers, keinesfalls in einen Topf geworfen werden. Der Wert eines originales Exemplars liegt signifikant selbst über dem eines M 635 CSi



Foto: Werk
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