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Quer durch finnische Wälder

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Hallo liebe CP'ler

ich war diese Woche für 4 Tage in Finnland (Rovaniemi) um mal wieder die Kultur des gepflegten Querfahrens zu pflegen. Wie schon in den vergangenen beiden Jahren hat Uwe Nittel in Verbindung mit Mitsubishi die Veranstaltung organisiert.

Hier mein Bericht:

Am Sonntagvormittag ging es zusammen mit drei Freunden vom Frankfurter Flughafen erstmal nach Helsinki.

Dort ein kurzer Aufenthalt und dann weiter mit dem Flieger nach Rovaniemi.

Wir wurden von Uwe und seinen Instruktoren Wolfgang Weber und Peter Corazza sowie dem gesamtem Serviceteasms am Flughafen empfangen und zum Hotel gebracht.

Nach dem einchecken gab es ein kurzes Briefing zu Strecke, Autos und Reifen.

Das Gelände hat eine Grösse von ca. 350 Hektar, liegt ab jeglicher menschlicher Behausung uns bietet über 30km präperierte Piste.

Zum Teil auf zugefrohrenen Seen, zum Teil auf vereisten Moorböden.

Mitsubishi war so freundlich uns 12 nagelneue Lancer Evo mit Doppelkupplungsgetriebe zur Verfügung zu stellen. Bei den Fahrzeugen wurde die Heckschürze demontiert um grössere Schäden beim Anlehnen an die Schneewände, bliebt leider nicht aus, zu verhindern. Vorne wurde ein Schutzschild montiert, aus dem gleichen Grund.

Kuhmo lieferte die Winterreifen die in mühevoller Handarbeit mit 8mm Spikes versehen wurden. In den letzten Jahren gab es immer wieder Probleme mit rausfliegenden Spiekes, daher hatten dieses Jahr die Reifen keine Lamellen in den Profilblöcken.

Leider fiel in diesem Jahr der Kurs "Säschisch für Anfänger" von Peter aus.

Es folgte das gemeinsame Abendessen und noch ein schneller Absacker in der Hotelbar.

Am nächsten Morgen fuhren wir gegen 8.15 zum Trainingsgelände, das Thermometer zeigte stramme -23°C.

Das hört sich schlimm an, ist es auch aber im Gegensatz zu hiesigen Gefilden ist es ein trockene Kälte, begleitet von strahlendem Sonnenschein.

Die ca. 45 minütige Fahrt wurde uns durch Meisterwerke der Filmkunst wie z.B. "Die Evolution des Driftwinkles" verkürzt.

Die Fahrzeuge waren bei unserer Ankunft bereits vollgetankt und warmgelaufen. Wir verteilten uns auf die Fahrzeuge, je zwei pro Auto.

Die Gruppe wurde in je sechs Fahrzeuge geteilt und los ging es.

Zuerst leichtes einwedeln und Gewöhnung an die Autos.

Der Allraddrift auf Eis&Schnee unterscheidet sich deutlich vom gewohnten Quertreiben.

Das Linksbremsen, Anpendeln der Kurven und den Drift halten geht einem aber schnell in Fleisch und Blut über.

Da die Strecke durch die Spieks und den ständigen wheelspin leidet, wechstelten wir ca. alle Stunde die Strecke. Es stehen 10 Strecken zur Verfügung, die auch miteinander kombiniert werden können.

Ein absolutes high-light des ersten Tages war die Strecke auf dem grossen See, Länge ca. 6,5km, etwa 8m breit, sie lässt drifts auch im höheren Geschwindigkeitsbereich zu.

Zur Mittagspause waren die Tanks leer und wir brauchten auch eine kleine Pause. Das permanente Querfahren erfordert ein hohen Mass an Konzentration.

Am Nachmittag ging es auf die Super Spezial Etappe. Drei ineinander gelegte Schleifen, gesamt ca. 3,5km. Abwechslend enge Kehren und weitere Bögen.

Dann war der erste Tag auch schon wieder vorbei und es ging zurück zum Hotel.

Am Abend waren wir ausserhalb von Rovaniemi zum Essen. Traditionell gegrillter Lachs.

Der zweite Tag gestaltete sich vom Ablauf her ähnlich dem ersten.

Allerdings hatte Uwe & Crew noch was in der Hinterhand:

Fahren mit Gebetbuch!

Ruben Zeltner hatte zu Beginn der Saison einen Aufschrieb für einen ca. 10km langen Rundkurs gemacht. Ein unglaubliches Erlebnis!! Die Sicherheit und Geschwindigkeit steigt merklich an. Als Fahrer ist es aber auch gewöhnungsbedürftig, man muss auch noch dem Beifahrer zuhören.

Wir Männer haben ja Probleme mit multi-tasking, staubsaugen und atmen funktioniert ja auch nicht.

Nach einem Umlauf bei Tageslicht erfolgte noch eine Nachtfahrt mit Aufschrieb. Es kam Col de Turini feeling auf!

Ein Programmpunkt stand noch aus:

Taxifahrt mit Uwe über eine Sonderprüfung der Artic Rally. Ich habe noch nie eine solche Fahrzeugbeherrschung gesehen. Das Auto permanent quer, relativ schnell, einfach ein Knaller.

Nach einem zunüftigen finnischen Abendessen ging es ziemlich müde und

mit tollen Eindrücken zurück ins Hotel.

Am Mittwoch stand noch die Snowmonbil tour auf dem Programm und das bei -27°C. Ich hatte noch nie soviel Klamotten an.

Nach 60km durch finnisiche Wälder kehrten wir gegen Mittag ins Hotel zurück und mussten uns auch schon wieder auf den Weg zum Flughafen machen.

Über Helsinki ging es zurück nach Frankfurt und wir mussten erkennen, dass die Zeit wieder viel zu schnell rum ging.

Noch einige Worte zu den Fahrzeugen:

Mitsubishi Lancer Evolution mit DSG. Als verwöhnter Porschefahrer schaut man natürlich etwas herablassend auf diese "Reisschleuder"

Für dies Art des Autofahrens gibt es nichts besseres. In Kombination mit DKG, Spikes und dem cleveren Allradantrieb ein Spassbringer ohne Grenzen.

Hätten wir hier mehr Schnee und geeignete Strecken, ich wüsstem was mein Winterspielzeug ist.

Für meine Mitreisenden und mich steht fest: Nächstes Jahr wieder!!

Hier gibt es noch einige Bilder der Veranstaltung. Die Bilder sind zwar nicht von dieser Woche, aber vermitteln einen guten Eindruck was da geht.

http://www.drift-and-drive.de/de/bildergalerie.html?tx_lzgallery_pi1%5BshowUid%5D=10

http://www.drift-and-drive.de/de/bildergalerie.html?tx_lzgallery_pi1%5BshowUid%5D=10&tx_lzgallery_pi1%5Bold%5D=5x5x1&tx_lzgallery_pi1%5Bpic%5D=26

Grüsse

AlexM

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