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A 45 AMG Test - selber gefahren, nicht kopiert!

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magic62   
magic62

Danke für deine (wieder mal) sehr ausführliche berichterstattung!

Ich lese deine "tests" sehr gerne, da aufschlussreich und aus dem leben gegriffen.

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ilTridente   
ilTridente

Super zusammengefasst , da Brauch ich keine sportauto .:-))!

Alles sehr schlüssig und verständlich

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JK   
JK

Danke für den ausführlichen Test. Das mit der Distronic sehe ich aber komplett anders. Ich habe in meinem Auto nichtmal einen Tempomat. Meine Mutter hat einen Tempomat und Papa hat Distronic. Ich finde, es gibt nichts angenehmeres auf einer begrenzten Autobahn. Wenn man sich aber mal daran gewöhnt hat und dann ein Auto mit "nur" Tempomat fährt muss man ganzschön aufpassen, da das Auto dann auf einmal nicht mehr von alleine bremst :)

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Jamarico CO   
Jamarico

Vielen Dank für den unterhaltsamen Bericht :-))!

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Mani Mammut CO   
Mani Mammut

Tststssssssstsss...

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Mani Mammut CO   
Mani Mammut

Toller Test, danke Markus. Allerdings ein Auto, das meiner Ansicht nach zu 100% nicht zu Dir passt. Schnell wieder vergessen bitte

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vespasian CO   
vespasian

Wie schon gesagt wurde: da braucht's keine Sportauto mehr, bei solchen Tests! :-))!

Wenn ich mir jedoch so an Deine bisherigen Berichte ins Gedächtnis rufe und mir daraus basierend auf Dich als Person einen Rückschluss erlauben darf - paßt da das aufdringliche AMG-Getröte tatsächlich zu Dir?

Viel zu aufdringlich und ordinär kommt er mir trotzdem daher, löst aber allenthalben Interesse aus wie ein zweiköpfiger Hund. Adressaten vor allem: testosterongesteuerte Mitbürger jüngeren Alters aus eher bildungsfernen Schichten. Ob man darauf Stolz sein soll?

Stolz? Weiß ich nicht. Aber freu Dich drüber - diese Vertreter der jungen Generation sind fast die einzigen, die da als echte Carfreaks noch nachwachsen... X-):wink:

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amc VIP   
amc

Aber freu Dich drüber - diese Vertreter der jungen Generation sind fast die einzigen, die da als echte Carfreaks noch nachwachsen... X-):wink:

Das ist bedauerlicherweise nur allzu wahr.

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amc VIP   
amc

Zu Deinem sehr schönen Test nur ein paar Anmerkungen:

Tja, DEN hätte ich mir als allerletztes ausgesucht. Ein „Edition 1“ in kirmesbunter Kriegsbemalung, „Airblades“ vorne, riesiger (wirklich riesiger) Frittentheke hinten, rote „Akzente“ an allen möglichen und unmöglichen Stellen. Schwarze Felgen und feuerrote Bremssättel machen was her, das Panoramadach mit seiner schwarzen Einfassung vorne tut der Ansicht sogar gut. Viel zu aufdringlich und ordinär kommt er mir trotzdem daher, löst aber allenthalben Interesse aus wie ein zweiköpfiger Hund.

Wenn Du konkrete Kaufabsichten hast, würde ich die Einstellung zur Optik nochmal überdenken. Eine dezente A-Klasse machst Du aus dem A45 ohnehin nicht. Schon eine normale A-Klasse mit AMG-Paket kommt deutlich aufdringlicher daher als z.B. ein M135i (der mir optisch aber auch nicht gefällt), die diversen Standard-AMG-Umfänge im A45 machen es nicht besser. Die Frage ist, ob man da nicht besser sagt: wennschon, dennschon. Eine Knallbüchse ist es eh, warum nicht dazu stehen? Ich sehe seit geraumer Zeit täglich dutzende A-Klassen mit AMG-Paket und ich muss ehrlich sagen - in den Topf würde ich dann auch nicht geworfen werden wollen.

Ach ja: Alcantara auf der Sitzbahn ist ja klasse, das kannte ich bis dato noch nicht. Rutschsicher und nicht schweißtreibend.

Porsche und BMW machen es mit Absicht bei Alcantara-Umfängen so, daß genau die Sitzfläche nicht aus Alcantara ist (sondern dann aus Stoff, Seitenwangen Alcantara). Wenn Du nicht penibel pflegst (am besten Original Alcantara-Pflegeanleitung, gibt's online bei denen), wird das schon nach einem Jahr anfangen lommelig auszusehen.

Ach ja – das Getriebe. Ich weiß nicht, was die Tester so mit einem Auto veranstalten (und will es glaube ich auch nicht wissen).

Man braucht manchmal deutlich mehr Zeit um alles zu finden. Ich habe bei meinem M5 anfangs keine der Detailanmerkungen die es zum DKG oder zu den Bremsen gab nachvollziehen können. Nach und nach habe ich dann gelernt, daß es doch Situationen gibt, in denen die Bremsen quietschen und in denen der 2. Gang nicht sofort reingeht. Alles keine Dramen und/oder leicht abzustellen, aber ich kann inzwischen eher nachvollziehen wo einige der frühen Pressekommentare herkamen (auch wenn ich anders bewerten würde).

Dabei zeigen die Instrumente immer völlig normale Werte (Motoröl geht auf maximal 105°, Kühlwasser auf 94° und Getriebeöl (ja-ha – Thermometer vorhanden!!! BMW soll sich das mal als Beispiel nehmen, die verraten im M135i ÜBERHAUPT KEINE Temperaturen mehr) um die 85°.

Ehrlich gesagt empfinde ich in modernen Turbos mehr als eine Temperatur (die Motoröltemperatur) als Spielerei. Speziell die AMG- und M-Turbos haben sowieso eine riesige Armada an Sensoren, da könntest Du vermutlich 30 verschiedene Temperaturen abgreifen und alle haben ihre Relevanz. Und es reicht völlig eine Warnmeldung zu bekommen, wenn z.B. die Getriebetemperatur überschritten ist. Motoröl ist gut und wichtig als Primärindikator, der Rest, ich weiss nicht...

Warum aber BMW nicht generell die Motoröltemperatur anzeigt, sondern dies auf echte M-Fahrzeuge beschränkt ist mir ein Rätsel.

Ein Turboloch mag es geben, ich hab’s nicht gefunden. Ab 2000/min legt der Motor los wie ein

Die Diskussion ist immer schwierig, weil oft nicht ganz klar ist worum es geht. Ein echtes Turboloch im klassischen Sinne hat der A45 sicher nicht. Das Ansprechverhalten ist aber eine andere Sache. Wenn Du mit 1300 Touren durch die Gegend schlurfst und dann drauftrittst, dauert das schon sehr fühlbar bis Ladedruck anliegt und die Unterschiede zu einem Sauger sind riesig. Bei höheren Drehzahlen sieht es wieder ganz anders aus. Ich hatte nur kurz die Gelegenheit - mich würden daher Deine Eindrücke speziell zum Ansprechverhalten bei niedrigen Drehzahlen interessieren.

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blubb202   
blubb202

Das Auto grundsätzlich

Tja, DEN hätte ich mir als allerletztes ausgesucht. Ein „Edition 1“ in kirmesbunter Kriegsbemalung, „Airblades“ vorne, riesiger (wirklich riesiger) Frittentheke hinten, rote „Akzente“ an allen möglichen und unmöglichen Stellen. Schwarze Felgen und feuerrote Bremssättel machen was her, das Panoramadach mit seiner schwarzen Einfassung vorne tut der Ansicht sogar gut. Viel zu aufdringlich und ordinär kommt er mir trotzdem daher, löst aber allenthalben Interesse aus wie ein zweiköpfiger Hund. Adressaten vor allem: testosterongesteuerte Mitbürger jüngeren Alters aus eher bildungsfernen Schichten. Ob man darauf Stolz sein soll?

Samstag, später Nachmittag, A65, auf Höhe Neustadt in Richtung Mannheim? Ja, das Auto fällt auf, ich dachte nur "Wer fährt denn sowas....*Kopfschüttel*" ;-) Aufdringlich und ordinär trifft es gut. Ohne das übertriebene Klimbims aber ein schönes und interessantes Auto.

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806 CO   
806

Freut mich, wenn mir informative Unterhaltung gelungen ist.

@vespasian:

Meine Autos sind eigentlich alle nicht leise, bei einem Wiesmann gibt's das soweiso nicht, der Alfa hat eine Fächerkrümmeranlage drunter, selbst der Triumph bollert sehr nett. Nur das Prollige der Extra-Anlage (auch in der Heckansicht mit den künstlichen vier Rohren) brauche ich nicht. Im Normalmodus ist er schön dezent, erst bei "S" oder "M" wird ja das "bffrzzz" freigegeben. Das paßt schon!

@amc:

Die Kaufabsicht ist auch wegen entgegenkommender Preisgestaltung mehr als konkret, ich muß aber den M135i noch ausprobieren - steht hoffentlich diese Woche an.

Optisch läßt er sich schon "verschlichten". Ganz so bieder wie ein Europcar-Leihwagen soll er nun doch nicht sein. Ich bevorzuge äußerlich eine Schwarz-Weiß-Kombination aus Lack zirrusweiß mit 19" Felgen in mattschwarz mit "glanzgedrehtem Rand", sogenanntem Night-Paket (äußere Zierteile und Außenspiegel in glanzschwarz, Auspuffendrohre schwarzverchromt) kombiniert mit Panoramadach. Alle (auch die seitlich am Kotflügel) Schilder

post-83808-14435420388965_thumb.jpg

ab. Dann ist er (mit unroten Bremssätteln) im Rahmen der Möglichkeiten ansehnlich und durch die stark abgedunkelten hinteren Scheiben sportlich-stimmig nach meinem Geschmack.

Bei der Rückgabe heute morgen bin ich im dichten Berufsverkehr nach Mannheim geschlichen (was mit 8,5 L/100 km geht) und hing emotionslos bei maximal 2000/min. Das Getriebe hält ihn dann wirklich auf niedrigsten Drehzahlen, teilweise rollt man mit knapp über 1000/min herum.

Sobald etwas ernsthafter beschleunigt werden soll, holt das Getriebe sofort einen kleineren Gang, aus unter 1500/min läßt er keine deutlich spürbare Beschleunigung zu.

Das dient bei Mercedes durchaus auch dem Motorschutz, denn bei hoher Last und unter 1500/min wird es mit der Schmierung der Pleuellager (wie bei jedem Motor) eng wegen noch fehlenden Öldrucks. Diese Motorqual wird schlicht durch Herunterschalten vermieden.

Ab 1500/min geht er schon deutlich spürbar vorwärts, aber keineswegs so, wie z.B. mein ungefähr gleichstarker freiestmöglich saugender 400 kg leichterer Wiesmann. Da hilft ihm sicher das hohe Verdichtungsverhältnis, damit man nicht vor ernsthaftem Ladereinsatz im leistungslosen Nirvana wie in einem früheren Mitsubishi Evo VII hängt.

Meine Eindruck: Bei niedrigem Tempo helfen die kurzen Übersetzungen der Gänge 1-3, darüber wird einfach durch Herunterschalten das Problem umschifft. Ab knapp 2000/min wird bei ordentlich Gas erstaunlich schnell Ladedruck aufgebaut, kurz darauf und noch vor 2500/min liegt der volle Druck nahezu an.

@all:

Nachtrag zum Gesamtverbrauch über das Wochenende: 11,7 L/100 km. Da war alles dabei von Stadt über emotionslosem Mitschwimmen bis zu schneller Autobahn und sehr forcierter Landstraße. Insbesondere letztere kostet richtig, so daß ich denke, im Alltag werden "um die 11 Liter/100 km" gut ausreichen.

SuperPlus ist dafür erforderlich, zur Not gehen auch 95 Oktan bei reduzierter Leistung.

Markus

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806 CO   
806
Samstag, später Nachmittag, A65, auf Höhe Neustadt in Richtung Mannheim? Ja, das Auto fällt auf, ich dachte nur "Wer fährt denn sowas....*Kopfschüttel*" ;-) Aufdringlich und ordinär trifft es gut. Ohne das übertriebene Klimbims aber ein schönes und interessantes Auto.

Ja, das dürfte dann ich gewesen sein ... O:-)O:-)

Markus

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Felix   
Felix

Danke für den sehr informativen Bericht Markus. :-))! Ich denke auch das der A45 in weiß, mit der zwei-flutigen Auspuffanlage und ohne Klimbim deutlich besser aussehen wird.

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vespasian CO   
vespasian
und durch die stark abgedunkelten hinteren Scheiben sportlich-stimmig nach meinem Geschmack.

Warum macht man sowas wenn man kein Mafiaboss, GanzwichtigesVIPsternchen oder Politiker ist? Und weshalb ist sowas dann "sportlich-stimmig"? Bitte um Aufklärung, völlig ironiefrei!

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netburner   
netburner

Abgedunkelte hintere Scheiben helfen effektiv, den Innenraum kühler zu halten, dazu brauchst du weder "VIP-Sternchen" noch "Mafiaboss" zu sein. Allerdings kann ich deinen Einwand bei Fahrzeugen wie der A-Klasse verstehen, bei der die hinteren Scheiben eh mittlerweile eher die Funktion von Sehschlitzen haben, als die einer vernünftigen Scheibe (größentechnisch). Optisch ist es natürlich Geschmackssache, die einen mögen dunkle Scheiben, die anderen nicht.

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806 CO   
806

Zusätzlich zu @netburners sehr berechtigtem Einwurf (der am Wochenende zu erproben war): Das Glasdach ist dunkel getönt und hat einen schwarz lackierten Blechabschluß zur Frontscheibe, dazu gehört eine optische Entsprechung am Wagenheck.

Wenn man eh nichts wirklich gut sehen kann, kann's auch abgedunkelt sein.:rolleyes:

Letztlich sind die Lieferfristen eher das Erschütternde - für 2013 ist er eigentlich ausverkauft.

Markus

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chip CO   
chip
Warum macht man sowas wenn man kein Mafiaboss, GanzwichtigesVIPsternchen oder Politiker ist? Und weshalb ist sowas dann "sportlich-stimmig"? Bitte um Aufklärung, völlig ironiefrei!

Fahr mal mit Kind hinten bei entsprechend stehender Sonne im Cayenne habe ich die abgedunkelten Scheiben und zusätzlich seitenrollos was das ganze erst richtig effektiv macht, ein wunderbares extra für Fahrten in den Urlaub. Grade wenn die Kinder noch kleiner sind und mal ein Stündchen schlafen müssen oder sollen und noch nicht im Sonnenbrillen älter sind.

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amc VIP   
amc

Die seitlichen Sonnenrollos sind mit Kindern wichtig, die abgedunkelten Scheiben m.E. überflüssig wenn der Wagen nicht riesige Fensterflächen (wie z.B. ein Multivan) hat.

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Dirk_B. CO   
Dirk_B.

Möglicherweise ist es aber auch einfach nur eine Sache des persönlichen Geschmacks.:wink:

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vespasian CO   
vespasian

Halt, stop - ich wollte hier keine Diskussion "dunkle Scheiben ja/nein" vom Zaun brechen, hier geht es um den hervorragenden Testbericht von Markus und um den "kleinen AMG"!!!

Es war meinerseits nur eine simple, interesse-getriebene Rückfrage, ausgelöst auch durch diesen Nebensatz:

... denn für unseren Bedarf ohne Kinder reicht das.

Also - back to topic! :-))!

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806 CO   
806

Hier gehört's eigentlich nicht hin, aber wegen des Zusammenhangs mit dem Bericht schließe ich die Erfahrungen mit einem M135i an.

Alltag

Er verschafft sich einen Vorteil gegenüber dem AMG, nämlich ein wirklich sehr gut auf die Widrigkeiten der Straßenoberfläche bei normalem Fahrtempo ansprechendes Fahrwerk. Die allfälligen Stöße von Kanaldeckeln und Asphaltflicken nimmt er sanfter und federt sie gut aus.

Die variable Sportlenkung mit dem stärkeren Radeinschlag bei engen Kurven macht das Rangieren zum Kinderspiel (nur etwas mehr als eine Umdrehung aus Mittellage bis zum Anschlag), beim Fahren merkt man von der unterschiedlichen Lenkübersetzung gar nichts.

Dafür stellt die Lenkung etwas unnatürlich aus stärkerem Einschlagwinkel zurück, das ist für mich schon gewöhnungsbedürftig.

Der Rest ist halt ein 1er - Beinraum hinten deutlich weniger als im A, wenn der Vordersitz für ich richtig eingestellt ist, Kofferraum ein bißchen größer, dafür mit höherer Ladekante innen. Rundumsicht ist besser, aber nicht gut.

Rückfahrkamera ohne Markierungslinien und mit merkwürdiger Frosch-Perspektive von unten.

Tempomat schlechter als Mercedes, da man ihn extra "anschalten" muß und dann noch die Geschwindigkeit wählt. Will man einfach ohne ausrollen, muß entweder die Bremse getippt werden oder man muß ihn ausschalten; dann hat er aber vergessen, was vorher eingestellt war.

Überhaupt keine Anzeige irgendwelcher Temperaturen, dafür muß das teuerste Performace-Lenkrad mit "Anzeige mit erweiterten Umfängen" eingebaut werden. Dann aber Motoröl und Kühlwasser! KEIN Ölmeßstab mehr, statdessen defektanfällige Meßelektronik. Der eine schafft's ab, der andere führt's ein ...

Motorhaube mit hydraulischen Liftern ist angenehmer und wertiger.

Handschalter unangenehm, weil das wunderschöne Getriebe sich der nicht abbestellbaren Mittelarmlehne wegen nicht einfach flüssig bedienen läßt. Insbesondere beim Einlegen von 2 und 4 ist das Ding auch maximal zurückgeschoben im Weg. BMWtypisch langer Kupplungsweg, aber sehr sauber dosierbar. Eine unter den Handschaltungen sicher führende Einheit!

Der oben aufgeführten Handicaps wegen sehe ich hier Gleichstand mit dem AMG.

Wenn's mal schnell werden soll

Jetzt rächt sich der Fahrkomfort, der bei ruhiger Fahrt noch für das Auto einnahm.

Der Wagen arbeitet deutlich mehr bei schärferem Fahren und wird unangenehm für mich. Erprobt auf derselben Strecke wie der A erweist sich die Gesamtauslegung als weniger geglückt:

Die Lenkung ist nahezu gefühllos, den Einschlagwinkel sieht man mehr an der sich ändernden Fahrtrichung als daß man ihn am Lenkrad spürt. Da ist der AMG um zwei Klassen besser.

Die Bremse ist sehr limousinenhaft im Ansprechverhalten und dem Pedalgefühl, die unmittelbare sportliche Direktheit (die mir auch Sicherheit verschafft) fehlt. Die Verzögerung an sich ist genauso gut wie beim A, nur ist das System nicht mit den spontanen Reaktionen eines AMG versehen. Schon bei diesen beiden Punkten wird deutlich, daß er kein "M" ist, sondern eine von der M-GmbH verfeinerte Standardversion.

Enttäuschend das Fahrwerk. Rundstrecken mögen damit auch des ausschwenkenden Hecks wegen eine Freude sein, auf meinen Testlandstraßen trennen ihn Welten vom AMG. Bei scharfem Einlenken untersteuernd stabilisiert sich der Wagen im Kurvenverlauf. Unebenheiten bringen den Aufbau in Pumpbewegungen, die nicht schnell genug weggedämpft werden und dann im weiteren Kurvenverlauf auch die Lenkung unruhig werden lassen. Beim schnellen Umsetzen in engen Wechselkurven wirkt alles weich und die Umsetzung wie durch Watte verzögert. Hier hatte ich einen so krassen Gegensatz nicht erwartet: Alles, was der AMG einfach nur wegsteckt, wird vom M135i aufgenommen und löst dauerndes Nicken und Schwanken des Fahrzeuges aus.

Auch auf der Autobahn ist der Geradeauslauf bei hohem Tempo nicht so stoisch wie im A, die Fahrbahnunebenheiten regen auch hier den Aufbau zu Bewegungen an, die im AMG nicht vorkamen. Fahrbahnunebenheiten beeinflussen auch den Geradeauslauf, insgesamt wirkt das Auto bildlich gesprochen klienwagenmäßiger als der AMG, der wie eine große Reiselimousine stoisch seine Bahn zieht.

Nochmals: Auf einer glatten Rundstrecke wie Bilster Berg oder andere Courses mag das alles sogar Spaß machen, im echten Leben auf echten Straßen macht er das kein Stück besser als jeder Serien-BMW (der aber nicht den Anspruch des "M" mit sich trägt). Ich habe sogar das Gefühl, daß der 3er das mindestens gleich gut kann, wenn nicht manchmal des langen Radstandes wegen sogar schlicht besser.

Auch der Motor ist im Vergleich nicht das Gelbe vom Ei. Klar, ein Reihensechser ist samtiger im Laufgeräusch, aber allen Ernstes: Auch dieser Turbo hätte gerne mindestens 1500/min, besser wären 2000. Seine Kraftentfaltung ist mehr auf eine hohe Spitzenleistung bei hoher Drehzahl ausgelegt, er faßt nicht so spontan hin wie der AMG, ist dafür bei scharfem Ausdrehen "oben" leistungsfreudiger wirkend.

Wirkend, weil er das nicht ist. Effektiv schneller wird man mit dem Auswringen bis auf 6000/min und mehr nämlich kaum im Vergleich zum Gleiten auf dem Drehmoment einen Gang höher (Vergleich: Ansetzen bei 80 im dritten Gang und schnellstmögliches Überholen oder im vierten Gang macht keinen Riesenunterschied in der Zeit). "Oben" kommt vergleichsweise nur Klang aber keine entsprechende Mehrleistung mehr.

Beim Handschalter (anders der Automat) fehlt auch ein langer Gang für die Autobahn. Bei 140 liegen schon mehr als 3000/min an, da fährt der A schon 180 im siebten Gang.

Hier verliert der M135i in allen Belangen - meine Wahl ist damit klar.

Auch hier zum Abschluß der Vebrauchswert - ungelogen: Wieder 11,7 L/100 km ...:???:

Markus

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amc VIP   
amc

Danke für den Bericht - in Bezug auf das Ansprechverhalten aber eine Anmerkung: Du kannst bei modernen Turbos diesbezüglich Handschalter nicht mit Automaten (oder DKG) vergleichen. Bei Handschaltung muss die Elektronik warten bis der Gang drin ist - vorher wird kein Ladedruck aufgebaut. Bei Automaten weiss der Wagen beim Beginn des Schaltvorgangs welcher Gang als nächstes kommt und hat zudem eine kalkulierbare Zeitspanne für den Gangwechsel.

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amc VIP   
amc

Anmerkung am Rande: Mehr Temperaturen anzeigen im M135i geht schon, sieht dann so aus: http://i297.photobucket.com/albums/mm237/tm_am/M135i/56B6478A-90BA-4E91-A674-0594F02F5100-3021-0000017AAE2B3480.jpg

Du muss dafür allerdings einmal ein "hidden Menu" aktivieren, ist eine 4- oder 5-Schritte Prozedur im iDrive. Danach kannst Du die erweiterten Temperaturinformationen über die normalen Bordcomputerfunktionen einblenden.

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Hessenspotter   
Hessenspotter

Du fragtest dich wie lange das mit der Hitze gut geht? In der Testphase haben die schneller die Zündspülen verraucht, als wie das Öl gewechselt wurde. (Standart ÖL Intervall).

Jetzt hat man den Turbo Thermisch gekapselt. Jetzt wird es nicht mehr so warm im Motorraum ;-). Vorher wars wärmer :-D

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      Von 806
      Zum Jahresanfang kann ich auch gleich was Neues beginnen – nämlich meinen nächsten „laaangen Dauertest“. Jetzt nicht mehr im großen Bereich „sonstige Fahrzeugmarken“, sondern im Sportwagen- und Luxusmarken-Forum …

      Seit 29.11.2013 ist das Dickschiff ersetzt durch einen A 45 AMG, der mir in den nächsten Jahren als Alltagsauto dienen wird. In loser Folge schreibe ich hier nieder, was auffällig oder unauffällig am Auto ist, was bei längerer Benutzung stört, sich bemerkbar macht oder auch erfreut, wie sich der Kleine hält und was an ihm auseinanderfällt.

      Anders als bei meinem im Avatar abgebildeten liebsten Hobbyauto von allen, wird es hier nicht um Verbesserungen/Umbauten/Ausbauten gehen, denn das habe ich nicht vor. Einfach wieder die Zusammenstellung von Erlebtem und Erfahrenem!


      Das Auto

      Also stelle ich Euch den neuen Kleinen erst einmal vor.

      Im Rahmen der Möglichkeiten unauffällig bis zur Unscheinbarkeit ist er zirrusweiß lackiert und emblemlos bis auf die „Sterne“. Selbst bei Benzens wußten sie nicht, daß mit Bestellcode 261 auch die Beschriftung der vorderen Kotflügel entfällt. Das Panormadach paßt zur Farbfamilie „schwarz-weiß“ genauso wie die 19“-Felgen von AMG. Unterstützt wird diese Idee vom "Night-Paket" mit schwarz abgesetzten Leisten und dunklen Heckscheiben.








      Sommers mit glanzgedrehtem Rand, winters in komplettem Schwarz wie „Edition1“.

      Intelligent Light System macht hell, Audio20 macht Musik und Becker MapPilot macht Wegweisung. Besondere Lautsprecher brauche ich nicht, Musik höre ich nur im Stau. Die Klimaautomatik nimmt sich der Temperierung an unterstützt von Sitzheizung vorne, Vergeßlichen hilft elektrische Sitzverstellung mit Memory vorne. Hinten hat er ein Auge (Rückfahrkamera), aber auf häßliche Löcher für Parkpiepser hatte ich keine Lust mehr. Dazu noch das Licht- und Sichtpaket, damit es innen nächstens nicht so trist aussieht und ein Ablagenpaket, damit die demnächst vorgeschriebenen Warnwesten ihren Platz unter den Vordersitzen finden und im Kofferraum eine Steckdose bereit ist. Den Luxus des Performance-Lenkrades habe ich mir der größeren Schaltpaddel wegen gegönnt, damit einher geht der knubbelige Schalthebel in der Mittelkonsole.

      Richtig: er hat KEINE roten Gurte, KEINE roten Bremssättel, KEINE noch lautere Auspuffanlage, KEINE zusätzlichen Spoiler und KEIN noch härteres Fahrwerk – das ist mir dauerhaft zu aufdringlich und damit lästig, außerdem kostet’s alles zusätzliches Geld, das ich dafür nicht ausgeben will.


      Das erste Drama


      Aus dem Datum der Erstzulassung ergibt sich schon das Problem der erforderlichen Winterbereifung. Als ich der Preisvorstellungen der Niederlassung Mannheim für Originalfelgen ansichtig wurde, schwanden mir schier die Sinne. 19“ Felgen als „Vielspeichen“ kosteten schon 3.600 €, dazu noch Reifen – das muß anders gehen. Nächster Vorschlag: 215er Reifen auf 18“-Felgen für komplett 3.500 €. Mickrige Größe, Schneeketten habe ich nicht, brauche ich nicht und kann ich nicht montieren. Selbst die Serienfelgen in 18“ kämen schon auf 3.000 €.

      Alle Tuner/Felgenhersteller abtelefoniert, mit Mails bombardiert und die Quintessenz erfahren: „Haben wir derzeit nicht, rechnen Sie nicht vor Frühjahr damit.“ Tolle Wurst – und bis dahin? Die Sommerreifen runter, Winterreifen drauf und im Frühjahr dasselbe wieder zurück ist mir zuwider, also weiter suchen. Erster Lichtblick: Das Autohaus Kunzmann in Aschaffenburg (ein großer Vertragshändler) unterhält einen Onlineshop und bietet auf einmal AMG-Vielspeichen in 19“ für nur 3000 € an. Gleich zum Hörer gegriffen und im Telefonat ein Vorschlag: „Nehmen Sie doch die 19“ von Lorinser in schwarz, die kosten nur 1700 €.“ Da fragt man nicht zweimal – hätte man aber sollen!

      Prompte Lieferung, freudestrahlend die Michelin PilotAlpin 4 (frei bis 270 km/h!) montieren lassen und gleich aufs jungfräuliche Auto montiert. Problem: Ab etwa Tempo 100 unerträgliche Vibrationen. Nachwuchten rundherum bringt nichts. Was ist denn da los? Einfache Analyse: Im TÜV-Gutachten steht, daß wegen Freigangs zum Bremssattel 3 mm Spurplatten verwendet werden müssen. Ist an sich schon Murks, aber am A 45 noch viel mehr! Benz verwendet wohl für alle „A“ dieselben Radaufnahmen. Durch die große Bremse vorne rückt alles mehr nach außen und die Zentrierhülse steht nur noch etwas mehr als 6 mm heraus, das Mindestmaß, das hiesige Prüfer für solche Gelegenheiten erwarten. Zieht man davon die Spurplatten ab, bleiben nur noch jämmerliche 3 mm (DREI MILLIMETER), die die Zentrierung der Felge sicherstellen sollen. Die hat auch noch einen gefasten Zentrierring, so daß faktisch die Mittenzentrierung verloren geht. So fährt er sich auch.

      Nach kurzem aber heftigem Hin und Her mit Lorinser direkt („Wollen Sie wirklich, daß ich diese Lösung dem TÜV für die Einbaubescheinigung vorführe?“), die sich aber ernsthaft Mühe bei der Suche um schnelle Abhilfe gaben, nehmen sie die Felgen zurück.

      Geworden sind’s dann zähneknirschend die schwarzen Vielspeichen und jetzt läuft alles wieder „rund“. Ich bin mal gespannt, wie die anderen Hersteller dieses Problem in den Griff bekommen …






      Das Einfahren


      Aber nun zurück zum Auto selber: In Rastatt abgeholt und daher gleich mit den ersten Kilometern außerhalb des Werksgeländes „eingefahren“. Ach du liebe Zeit, was machen die Leute da ein Buhei drum – zusätzlich verängstigt durch relativ strikte Einfahranweisungen des Werks: Nicht über 4500/min, nicht schneller als 140 km/h, kein Kickdown.“ Klebt wie in seligen Zeiten sogar in der Windschutzscheibe.

      Dazu gibt es ja mehr Auffassungen, Ansichten und Anspielungen als Autos. Im Grunde genommen kann man’s nie richtig machen; zu „zahm“ ist nix, zu „scharf“ ist nix, zu „schnell“ ist nix? Wie sagt der Pfälzer dann? „Ach, steigt mer doch all‘ in die Tasch‘!“ Das Werk spendierte die erste Tankfüllung (voll!!) und daher schauen wir geschenkten Gäulen nicht zu lange ins Maul.

      Auf den ersten hundert Kilometern auf der Landstraße habe ich dem Motor im vierten Gang in schönem Rhythmus Anzug von 80 auf 120 beigebracht und ihn nach jeder Beschleunigung immer wieder ausrollen lassen. Ähnelt einem Parabelflug und ist ähnlich unspaßig. Dem Maschinchen wurde dabei sogar richtig warm, das Motoröl erreichte 105°. Das war’s dann aber auch, seitdem wird er einfach gefahren, wie ich ihn auch sonst fahren würde. Schön durchölen lassen nach dem Kaltstart, sanft warm fahren, sanft kalt fahren vor dem Abstellen, und sonst gefahren wie es ihm auch in der Zukunft bevorsteht (nach 500 km durften auch mal 5500/min mit wenig Gas anliegen, sonst macht ja eh die Automatik alles). Oh Wunder: Nichts ist undicht, geplatzt, abgerissen oder sonst was passiert.

      So ganz stimmt‘s nicht. In manchen Foren hieß es, daß er bis 1500 km ein Einfahrprogramm habe, das das Gemisch anfette und so den Einfahrvorgang unterstütze durch somit abgesenkte Brennraumtemperaturen. Hört sich komisch an, scheint aber tatsächlich zu existieren. Schlagartig ab diesem Kilometerstand sank der Durchschnittsverbrauch bei flotter Fahrt um 1 L/100 km. Bei 1200 km kamen frisches Motoröl und ein neuer Filter (nicht vorgeschrieben, aber mir ist es lieber so), seitdem läuft er immer besser.

      Da er anfangs etwas beim Anfahren mit seinen Kupplungen „rupfte“, was sich nach knapp 500 km völlig gelegt hat, werde ich ihm auch überobligatorisch einen Getriebe- und Differentialölwechsel gönnen, da hat sich scheinbar doch einiges tatsächlich „einlaufen“ müssen und mir ist dann einfach wohler, wenn alles gut versorgt ist. Manche glauben, ein Wechsel nach 3000 km sei „Vorschrift“, sind aber von der insoweit unklaren Betriebsanleitung im Stich gelassen. Nur AMGs mit Sperrdifferential müssen dann zum Wechsel, der A 45 hat keins, also muß er auch nicht. Meiner kriegt’s trotzdem, weil „wer einschenkt, muß auch nachschenken“.

      Inzwischen sind schon fast 3000 km voll, so daß ich auf freier Autobahn auch mal das Geschwindigkeitsmaxim ausgetestet habe. Im siebten Gang ist das etwas müde ab etwa 230, aber im sechsten geht es ab wie die Feuerwehr. Gefühlt dauert es zwei Wimpernschläge von 200 auf 230 und geht dann unvermindert weiter und weiter und weiter, ohne daß bei 250 km/h Schluß wäre. Tacho 260 standen ziemlich unangestrengt an, im siebten hält er das Tempo, legt aber kaum noch zu. Tachoabweichungen sind minimal, sagt mein zusätzlich bereitgehaltenes Navi.

      Drehzahlorgien sind eh nicht sein Ding, im sechsten sind dafür etwa 5300/min erforderlich, im siebten stehen etwa 4200/min auf dem Drehzahlmesser. „Heiß“ wird ihm dabei auch nicht, das Kühlwasser steht bei 93° und das Motoröl wird auch nicht wärmer.

      Weder ist er dann ungebührlich laut noch in irgendeiner Weise unruhig oder „leicht“, sondern einfach satt und souverän. Im echten Verkehr ist das kein vernünftiges Tempo, denn mit Gaswegnehmen wird das Tempo nicht schnell weniger, sondern der geringe Luftwiderstand läßt ihn im siebten lange schieben; zu Dauerbremserei habe ich keine Lust, das wird dann unrund und hektisch auf langen Strecken. Klar wird aber auch: alles bis 200 ist ratzfatz erreicht und für den Motor keine echte Anstrengung. Wieso da schon die wildesten „Tuningfreaks“ schon über 400+ PS mit Chippen nachdenken, erschließt sich mir beim besten Willen nicht.


      Bedienung


      Ein Kapitel, dem man heutzutage durchaus ein paar Worte widmen kann bzw. leider manchmal muß.

      Schon bei der Probefahrt störte der falsch positionierte Blinkerhebel. Jetzt stört das immer mehr, er sitzt schlicht zu hoch und läßt sich aus normaler Lenkradhaltung nicht intuitiv bedienen; der Tempomathebel hingegen ist bestens erreichbar und statt Blinken kommt er vor allem im Kreisverkehr zum Einsatz. Bei Regenfahrten nervt zudem, daß die schönen großen Schaltpaddel zu nah am Schalter für den Heckwischer sind und der am „Multifunktionshebel“ nur durch verrenktes Greifen bedienbar ist. Ich kann nicht deutlich genug machen, daß das unbrauchbarer Stuß ist!

      Genug geärgert, ansonsten ist die Handhabung des Fahrzeuges allenfalls noch durch den großen Wendekreis erschwert, wenn man sich an Benztypisches eh schon gewöhnt hat und mit einem gewissen Wohlwollen den neumodischen Bedienungsprofilen („Assistenten“, Menüführungen usw.) gegenübertritt.

      „Dunkel war’s, der Mond schien helle“ wäre das passende Motto für die Leuchtstärke des Hauptscheinwerfersystems. Tadellos gleichmäßig und weit hell, selbst der „Fernlichtassistent“ funktioniert in 99 % der Fälle gut. Kurvenlicht auch bei mehr als 110 km/h (Audi ...?). Moderne Lichtsysteme nehmen den Nachtfahrten nun wirklich endgültig den Schrecken.





      In diesen Tagen fällt auf, daß er sich besonders verdient macht mit gleichmäßiger, schnell ansprechender und gut wirkender Heizung – die Klimaautomatik muß nur der Temperatur wegen bedient werden, den Rest macht das System selbständig und beanstandungsfrei. Vor der Sitzheizung muß ich warnen: Die bollert bis in die Schulterbereiche auf der höchsten Stufe dermaßen los, daß es binnen Sekunden schon unangenehm wird. Allenfalls auf Stufe 2 kurz und dann für ein paar wenige Minuten auf Stufe 1, danach wird es schnell zu warm. Eiweiß gerinnt bei 67° …


      Beanstandungen?


      Die nationalen und internationalen Foristen beklagen ja schon seit längerem Verarbeitungsmängel der A-Klasse und manche Unzulänglichkeiten auch beim A 45. Liest man das als Unbefangener, könnte einen ja das Grausen überkommen.

      Bis dato ist der Zusammenbau gelungen, die Verarbeitung stimmt (für die Fahrzeugklasse), die Lackierqualität ist gut, nahezu alles funktioniert, wie es soll. Nahezu, weil das Radio bei Stummschaltung die Verkehrsfunkdurchsagen nicht laut genug stellt und sich nicht zu größerer Lautstärke überreden läßt. Das „Knistern“ aus dem Bereich der Mittelkonsole sind die Stellgeräusche der Klimaanlage beim Bedienen der Luftverteilungsklappen, an das heimelige Geräusch des sich kümmernden Elektronengehirns gewöhnt man sich schnell.

      Manche beklagen, daß er kalt sehr zäh Gas annehme. Das stimmt, scheint aber ein Schutzprogramm zu sein, solange nicht Grenztemperaturen des Getriebes erreicht sind. Ich helfe mir mit dem manuellen Schaltmodus und rolle ihn gemütlich bei niedrigen Drehzahlen warm, dann fällt’s nicht so auf. Anfangs dachte ich, das „angeschärfte“ Schaltprogramm „S“ funktioniere nicht, weil sich die Schaltcharakteristik von „C“ nicht unterschied. Ich bin ihm drauf gekommen: solange das Getriebe nicht wärmer als 40° ist, läßt er das schnellere Schalten nicht zu und hält die Drehzahlen zur Vermeidung zu großer Sprünge niedrig. Danach dreht er in „S“ weiter aus bis zum Hochschalten und schaltet auch deutlich früher zurück. Schön gelöst: er erkennt, wenn nicht mehr beschleunigt wird legt dann einen höheren Gang auch vor Erreichen der Schaltdrehzahl nach.

      Bei den ersten Handwäschen zeigte sich, daß er ein paar Dreckecken hat, die immer besonderer Zuwendung bedürfen. Das ist zum einen der gesamte Bereich entlang der Griffleiste der Heckklappe (um die Kennzeichenleuchten und den Griff), da sind Vertiefungen und Rähmchen, die man nur mühsam wieder sauber bekommt. Außerdem ist die Blechnaht nahezu rechtwinklig und mit einer nicht komplett durchgezogenen Abdichtung versehen, da sammelt sich nur mit einem Pinsel entfernbar Dreck.








      Gleiches gilt für die Türunterkanten, die unnötigerweise mit Höhenversprüngen aufgeführt sind, in denen sich hartnäckig Schmutz festsetzt.





      Der Bereich unter dem Dachspoiler“überhang“ wird in Waschanlagen sicher nicht gesäubert – da muß man leiden und nachwischen.

      Einsauen kann er sich eh wie ein Großer, die unteren Seitenflächen sind in Windeseile verdreckt. Erstaunlich: Motorhaube und Dach nicht, ebenso die Seitenscheiben. Wie früher bleiben sie auch bei starkem Regen sehr lange schmutzfrei und damit die Sicht in die großen Spiegel klar. Der Motorraum saut sich nahezu gar nicht ein auch bei langer Fahrt im strömendem Regen, das gefällt.

      Einmal mahnte er zum Nachfüllen des Kühlwassers bei scharfem Beschleunigen in größeren Gängen, aber weder stimmte der Pegel nicht noch kam diese Meldung erneut.


      Verbrauchswerte


      Im Moment – wir gewöhnen uns ja noch aneinander – gilt das alles noch nicht wirklich. Ich denke, daß da auch bei wärmeren Temperaturen noch der eine oder andere Liter weniger zu Buche stehen wird. Zwischen 7,5 und 15 L/100 km hatte ich alles schon zu verzeichnen. Ruhig herumgerollt im Mittelstreckenverkehr mit Tempomat reicht der kleinere Wert, bei forcierter Fahrt mit dauerhaft mehr als Tempo 180 der höhere, die Wahrheit liegt wie immer dazwischen und derzeit bei 10,7L/100 km.

      Motoröl fehlte ca. ein Drittelliter nach den ersten 500 km, seitdem ist nahezu Ruhe. Blöd ablesbarer Ölpeilstab und helles Motoröl machen das Messen nicht leichter. Die Betriebsanleitung ist da gelinde gesagt „unscharf“, denn sie empfiehlt Öl nach MB-Freigabe 229.51 (beschränkt auf entweder 0 oder 5 W 40), obwohl solches nach 229.5 gewünscht ist und die andere Freigabe für Diesel mit Partikelfilter gilt.


      Die Erwartungen werden alle erfüllt, ich fange an zu ahnen, was er im Zweifel könnte – jede Fahrt eine kleine Freude im Alltag!


      Markus

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