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F430Matze

Trackday: AMG C63S // gefährlicher Notbremsassi, was tun?

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F430Matze CO   
F430Matze

Hallo Forum, ich war heute mit meinem 2016er C63S AMG auf dem Salzburgring und hatte dort ein gravierendes Problem.. Der Notbremsassistent, selbst wenn man diesen deaktiviert und auf "Race" fährt, ist dieser nicht aus... so passiert es, dass man auf dem Salzburgring hinter einem schnellen Auto über die Start/Ziel fährt und gemeinsam in einer Linie mit einigen Metern Abstand auf die Schikane anbremst und die C-Klasse die Bremse von ALLEINE komplett zumacht (obwohl man dosiert anbremst) und zu LÄSST... die Bremse geht erst wieder auf, sobald der Vordermann in die Schikane eingefahren ist und der Weg nach vorne frei ist... sau gefährlich, mir wäre paar mal fast die Straße ausgegangen, da ich das Ding bei selbstständiger Bremsung im ABS Bereich schlecht bis gar nicht in die Kurve fahren kann bei 100 Sachen wegen dem leichten Heck und ich erst einlenken konnte, als die Kiste die Bremsen wieder aufgemacht hat.

 

Hier mal eine Frage an euch... was kann ich dagegen machen? Im Menü deaktivieren bringt nichts, dann piepst er dabei zwar nicht mehr aber tut noch das selbe... evtl. die Sensoren in der Windschutzscheibe abkleben? Oder macht er dann gar nichts mehr? Hat das mal jemand versucht? Im Alltag werde ich das schlecht ausprobieren können, aber ich muss irgendwas tun für den nächsten Trackday, so ist es zumal gefährlich und sollte hinter mir noch ein schnelles Auto sein, kann es gut sein, dass der nicht mit einer absoluten Gefahren ABS Bremsung rechnet und mir ins Heck donnert.

 

Ideen?


Gruß,
Mathias

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Svitato   
Svitato

Hallo Mathias. Kann man den überhaupt wirklich abstellen? Ich hatte schon ähnliche Probleme bei meinem Gla45 AMG damals und konnte es nicht. War auch ein Grund damals für einen Maserati Ghibli zu kaufen. Ich war damals auch in der Werkstatt und konnte es nicht deaktivieren...

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F430Matze CO   
F430Matze

Du kannst es im Menü deaktivieren (aktiviert sich bei jedem Motorstart jedoch neu)... nur, wenn du es deaktivierst, ist er genau so an, wie aktiviert... nur piepst das Ding dann nicht... größter Unterschied ist, dass es im deaktivierten Modus dann auch nicht vor Hindernissen oder Verkehrsinseln warnt mit einem Piepser, was im Alltag schon mal gut vorkommt, wenn da Auto Angst vor deiner Fahrweise hat... auf jeden Fall ein dickes Manko. 

Hast du deine Werkstatt damals wegen Abkleben gefragt? Das Auto hat ja oben im Bereich des Innenspiegels in der Frontscheibe 3 Sensoren, das dürften die sein... nur was macht das Auto, wenn du es blind machst.. gibt es Ruhe oder geht gar nichts mehr? Und reicht ein einfaches Tape oder kann das Auto durch dieses "hindurchsehen"?

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Svitato   
Svitato

Also damals wollte ich es komplett deaktivieren lassen, weil....

 

- eigentlich wäre es ja eine gute sache. 

 

- aber auch wenn plötzlich ein velofahrer vor mir war bremste plötzlich das auto extrem schnell runter ohne grund...sau gefährlich. allgemein beim fahren...auch auf der autobahn: die besten waren ja immer die sofort wieder einspurten, dann bremste das auto völlig:angry::D Rasch überholen, kurzer Abstand....

 

Bei der Werkstatt konnten sie es leider gar nicht deaktivieren. War anscheinend so Standard....Deshalb habe ich dann den Maserati Ghibli genommen, der zwar Tempomat hatte, aber nicht so Schnigg Schnagg wie der GLA 45 AMG...

 

Wegen abkleben habe ich nixhts gefragt, da sie mir damals gesagts haben, dass ich es gar nicht deaktivieren konnte...^_^

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F430Matze CO   
F430Matze

Werde das einfach mal versuchen... wenn ich den abklebe und er nicht piepst wenn ich zu dicht auffahre sonst aber alles normal macht, habe ich am Track denke ich gute Karten... vllt kommt eine Fehlermeldung "Sensorik verschmutzt" und sonst funktioniert alles, das wäre natürlich die Ideallösung. 

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Svitato   
Svitato

Finde ich aber irgendwie trotzdem komisch nicht? Wenn man das Auto auf Race einstellen kann, dann soll man nicht den ganzen Schnigg Schnagg haben nicht? Komfort ist ja egal, abstand, totwinkelassistent, etc...ist ja race...hauptsache Spass! 

 

Wie ist das bei deinem Ferrari?

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F430Matze CO   
F430Matze

Ja Race hat auch soweit ich weiß nur der C63S, im Tacho kommt dann eine karierte Flagge und das Auto dreht voll aus und schaltet auch erst wieder runter, wenn es wirklich nötig ist.. auf der Straße unfahrbar, da kommst du sonst auf 35 Liter auf 100 km. Eben das ist für mich auch unverständlich, da baue ich einen Racemodus in ein Auto ein und bedenke oder ignoriere dann so eine Sache. 

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Svitato   
Svitato

hmm kenne es nur vom alfa giulia quadrifoglio oder maserati mc stradale...

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F430Matze CO   
F430Matze

Werde das Abkleben später testen und berichten, bin gespannt.. haben hier eine tolle Verkehrsinsel im Ort bei dem er immer piept. :D

 

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Svitato   
Svitato

Bin auf deine Antwort gespannt? Liebe Grüsse aus der Schweiz

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F430Matze CO   
F430Matze
Geschrieben (bearbeitet)

Soooo, hatte jetzt um kurz nach Mitternacht noch das Glück einem geeigneten 40 Tonner auf der Landstraße anzutrffen. Abkleben der Radarsensoren und der Kamera bringt leider rein gar nichts... schade.. dass die Radarsensoren dennoch funktionieren war klar, jedoch hoffte ich inständig darauf, das System durch Abdecken der Kamera so weit zu stören, dass es sich deaktiviert.

 

Das System heißt wohl BAS (es gibt auch noch BAS PLUS, was ich jedoch extra nicht bestellt hatte) und laut Handbuch ist es komplett deaktivierbar... nun drängt sich mir natürlich die Frage auf, wenn das Handbuch vorgibt, es sei deaktivierbar und es das nicht ist... liegt hier in rechtlichen Sinne nicht ein Mangel vor, den Mercedes im Rahmen der gesetzlichen Gewährleistung beseitigen müsste? Immerhin funktioniert die Abschaltung nicht wie angeboten.

 

 

Echt kein Plan, was ich machen soll... am besten leicht versetz anbremsen neben der Ideallinie, ist aber halt auch nicht das Beste im Dreck zu Bremsen. :(

 

 

 

Ob das beim Nordschleifenmonster AMG GTR auch so ist? Dass dieser nur richtig schnell ist, solange er alleine auf der Strecke ist und sich nicht selber ausbremst?

bearbeitet von F430Matze

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Kai360 VIP CO   
Kai360
Geschrieben (bearbeitet)

Typischerweise hilft es, wenn man diese elektronischen Helferlein abschalten möchte, eine Störgröße aufzulegen! 

Das System erkennt diese und geht in ein Notlaufprogramm, im besten Fall wird das System vollständig deaktiviert.

 

Beispiel: ESP läßt sich häufig deaktivieren indem man den Stecker von Bremsflüssigkeitssensor des Vorratsbehälters abzieht. Klingt trivial, ist es auch, funktioniert aber häufig!

 

So weit so gut. Nun müssen wir mal schauen welche Sensoren denn alle beteiligt sind an dem Notbremsassistent,

und dann mal rundum Stecker ziehen!

 

Oder einfach einmal bei AMG anrufen, die wissen das mit Sicherheit...

 

bearbeitet von Kai360

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      Dank und Gruß,

      Schattenfell
    • locodiablo
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      Nun würde ich gerne die Meinungen von euch zu diesen beiden Fahrzeugen hören.
       
      Liebe Grüße 
      Mell
    • PocoLoco
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      Schlussendlich machen wir aber doch hin und wieder „Tuningarbeiten“ an Fahrzeugen und deswegen möchte ich hier trotzdem mal eine Arbeit präsentieren die m.M.n. eher in Richtung Fahrzeugbau als in Richtung Tuning geht.
      Also, hier mal was anderes als Panda`s und Alfa`s 
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      Also, wollen wir mal:
       
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      So nun konnte es endlich losgehen mit den Radhäuser
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    • 806
      Zum Jahresanfang kann ich auch gleich was Neues beginnen – nämlich meinen nächsten „laaangen Dauertest“. Jetzt nicht mehr im großen Bereich „sonstige Fahrzeugmarken“, sondern im Sportwagen- und Luxusmarken-Forum …

      Seit 29.11.2013 ist das Dickschiff ersetzt durch einen A 45 AMG, der mir in den nächsten Jahren als Alltagsauto dienen wird. In loser Folge schreibe ich hier nieder, was auffällig oder unauffällig am Auto ist, was bei längerer Benutzung stört, sich bemerkbar macht oder auch erfreut, wie sich der Kleine hält und was an ihm auseinanderfällt.

      Anders als bei meinem im Avatar abgebildeten liebsten Hobbyauto von allen, wird es hier nicht um Verbesserungen/Umbauten/Ausbauten gehen, denn das habe ich nicht vor. Einfach wieder die Zusammenstellung von Erlebtem und Erfahrenem!


      Das Auto

      Also stelle ich Euch den neuen Kleinen erst einmal vor.

      Im Rahmen der Möglichkeiten unauffällig bis zur Unscheinbarkeit ist er zirrusweiß lackiert und emblemlos bis auf die „Sterne“. Selbst bei Benzens wußten sie nicht, daß mit Bestellcode 261 auch die Beschriftung der vorderen Kotflügel entfällt. Das Panormadach paßt zur Farbfamilie „schwarz-weiß“ genauso wie die 19“-Felgen von AMG. Unterstützt wird diese Idee vom "Night-Paket" mit schwarz abgesetzten Leisten und dunklen Heckscheiben.








      Sommers mit glanzgedrehtem Rand, winters in komplettem Schwarz wie „Edition1“.

      Intelligent Light System macht hell, Audio20 macht Musik und Becker MapPilot macht Wegweisung. Besondere Lautsprecher brauche ich nicht, Musik höre ich nur im Stau. Die Klimaautomatik nimmt sich der Temperierung an unterstützt von Sitzheizung vorne, Vergeßlichen hilft elektrische Sitzverstellung mit Memory vorne. Hinten hat er ein Auge (Rückfahrkamera), aber auf häßliche Löcher für Parkpiepser hatte ich keine Lust mehr. Dazu noch das Licht- und Sichtpaket, damit es innen nächstens nicht so trist aussieht und ein Ablagenpaket, damit die demnächst vorgeschriebenen Warnwesten ihren Platz unter den Vordersitzen finden und im Kofferraum eine Steckdose bereit ist. Den Luxus des Performance-Lenkrades habe ich mir der größeren Schaltpaddel wegen gegönnt, damit einher geht der knubbelige Schalthebel in der Mittelkonsole.

      Richtig: er hat KEINE roten Gurte, KEINE roten Bremssättel, KEINE noch lautere Auspuffanlage, KEINE zusätzlichen Spoiler und KEIN noch härteres Fahrwerk – das ist mir dauerhaft zu aufdringlich und damit lästig, außerdem kostet’s alles zusätzliches Geld, das ich dafür nicht ausgeben will.


      Das erste Drama


      Aus dem Datum der Erstzulassung ergibt sich schon das Problem der erforderlichen Winterbereifung. Als ich der Preisvorstellungen der Niederlassung Mannheim für Originalfelgen ansichtig wurde, schwanden mir schier die Sinne. 19“ Felgen als „Vielspeichen“ kosteten schon 3.600 €, dazu noch Reifen – das muß anders gehen. Nächster Vorschlag: 215er Reifen auf 18“-Felgen für komplett 3.500 €. Mickrige Größe, Schneeketten habe ich nicht, brauche ich nicht und kann ich nicht montieren. Selbst die Serienfelgen in 18“ kämen schon auf 3.000 €.

      Alle Tuner/Felgenhersteller abtelefoniert, mit Mails bombardiert und die Quintessenz erfahren: „Haben wir derzeit nicht, rechnen Sie nicht vor Frühjahr damit.“ Tolle Wurst – und bis dahin? Die Sommerreifen runter, Winterreifen drauf und im Frühjahr dasselbe wieder zurück ist mir zuwider, also weiter suchen. Erster Lichtblick: Das Autohaus Kunzmann in Aschaffenburg (ein großer Vertragshändler) unterhält einen Onlineshop und bietet auf einmal AMG-Vielspeichen in 19“ für nur 3000 € an. Gleich zum Hörer gegriffen und im Telefonat ein Vorschlag: „Nehmen Sie doch die 19“ von Lorinser in schwarz, die kosten nur 1700 €.“ Da fragt man nicht zweimal – hätte man aber sollen!

      Prompte Lieferung, freudestrahlend die Michelin PilotAlpin 4 (frei bis 270 km/h!) montieren lassen und gleich aufs jungfräuliche Auto montiert. Problem: Ab etwa Tempo 100 unerträgliche Vibrationen. Nachwuchten rundherum bringt nichts. Was ist denn da los? Einfache Analyse: Im TÜV-Gutachten steht, daß wegen Freigangs zum Bremssattel 3 mm Spurplatten verwendet werden müssen. Ist an sich schon Murks, aber am A 45 noch viel mehr! Benz verwendet wohl für alle „A“ dieselben Radaufnahmen. Durch die große Bremse vorne rückt alles mehr nach außen und die Zentrierhülse steht nur noch etwas mehr als 6 mm heraus, das Mindestmaß, das hiesige Prüfer für solche Gelegenheiten erwarten. Zieht man davon die Spurplatten ab, bleiben nur noch jämmerliche 3 mm (DREI MILLIMETER), die die Zentrierung der Felge sicherstellen sollen. Die hat auch noch einen gefasten Zentrierring, so daß faktisch die Mittenzentrierung verloren geht. So fährt er sich auch.

      Nach kurzem aber heftigem Hin und Her mit Lorinser direkt („Wollen Sie wirklich, daß ich diese Lösung dem TÜV für die Einbaubescheinigung vorführe?“), die sich aber ernsthaft Mühe bei der Suche um schnelle Abhilfe gaben, nehmen sie die Felgen zurück.

      Geworden sind’s dann zähneknirschend die schwarzen Vielspeichen und jetzt läuft alles wieder „rund“. Ich bin mal gespannt, wie die anderen Hersteller dieses Problem in den Griff bekommen …






      Das Einfahren


      Aber nun zurück zum Auto selber: In Rastatt abgeholt und daher gleich mit den ersten Kilometern außerhalb des Werksgeländes „eingefahren“. Ach du liebe Zeit, was machen die Leute da ein Buhei drum – zusätzlich verängstigt durch relativ strikte Einfahranweisungen des Werks: Nicht über 4500/min, nicht schneller als 140 km/h, kein Kickdown.“ Klebt wie in seligen Zeiten sogar in der Windschutzscheibe.

      Dazu gibt es ja mehr Auffassungen, Ansichten und Anspielungen als Autos. Im Grunde genommen kann man’s nie richtig machen; zu „zahm“ ist nix, zu „scharf“ ist nix, zu „schnell“ ist nix? Wie sagt der Pfälzer dann? „Ach, steigt mer doch all‘ in die Tasch‘!“ Das Werk spendierte die erste Tankfüllung (voll!!) und daher schauen wir geschenkten Gäulen nicht zu lange ins Maul.

      Auf den ersten hundert Kilometern auf der Landstraße habe ich dem Motor im vierten Gang in schönem Rhythmus Anzug von 80 auf 120 beigebracht und ihn nach jeder Beschleunigung immer wieder ausrollen lassen. Ähnelt einem Parabelflug und ist ähnlich unspaßig. Dem Maschinchen wurde dabei sogar richtig warm, das Motoröl erreichte 105°. Das war’s dann aber auch, seitdem wird er einfach gefahren, wie ich ihn auch sonst fahren würde. Schön durchölen lassen nach dem Kaltstart, sanft warm fahren, sanft kalt fahren vor dem Abstellen, und sonst gefahren wie es ihm auch in der Zukunft bevorsteht (nach 500 km durften auch mal 5500/min mit wenig Gas anliegen, sonst macht ja eh die Automatik alles). Oh Wunder: Nichts ist undicht, geplatzt, abgerissen oder sonst was passiert.

      So ganz stimmt‘s nicht. In manchen Foren hieß es, daß er bis 1500 km ein Einfahrprogramm habe, das das Gemisch anfette und so den Einfahrvorgang unterstütze durch somit abgesenkte Brennraumtemperaturen. Hört sich komisch an, scheint aber tatsächlich zu existieren. Schlagartig ab diesem Kilometerstand sank der Durchschnittsverbrauch bei flotter Fahrt um 1 L/100 km. Bei 1200 km kamen frisches Motoröl und ein neuer Filter (nicht vorgeschrieben, aber mir ist es lieber so), seitdem läuft er immer besser.

      Da er anfangs etwas beim Anfahren mit seinen Kupplungen „rupfte“, was sich nach knapp 500 km völlig gelegt hat, werde ich ihm auch überobligatorisch einen Getriebe- und Differentialölwechsel gönnen, da hat sich scheinbar doch einiges tatsächlich „einlaufen“ müssen und mir ist dann einfach wohler, wenn alles gut versorgt ist. Manche glauben, ein Wechsel nach 3000 km sei „Vorschrift“, sind aber von der insoweit unklaren Betriebsanleitung im Stich gelassen. Nur AMGs mit Sperrdifferential müssen dann zum Wechsel, der A 45 hat keins, also muß er auch nicht. Meiner kriegt’s trotzdem, weil „wer einschenkt, muß auch nachschenken“.

      Inzwischen sind schon fast 3000 km voll, so daß ich auf freier Autobahn auch mal das Geschwindigkeitsmaxim ausgetestet habe. Im siebten Gang ist das etwas müde ab etwa 230, aber im sechsten geht es ab wie die Feuerwehr. Gefühlt dauert es zwei Wimpernschläge von 200 auf 230 und geht dann unvermindert weiter und weiter und weiter, ohne daß bei 250 km/h Schluß wäre. Tacho 260 standen ziemlich unangestrengt an, im siebten hält er das Tempo, legt aber kaum noch zu. Tachoabweichungen sind minimal, sagt mein zusätzlich bereitgehaltenes Navi.

      Drehzahlorgien sind eh nicht sein Ding, im sechsten sind dafür etwa 5300/min erforderlich, im siebten stehen etwa 4200/min auf dem Drehzahlmesser. „Heiß“ wird ihm dabei auch nicht, das Kühlwasser steht bei 93° und das Motoröl wird auch nicht wärmer.

      Weder ist er dann ungebührlich laut noch in irgendeiner Weise unruhig oder „leicht“, sondern einfach satt und souverän. Im echten Verkehr ist das kein vernünftiges Tempo, denn mit Gaswegnehmen wird das Tempo nicht schnell weniger, sondern der geringe Luftwiderstand läßt ihn im siebten lange schieben; zu Dauerbremserei habe ich keine Lust, das wird dann unrund und hektisch auf langen Strecken. Klar wird aber auch: alles bis 200 ist ratzfatz erreicht und für den Motor keine echte Anstrengung. Wieso da schon die wildesten „Tuningfreaks“ schon über 400+ PS mit Chippen nachdenken, erschließt sich mir beim besten Willen nicht.


      Bedienung


      Ein Kapitel, dem man heutzutage durchaus ein paar Worte widmen kann bzw. leider manchmal muß.

      Schon bei der Probefahrt störte der falsch positionierte Blinkerhebel. Jetzt stört das immer mehr, er sitzt schlicht zu hoch und läßt sich aus normaler Lenkradhaltung nicht intuitiv bedienen; der Tempomathebel hingegen ist bestens erreichbar und statt Blinken kommt er vor allem im Kreisverkehr zum Einsatz. Bei Regenfahrten nervt zudem, daß die schönen großen Schaltpaddel zu nah am Schalter für den Heckwischer sind und der am „Multifunktionshebel“ nur durch verrenktes Greifen bedienbar ist. Ich kann nicht deutlich genug machen, daß das unbrauchbarer Stuß ist!

      Genug geärgert, ansonsten ist die Handhabung des Fahrzeuges allenfalls noch durch den großen Wendekreis erschwert, wenn man sich an Benztypisches eh schon gewöhnt hat und mit einem gewissen Wohlwollen den neumodischen Bedienungsprofilen („Assistenten“, Menüführungen usw.) gegenübertritt.

      „Dunkel war’s, der Mond schien helle“ wäre das passende Motto für die Leuchtstärke des Hauptscheinwerfersystems. Tadellos gleichmäßig und weit hell, selbst der „Fernlichtassistent“ funktioniert in 99 % der Fälle gut. Kurvenlicht auch bei mehr als 110 km/h (Audi ...?). Moderne Lichtsysteme nehmen den Nachtfahrten nun wirklich endgültig den Schrecken.





      In diesen Tagen fällt auf, daß er sich besonders verdient macht mit gleichmäßiger, schnell ansprechender und gut wirkender Heizung – die Klimaautomatik muß nur der Temperatur wegen bedient werden, den Rest macht das System selbständig und beanstandungsfrei. Vor der Sitzheizung muß ich warnen: Die bollert bis in die Schulterbereiche auf der höchsten Stufe dermaßen los, daß es binnen Sekunden schon unangenehm wird. Allenfalls auf Stufe 2 kurz und dann für ein paar wenige Minuten auf Stufe 1, danach wird es schnell zu warm. Eiweiß gerinnt bei 67° …


      Beanstandungen?


      Die nationalen und internationalen Foristen beklagen ja schon seit längerem Verarbeitungsmängel der A-Klasse und manche Unzulänglichkeiten auch beim A 45. Liest man das als Unbefangener, könnte einen ja das Grausen überkommen.

      Bis dato ist der Zusammenbau gelungen, die Verarbeitung stimmt (für die Fahrzeugklasse), die Lackierqualität ist gut, nahezu alles funktioniert, wie es soll. Nahezu, weil das Radio bei Stummschaltung die Verkehrsfunkdurchsagen nicht laut genug stellt und sich nicht zu größerer Lautstärke überreden läßt. Das „Knistern“ aus dem Bereich der Mittelkonsole sind die Stellgeräusche der Klimaanlage beim Bedienen der Luftverteilungsklappen, an das heimelige Geräusch des sich kümmernden Elektronengehirns gewöhnt man sich schnell.

      Manche beklagen, daß er kalt sehr zäh Gas annehme. Das stimmt, scheint aber ein Schutzprogramm zu sein, solange nicht Grenztemperaturen des Getriebes erreicht sind. Ich helfe mir mit dem manuellen Schaltmodus und rolle ihn gemütlich bei niedrigen Drehzahlen warm, dann fällt’s nicht so auf. Anfangs dachte ich, das „angeschärfte“ Schaltprogramm „S“ funktioniere nicht, weil sich die Schaltcharakteristik von „C“ nicht unterschied. Ich bin ihm drauf gekommen: solange das Getriebe nicht wärmer als 40° ist, läßt er das schnellere Schalten nicht zu und hält die Drehzahlen zur Vermeidung zu großer Sprünge niedrig. Danach dreht er in „S“ weiter aus bis zum Hochschalten und schaltet auch deutlich früher zurück. Schön gelöst: er erkennt, wenn nicht mehr beschleunigt wird legt dann einen höheren Gang auch vor Erreichen der Schaltdrehzahl nach.

      Bei den ersten Handwäschen zeigte sich, daß er ein paar Dreckecken hat, die immer besonderer Zuwendung bedürfen. Das ist zum einen der gesamte Bereich entlang der Griffleiste der Heckklappe (um die Kennzeichenleuchten und den Griff), da sind Vertiefungen und Rähmchen, die man nur mühsam wieder sauber bekommt. Außerdem ist die Blechnaht nahezu rechtwinklig und mit einer nicht komplett durchgezogenen Abdichtung versehen, da sammelt sich nur mit einem Pinsel entfernbar Dreck.








      Gleiches gilt für die Türunterkanten, die unnötigerweise mit Höhenversprüngen aufgeführt sind, in denen sich hartnäckig Schmutz festsetzt.





      Der Bereich unter dem Dachspoiler“überhang“ wird in Waschanlagen sicher nicht gesäubert – da muß man leiden und nachwischen.

      Einsauen kann er sich eh wie ein Großer, die unteren Seitenflächen sind in Windeseile verdreckt. Erstaunlich: Motorhaube und Dach nicht, ebenso die Seitenscheiben. Wie früher bleiben sie auch bei starkem Regen sehr lange schmutzfrei und damit die Sicht in die großen Spiegel klar. Der Motorraum saut sich nahezu gar nicht ein auch bei langer Fahrt im strömendem Regen, das gefällt.

      Einmal mahnte er zum Nachfüllen des Kühlwassers bei scharfem Beschleunigen in größeren Gängen, aber weder stimmte der Pegel nicht noch kam diese Meldung erneut.


      Verbrauchswerte


      Im Moment – wir gewöhnen uns ja noch aneinander – gilt das alles noch nicht wirklich. Ich denke, daß da auch bei wärmeren Temperaturen noch der eine oder andere Liter weniger zu Buche stehen wird. Zwischen 7,5 und 15 L/100 km hatte ich alles schon zu verzeichnen. Ruhig herumgerollt im Mittelstreckenverkehr mit Tempomat reicht der kleinere Wert, bei forcierter Fahrt mit dauerhaft mehr als Tempo 180 der höhere, die Wahrheit liegt wie immer dazwischen und derzeit bei 10,7L/100 km.

      Motoröl fehlte ca. ein Drittelliter nach den ersten 500 km, seitdem ist nahezu Ruhe. Blöd ablesbarer Ölpeilstab und helles Motoröl machen das Messen nicht leichter. Die Betriebsanleitung ist da gelinde gesagt „unscharf“, denn sie empfiehlt Öl nach MB-Freigabe 229.51 (beschränkt auf entweder 0 oder 5 W 40), obwohl solches nach 229.5 gewünscht ist und die andere Freigabe für Diesel mit Partikelfilter gilt.


      Die Erwartungen werden alle erfüllt, ich fange an zu ahnen, was er im Zweifel könnte – jede Fahrt eine kleine Freude im Alltag!


      Markus

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