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Jarama

Ausbau Lenkrad Espada Jarama

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Jarama

Gestern für einen Lambo Kollegen, der verzweifelte, ein paar Fotos gemacht :D.

 

Der Versuch das Emblem aus dem Aluring zu entfernen führt zwangsläufig zu Tränen, also sein lassen. Auch wenn es nicht so erscheint, der komplette Aluring läßt sich einfach abziehen, denn er ist nur aufgedrückt. Gehalten wird das Ganze auf der Nabe durch einen O-Ring in dem Aluring. Außer wenn irgendeine Pfeife eine Klebung für besser hielt, weil kein passender O-Ring zu Hand war ..... :crazy:.

 

Dann schaut man auf die Mutter und die Unterlegscheibe, die einfach ab gehen (es lebe der sogenannte "breaker" :D). In dem Foto sieht man unter der Unterlegscheibe zwei Löcher, teilweise abgedeckt. Diese haben ein M8 Innengewinde und dienen dem Abziehen des Lenkrades. Ohne einen passenden Abzieher geht nichts, bloß nicht mit Gewalt probieren.

 

Ein geeigneter Abzieher ist aus eine Stück Plattenmaterial und M8 Gewindestange einfach selbst gebaut. Die beiden äußeren Stangen in dem Foto sind lose in der Platte geführt und werden per Hand in die beiden Gewinde des Lenkrades eingeschraubt. Die mittlere Stange läuft in einem in die Platte geschnittenen M8 Innengewinde. Diese schraubt man bis zur Lenkwelle und legt eine kräftige Unterlegscheibe unter, die zudem die Druckstange zentriert. Dann die mittlere Stange zunehmend eindrehen und darauf warten, dass einen das Lenkrad anspringt ... :D

 

 

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Z302.jpg

Z303.jpg

Z304.jpg

bearbeitet von Jarama
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    • Superwilly
      Hallo,
      ich plane evtl. mein Lenkrad neu beziehen, etwas aufpolstern, etwas individuellisieren und unten abflachen zu lassen.
       
      Weiss jemand wie es sich verhält mit der Zulassung bzw. Eintragung? Bei einem anderen neuen Lenkrad bekommt man ja ne ABE. Wie ist es bei so einer Änderung? Kann es da Ärger geben und wenn, wie lässt man das eintragen?
    • Stig
      Seit Jahren habe ich letztes Wochenende wieder einmal einen Jarama (S) auf der Strasse fahren gesehen.

      Auf Bildern gefällt mir der Jarama nie, aus keiner Perspektive finde ich irgend etwas schönes oder ästhetisches an diesem Auto. Design wirkt plump und unharmonisch, speziell das Heck.

      Live sah er hingegen nicht mal so schlecht aus. War irgendwie positiv überrascht. Kam mir sehr flach und breit vor.

      Was haltet Ihr vom Jarama?
    • Jarama
      Ich reiche einmal ein paar Bilder nach zu der Renovierung des Interieurs des Espada vor 2 Jahren.
       
      Ich hatte zunächst alles selbst ausgebaut und zerlegt. Alle Zierelemente wurden entfernt und von mir separat aufgearbeitet. Die insofern "nackten" Teile wurden zum Sattler gebracht, der die Teile allesamt neu bezogen hat, und zwar in der Originalfarbe dieses Fahrzeuges ab Werk. Die neu bezogenen Teile habe ich dann wieder zusammen gebaut, mit all den Zierteilen versehen und eingebaut. Wenn nicht das Fahrzeug vor Ort beim Sattler ist, gehts m.E. nur so, weil ja auch noch eine Vielzahl von Löchern in das neue Leder eingebracht werden müssen, und zwar an genau der richtigen Stelle ....
       
      Interessant fand ich, dass alle Panele der Innenausstattung mit der Karosserienummer "180" beschriftet waren, selbst kleinere Komponenten.

       
      Interessant auch die Qualität der werksoriginalen Teile, teilweise. Möglicherweise dem Umstand geschuldet, dass mein Vehikel einer der allerersten Serie II ist, noch in 1969 produziert. Hier als Beispiel das Armaturenbrett der Mittelkonsole.
       

       
      Das war ein PVC Teil, dessen Locher und Aussparungen nach einer Laubsägenarbeit der Grundschule aussahen. Der Kunststoff war natürlich auch verzogen und wellig geworden. Deshalb hatte ich aus Alu dieses Teil neu anfertigen lassen. Datensatz mit Bemaßungen erstellt und per Laserschnitt herstellen lassen. Ich habe noch ein paar übrig (der Preis für eines oder für 10 war unwesentlich unterschiedlich)

       
      Die komplett erneuerte Innenausstattung sah dann so aus.
       

       
      Hierbei wurde auch darauf geachtet, die originalen Perforationsmuster in den Sitzbezügen herzustellen.

       
      Der Zusammenbau der Komponenten, Anbau von Zierelementen und Einbringungen aller Löcher braucht PLATZ.

       
      Das Armaturenbrett einzubauen war ein böse Fummelei und hat mir so manchen Fluch entlockt. Es ist an den beiden Stirnseiten mit jeweils 3 Verschraubungen an Tragblechen befestigt. Die äußeren Schraubenköpfe sind wegen der Türen nicht mit normalem Werkzeug zugänglich. Innen die Muttern aufzubringen bedarf der Verrenkung und eher schlanke Finger. Es darf einen nicht stören, wenn der eine oder andere Hautfetzen von den Pfoten geschält wird. Dabei Fotos zu machen (selbst oder von Anderen) würde nur Mordgelüste erzeugen.
       
      Vor dem Einbau des Armaturenbretts wurde die gesamte Elektrik darunter und in der Mittelkonsole saniert. Das umfasste insbesondere auch die Erneuerung von Kontakten in diversen Vielfachsteckverbindern, die teilweise recht stark korrodiert waren. Da kommt man nämlich sonst nie wieder dran. Ansonsten war diverser Unfug von Elektropfuschern zu beseitigen.
       
      Nach provisorischer Montage (nur das Armaturenbrett schon fest drin) wurden die ganzen elektrischen Komponenten getestet. Wäre blöd das alles endzumontieren und dann funktioniert die Hälfte nicht. Das sieht dann so aus.

       
      Natürlich ging dies oder das zunächst nicht, das wurde dann schnell i.O. gebracht. Hier dann das nahzu fertige Ergebnis, an den unteren Seite der Mittelkonsole fehlten im Foto noch Verkleidungselemente
      .
       
      So sieht das dann im Detail und wieder ordentlich aus.
       

       
      Die komplette Mittelkonsole ist übrigens jedenfalls bei diesem Fahrzeug aus Holz gezimmert, recht simpel. Ansonsten sind die meisten Panele aus Glasfaser-verstärktem Kunststoff. Möglicherweise haben spätere Serie II auch die Mittelkonsole aus GFK, beim Jarama ists jedenfalls schon bei frühen Fahrzeugen so.
    • Jarama
      Andernortes wurde das Vermessen von Zylinderlaufbuchsen angesprochen. Hier ein Paar Bilder hierzu anhand meines Jarama Motorblocks.
       
      So sieht ein auf 0,01 mm genau arbeitendes Instrument zu Messung von Bohrungen aus.

       
      So wird es eingesetzt.

       
      Die Messung erfolgt so, dass in Richtung der Längserstreckung des Messkopfes leicht gependelt wird. Der dabei abgelesene minimale Wert ist das Mass der Bohrung an der gemessenen Stelle.
       
      Gemessen wird in zwei Richtungen um festzustellen, ob die Bohrung unrund geworden ist. Solche Ovalität entsteht dadurch, dass der Kolben in einer Richtung bissl kippen kann, in der anderen Richtung eher nicht.

       
      Hier ergaben sich diese Ablesungen:
       

       
      Man sieht, dass an dieser Stelle fast 1/10 mm Unterschied vorliegt, das ist zuviel. Andernortes waren es sogar 1,5/10. Interessanterweise sind aber hauptsächlich die beiden vorderen Zylinder betroffen, während die hinteren nahezu perfekt rund geblieben sind.
       
      Die beiden vorstehend gezeigten Messungen werden dann jeweils in drei verschiedenen Höhen in der Laufbuchse durchgeführt, oben, in der Mitte, und unten. Hier eine Messung unten im gleichen Zylinder.
       

       
      Man erkennt, dass der Verschleiß oben höher als unten ist, die Laufbuchse also leicht konisch geworden ist. Das ist auch nicht gut.
       
      Natürlich interessiert einen auch das jeweilige Absolutmaß, damit man vorgeben kann, auf welches Maß und für welche Kolbenübergröße gebohrt bzw. gehont werden soll. Das bestimmt man mittels Fixierung des Messgerätes bei dem gemessenen Wert und Messung mittels eines Bügelmikrometers.
       

       
      Bei diesem Motor ist noch gut Luft, es kann auf ein geeignetes Maß zwischen 82,5 und 83,0 mm gebohrt werden, hierfür gibt es Übermaßkolben.
       
      Es sei angemerkt, dieser Motor hat rund 100 Tkm gelaufen. Interessanterweise sind die Kurbelwellenhauptlagerzapfen ebenso wie die Pleuellagerzapfen allesamt noch im Toleranzbereich des Nennmaßes. Nach dieser Laufleistung. Das Tragbild der Lagerschlalen ist durchweg perfekt.

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