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Dany 1111

C6 LS 3 Cabrio Automatik wird bei 290 Km/h wieder langsamer! Woran kann das liegen?

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Dany 1111   
Dany 1111

Hey an alle,

habe mir eine Corvette C6 LS 3 Cabrio Automatik gekauft und musste nun feststellen, dass sie bis ca. 280/290 Km/h wahnsinnig schnell beschleunigt und dann geht ihr die Luft aus. Sie wird einfach langsamer, so als wäre sie abgeriegelt oder im Begrenzer, ist sie aber nicht! Die angegebenen 300 Top Speed erreiche ich einfach nicht oder die Straße geht mit zuvor aus. Woran kann das liegen. Geht es jemandem ähnlich? Hat es etwas mit dem gewaltigen Drehzahlsprung nach unten zu tun?

Vielen Dank und Gruß

Dany 1111

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chip CO   
chip

Da fällt mir spontan nur ein

Deine Probleme möchte ich haben....

Sorry aber der Post musste sein!!!

Ganz im Ernst wer soll deine Probleme nachvollziehen wer soll dir auf deine Frage eine realistische Antwort geben und das noch als ersten Post im Forum hier ?

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Dany 1111   
Dany 1111

Guten Abend Chip und vielen Dank für Deinen hilfreichen Kommentar.

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Forex VIP CO   
Forex

Ich bin jetzt nicht der Corvette-Spezialist, aber könnte mir durchaus vorstellen, dass der grosse Drehzahlsprung für den Beschleunigungseinbruch verantwortlich ist. Wenn Du z.B. 6 Gänge hast und 1-5 sind Fahrgänge und der 6. ein Spargang, dann fehlt einfach plötzlich Power.

Ich hatte bei meinem Lotus Omega ebenfalls ein 6-Gang Getriebe drin (von der ZR1). Die Höchstgeschwindigkeit erreichte das Auto im 5. Gang, der 6. war ein reiner Spargang, welcher eine theoretische Höchstgeschwindigkeit von 423km/h hatte. In diesem Gang reisst der gar nichts mehr, cruist dafür mit erträglicher Drehzahl bei 200km/h über die Autobahn.

Schau mal nach Deinen Übersetzungsverhältnissen und gib diese Zahlen in ein Getriebediagramm ein (findest Du im Netz), dann weisst Du mehr.

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Dany 1111   
Dany 1111

Hallo Thomas,

vielen Dank für Deine freundliche und informative Mail. Ich kann es mir eigentlich auch nur so erklären. Die Vette ist völlig ungetunt und befindet sich im original Zustand, also keiner hat an ihr herumgepfuscht. Sie hat auch erst 30000 KM auf der Uhr. Klingt vielleicht ein bisschen vermessen zu sagen, sie wäre langsam bei 280/290 Km/h, ich habe aber gerade gesehen, sie ist sogar mit 306 Km/h angegeben und die will ich natürlich auch irgendwann mal erreichen. Ich habe bei Wikipedia gelesen, der 5. und 6. Gang ( Automatik ) haben eine Overdrive Funktion und wenn diese aktiv ist wird die Höchstgeschwindigkeit nicht erreicht. Leider kann ich mit dieser Aussage nichts anfangen. Wie kann ich das umgehen? Wie habe ich Einfluss auf die Overdrive Funktion? Ich habe sie noch nicht im manuellen Modus gefahren, vielleicht sollte ich sie einfach so lange wie möglich im 5. Gang halten? Fragen über Fragen. ;-)

Danke und Gruß

Dany

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chip CO   
chip

Bist du mal auf die Idee gekommen, dass der Tacho falsche Werte übermittelt bzw abweicht ? Miss es doch einfach mal nach anstatt hier in Panik zu verfallen, zum messen gibt es zig Möglichkeiten und dann hast du Klarheit.

Ebenso ist es doch kein Geheimnis, dass Cabrios einen anderen cw Wert haben es Limos das dürfte bei den minimalen Toleranzen von Grade einmal ca. 3 % sicher eine Rolle spielen.

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Dany 1111   
Dany 1111

Danke Chip,

ich verfalle nicht in Panik. Ich bin die Ruhe selbst. Natürlich habe ich auch schon über Deine Vorschläge nachgedacht. Daran liegt es aber nicht. Ich stelle die Frage mal anders. Weiß jemand ob meine Vette im Automatik Modus ihren Top Speed erreicht oder muss sie manuell im 4. oder 5. Gang gehalten werden um ihre Höchstgeschwindigkeit zu erreichen? Vielleicht weiß das ja jemand.

Danke und Gruß

Dany 1111

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F40org CO   
F40org

Bei der Geschwindigkeit hebt sich beim geschlossenen Verdeck das Verdeck hinten wo es normalerweise aufliegt mindestens 5 cm. Auch das könnte aerodynamische Auswirkungen haben.

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Dany 1111   
Dany 1111

Hallo F40org,

danke für Deinen Kommentar und Du hast recht, es hebt sich etwas an. Zwar keine fünf Zentimeter aber drei sind es bestimmt. Ich sehe es im Rückspiegel und es wird etwas lauter.

Hätte ich mir besser doch kein Cabrio gekauft. Lahme Kiste! ;-)

Danke und Gruß

Dany 1111

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Datloke   
Datloke

Normal reicht es bei Automatikgetrieben mit Overdrive Funktion, das Gaspedal voll durchzutreten. Dann sollte deine Corvette immer im niedrigsten Gang der möglich ist unterwegs sein und damit den 6.ten Gang vermeiden und gen Höchstgeschwindigkeit spurten.

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Forex VIP CO   
Forex

Wenn vom Werk für das Cabrio eine Höchstgeschwindigkeit von 306km/h angegeben wird, dann sollte die Corvette das auch erreichen. Dann gibt es keine Argumente von wegen Dach hebt sich, schlechtere Aerodynamik usw.

Ich war mal etwas googeln und habe die Antwort wohl gefunden:

Technologische Raffinesse zeigt das neue Getriebe am Beispiel von zwei elektronisch gesteuerten Modi: Automatik und Sport plus manuellem Fahrmodus mit sogenannter Paddle-Shift-Funktion. Der normale Drive-Modus D folgt einer bestimmten Gangwahl vorgegebener Schaltpunkte und realisiert dabei weiche Gangwechsel, während der Sport-Modus S das sogenannte Performance-Algorithm-Shifting (PAS) ermöglicht. Dieses PAS-System wählt sofort den optimalen Gang, wenn von der Elektronik eine sportliche Fahrweise erkannt wird. Zusätzlich ermöglicht der Sportmodus kombiniert mit PAS außerdem festere und schnellere Gangwechsel, um eine höhere Leistung zu übertragen und höhere Beschleunigung zu ermöglichen. Mit der Paddle-Shift-Funktion, die ausschließlich im S-Modus zur Verfügung steht, werden die Gänge manuell mit Schaltwippen am Lenkrad gewechselt. Dabei wird in den nächsthöheren Gang geschaltet, indem jeweils die Tasten rechts oder links an Lenkrad gedrückt werden, während zum Herunterschalten der Gänge an den Schaltwippen gezogen wird.

Ich verstehe das so, dass mit der normalen "Drive-Funktion" das volle Leistungspotenzial nicht ausgeschöpft, sondern auf Komfort geachtet wird. Versuche bei Deinem nächsten Vollgasritt mal den "Sport-Modus" und auch die manuelle Funktion, dann solltest Du die 300 knacken.

Nachzulesen hier:

http://de.wikipedia.org/wiki/Corvette_C6

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Dany 1111   
Dany 1111

Hallo Thomas,

danke Dir für Deine Mühe. Und genau so ist es, ich habe es heute ausprobiert. Im S-Modus geht sie noch besser und erreicht ihren Top Speed im 5. Gang. Da geht es bis zum Anschlag! Wobei sie bei Höchstgeschwindigkeit auch im 5. Gang nicht einmal annährend in den roten Drehzahlbereich kommt. Einfach unglaublich wie lang das Ding übersetzt ist.

Ich bedanke mich für die rege Teilnahme und die vielen Kommentare. Sie haben mir alle sehr geholfen um die Charakteristik dieses Fahrzeuges zu verstehen.

Viele Grüße

Dany 1111

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Forex VIP CO   
Forex

Gerne, dafür ist das Forum da!

Danke auch Dir für das Feedback, ist nämlich nicht selbstverständlich, dass nach Beantwortung einer Frage noch eine Antwort kommt! :-))!

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C6-Baby CO   
C6-Baby

Dani,

ich kann mir eigentlich nicht vorstellen, dass die LS3 mit Automatik langsamer in der Endgeschwindigkeit gehen soll als die olle LS2 4-Gang-Automatik, die ich habe (BJ 2005) - und die schafft die 300 (nach Tacho :D) leicht (auch alles original), obwohl sich auch bei meiner das Dach hinten hebt. Ich denke auch, dass sie die Top-Speed im 5. Gang erreicht, der 6. ist quasi nur ein Schongang, da geht nicht mehr viel.

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    • F40org
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    • xx.flash
      Hallo Gemeinde,
      nachfolgend, auf besonderen Wunsch, eine „kleine“ Bildergeschichte zu meiner Vette.
      Alles begann im Jahr 2008. Nach vielen Jahren des hin und her Überlegens und natürlich auch des Sparens, hatte ich endlich den Entschluss gefasst mir das Traumauto meiner Kindheit zuzulegen.
       
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      Ich habe auf den Button geklickt und mir wurde eine Vette exakt in meiner Wunschkonfiguration angezeigt. Leider war sie viel zu teuer und stand dazu auch noch in der Schweiz. Mit Zoll usw. wäre sie absolut jenseits von Gut und Böse gelegen. Ich habe den Besitzer trotzdem angeschrieben und es kam zu einem regen E-Mail Austausch. Die gesamte Historie der Vette war bekannt, vom ersten Tag an, der Zustand schien auf den Bildern und nach Aussage des Besitzers ganz akzeptabel zu sein. Alle Teile am Fahrzeug waren Original, niemand hatte je daran gebastelt, oder etwas verändert. Das besondere an der Vette war, dass sie als CKD Fahrzeug in der Schweiz gefertigt wurde und somit eine von lediglich 16 Corvette Coupés war die dies in 1969 erfahren durfte.
       
      Ich fasste trotzdem den Entschluss weiter zu suchen. Wenn ich bereits mit wenigen Klicks so ein wunderbares Auto fand, dann finde ich mit ein paar Klicks mehr sicher auch ein noch besseres und vor allem ein billigeres Auto in meiner Wunschspezifikation. Ich wünschte dem Besitzer viel Glück beim Verkauf und machte mich auf die Suche.
       
      Monate vergingen, inzwischen kannte ich weltweit jede angebotene C3 beim Vornamen. Alle Angebote entsprachen nicht annähernd meinen Wünschen. Leidglich eine einzige Vette in den Staaten war so wie ich sie mir vorgestellt hatte. Diese Vette kostete allerdings 25.000 Dollar und der Verkäufer wies bereits in der Anzeige darauf hin, dass der Lack am Ende war und einige technische Dinge wie Scheibenwischer usw. nicht mehr funktionstüchtig waren. Die Lackierung ist bei einer Vette eine Investition von 7.000 bis 10.000 Euro. Mit Fracht und Zoll sowie den fälligen Instandsetzungsmaßnahmen in Summe also viel zu teuer. Neben meiner Suche schaute ich immer wieder mal bei mobile.de vorbei, ob die Schweizer Vette noch immer zum Verkauf stand.
       
      Irgendwann hatte ich die Nase dann von der Sucherei voll und schrieb den Schweizer wieder an. Der schrieb prompt zurück, dass er das Angebot bei mobile noch nicht gelöscht hätte, aber dass er das Auto vor wenigen Tagen an einen deutschen Sammler verkauft hätte. Mist, ich ärgerte mich grün und blau. Das Auto war verloren.
       
      Jetzt gab ich Vollgas bei der Suche und akquirierte sogar einen Scout der nach meiner Wunschvette suchen sollte. Ein paar Wochen später rief mich dieser Scout an und sendete mir per Mail einige Fotos einer Vette die er im tiefsten Baden Württemberg aufgetrieben hatte. Die Vette entsprach zu 100% meiner Wunschkonfiguration, hatte eine H-Zulassung, neuen TÜV und ein Oldtimergutachten mit Zustand 2 minus. Ich war überrascht, denn ich war der Meinung alle angebotenen C3en in D zu kennen. Und ich kannte tatsächlich auch dieses Fahrzeug. Es war die Vette des Schweizers. Er hatte sie nämlich nicht wie er annahm an einen Sammler, sondern an einen Händler verkauft. Dieser Händler bot sie jetzt zu einem Preis an der unterhalb des damaligen Preises des Schweizers war und das mit deutschen Papieren! Ich bat den Scout sofort eine Anzahlung auf den Wagen zu machen, bin hingefahren, habe mir die Vette kurz angesehen und sofort der Vertrag unterschrieben.
       
      Unglaublich, die Vette war doch noch mein Eigentum geworden!
       
      Zuhause angekommen kam die Vette zuerst einmal auf die Hebebühne. Das Ergebnis der ersten Sichtprüfung war sehr ernüchternd. Der TÜV Prüfer musste Tomaten auf den Augen gehabt haben, als er dem Wagen vor wenigen Tagen eine 2 minus im Oldtimergutachten gab. Ich hätte ihr damals nicht einmal den TÜV ohne Mängel zugestanden.
       
      An dieser Stelle hätten wohl die meisten den Kauf rückgängig gemacht, ich hingegen war so verliebt in dieses Auto, dass ich ihr unbedingt wieder Leben einhauchen wollte. Somit blieb nur eines – eine Frame-Off Restauration. Die folgenden beiden Jahre sollten ins Land ziehen, bevor ich damit wenigstens teilweise fertig werden würde. Meine gesamte Freizeit war damit verplant. Gut, dass ich das damals, so wie vieles andere, noch nicht wusste. Auf die vielen hundert Rückschläge möchte ich nicht mehr eingehen, fast nur Positives soll nachfolgend Erwähnung finden.
      Zuerst suchte ich mir eine Werkstatt und damit eine Hebebühne. Dort wurden dann Karosse und Rahmen voneinander getrennt.
       
      Dann der komplette Rahmen gestrippt, sandgestrahlt, neu lackiert, hohlraumversiegelt und wieder komplettiert. Bei dieser (hoffentlich) einmaligen Gelegenheit wurden natürlich auch gleich sämtliche Aufhängungen und Gelenke neu gebuchst und gelagert. Nachfolgend „die Spitze“ des Einzelteilebergs.
       
      Und hier das ganze wieder an den angestammten Plätzen.
       
      Das Birdcage ist aus GFK und kann daher ja nicht rosten – ein schwerer Irrtum. In das GFK sind an vielen, meist unzugänglichen Stellen, Eisenteile einlaminiert. Nach 40 ungeschützten Jahren auf den salzbestreuten Schweizer Straßen waren sie alle extrem in Mitleidenschaft gezogen. Jedes einzelne Eisenteil wurde entrostet und grundiert, danach mit dem Rahmenlack für die Ewigkeit versiegelt.
       
      Alle Chromteile wurden aufpoliert und auf der Innenseite vom Rost befreit. Zinkspray schützt hier zukünftig die wertvollen Teile vor der braunen Pest.
       
      Dann war der Motor an der Reihe. Im ausgebautem Zustand machte er einen noch deutlich erbärmlicheren Eindruck als vorher an seinem Platz unter der Motorhaube.
       
      Sämtliche Lager und Dichtungen wurden getauscht, die Laufbuchsen vermessen, neue Kolben eingesetzt, die Ventile neu eingeschliffen, die Steuerkette samt Ritzel ersetzt, der alte Vergaser durch einen neuen ersetzt, die Ansaugspinne getauscht usw. usw. Das Ergebnis konnte sich sehen lassen.
       
      Dann endlich konnten Motor und Chassis wieder verheiratet werden.
       
      Und das überarbeitete Birdcage wieder auf seinen Platz.
       
      Endlich. Ich hatte wieder ein Auto!
      Nachdem auch das Interieur komplettiert war…
       
      …stand einer ersten Probefahrt nichts mehr im Wege.
       
      Die Probefahrt verlief eigentlich noch ganz gut. Vieles an der Vette funktionierte zwar noch nicht richtig, aber die Freude überwog. Endlich fuhr die Vette – ein wirklich sehr erhebendes Gefühl. Leider nicht allzu lange.
       
      Mein Motorenbauer war leider eine richtige Pfeife. Nach etwas mehr als 2.000 Kilometer hatte ich immer das Gefühl die Zündung wäre verstellt. Fehlzündungen, Klingeln und Rasseln, Beschleunigungslöcher, es war einfach dramatisch. Der Wagen war so nicht mehr fahrbar. Da es während der vorangegangenen Frame-Off schon immer wieder harte Diskussionen bezüglich der Qualität gab, die ich erwartete und auch selbst zu leisten bereit war und derjenigen die werkstattseitig ohne meine ständige Aufsicht an den Tag gelegt wurde, suchte ich mir mit meinem Motorenproblem jetzt endgültig eine neue Heimat. Bei dieser Gelegenheit bin ich dann auch gleich all die anderen Nervtötereien angegangen. Diesmal das volle Programm.
       
      Der Motor wurde erneut ausgebaut und der Grund für die schlechte Performance war schnell gefunden – ovale Laufbuchsen am dritten und sechsten Zylinder. Resultat – Kolbenkipper. Maßnahme: Der Block wurde gehont. Diesmal von einem echten Profi, nämlich von Peter Schöfer Racing – dem Dragster FIA Europameister von 2002 und 2008. Mit der Entscheidung den Peter mit ins Boot zu holen war dann auch gleich die zukünftige Art und Weise der Leistungsentfaltung festgezurrt. Leistung satt, gewaltiges Drehmoment und Drehzahlen bis 7.500 U/min – dragstermäßig eben. Dass damit ein großer Teil des gemütlichen V8-Blubberns ebenfalls Geschichte war und dem Fauchen einer Raubkatze mit großem Subwoofer wich, wurde mir erst viel später wirklich bewusst, als ich zum ersten Mal das Gas voll durchtrat und dieser Oldtimer mich plötzlich förmlich anschrie. Es presste mich dabei in den Fahrersitz als gäbe es kein morgen mehr. Jenseits der 215 km/h aber bei lediglich 6.000 U/min, presste mich die Vette noch immer in den Sitz, mir stellte es sämtliche Haare am Körper auf, eine Gänsehaut nach der anderen lief mir den Rücken hinunter und meine Augen vibrierten so dermaßen in den Augenhöhlen, dass kein klares Bild mehr zu bekommen war, bin ich dann langsam vom Gas, für ein mehr als 40 Jahre altes Auto ganz passabel wie ich finde.
       
      Aber zurück zum Motor. Nach dem Honen wurde er mit allem bestückt was gut und teuer ist. Feingewuchtete Kurbelwelle und Pleuel, Rennkolben, scharfe Nockenwelle, 10 Liter Moroso Ölwanne, Ölkühler, Aluminiumköpfe mit großen Ventilen, Rollenkipphebel und entsprechende Stößel, doppelte Steuerkette, feingewuchteter Balancer, extra hohe Ansaugspinne, 650er Holley-Vergaser, eine Kraftstoffpumpe mit richtig Power, vollelektronische Zündung mit Steuerbox, bandagierte Fächerkrümmer, Magnaflow Abgasanlage mit vernünftigem Durchsatz, und, und, und…
       
      Das Prachtstück komplett.
       
      Da die Lady an der Nase unter schwerer Blasenkrankheit litt – ein weit verbreiteter Virus bei den Corvettes dieser Generation – und da das Powertriebwerk mit 350 PS sowieso nicht mehr unter die originale Haube passte, musste der Lackierer ran. Die neue Haube ist von einem L88 und somit das höchste was auf dem Markt zu bekommen ist. Mit dem damals noch zusätzlich verbauten Super-Sucker blieben mir trotzdem nur 1,5cm Luft.
       
      Die Lady frisch gepimpt.
       
      Bei dieser Gelegenheit bin ich dann auch gleich nochmal über das Interieur hergefallen. Die Sitze bekamen neue Schaumkerne und wurden neu bezogen. Die alten Türverkleidungen wurden gegen neue getauscht, die Mittelkonsole ebenso. Ein Öltemperaturanzeige wurde in das Dash integriert.
       
      Dann ging es auch noch der Lenkung an den Kragen. Ein Wagen mit einer derartigen Leistungsentfaltung braucht auch unbedingt eine äußerst präzise Lenkung auf die man sich verlassen kann. Mit der originalen Schnecke war das Lenkverhalten immer sehr schwammig, also raus mit dem Gelumpe und rein mit einer Rack&Pinion von Steeroids. Diese Lenkung basiert auf einer originalen GM Lenkung und ist absolut präzise.
       
      Zum Abschluss dann noch eine ganz besondere Freude. Seit 2008 habe ich immer nach einem Satz Western Wheels Alufelgen für die Vette gesucht, aber da diese Teile seit über 20 Jahren nicht mehr produziert wurden hatte ich nie eine Chance. Ich wollte maximal 15 Speichen und auf der Hinterachse 8,5 Zoll. Irgendwann hatte ich dann aber doch noch Glück und ein Freund fand einen total verranzten Satz Felgen bei eBay. Ich habe sie erstanden und aufbereiten lassen. Jetzt erstrahlt die Vette endlich in dem Glanz in dem ich sie bereits beim Kauf durch meine dicke rosarote Brille vor mir gesehen habe.
      Ende gut, alles gut!
      Danke für Euer Interesse.
      Viele Grüße
      Thomas
    • F40org
      Gestern wurde die neue Corvette C7 offiziell vorgestellt.
      Wir starten auch gleich ein Bilderbuch dazu. Wie immer ohne viele Worte und ohne Signatur.
    • F40org
      VORANKÜNDIGUNG!!!
       
      Nachdem wir 2016 pausierten, findet dieses Jahr wieder das große internationale Sommerfest des Corvette Club Bayern e.V. statt.
       
      Das komplette Gelände der MOTORWORLD München, sowie KOHLEBUNKER und evtl. noch das KESSELHAUS wird genutzt.
       
      Neben allen Corvette-Baureihen und klassischen Fahrzeugen amerikanischer Herkunft, gibt es neben der beliebten Exoten-Ecke (Ferrari, Maserati, Isdera, etc. usw) auch eine Vintage-Ecke.
       
      Details folgen im Laufe des Jahres.
       
      Termin unbedingt vormerken!!!!
       
      Adresse:
      MOTORWORLD München
      Lilienthalallee 29
      80939 München
       
       
      ALLE INFOS
       
       

    • Ferrari Liebhaber
      Hallo Freunde des guten Geschmacks,

      Mich würde eure Meinung / Erfahrung interessieren bezüglich des Unterhalts dieses Fahrzeuge. Wieviel die sich nehmen? Ich denke mal die Steuern sind relativ gleich und auch egal, da sie nur jährlich sind.

      Ford Mustang V6 2006 oder 20010
      Nissan 370Z
      Corvette C6; die erste C6

      Ich bin gespannt auf eure Meinung / Erfahrung und Ratschläge )

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