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Das Roadbook schläft! Die Kitzbüheler Alpenrallye im Selbstversuch

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Ein Erfahrungsbericht.

 

In ist, wer drin ist. Das gilt für viele Münchener, wenn es um den Wochenendwohnsitz in Kitzbühel geht. Für Fans und Fahrer historischer Fahrzeuge gilt ähnliches.

Jahr für Jahr bewerben sich hunderte mit seltenen und teuren Oldtimern um eine Teilnahme an der Kitzbüheler Alpenrallye, die durch eine spektakuläre Bergwelt führt. Die Veranstaltung gilt als eine der hochwertigsten in Bezug auf Programm, Qualität der Fahrzeuge und Prominenz der Fahrer und Beifahrer/innen und wird gerne bereits in einem Atemzug mit der Mille Miglia genannt. Tatsächlich findet der automobile Kenner im Startfeld der Alpenrallye das ein oder andere bekannte Mille Miglia Fahrzeug wieder, pilotiert von prominenten Teilnehmern aus Rennsport, Showbusiness, Wirtschaft und Sport. Was ist dran am Mythos und was sagen Mensch und Maschine!? Die 25. Alpenrallye lud ein zum Selbstversuch.

Der Start war holprig, das lag aber nicht am Veranstalter, sondern an der Materie Oldtimer. Trotz generalstabsmäßiger Planung seit Frühjahr war den Wagen nicht fertig. „So ist das mit einem Oldtimer“ meinte die Werkstatt lapidar, als mein dafür ausgewähltes Auto, ein Lamborghini Urraco aus 1973, die Nacht vor Beginn der Alpenrallye noch ohne Motor da stand. Für die Etappe Freitag und Samstag scharrte dann der Stier aber mit den Hufen, was er damit aber leider außerhalb der offiziellen Wertung tat. Dem Vergnügen tat das keinen Abbruch. Denn eine Rallye dieser Art ist mit so genannten Wertungsprüfungen versehen, bei der man allerhand zu leisten hat. Gleichmäßig fahren zum Beispiel. Während also alle gleichmäßig die Großglockner Hochalpenstrasse befuhren, setzten wir bereits den Blinker und fuhren weniger gleichmäßig, dafür schnell und hatten Spaß. Vor allem, da wir als Erste auf der Passhöhe angelangten, wo, ganz Autofahrergerecht, ein Prosecco auf uns wartete.

Das Ergebnis entnehmen Sie bitte der Überschrift dieses Berichts. Nach anfänglichem Hochgefühl fiel meine Copilotin nämlich ein eine tiefe Siesta und ließ sich auch von hohen Kurvengeschwindigkeiten nicht mehr dazu bewegen, den verdienten Mittagsschlaf gegen das verlesen des Roadbooks auszutauschen. Vielleicht war das aber auch nur dem frühen Aufstehen geschuldet, denn eine Oldtimerrallye, schon gar nicht eine solch professionelle und hochkarätig besetzte, wie die Alpenrallye Kitzbühel, ist keine Kaffeefahrt, sondern Programm von Frühmorgens bis spät nachts. Schon 6 Uhr früh will der Wagen startklar gemacht sein und abends nach Rückkehr heißt es tanken, waschen und die Technik in Ordnung bringen. Zurück zum Roadbook, das schlief: was blieb mir nun also anderes übrig, als mich an ein Fahrzeug zu hängen, von dem ich annehmen konnte, dass dort der Copilot zumindest seinen Job ernst nimmt. Weit gefehlt, wir landeten weitab der Strecke und waren die Letzten, die zum Mittagessen erschienen. Sowas nimmt man sportlich, musste ich lernen.

Kurz gesagt, die Fahrt war herrlich, Landschaftlich wie Motorsportlich gesehen und als Highlight folgte, selbstverständlich bei Kaiserwetter, die Ortsdurchfahrt durch die gesperrte Altstadt von Kitzbühel mit tausenden von begeisterten Zuschauern. Das steckt an!

Ich gebe zu, die erste Alpenrallye haben wir etwas unkonventionell angegangen. 2013 gilt deshalb strengstes Alhoholverbot für die Copilotin, obwohl ....

Wir danken dem Tourismusbüro Kitzbühel und dem Büro der Alpenrallye unter der Leitung von Albin Ritsch für die hervorragende Organisation sowie dem Sporthotel Reisch für die perfekte Unterbringung!

 

Die 26. Alpenrallye findet vom 05. bis 08. Juni 2013 in Kitzbühel statt. Hier erfahren Sie rechtzeitig alles über Anmeldung, Streckenführung und Teilnahmebedingungen. Informationen: www.alpenrallye.at

Technische Daten zum Fahrzeug:

Lamborghini Urraco P250S

Baujahr 1973

Erstzulassung Schweiz, 2 Vorbesitzer

durchgehende Historie

km 46.000

gebaute Exemplare P250: 520

gesamte Baureihe Urraco circa 700 Ex. (P200/P250/P300)

2,5 L V8, 22o PS bei 6000 u/min

damaliger Neupreis: circa DM 75.000.-

Fahrzeug: privat

Text: Bernhard Heudorf

Fotos: Bernhard Heudorf und Albin Ritsch, Kitzbüheler Alpenrallye

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