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mat01 CO   
mat01

seht euch das mal an, kann ja nicht sein.

da kommt mir wirklich die galle hoch

RÜCKRUFAKTIONEN-REKORD

Autoentwicklung nach dem Bananenprinzip

Mehr als eine Million Autos haben Autohersteller in diesem Jahr in die Werkstätten zurückgerufen und damit einen neuen Rekord aufgestellt. Bei Autos scheine immer mehr das Bananenprinzip zu gelten, urteilen die Wissenschaftler des Stuttgarter Fraunhofer-Instituts: Das Produkt reift beim Verbraucher.

Düsseldorf/Stuttgart - Kein Hersteller sei von den Rückrufaktionen ausgenommen gewesen, berichtet das "Handelsblatt". Allein das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) sei im Jahr 2003 bei 144 Rückrufaktionen mit insgesamt 939.884 Fahrzeugen eingeschaltet worden - vor zehn Jahren gab es nur 35 Rückrufe. Dabei würden die Flensburger bei weitem nicht in allen Fällen eingeschaltet, die wirklichen Zahlen liegen also weit darüber. Annähernd die Hälfte der erfassten Rückrufaktionen beträfen Fahrzeuge, die maximal zwei Jahre alt sind. Das zeige, dass nicht etwas Verschleißerscheinungen die Mängelliste anführen, sondern offensichtlich Konstruktions- und Produktionsmängel.

"Die Autofirmen verlegen die Testfahrten immer öfter zu ihren Kunden", kritisiert laut dem Bericht ein Branchenkritiker. Auch eine Untersuchung des Stuttgarter Fraunhofer-Instituts für Arbeitswirtschaft kommt zu einem wenig schmeichelhaften Urteil: "Bei Autos scheint in zunehmendem Maße das Bananenprinzip zu gelten: Das Produkt reift beim Verbraucher."

Die Wissenschaftler begründen ihre Einschätzung mit den über 120 offiziellen Rückrufaktionen im Jahr 2002. Das seien mehr als doppelt so viele wie fünf Jahre zuvor gewesen. Die Experten sehen ein Hauptproblem in der Tatsache, dass von den Automobilherstellern immer mehr Aufgaben an Zulieferer und Entwicklungsfirmen abgegeben würden. In Zukunft würden sich nur Hersteller behaupten können, die über ein "gut aufeinander eingespieltes Netzwerk an Zulieferern und Entwicklern" verfügten. Wichtig dafür seien vor allem langfristige Partnerschaften anstatt kurzfristiger, projektbezogener Kooperationen.

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WAL   
WAL

Naja, man kann das aber auch von der anderen Seite sehen.

Vor 5 Jahren war's den Herstellern vielleicht egal, wenn ich ein Problem mit einem ausgelieferten Auto hatte (Beispiel Bremsen bei meinem Audi80Avant). Jetzt, nach einigen kritischen Rückrufaktionen (A-Klasse, Audi TT, ...) ist ja vielleicht etwas Bewegung bei den Herstellern zu bemerken (siehe VW-Gruppe mit den Luftmassenmessern).

Ich hab mal in der AMS gelesen, das in den USA solche Rückrufaktionen positive Stimmung bei Autokäufern erzeugt, eben aus dem Grund, weil sich der Hersteller auch um bereits ausgelieferte Autos kümmert und nicht nach dem Motto "nach mir die Sintflut" Auto's verkauft.

Sicherlich sind Rückrufaktionen unangenehm, aber theoretisch könnten Hersteller Probleme primär totschweigen und nur in Einzelfällen (die die dann wirklich klagen) eine Kulanzlösung anbieten.

Ich glaube, es ist wie mit einer grossen Softwarelösung. Man kann heutzutage nicht mehr alles testen. Es werden immer Fehler auftreten.

Darum, nie ein neues Auto kaufen, denn das Risiko ist einfach zu gross. Das erste Modelljahr abwarten, und dann entscheiden.

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naethu   
naethu

@ WAL

auf der einen seite stimmt es schon. wenn ich aber auf der anderen seite die mängel ansehe, fällt es mir schwer zu glauben, dass z.b. die software überhaupt jemals getestet wurde und nicht direkt vom lehrling ins fertige auto "geschraubt" wird...

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chip CO   
chip

Wir zahlen halt alle den Preis für mehr Technik und mehr Luxus im PKW. Was natürlich den Hersteller nicht entschuldigen soll. Ich denke ein anderes Argument in diesem Zusammenhang ist auch das gestigerte Interesse der Presse. Früher hat sich doch kaum einer dafür interessiert wenn mal eine Rückrufaktion war. Aber seit A Klasse und Elchtest hat sich

das Verhalten der Presse deutlich geändert. mit schlechten Nachrichten läßt sich halt immer Kasse machen. früher ließen sich Rückrufe auch schön verdeckt abwickeln heute ist das kaum noch möglich....

Ich stimme aber ansonsten mat und wal gleichermaßen zu :-))!

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master_p   
master_p

Rückrufaktionen werden sicherlich heute, wie schon gesagt, früher abgewickelt. Für meinen Corsa erhielt ich auch ein Schreiben, dass die Türrückholbändchen ersetzt werden sollten. In den 80ern hätte man da selbst Hand angelegt, wenn's kaputt gegangen wäre.

Der Verbraucher ist hier quasi selbst mit Schuld. Er erwartet ein perfektes Auto und sieht auch über geringe Mängel kaum hinweg. Desweiteren werden Autos (auch auf Wunsch des Kunden) immer komfortabler, sicherer und funktionstüchtiger. Damit verbunden gibt's einen potenzierten Aufwand für die Funktionsprüfung. Damit aber trotzdem noch alle 5 Jahren ein Autozyklus gestartet werden kann, schmeissen die Hersteller ein Produkt schneller auf den Markt und bessern Macken während der Laufzeit aus.

Ich wette, dass die Rückrufaktionen bei Autos mit wenig Elektronik (Porsche GT2, Lotus Elise etc.) einen extrem kleinen Wert haben, der Wert für zurückgerufene Elektronikspielzeuge, die fahren können (A8, Phaeton, 7er etc.) aber enorm gestiegen ist. Dies ist aber wie gesagt nicht nur den Herstellern anzulasten, sondern auch dem Kunden, der Produkte fordert, welches die sogenannte EIWOMI, also die EierlegendeVollmilchSau ist. Auch von dieser Seite sollte man das ganze mal betrachten und den Schwarzen Peter nicht nur bei den Herstellern/Zulieferern suchen.

Oder wer will von Euch, dass der 5er jetzt 20 Jahre Modellzyklus hat? Oder wieder ohne Navi/TV, elektrische Sitze etc. verkauft wird? Eben! Wer sowas nicht braucht, greift auf die StrippedCars zurück und wird ohne Rückholaktion glücklich (dann aber eben auch ohne Komfort).

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TaKeTeN   
TaKeTeN

wo mehr drin is kann auch mehr kaputt gehen wie ich finde!

deswegen ist es meiner meinung nach nicht verwunderlich dass es immer mehr rückrufaktionen gibt...sicher ist das ärgerlich wenn man deswegen extra in die werkstatt muss...positiv daran ist man bekommt ohne was zu zahlen neue teile eingebaut...bei mir z.b. ein neuer LMM nach der winterpause im TT.

Außerdem finde ich, dass selbst wenn mal etwas kaputt geht (keine Verschleißteile wie bremsen usw) sich die Hersteller sehr kulant zeigen! zumindest bei Audi habe ich außerplanmäßige Reperaturen bis jetzt noch nie zu 100% übernehmen müssen! Anfangs wurden die Kosten sogar komplett von audi beglichen.

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