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Eno

Assistenzsysteme - Fluch oder Segen? Ein kurzer Erfahrungsbericht

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Eno   
Eno

Hallo zusammen,
Soeben komme ich von von einer beruflichen Reise über die deutschen Autobahnen zurück. Insgesamt 1000 km.
Da die Flottenwagen alle schon gebucht waren, gabs einen Golf Kombi vom örtlichen Vermieter. Soweit ganz netter Wagen 136 Diesel kW, die für nicht ganz so einschläfernden Vortrieb sorgen und eine riesen Litanei an Zusatzausstattungen.

Da wären wir also schon beim Thema Assistenzsysteme. Auch hier hat der Autovermieter nicht allzuviele Haken in der Ausstattungsliste offen gelassen, näher eingehen möchte ich hierbei auf:


1. Müdigkeitserkennung:
Ich gebe zu, der Abend vor der Abreise war etwas länger und eine 5h Fahrt schlaucht dann doch irgendwann. Ich hatte so auch ein zwei Phasen, in denen ich mir gedacht habe, ob ich nicht mal eine Pause einlege. Noch keinen Sekundenschlaf, aber doch deutliche Anzeichen von Müdigkeit...
Bei der Rückfahrt soeben war ich die ganze Fahrt über fit. Zu meiner Verwunderung fing aber ausgerechnet mit einsetzen der Dämmerung die Müdigkeitserkennung des Golfs zu meinen, dass ich eigentlich schon schlafe und fing an, mich anzupiepen. "Müdigkeit erkannt" - ich weiss wirklich nciht, was ich gemacht habe, aber er bestand mehrmals darauf, dass ich müde sei...

Fazit: Das System ist den Namen nicht wert. Auf der Hinfahrt 3 Tage vorher war ich wirklich müde - nichts. Rückfahrt topfit -> Warnung ausgelöst... Da muss noch einige Logik einfließen.

Bewertung: 4/10 Punkten, eine Pause ist auch, wenn man nicht müde ist, gut.

2. Notbremsassistent in Verbindung mit Crashwarnung:
Dass der Wagen so etwas hat, habe ich bei der Hinfahrt bemerkt und war zuerst positiv überrascht. Ich bin (mittlerweile - man wird ja erwachsen) jemand, der so ziemlich immer einen recht großzügigen Sicherheitsabstand einhält. Dann gabs ein Szenario, dass in einer 3er Kolonne der erste recht langsame Fahrer auf die rechte Spur zurück wechselte, und wir zwei dahinter entsprechend beschleunigen konnten.
Etwas weiter vorn setzte dann ein anderer Fahrer zum Spurwechsel an, woraufhin mein Vordermann kurz auf die Bremse trat. Da ich noch beim Beschleunigen war, änderte sich der Abstand plötzlich und es gab einen Pieps mit entsprechendem Symbol im Armaturenbrett.
Fuss vom Gas und die Gefahr war gebannt, da der Ausscherende (offenbar meinen Vordermann bemerkend) wieder zurueck schwenkte und der Bremsvorgang meines Vordermanns entsprechend abgebrochen und wieder in Beschleunigung umgewandelt wurde - ich selbst musste also nicht bremsen.
Super dachte ich, der Wagen hat die potenziell gefährliche Situation einen Tick schneller erkannt, als ich mit dem Fuß vom Gas bin. Sehr gut! (Ich denke, dass es auch eine "Bremslichterkennung" gibt, denn allein durch eigentlich zu geringen Abstand löste der nicht aus...)
Wie auch immer, auf der Rückfahrt gabs dann eine ähnliche Situation, wieder wurde der Weg frei, beschleunigt, und dann ist ein 7,5to LKW ausgeschert, woraufhin mein Vordermann wieder bremste. Zuverlässig erfolgte der pieps bei mir, aber diesmal reichte mein Fuss vom Gas nicht aus und ich musste auch bremsen.
Was dann geschah (wird euch staunen lassen, klickt bitte hier...) hat mir einen riesen Schreck eingejagt - mein "Fuss vom Gas lupfen und auf die Bremse gehen" löste eine Vollbremsung aus, die nicht nötig gewesen wäre. ABS im vollen Regelbereich und habe aufgrund der ungewollt harten Bremsung den Fuß wieder gelöst. Die Situation vor mir hatte sich nämlich damit mehr als entschärft. ABER: Mein Hintermann hatte deutlich zu rudern, es war schon recht gefährlich, mit besseren Bremsen / Reifen auf dem Golf wäre der mir reingefahren... sein Abstand war zwar nicht riesig, aber es war auch keine "Drängel Situation."

Sofort hat sich meine Einstellung zu diesem System drastisch geändert! Wenn sich das Auto plötzlich anders verhält, als erwartet (auf mittlere Bremspedalbetätigung mit Vollbremsung reagieren), führt das nahezu immer zu eher gefährlichen Situationen.

Fazit: Pieps gut, scheint zu funktionieren, aber Vollbremsung auslösen: absolut gefährlich, löst einen Schreck beim Fahrer aus und führt zu gefährlichen Situationen.
Bewertung: 1/10 Punken - Gefahrenerkennung findet im Gehirn eine Zehntel später statt, Vorteil durch den Pieps also nicht vorhanden - man ist dann eh schon am reagieren. Hochgradig gefährlich ist aber die extreme Bremsauslösung wenn man nach einem Pieps bremst. Wenn einer der M3s so etwas machen würde, nicht auszudenken, wieviele AUffahrunfälle ich damit schon provoziert hätte, weil der Hintermann nicht mit einer Vollbremsung und so guten Bremsen rechnet...

3. Start Stop Automatik

Während ich das beim E92 auf "bleibt wie es war statt: nach jedem Start wieder aktiv" umkodieren hab lassen damit der V8 nicht dauernd aus und an geht, ist die Umsetzung im Golf dahingehend gut, da er wie ich im Stau bemerkt habe, nach Abstellen des Motors erkennt wenn der Vordermann wieder los fährt und dann den Motor wieder startet, ohne dass man den Fuß von der Bremse genommen hätte. -> gute Lösung!
Kleiner Nachteil in der Stadt schaltet er zu schnell aus - an eine Kreuzung fast zum Stillstand kommen -> Motor aus, gas geben / Motor muss erst wieder gestartet werden -> doof.
Weiterhin ist das Motor Abstellen nicht ganz konsistent. Gefühlt geht er manchmal sehr schnell aus und manchmal bleibt er strotz warmem Motor und aufgeladener Batterie trotzdem an...

4. Ausblick:Auswirkungen auf Versicherungen:
Vor allem die (schlecht funktionierende) Müdigkeitserkennung könnte am Ende zu einem Problem führen, falls wirklich mal etwas passiert. "Ihr Auto hat sie 3 mal aufmerksam gemacht und 20 min später hatten Sie einen Unfall, wir zahlen deshalb nicht - sie sind im Halbschlaf unterwegs gewesen!"

Genauso die sicher auch mitgezählten Piepser und Vollbremsauslösungen - das wird irgendwann alles gegen einen verwendet.

Gesamtbewertung: So einen Schwachfug will ich in keinem Auto haben, welches ich fahre.

 

Gruß,
Eno.

P.S.: Mir ist bewusst, dass sich mit noch weiterer Erhöhung und extrem konsequenter Einhaltung eines sehr großen Abstandes solche "Piepser" und damit verbundene mögliche Vollbremsungen auch komplett vermeiden lassen.

Das ist aber unrealistisch - mir fahren jetzt schon dauernd Leute in die Lücke... Wie schon angedeutet war erste Situation nicht wirklich gefährlich und zweite Situation wäre auch ohne Vollbremsung samt ABS mehr als locker handhabbar gewesen und das ohne jemanden zu gefährden.

Genauso gefährlich schätze ich übrigens Spurhalteassistenten ein. v.a. aktive Systeme, die sich auf die Lenkung auswirken... hier kann ich aber nicht aus eigener Erfahrung sprechen.

PPS: Ohje, so kurz ist es dann doch nicht geworden. also:

tldr; Notbremsassistenten sind gefährlich und die Daten von Assistenzsystemen werden im schlimmsten Fall sicher gegen einen verwendet! -> :default_abgelehnt:

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Kurt_Kroemer   
Kurt_Kroemer

Gutes Thema.

Ähnliche Situationen habe ich auch schon erlebt.

Hier handeln zwei Systeme unabhängig voneinander.

Zum einen der Fahrer, welcher das Fahrzeug steuert,

zum anderen das Fahrzeug selbst, welches in "erkannter Gefahrensituation" autark handelt.

Da im Gefahrenfall nur eine einseitige Kommunikation vom Fahrer zum Fahrzeug gegeben ist,

muss man den "Überraschungseffekt" durch das Fahrzeug hin nehmen.

Ich persönlich verlasse mich keinesfalls mehr auf Assistenzsysteme.

Selbst die primitive Einparkhilfe in Form von Abstandssensoren hat mich schon im Stich gelassen.

Mein heftigstes Erlebnis war jedoch im Winter auf abschüssiger glatter Strecke im Schleichgang.

Offensichtlich beim Bremsen gleichzeitiger Stillstand aller 4 Räder.

Das ABS hatte nichts zu Regeln; meinte wohl der Wagen stünde.

Folge war "Motor aus" durch Start-Stop Automatik.

Ausfall der Lenkunterstützung und des Bremskraftverstärkers waren die Folge.

Wenn dann die Bremse gelockert wird, und der Wagen weiter rollt, meint das System wohl, es müsse den Wagen nicht mehr starten.

Versuch über Startknopf geht dann auch nicht, zuerst versteht das System "Zündung aus".

Erst danach kann neu gestartet werden.

Das alles, während man eine Strasse herunter schlittert.

Das ganze kann ich mittlerweile beliebig reproduzieren.

Ich habe das bei BMW moniert; interessiert aber keinen.

Ich schalte den Mist jetzt immer aus.

 

Das DTC ist im Winter auch der grösste Krampf.

Das System regelt den Wagen am glatten Berg aufwärts bis zum Stillstand herunter.

Konsequenz für mich: DTC im Winter immer komplett aus und mit Gefühl bergauf.

 

Schöne neue Welt.

 

 

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Eno   
Eno

Ich gebe zu, bei deinem Bergab Szenario musste ich mit jeder Zeile mehr grinsen und bei "Motor neu Starten per Knopf, der macht aber beim ersten Druck: Zündung aus" fast schon lachen. Obwohl das ja eigentlich traurig ist.

Das mit dem StartStop Knopf hatte ich irgendwann schon in einem anderen Thread bemägelt - das ist einfach Murx, da mit "Intelligenz" bzw. Logik erkennen zu wollen, was der User will - wo es vorher eine mechanisch perfekte Lösung mittels Zündschlüsselstellungen gab... Aber irgendwer muss irgendwann mal gesagt haben:
"Wir ersetzen das 3 Zündschlüsselpositionen einfach mit EINEM Knopf - und eine Logik macht dann schon irgendwie das Richtige" das kann gar nicht (für alle Szenarien) funktionieren...

Gruß,
Eno.

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Max A8   
Max A8

Das einzige Assistenzsystem, das seinen Namen verdient hat und das ich wirklich hilfreich finde, ist der Totwinkelwarner. Zwar gibt es auch hier massive Unterschiede zwischen einzelnen Herstellern, aber alle anderen haben - ähnlich wie bei Dir, @Eno, einen eher zwiespältigen Eindruck hinterlassen. Egal bei welchem Hersteller - hundertprozentig überzeugen konnten bisher weder Auffahrassistent, noch Spurhalte- bzw. Spurwechselassi oder ähnliche Systeme. 

 

Ich mache mein Beispiel immer am Regensensor fest. Solange ein Hersteller nicht in der Lage ist, Wassertropfen vernünftig von einer Glasscheibe wischen zu lassen, möchte ich auch nicht, dass das Auto für mich mit „denkt“, geschweige denn handelt. 

 

Grüße von der Selbstfahrerfraktion,

Max

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Kurt_Kroemer   
Kurt_Kroemer
Am 19.10.2017 um 23:00 schrieb Eno:

Ich gebe zu, bei deinem Bergab Szenario musste ich mit jeder Zeile mehr grinsen und bei "Motor neu Starten per Knopf, der macht aber beim ersten Druck: Zündung aus" fast schon lachen. Obwohl das ja eigentlich traurig ist.

So, damit Du wirklich lachst:

Lenkradschloss rastete auch ein 😢

Hat mich aber Gott sei Dank nur den linken Außenspiegel gekostet. 😓

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Sailor CO   
Sailor

Ich bin ja mit Totwinkelwarnern nicht so vertraut, aber reicht denn kein Rückspiegel ohne toten Winkel?

Vor Jahren schon habe ich mich gewundert, warum nicht alle Fahrzeuge einen Rückspiegel ohne toten Winkel haben.

Das kann doch nicht so teuer sein.

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amc VIP   
amc

Es gibt schon nützliche Dinge - wie der Warnblinker hinten bei drohender Kollision zusammen mit Gurtstraffer & Co. im letzten Moment.

 

Weniger gefallen mir die Features die dazu führen daß ich selber weniger aufmerksam bin - Kategorie Spurhalteassistent.

vor 2 Stunden schrieb Sailor:

Ich bin ja mit Totwinkelwarnern nicht so vertraut, aber reicht denn kein Rückspiegel ohne toten Winkel?

Ich fürchte die "hidden Agenda" bei den Totwinkelwarnern ist daß die Leute gar nicht mehr richtig schauen beim Spurwechsel. 

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Sailor CO   
Sailor

Beim Nachdenken fallen mir zwei Gründe für einen Totwinkelwarner ein:

1. Mit dem Älterwerden nimmt der mögliche Drehwinkel des Kopfes ab, Schulterblick ist nur noch eingeschränkt möglich.

2. Zunahme von Frauen mit Kopftüchern und Kleidungsstücken, die die Sicht noch mehr einschränken.

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Eno   
Eno
vor 12 Minuten schrieb amc:

wie der Warnblinker hinten bei drohender Kollision zusammen mit Gurtstraffer & Co.

Ja, das sehe ich auch so - Anzeige usw. auch flackernde Bremslichter bei starker Bremsung sind i.O.
Bei einem abrupten Ampelhalt habe ich meine Warnblinker aber auch schon ausgelöst...

Das ist alles so lang OK, wie das Auto nicht selbständig "übervorsichtig" Lenk oder Bremseingriffe unternimmt, die dann beim Fahrer zu Erschrecken und ggf. Gegenaktionen führen. Diese machen alles nur schlimmer als die ursprüngliche Situation.
Fuss vom Gas und in Erwartung einer mittleren Bremsung sicher die Geschwindigkeit anpassen ist durch diesen Bremsassistenten nicht mehr möglich - man legt ungewollt eine Vollbremsung aufs Parkett...

Gruß,
Eno.

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winni_328 CO   
winni_328

Hallo,

 

das erinnert mich an die Worte des Instruktors beim Fahrsicherheitstraining.

Die Assistenzsysteme sind Vorreiter auf dem Weg zum autonomen Fahren und wir sind die Versuchskaninchen.

Gilt nicht für alles, aber ein Stück Wahrheit ist da schon drin.

 

In meinem Firmenwagen hat schon mehrfach auf freier Strecke die Kollissionswarnung angeschlagen, ausgelöst wodurch?

Zum Glück ist da (meine ich) keine Notbremsfunktion damit verbunden. Da hätte ein Hintermann wahrscheinlich dann schlechte Karten.

 

Gruß,

Winfried

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amc VIP   
amc
vor 10 Minuten schrieb winni_328:

Zum Glück ist da (meine ich) keine Notbremsfunktion damit verbunden. Da hätte ein Hintermann wahrscheinlich dann schlechte Karten.

Es gibt reine Warner, Teilbremser und auch Notbremser bis zum Halt. Die Systeme die auch eine Vollbremsung hinlegen können arbeiten abgestuft. Erst warnen und Bremse vorkonditionieren, dann verhalten bremsen, und wenn aus Sicht des Systems der Aufprall unvermeidlich ist Vollbremsung.

 

 

 

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Eno   
Eno

Ich hatte den Eindruck, als wäre das Szenario beim Golf die Warnung + Vorkonditionierung gewesen. - Von selbst hat er (noch?) nicht gebremst, aber als er festgestellt hat, dass ich wirklich vom Gas auf die Bremse steige, gabs die Vollbremsung schon kurz nach antippen des Bremspedals.

Das war so unschön - da man ein Gefühl für die Bremswirkung hat und dann kommt plötzlich diese unerwartet harte Bremsung... Das war mindestens genau so komisch, wie wenn man auf die Bremse geht und gar nichts passiert (längere Regenfahrt Probelamatik)

Gruß,
Eno.

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master_p   
master_p
vor 55 Minuten schrieb Eno:

aber als er festgestellt hat, dass ich wirklich vom Gas auf die Bremse steige, gabs die Vollbremsung schon kurz nach antippen des Bremspedals

Das ist aber kein generelles Problem des Auffahr-Assistenten, sondern das gibt es schon sehr lange und heißt (je nach Hersteller unterschiedlich) Notbrems-Assistent. Wenn ein abrupter Wechsel zwischen Beschleunigung (Gas geben) und Bremsen erfolgt, löst die Bremse statt des gedrückten Pedalwegs deutlich mehr Bremsdruck im System aus. Das gibt es schon seit den Brake-by-wire-Systemen, demnach vermutlich so um die selbe Zeit wie ABS-Einführung.

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JazP   
JazP
Am 19.10.2017 um 22:36 schrieb Kurt_Kroemer:

Ausfall der Lenkunterstützung und des Bremskraftverstärkers waren die Folge.

Normalerweise startet ein Lenkeingriff den Motor wieder. Auf jeden Fall wird der Motor aber bei Verlust des Unterdrucks (für den Bremskraftverstärker) gestartet!

 

Wenn das bei Dir nicht passiert, ist an Deinem Fahrzeug etwas faul.

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Max A8   
Max A8

Gestern mal den Abstandstempomaten im aktuellen Mini Clubman auf der Autobahn ausprobiert. Fazit: ich fahre dann auch weiter lieber selbst. 

 

Die Erkennung des Vordermanns erfolgt noch sehr zuverlässig, auch das Annähern über Gaswegnahme ist schön gelöst. Aber: egal bei welcher Einstellung des Abstands lässt er die „Verbindung“ abreißen, der Abstand vergrößert sich, man bummelt mit den 87 Km/h des Vordermannes auf der linken Spur umher, obwohl der Tempomat auf 110 eingestellt ist. Bis er „merkt“, dass der Vordermann beschleunigt hat bzw von der linken Spur verschwunden ist, vergeht laaaange Zeit. Das führt zu einer Fahrweise, die Verkehrsfluss behindert und mich als Hintermann (und auch als aktiver Fahrer) in den Wahnsinn treibt. 

 

Weiterer Punkt: trotz freier Bahn bei eingestelltem Tempomaten geht das Gefährt auf einmal aus unerfindlichen Gründen auf die Bremse. Und das wiederholt, obwohl kein Fahrzeug vor ihm erkannt wurde. Nicht nachvollziehbar, sehr ärgerlich und zudem gefährlich, weil niemand damit rechnet. 

 

Grüße

Max

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K-L-M VIP CO   
K-L-M

Gerade hier bei CP kann das doch nur Kopfschütteln auslösen.

 

Mir wird ganz schlecht wenn ich an die „normalen“ Autofahrer denke die uns mit solchen Systemen zusätzlich noch gefährden.

 

Ich habe keine solchen Systeme, daher eine Frage:

wie bei jedem gute Autofahrer wird selbstverständlich bei einer „Notbremsung“ auch der Abstand zum Hintermann berücksichtigt und die Bremse, so weit möglich und nötig gelockert um die Situation hinter mir zu entschärfen.

Geht das dann nicht mehr?

 

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gynny.m CO   
gynny.m
Am 19.10.2017 um 21:40 schrieb Eno:

1. Müdigkeitserkennung:
Ich gebe zu, der Abend vor der Abreise war etwas länger und eine 5h Fahrt schlaucht dann doch irgendwann. Ich hatte so auch ein zwei Phasen, in denen ich mir gedacht habe, ob ich nicht mal eine Pause einlege. Noch keinen Sekundenschlaf, aber doch deutliche Anzeichen von Müdigkeit...
Bei der Rückfahrt soeben war ich die ganze Fahrt über fit. Zu meiner Verwunderung fing aber ausgerechnet mit einsetzen der Dämmerung die Müdigkeitserkennung des Golfs zu meinen, dass ich eigentlich schon schlafe und fing an, mich anzupiepen. "Müdigkeit erkannt" - ich weiss wirklich nciht, was ich gemacht habe, aber er bestand mehrmals darauf, dass ich müde sei...

Könnte mir vorstellen, daß du in der Abenddämmerung ohne Sonnenbrille evtl. die Augen etwas zugekiffan hast und das System es als Müdigkeit gewertet hat.

Was macht das System, wenn man mit Sonnenbrille einpennt?

 

Ich sehe die ganzen Helferlein auch eher als überflüssige Verkaufsargumente und Einnahmequellen.

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Max A8   
Max A8
vor 20 Minuten schrieb K-L-M:

ch habe keine solchen Systeme, daher eine Frage:

wie bei jedem gute Autofahrer wird selbstverständlich bei einer „Notbremsung“ auch der Abstand zum Hintermann berücksichtigt und die Bremse, so weit möglich und nötig gelockert um die Situation hinter mir zu entschärfen.

Geht das dann nicht mehr?

Die meisten Systeme der heutigen Zeit machen (noch) keine Notbremsung bis zum Stillstand, die Vollbremsung wirkt nur einleitend und für kurze Zeit. In der Regel lässt sich ein unerwünschtes Verhalten auch notfalls mit einem Gasstoß übertölpeln... :huh:

 

Die aktuelle S-Klasse kann, soweit ich weiß, mittlerweile auch den rückwärtigen Verkehr erkennen und je nach Situation dürfte die Bremsung demnach individuell erfolgen. Ob das System allerdings tatsächlich „kalkulieren“ kann, wer bzw was da hinter mir fährt und wie groß die Wahrscheinlichkeit eines Aufpralls auf den Vordermann ist, möchte ich lieber nicht ausprobieren...

 

Zum Müdigkeitssensor: im Golf (und generell in den VW) dürfte keine Kamera zur Überwachung des Fahrers eingesetzt werden. Stattdessen arbeiten die Systeme mit unterschiedlichen Parametern (Lenkeinschlag, ruckartige Lenkbewegungen, Widerstand am Lenkrad selbst, Gas/Bremse etc.). Ich bin gar nicht sicher, ob überhaupt bisher auf Kameratechnik gesetzt wurde, was ja ohnehin einige Probleme (Stichwort: Sonnenbrille) mit sich bringen würde.

 

 

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gynny.m CO   
gynny.m

Ah ja... danke :wink: wieder war gelernt

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Thorsten0815 CO   
Thorsten0815

Ich sehe das so:

Solange bis es ein wirklich "selbst" fahrendes Auto geben wird, sind wir in diesen Autos mit ihren neuen Features nur Versuchskaninchen und finanzieren auch noch die Entwicklung mit. 

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    • mrwicked
      Hallo zusammen
       
      War ja länger nicht mehr bei euch im Forum
       
      Wollte mal meine 4,5 Jahre Gallardo Erfahrungen mitteilen..........
      Habe ihn jetzt seit April 2013, knappe 20`000 km gefahren, und ich hatte bis auf 2 Getriebe Fehler (die wieder Löschbar waren) überhaupt keine Probleme.
      Habe jetzt 66`500 km und jedes Jahr ein Öl und Ölfilter Wechsel gemacht.
       
      Auch sieht er nicht so aus wie am Anfang........aber Bilder sagen mehr als 1000 worte
       
      Mein erstes "Tuning" waren damals die 2 Streifen
       

       
      Jetzt sieht er so aus..........
       

       

       

       

       

       
       
      Wünsche euch ein schönes Wochenende und bis bald
    • aathon
      Ich habe den F12 seit nun genau 2 Jahren und habe ca. 12000 km damit zurückgelegt. Ich gebrauche den Wagen für die Langstrecke hauptsächlich im Trockenen und bevorzuge hohe Stundendurchschnitte.
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      Ich wollte mir eigentlich immer einen SLR kaufen. Aus verschiedenen Gründen sollte es dazu nicht kommen. Im Sommer 2012 erhielt ich die auto motor und sport mit dem Fahrbericht des F12. Der klang rundum positiv und die Fahrleistungen sollten über denen des SLR liegen, noch dazu bei annehmbarem Fahrkomfort. Also bestellte ich blind.
       
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      Da der Unterboden komplett verleidet ist (Ground-Effect mit dem Diffusor) habe ich mir vom Service-Personal im Rahmen der Inspektionen Bilder von den Aggregaten zeigen lassen- bis jetzt ist alles trocken.
       
      Den F12 kann ich Umsteigern auch in Bezug auf Qualität nur empfehlen- bei Ferrari-Fahrzeugen das war vor einigen Jahren nicht so!
      Als Mercedes-Fahrer lässt man seine Fahrzeuge ungern allein, denn man fürchtet abgetretene Spiegel, Kratzer und Dellen. Aber mit dem Ferrari sieht man überwiegend freundliche Gesichter, Daumen hoch und fotografierende Teenies. Auch wenn sich ganze Trauben um den Wagen bilden: keine Angst, die meisten passen sogar aufs Auto auf.
      Zusammen mit der 7-Jahres-Maintenace ist der F12 auch kein kein schlechtes Gesamt-Angebot, wenn ich die Kosten für die Inspektionen bei Mercedes etc. über die Jahre und Kilometer zusammenrechne .... .
      Ich wünsche allen Ferraristi ein Frohes Neues Jahr und einen ruhigen und harmonischen Jahreswechsel.
    • double-p
      Werte CP-Gemeinde,

      dieses Wochenende hat mein Vectra C Caravan OPC nach
      22 Monaten die 50.000km ueberschritten.
      Sollte sich mal jemand fuer das Auto interessieren, hier meine
      Erfahrungen mit "dem roten Raumboot".

      Vorab - der Vectra hat mich nie im Stich gelassen.

      Reparaturen:
      - zusaetzliche Schelle im Kuehlmittelkreislauf (5000km), vorher
      schleichender Kuehlmittelverlust (ca 1l/2000km)
      - Heckklappe: Kabel zum Stellmotor fuer die Schliessung abgefallen

      Verschleiss:
      - 3. Satz Sommerreifen, Erstausruestung war Continental SportContact 2,
      der Reifen geht garnicht! Seitdem Hankook Ventus V12 Evo.
      - 2. Satz Winterreifen. Pirelli SnowSport 210. In 215 einfach zu schmall
      fuer die Leistung
      - 2. Satz Bremsscheiben und 3. Satz Bremsbelaege (s.u.)
      - "Testverbrauch" lt. BC auf 50.000km: 14.9l/100km (wobei zwischen 9.5 und >35l "alles" geht

      Da der Wagen auch ca. 4.500km auf der Nordschleife verbracht hat, wurden
      Reifen und Bremsen ueber Normalbetrieb belastet
      Was mich allerdings wirklich wurmt: es gibt keinerlei Verschleiss-Sensor oder
      Kratzbleche an den Belaegen - daher auch mal eine Scheibe durch abgefahrenen
      Belag geschrottet (zu einem hoechst schlechten Zeitpunkt... )

      Ich bin mit der Bilanz und dem Wagen an sich hochzufrieden
      Wer also mal einen Alltags-Heizer-Kombi (mit wirklich viel Stauraum) braucht,
      und die Preisliste fuer einen Audi RS6 fuer "spinnert" haelt, der sollte sich
      mal dieses Auto anschaun.
    • dragstar1106
      Hallo zusammen,
      hier ein kurzer Erfahrungsbericht über eine Sichtung eines 458 Italia, der sich auf den ersten Blick gar nicht so schlecht in seiner Anzeige präsentiert.
       
      http://suchen.mobile.de/fahrzeuge/details.html?id=232669304&sortOption.sortOrder=ASCENDING&sortOption.sortBy=searchNetGrossPrice&damageUnrepaired=NO_DAMAGE_UNREPAIRED&scopeId=C&isSearchRequest=true&maxMileage=60000&makeModelVariant1.makeId=8600&makeModelVariant1.modelId=2&pageNumber=1
       
      Es handelt sich um einen 458 Italia aus 2010, aus erster (belgischer) Hand, 2 Einträge im Brief (2. Eintrag aufgrund Tageszualssung bzgl. jetziger, nötiger Erstellung deutscher Zulassungspapiere) Der Wagen hat original 16.500 km, ist klassisch in rosso / tan gehalten. Laut Telefonat mit dem Verkäufer letzter Woche hat der Wagen einen vorderen rechten Kotflügel bekommen (Ursache unbekannt), die Frontschürze ist aufgrund Steinschlags lackiert. Der Rest sei original und in tadellosem Zustand. Der Lackschichtmeser würde das Ergebnis belegen, dass außer dem vorderen rechten Kotfügel (ca. 400-500 my) alles andere zwischen 150-200 my hätte.
      Mit diesem Wissen war ich heute in Bonn bei dem Verkäufer (war sowieso beruflich in der Nähe) und habe mir den Wagen angesehen.
       
      Nun, wo fange ich an...?...
       
      Der 458 stand bereits auf der Hebebühne (ich hatte mich letzte Woche für heite angemeldet).
      Zunächst habe ich mir die Historie/Papiere ansehen, um über den Unfall mehr zu erfahren. Dabei stellte sich heraus, dass außer dem Serviceheft, einer Serviceheft Dublette, der Bedienungsanleitung, einzelnen für sich verloren wirkende TÜV Berichte ansonsten nichts weiter vorhanden ist. Keine weiteren Service Rechnungen oder dergleichen, keine Garantieabrechnungen oder irgendwelche andere Belege. Es war faktisch nichts an Hisotrie vorhanden, außer dem Scheckheft natürlich. Auch Informationen über der Unfall ist nirgends etwas zu lesen. Sehr schlecht....
      Dann habe ich mich dem Auto zugewandt. Der Innenraum war in Ordnung, wenn auch nicht üppig ausgestatt. Kein Carbon, kein LED Lenkrad, keine Racingsitze, alles relativ konservativ wirkend, aber soweit, so okay... Dann bin ich zum "korpus delicti", dem vorderen rechten Kotflügel gegangen. Das Teil war (nach-) lackiert, nicht besonders professionell. Es waren Einschlüsse von Staubpartikeln zu erkennen. Die Frontschürze war ebenfalls eindeutig lackiert. Aber das war mit den Aussagen des Verkäufers identisch.
       
      Aaaber: Ich bin dann zur Befahrertüre gegangen, auch diese war vollständig inkl. weiterer Partikel lackiert. Anschließend zum hinteren Seitenteil, auch hier wurde voll nachlackiert. Dann an die Motorhaube... dreimal dürft Ihr raten.... auch hier wurde (eher semiprofessionell) lackiert. Das linke Seitenteil hatte einen kleinen Klarlackschaden an der Unterseite, naja...gut. Endlich habe ich dann ein originales Teil ohne Nachlackierung oder Beschädigung entdeckt --> die Fahrertüre.
       
      Eher konsterniert bin ich dann an den Unterboden gegangen, Verschobene Unterbodenabdeckungen, die überhaupt nicht mehr passten, dementsprechend fehlten fast alle Schrauben, waren das traurige Bild. Auch Kunststoffösen, die eine Aufnahme von Verschraubungen darstellt, war zum Teil ausgerissen und ohne Befestigung nur eingesteckt.
       
      Ich habe mich dann mit den Spaltmaßen zugewandt und konnte auch hier leichte Differenzen erkennen, kann evtl. aber auch durch Einstellungen revidiert werden.
       
      Der Wagen original vollständig rosso corsa lackiert, aber der Vorbesitzer hatte aus (angeblich) optischen Gründen das Dach und einen Teil des Motordeckels in hellgrau matt lackieren lassen. Möglicherweise hat das aber auch was mit dem Crash zu tun. Ich finde es etwas verwunderlich, dass man an einem Dach lackiert und den originalen Zustand zerstört, wenn doch eine Folie zum gleichen optischen Ergebnis geführt hätte...?
       
      Gefahren bin ich dem Wagen nicht, habe aus Zeitgründen verzichtet.
       
      Nun, in der Essenz eine große Enttäuschung. Wäre ich nur alleine wegen dem Wagen 700km (2x 350km) gefahren, Zeit und Sprit investiert hätte. dann wäre das Ärgernis vorprogrammiert.
       
      Vielleicht findet sich ein Käufer, aber eigentlich kann ich mir das nicht vorstellen, zumindest nicht zu dem Tarif von 136k €. Davon wäre ich Galaxien entfernt...
       
      Vielleicht hilft es dem ein oder anderen, der sich aufgrund meiner Ausführungen überlegt, sich auf den Weg zu machen.
       
      LG Andreas


    • AStrauß
      Fahrbericht und Erfahrungswerte Ferrari 348
       
      Da der Ferrari 348 ts/tb gtb/gts und Spider sich im Gebrauchtwagen Merkt erfreulicher Akzeptanz erfreuen schreiben ich ein paar Erfahrungen, die ich mit diesem wundervollen Fahrzeug machen durfte incl. Vorgeschichte wie ich persönlich zum 348 kam !
       
      Als es damals für mich in frage kam , mir einen Ferrari zuzulegen kam natürlich die Frage auf welchen ?
      Also auf zum freundlichen und Probefahren Erst den 355 Berlinetta , danach den 512 TR !
      Es war noch kein Gedanke an einen 348 !
       
      355 gefahren und war super, der Sound , das Fahrverhalten alles rund um zufrieden stellend , jetzt war der 512 TR an der reihe in gelb einfach ein Traum war ein gebraucht Wagen mit einer Fuchs Sportauspuff Anlage, ich war überwältigt und habe den 355 ganz schnell vergessen. OK es stand fest der 512 TR sollte es sein Vertrag Unterschrieben und einige Sachen ausgehandelt, einfach Perfekt. Dann kam der Tag der tage eine Unvorhergesehne Sehr Große Investition brachte es Innerhalb zwei Wochen so weit , das es nicht mehr möglich war das Fahrzeug abzunehmen.
      Der besuch beim Händler war für mich der Planke Horo , doch sehr überrascht wie der Händler reagierte erwies es sich, die Wahrheit zu sagen ist immer besser als andere gründe vor zu schieben.
       
      Mir wurde gesagt das dies kein Problem ist und das der wagen sowieso aufbereitet werden musste incl. Service . Jetzt stand ich da 21 Jahre Alt und heiß auf einen Ferri da sagte der Händler nehmen sie doch einen 348 ich habe gerade zwei da , der eine Rot/schwarz ein TB aus 93, der andere Gelb/Schwarz ebenfalls aus 93 aber ein TS und in gelb . Ich Natürlich nicht begeistert von der Idee und wollte erst mal lieber warten . Als man mich wieder anrief und Fragte Herr Strauß was ist Los ich dachte wir wollen schauen ob evtl. ein 348 für Sie in frage kommt ? Also gut ich komme , als ich kam waren beide Wägen aufpoliert und mit Roter Nummer versehen . Ich ging rein und wurde Trotz allem Herzlich Empfangen, ich war überrascht keine Überheblichkeit , kein auf einen herabschauen nichts der gleichen. Mir wurde das Fahrzeug erklärt und der Chef Persönlich fuhr eine Strecke mit mir ab , danach lies er mich fahren und sagte bringen Sie mich Bitte wieder zurück und Fahren dann alleine so lange Sie wollen . Gesagt getan ich für beide Wägen und Kam zum Entschluss der Rote sollte es sein ! Also das gleiche noch mal Vertrag verhandeln ect.
      Ich bestand darauf das der Wagen neue Reifen bekommt, einen Großen Service , das er tiefer gelegt wird und das ein Sportauspuff drunter kommt . Der Händler ging auf alles ein , der Termin wurde festgesetzt Herr Strauß heute in zwei Wochen können Sie den Wagen abholen.
       
      Der Tag X war gekommen , die ganze nacht nicht geschlafen , Morgens um drei aufgestanden und mich schon fertig gemacht so 4.00 Uhr und was mache ich jetzt bis 15.00 Uhr ? Meine damalige Freundin (jetzige Frau ) sagte du bist einfach Krank es ist 4.00Uhr , Schatz ich weiß erwiderte ich
      und es gibt auch kein Medikament dagegen ! Es war endlich so weit 15.00 Uhr wagen stand in der Ausstellungshalle mit einem Pyjama abgedeckt, freundliche Begrüßung und auf zum Wagen als sie das Tuch runtergenommen haben und ich Ihn gesehen habe wurde mir ganz warm ums Herz. Man hat Ihn so tief gelegt das der Felgen Ansatz mit dem Kotflügel bündig war , die Fuchs Anlage glänzte sich den Ast ab und Distanzscheiben die ich vorbeibrachte wurden auch montiert. Das ding sah aus wie ein Rennwagen und für Frühjahr 1999 war der wagen garnicht schlecht! Als ich endlich los konnte und ein paar Meter gefahren bin konnte ich mich nicht mehr halten die ein oder andere träne Floß mir über die Wangen , der Sound das Feeling einfach atemberaubend und der gehört jetzt wirklich mir unfassbar!!!!!
       
      Zum technischen:
      Es war ein 348 TB BJ 1993 EZ am 21.03.1993 Fahrgestell Nummer 96181
      217KW/295PS Bereift mit Bridgestone Expedia S01 (für diese fahrzeug der Beste reifen wie ich festgestellt habe ,obwohl der Pirelli P Zero Assimetrico auch sehr gut zu fahren war.
       
      Zur Tieferlegung:
      Das Fahrzeug wurde auf meinen Wunsch sehr tief gelegt , obwohl man mir davon abriet , da das Fahrverhalten sich anscheinend wesentlich verschlechtern würde , ich habe nichts der gleichen feststellen können , nach einigen Kilometern wurde ich mit dem wagen richtig schnell in Kurvigen
      abschnitten, teilweiße sogar zu schnell für wesentlich stärkere Fahrzeuge .
      Also sage ich man kann es machen !
       
      Distanzscheiben:
      Sie wurden nur auf der Hinterachse verbaut , es waren auf jeder Seite 15mm .
      Ich kann sagen , ich habe Sie weder Positiv noch Negativ bemerkt was das Fahrverhalten angeht .
      Vom Optischen Aspekt natürlich keine frage , es sah wirklich Bombastisch aus !
      Also sag ich wieder man kann es machen !
       
      Bereifung / Felgen:
      es waren die Serien Felgen montiert mit einer Bereifung
      Vorn 215 auf 17 Zoll
      Hinten 255 auf 17 Zoll
      Ich habe mir überlegt gehabt Speedline drauf zu machen . Aber ich lies die Serien felgen bestehen,
      da ich eigentlich gefallen an diesem Design gefunden habe und auf Grund einer fahrt mit dem Wagen eines bekannten der ihn vorn mit 235 auf 18 Zoll und Hinten auf 295 Stehen hatte .
      Ich habe es als Störend empfunden das Fahrverhalten war wesentlich schlechter und auf manchen abschnitten kam es mir so vor als ob es dem Wagen leistung nimmt .
      Also sage ich in diesem fall Serien Felgen drauf lassen !
       
      Probleme:
      Ich hatte in der ganzen zeit keinerlei Probleme mit dem Fahrzeug !
      Was ich selber feststellen musste war, das die leistung der Lichtmaschine zu schwach ist , da meine Batterie mal total entladen war dachte ich , ich überbrücke den wagen und fahre eine Zeit lang bis sie wieder aufgeladen ist , aber das hat leider nicht funktioniert . Als es dann Dämmerte und ich das Licht einschalten musste war es ganz vorbei . An der Ampel ,als die Lüfter starteten wurde sogar das Licht schwächer . Also habe ich die Batterie mit einer Ladestation geladen.
       
      Es wird aber von vielen Ownern von Spezifischen Problemen gesprochen , die viele 348 haben sollen , kann man hier im Forum auch unter dem Fred 348 technische Probleme nachlesen .
      Ich kann darüber nichts schreiben, weil ich wie schon geschrieben keine hatte.
       
      Alltagstauglichkeit:
      Ich würde sagen ja , ich habe ihn in der Urlaubszeit täglich bewegt , ohne das mir irgendwas negativ
      aufgefallen ist .(außer das mit dem 2 Gang wie unten beschrieben) Wenn es einem nichts ausmacht das es halt ein bisschen rauer ist, steht dem nichts im Wege. Selbst Große Distanzen wie Fahrten in den Urlaub ect. hat er mit Bravour hinter sich gebracht . Der Kofferraum reicht völlig aus um Gepäck für zwei Wochen mitzunehmen, mit ein bisschen drücken und so :-)
       
      Getriebe:
      Ist OK ! Man sollte sich aber nicht wundern das im kalten Zustand der zweite Gang nicht so richtig will , das ist normal !
      Entweder man macht es wie viele und schaltet gleich vom ersten in den dritten , oder man drückt die Kupplung , nimmt den Gang raus , Kuppelt erneut und schaltet in den zweiten .
      Wenn er warm gefahren ist Funktioniert das Getriebe hervorragend.
       
      Bremsen:
      Ich war mit der Leistung der Bremsen vollkommen zufrieden, für die Straße absolut ausreichend!
      Wer mehr Bremsleistung will kann ohne bedenken andere Beläge im Handel erwerben , man hat mir gesagt dadurch würde sich die Bremsleistung verbessert.
       
      Es gibt auch Bremsanlagen die eine noch bessere Bremswirkung haben , und auch verbaut werden können ohne auf 18 Zoll Felgen umzustellen.
       
      Versicherung:
      Ein 348 ist in der heutigen Zeit im Normal fall kein Problem versichert zu bekommen .
      Vorausgesetzt man ist über 30 Jahre Alt.
      Ich würde bei diesem Fahrzeug einen Exoten Tarif Wählen , da der wert der Fahrzeuges Versichert wird und der ist beim 348 Heutzutage ja nicht mehr enorm hoch , also wir sich der Beitrag auf ca. 1000 – 1400€ im Jahr Bewegen .( Angabe ohne Gewähr )
       
      Wartung und Unterhalt:
      Hier trennen sich die Meinungen in der Ferrari Gemeinschaft enorm !!!! :-(
       
      Vorteil Offizielle Händler:
      Fachpersonal geschult um an diesen Fahrzeugen Perfekte Arbeit leisten zu können.
      Sollte es zum fall der fälle kommen und man hat doch einen schaden , wird man sich wesentlich mehr einsetzen um es auf Kulanz hin zu bekommen.
      Das Fahrzeug ist beim Wiederverkauf mehr wert .
      Es werden bevorzugt Scheckheft gepflegte Ferraris Gekauft.
       
      Nachteil Offizielle Händler:
      Der Preis
       
      Vorteil Freie Werkstatt:
      Der Preis
       
      Nachteil Freie Werkstatt:
      Fehlender Ferrari Stempel im Scheckheft
      Schlechterer Verkauf
      Weniger Chancen auf Kulanz was zu bekommen , denn der Offizielle wir mit Sicherheit nicht alle Hebel in Bewegung Setzen ,um für jemanden was zu bekommen der seinen wagen irgendwo „Billig“ zum Service bringt.
       
      Der Kauf:
      Hier ist meine Meinung eindeutig
      Man Kauft einen Ferrari immer bei einem Offiziellen Vertragshändler !
      Grund hierfür ist schlicht und einfach die Garantie !
       
      Kleines Beispiel:
      Kein Mensch kann in einen Wagen oder in einen Motor rein schauen oder vorhersagen das er Hält oder Kaputt geht . In einem Schadensfall kommen sehr hohe Kosten auf einen zu. Im Normalfall ist bei einem 348 ein Kapitaler Motorschaden schon ein Wirtschaftlicher Totalschaden , wenn man nicht selber Mechaniker ist und das ding selbst wieder instand setzen kann !
       
      Viele werden dazu sagen , die Garantie geht doch nur ein Jahr , aber im ersten Jahr kann man sehr gut erkennen ob der Wagen was taugt oder nicht und ich denke man wird im ersten Jahr sowieso am meisten und Extremsten unterwegs sein , das wenn was kommt , kommt es meist im ersten Jahr .
       
      Desweiteren tritt hier wieder das oben geschriebene unter Service in Kraft , Ich empfinde es für Perfekt einen Ferrari beim Offiziellen zu Kaufen und Dort auch alle Wartungen durchführen zu lassen , auch wenn ich mich immer selber über die Preise Aufrege.
       
      Bestes Zitat meines Händlers:
      Wer ein teures Pferd kauft braucht auch einen dementsprechenden Stall !! :-)
       
      Ich muss sagen ich bin mit meinem Händler überaus zufrieden und kann die Meinung anderer nicht teilen , die sagen Sie kaufen lieber Privat. Bin mittlerweile wie geschrieben seit 1999 dort Kunde und kann nur Positives berichten und habe im Laufe der Zeit mehrere Fahrzeuge dort Gekauft und es war immer Perfekt jede Kleinigkeit wurde sofort behoben , alle Sachen wurden auf Garantie oder Kulanz erledigt ohne jegliche Diskussionen . Wobei wie geschrieben das nicht beim 348 nötig war sondern bei einem Folge Fahrzeug mit dem es Probleme gab !
      Deshalb komme ich zum Entschluss wenn Kaufen dann Offiziell !
       
      Mein Fazit zum Ferrari 348 TB:
      Mein bisher bester Ferrari, doch leider will man manchmal eben mehr oder braucht 4 Plätze !
      Kann Natürlich auch sein, dass nur ich das so Empfinde da es das erste Pferd aus dem Hause der Roten war !
      Ich habe hier meine Meinung und meine Erfahrung niedergeschrieben die natürlich Subjektiv ist und von Käufer zu Käufer und Besitzer zu Besitzer abweicht ich hoffe aber man kann sich hier Anregungen holen und es ist behilflich beim Kauf eines Ferrari 348

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