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Ansprechverhalten von Motoren messen

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Tom_H CO   
Tom_H
vor 2 Stunden schrieb tollewurst:

Ich habe heute mal bei einem 12 Zylinder Sauger aus 94 versucht zu schauen ob ich das Gaspedal durchtreten kann bevor der Motor anspricht. 

Keine Chance, sobald man das Pedal bewegt gehts nach vorne ohne spürbare Verzögerung.

Ein V12 ist natürlich eine ganz andere Welt - diese Bauform kommt komplett ohne Gegengewichte und ohne Schwungmasse aus. Je nach Kurbelwellenkonstruktion sind noch nicht mal Drehschwingungsdämpfer notwendig.

Langer Rede kurzer Sinn: Dieser Motor muss NULL überflüssige Drehmassen beschleunigen - deswegen wird der (von Maschinenbauern) ja auch so gern gebaut.

 

Beim Reihen-4er sieht das schon ganz anders aus - da besteht fast der halbe Motor aus Ausgleichswellen und Gegengewichten.

 

LG, Tom

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sstaiger CO   
sstaiger
vor 4 Stunden schrieb Tom_H:

Ein V12 ist natürlich eine ganz andere Welt - diese Bauform kommt komplett ohne Gegengewichte und ohne Schwungmasse aus. Je nach Kurbelwellenkonstruktion sind noch nicht mal Drehschwingungsdämpfer notwendig.

Langer Rede kurzer Sinn: Dieser Motor muss NULL überflüssige Drehmassen beschleunigen - deswegen wird der (von Maschinenbauern) ja auch so gern gebaut.

Ja Moment mal, auch beim V12 geht's ja ums Ansprechverhalten, da (und beim R6) ist zwar alles ausgeglichen aber es muss erstmal ganz schön Masse bewegt werden.

Ich hatte heute das Vergnügen alle vier mit dem Popometer zu vergleichen: 2000er Benz CL 600 Sauger (Arschtrittantritt), 2007er Benz SL 65 AMG Biturbo (Antritt und dann die ganz große Keule), 1993er 512 TR Sauger (Arschtrittantritt, aber nicht so heftig wie der CL) und 2009er 599 GTB Sauger (Arschtrittantritt aber dann keine ganz große Keule wie beim SL 65).

 

Denke für eine Messung macht OBD-2 absolut Sinn wegen der Zeitgenauigkeit. Die Last ist sowieso da (Startpunkt).

Als Idee: man könnte für einen Vergleich die Lambdawerte noch hernehmen. Beim 599 hab ich das noch nicht gemessen, aber bei den Benz ists so dass die bei (gefühltem) Antreten unter Volllast ansprechen.

Gesetzt dass die Elektronik nicht bescheißt wäre die Verzögerung der Sonden auch egal, da überall dasselbe.

 

Bonus 1. Erstaunlich ist wirklich der Unterschied aus dem Leerlauf. Aus dem Gedächtnis: die Benz jubeln zack hoch bis 3000 bzw. 4000 und dann Schluss, der 512 TR arbeitet sich hoch braucht aber, und der 599 ist Wahnsinn zack bäng bei 8000. Wahrscheinlich wegen der Getriebeunterschiede und beim 599 wegen der kleinen Kupplung.

 

Bonus 2. Das schnellste gefühlte Ansprechverhalten hab ich beim 1970er Benz 280S, Vergaser mit angepassten Röhrchen. Kleines Zucken am Gas führt zu sofortigem, mechanischem entleeren der Beschleunigerpumpen in den Ansaugtrakt und ist schon toll.

 

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Eno   
Eno

Einige gute Ansätze hatten wir ja schon. (Und die Idee ist interessant)

Ich würde folgendermaßen vorgehen:

1. Referenzmessung: Voll Durchbeschleunigen, Messpunkte der Leistung bei 3000, 4000, 5000 u/min.
Das führt dazu, dass man die Maximalleistung bei genau diesen Messpunkten hat.

 

2. Verzögerungsmessung: (Hier brauchts ein automatisiertes Gas geben via Schnittstelle)

- Drehzahl auf Maximum (oder halt deutlich über die Messpunkte)

- Gas weg, Drehzahl sinkt auf Messpunkt

- Wird die Messpunktdrehzahl erreicht / leicht unterschritten, gibt die Software Vollgas.

- Zeit zwischen Vollgas und Referenzleistung an der Drehzahl = Verzögerung des Ansprechverhaltens

 

Bemerkung:
sstaiger hat es schon angedeutet: Das Popometer kann hier auch was anderes fühlen., da selbst ein Turbo ja zumindest die Saugerleistung auch schnell aufbringen können sollte. (Oder wartet die Software, bis Druck da ist, und öffnet dann erst die Drosseln?)

Bei einem 1l 3 Zylinder im Lupo kann man es etwas übertrieben formuliert schaffen, das Pedal kurz durchzutreten, und es wieder loszulassen, ohne dass sich überhaupt etwas bewegt.


Beim 335i macht die Einstellung viel aus, in Sport ist die gefühlte Zeit zwischen tritt aufs Gas und spürbarer Umsetzung auch in Ordnung und kaum einer wird die Verzögerung bemerken. Da baucht es schon Erfahrung mit den angesprochenen sehr giftigen Motoren.
Der S54 im Sportmodus ist da z.b. unglaublich. Da kommt die Beschleunigung quasi schon bevor man das Gaspedal betätigt, weil die Klappen schon bei kleiner Pedalbewegung einen relativ großen Öffnungswinkel kriegen.
Ohne Sportmodus werden sie sanfter geöffnet, man kann es also besser dosieren. Das Ansprechverhalten selbst ist aber immernoch genial schnell. Da kommt ein Turbo nur unter bestimmten idealen Bedingungen hin.

Gruß,
Eno.

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Eno   
Eno

Was mir auf dem Weg noch eingefallen ist:
Die Referenzmessung ergibt ja eine Kurve.
Dann sollte es egal sein, ab welchem Punkt man wieder beschleunigt. Man misst einfach die Zeit zwischen "Vollgas" und erreichen der Leistungskurve der Referenzmessung - bei beliebiger Drehzahl.


Gruß
Eno.

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amc VIP   
amc

Ein paar Eckpunkte zum "Was passiert wenn ich das Gaspedal durchtrete?". Eine Erkenntnis war für mich dabei auch neu. 

 

Immer auf Basis manuelle Schaltung (wichtig!), Throttle Sport Plus:

 

1) Schon bei 3000 U/Min kann ich das Gaspedal nicht durchtreten ohne daß es einen Tritt gibt. Der setzt gefühlt auf etwa halbem Pedalweg ein.

 

2) Bei 4000 U/Min passiert das gleiche (das war mir neu, hier kenne ich schnellere Reaktionen)

 

3) Wenn ich bei 4000 U/Min NICHT maximal schnell voll durchtrete, sondern einfach nur zügig durchtrete, bekomme ich gefühlt sofort (+/- 100ms) eine Reaktion (wenn die Reifen nicht warm sind das orangene Lämpchen). Die kleine Verzögerung von 2) bis überhaupt etwas passiert tritt da nicht auf.

 

Offensichtlich läuft bei 2) etwas ganz anders ab als bei 3)

 

 

 

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Eno   
Eno

Vielleicht die Nockenwellenverstellung?

Gruß,
Eno.

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