Hallo, ich bin von meinem Italienurlaub zurück und habe da meinen schönsten Tag in meinem Leben erleben dürfen. Eigentlich waren wir in Rimini untergebracht, nur war da tote Hose, also suchten wir uns Ausflüge die man mit den öffentlichen ohne große Umstände erreichen konnte. An einem Tag fuhren wir nach Bologna und da fiel mir ein, das doch Lamborghini nicht so weit ent- fernt ist. Nach dem wir einen Taschendieb enttarnt hatten und unser Gepäck vollständig bei uns blieb fanden wir den örtlichen Busbahnhof und lösten einen Fahrschein nach S. Agata. Da angekommen standen wir auch recht schnell vor dem Werk. Es war ein Anblick den man eigentlich nur aus Prospekten, Zeitschriften oder ähnlichem kannte. Nun schlug mein Herz höher und schon entdeckte ich einen Diablo Roadster. Herrlich. Und direkt vor dem Hauptgebäude parkte noch ein weißer Gallardo Spyder. Leider erwischten wir bei unserem spontanen Besuch die Mittagspause und so setzen wir uns halt die verbleibende Stunde auf eine Wiese nahe dem Werk und genossen die Sonne. Doch bevor wir das taten musste ich erst mal die Emotionen verarbeiten die der weiße LP640 in mir auslöste als er uns entgegen kam und auf das Werksgelände fuhr. A new Lamborghini was born Während der Zeit, die wir die Stunde auf der Wiese verbrachten, genoss ich die Soundkulisse der LP560-4 und LP640 die an uns vorbeifuhren und auf Testfahrt geschickt wurden. Es waren insgesamt 6 Stiere die an uns vorbei dröhnten. Meine Nacken- haare wollten nicht so recht zur Ruhe kommen. Es war so gigantisch so viele Lambos zu sehen. Es war für mich etwas ganz besonderes. Als es dann endlich kurz vor halb 3 war gingen wir wieder zu dem Museum. Der weiße Gallardo Spyder wurde gerade mit Kamera- equipment beladen und wurde anschließend angelassen. Herrlich. Einfach schön. Als er hinter dem Werk verschwand löste ich nun also 2 Tickets für das Museum. Es war mir eine Ehre eine Reise durch die Zeit von Lamborghini zu machen. Es war schön die Formen zu bestaunen. Wie schön doch so ein 400 GT, Miura oder Countach ist. Auch all die anderen Modelle. Nach dem ich die untere Etage ausgiebig genossen hatte sind wir eine Etage höher und hier wurde alles noch mal „schlimmer“. Da waren also die Lambos die mir am besten gefallen. Ich wusste nicht wo man hingucken sollte. Meine Ohren sagten mir „Guck aus dem Fenster und sieh Dir die LP560-4 an. Oder da den gelben Murciélago!“ Meine Augen schrieen danach das Miura Concept, Den GT, den RGT, den SVR, den LP640 und den Reventón auf einmal ansehen zu wollen. Als ich wieder Herr meiner Sinne war, fing ich an, ein Auto nach dem anderen anzusehen. Zu erkunden und zu genießen. Wie imposant doch der RGT ist. Ohne Sponsoren gefällt er mir am besten. Er ist wirklich einfach nur Schwarz, Flach, Breit und Respekteinflössend. An dem Tag sah ich zum ersten mal einen Reventón und kann ihm beim besten willen nichts schlechtes abgewinnen. Er ist toll Dann drängte leider die Uhr. Doch wir entschieden uns einen Bus später zu nehmen und noch paar Lambos beim fahren zu zu sehen. Es war doch überwältigend wenn sich mal 2 LP560-4 aus dem Werk jagten... Also wieder runter und.... alles um mich herum setzte aus... Da stand Valentino Balboni. Der Mann der für mich für Lamborghini steht. Also schnell die Kamera an und ein Foto. Als er mit dem Gespräch fertig war, war im Begriff das Museum zu verlassen. Ich war wie in Trance, also musste meine Freundin ihn ansprechen und fragen ob er sich mit mir fotografieren lassen würde. Er bejahte das sehr freundlich. Als ich nun wieder Herr über mein Gehirn und Zunge war, fing ich an mit ihm englisch zu sprechen, und als ich ihm erzählte, das ich ihn vor 3 Jahren in Oschersleben bei der GTR Supertrophy traf, redete er deutsch mit mir weiter. Ich redete noch ein bisschen mit ihm und stellte wieder fest, dass er immer noch so fest auf dem Boden steht und sich über jeden Besuch freut wie vor 3 Jahren. Er erfreut sich an jeder Begeisterung anderer Lamborghinifans. Dann fragte er mich ob ich mir denn schon das Werk angesehen habe. Ich verneinte es, denn ich hatte keine Gelegenheit mich vorher anzumelden. Da fragte er am Empfang ob noch eine Führung ist und sagte mir dann das nur noch eine auf italienisch ist. Ob ich sie mir jedoch trotzdem das Werk ansehen möchte. Klar! Ich war hin und weg. Auch wenn ich nix verstehe, einen Blick in die heiligen Hallen werfen zu dürfen, das wäre doch was. Also bejahte ich und da fragte die Empfangsdame ob ich dafür schon gezahlt habe und da winkt Valentino ab und sagt was auf italienisch zu ihr. Wie sich herausstellte, sagte er, wir gehören zu ihm und es geht schon klar. Ich war sprachlos. Es war ein Tag der Steigerungen und der Superlative. Erst der spontane Entschluss das Werk zu besuchen, dann die Lambos zu sehen die getestet wurden. Und dann noch das Museum und das „i“-Tüpfelchen auf dem „i“-Tüpfelchen war ja dann die Einladung von Valentino Balboni das Werk zu besuchen. Jetzt musste ich mich nur noch etwas mehr als 30 Minuten gedulden bis die Führung los ging. Das war bei all der vielen Eindrücke kein Problem für mich. Ich sah mir gerade die im Museum ausgestellten Motoren an, als Motorenlärm mich aus meinen Gedanken riss. Da stand vor dem Museum, halb unter der Schranke ein Mattschwarzer LP640 und wollte raus. Am Steuer, Valentino. Ich bin so schnell wie es ging raus aus dem Museum. Valentino stellte, den LP vor dem Werk ab und lies den Motor laufen. Dann nahm er sich einen aus der Gruppe der Engländer und fuhr mit ihm weg. Und als er das Werksgelände verlies, verliesen auch die aus England angereisten Z06 und Diablo Roadster das Ge- lände. Der Diablo war um einiges lauter als der LP640. Das Nummernschild besagte auch „LOUD“ (Nur etwas anders geschrieben *wink*) Ein kurzer Gasstoß und die Nackehaare standen senkrecht. Auch als er beim losfahren kurz beschleunigte war der Sound infernalisch. Meine Sinne wurden überrannt und es war wie ein Traum für mich. Doch ich wusste da noch nicht, was noch auf mich zukommt. Dann war unsere Führung und zum Glück in englisch statt in italienisch. So verstanden wir doch was gesagt wurde. Es war sehr schön, faszinierend und etwas ganz besonderes da zu sein, wo die Traumautos gebaut werden. So viele Lambos in so vielen Farben. Es stand sogar ein Reventón da, bei dem gerade Hydraulik und Co auf Dichtigkeit geprüft wurde. Dann wurden wir aus dem Werk seitlich heraus geführt und da standen so viele Lambos herum die getestet wurden oder zum testen bereit waren. Alle in verschiedenen Farbkombinationen und alle wunderschön. Egal ob LP640, Gallardo SL, LP560-4, Murcielago, LP640 Roadster, Gallardo oder Gallardo Spyder. Wir wurden um das erste Gebäude herum zur Sattlerei geführt und da standen in einem anderen Ge- bäude weitere Murciélagos und sogar ein Diablo GTR. In der Sattlerei angekommen war es beeindruckend all die Farb- variationen sehen zu können. Es ist toll was Lamborghini für Farben anbietet. Als die Führung vorbei war, kamen wir gerade noch pünktlich zum Museum um Valentino mit einem Burnout das Werksgelände ver- lassen zu sehen. Er liebt es halt einen Lambo zu fahren... Dann war auch leider schon die Zeit vorbei die uns blieb. Nun hieß es Abschied nehmen um unseren Bus und Anschlusszug zu erwischen... An dieser Stelle möchte ich mich bei Valentino Balboni für die tolle Geste bedanken und auch bei meiner Freundin die auf einen Ausflug verzichtet und mir somit die Möglichkeit gegeben hat einen großen Traum zu erfüllen. Das war DER Tag in meinem Leben.