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ToniTanti

Quo vadis GM, Ford, Chrysler?

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ToniTanti CO   
ToniTanti

Merrill Lynch hält einen GM-Konkurs für denkbar.

Ohne eine erhebliche Milliardenspritze (wo soll die bitte herkommen) könnte dem Autokonzern General Motors schon bald die Puste ausgehen. Merrill Lynch hält sogar einen Konkurs für möglich, wenn es mit dem amerikanischen Automarkt weiter bergab geht. Aktuell fliehen die Anleger angesichts dieser Aussichten aus GM-Papieren. Ford und Chrysler sind ja mit Umsatzeinbrüchen von über 30% nicht besser aufgestellt,

GM muss sich nach Einschätzung der Investmentbanker 15 Milliarden Dollar frisches Kapital beschaffen. Ansonsten sei es nicht möglich, so die Annahme, das Geschäft in den kommenden zwei Jahren aufrecht zu erhalten.

Die Anleger reagierten sehr nervös auf diese Einschätzung und verkauften massenhaft GM-Aktien. Die GM-Aktien verloren in New York mehr als 10 Prozent ihres Wertes und fielen auf 10,53 Dollar. So tief wie seit 1954 nicht mehr.

Innerhalb von zwei Monaten ist der Börsenwert von GM mittlerweile um mehr als die Hälfte geschrumpft.

Die düstere Prognose von Merrill Lynch für GM basiert auf den sehr trostlosen Aussichten für den Pkw-Absatz in den USA in diesem und im nächsten Jahr. Dieser werde nun 2008 nur noch bei 14,3 Millionen Einheiten gesehen, zuvor lautete die Schätzung auf 14,8 Millionen Stück. 2009 dürften die Verkäufe weiter auf 14 (zuvor 15,3) Millionen Einheiten sinken.

Die Ratingagentur Standard & Poor's schätzt den Absatz auf 14,9 Millionen Fahrzeuge. GM sagt 15 Millionen Stück vorher, bei einer Erholung der Verkäufe im zweiten Halbjahr.

Möglicherweise werde sich GM nun auch Mittel beim Fonds der Gewerkschaft United Auto Worker leihen. Dieser unabhängige Fonds war mit dem Ziel eingerichtet worden, die Ausgaben für die Gesundheitsvorsorge der Pensionäre zu bestreiten.

Derzeit scheinen die Big Three mit dem Rücken zur Wand um das nackte überleben zu kämpfen.

Der Teufelskreis wird dadurch weiter beschleunigt, daß dringend in benzinsparende Fahrzeuge investiert werden muss und in F+E nach alternativen Antrieben geforscht werden muss. Nur - woher soll das Geld für F+E kommen, wenn jetzt schon knapp 15 MRD USD benötigt werden, um den Laden am laufen zu halten?

Und bei Ford und Chrysler sieht es ja genauso schlimm aus.

Allerdings sollte man die in der amerikansichen Bevölkerung vorhanden Kraft, Neuausrichtungen ruckzuck umzusetzen, nicht außer acht lassen. Die Möglichkeiten, auf Markgeschehnisse schnell reagiern zu können, sind in den USA ausgeprägter möglich als z.B. bei uns. Aber hätte das nicht schon vor 5 oder 10 Jahren passieren müssen?

Adios

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CP   
CP

Hast Du einen Link zu den Ausführungen von Merrill Lynch?

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ToniTanti CO   
ToniTanti

Nein. Es lief heute früh auf N-TV und Bloomberg ein längerer Bericht zu dem Thema.

Adios

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Autopista   
Autopista

Naja, die Meldung von Merrill hat für mich einen äusserst faden Beigeschmack.

Die mögliche Pleite von GM ist ja im Prinzip ein alter Hut. Das weiss jeder, der sich die Bilanz anschaut. Dort steht ein Schuldenberg von weit über 100 Milliarden Dollar bei einem Kreditrating auf Ramschstatus. Das bedeutet, GM muss seine Schulden mit extrem hohen Zinsen finanzieren. Die Firma geht am Stock. Aber das schon seit Jahren.

Interessant aber ist, daß von allen verfügbaren GM Aktien momentan über 25% des gesamten Umlaufs in den Händen von Short-Sellern sind. Dies sind eben Brokerhäuser wie Merrill, Goldman Sachs oder JP Morgan. Die profitieren folglich direkt von fallenden Kursen. Letzte Woche hat Goldman GM herabgestuft und einen Kurssturz verursacht gestern wars eben Merrill.

Die panikartigen Ausverkäufe im Autosektor ermöglichen Anlegern momentan, wie ich meine, sehr attraktive Einstiegskurse. So kostet z.b. BMW aktuell 29,25Euro, ein Abschlag gegenüber dem Buchwert um 10%. Ähnliche Kurse hatten wir das letzte Mal 2004.

Ich glaube auch nicht, daß es bei GM und Ford wirklich zu eine Pleite kommt. Im Notfall werden beide Firmen indirekt Geld von der amerikanischen Zentralbank erhalten. Von den Aktien sollte man aber lieber die Finger lassen.

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Wolltenurwasrichtigstelle   
Wolltenurwasrichtigstelle

Hmm... könnte GM bei einer Insolvenz nicht mit "Chapter 11" des amerikanischen Insolvenzrechts den Betrieb weiterführen ? Ich erinnere da nur an so manche US-Fluggesellschaft, die ihren Betrieb weiterführen konnte. (Ich glaube, dass war sowohl bei Delta als auch bei US-Airways der Fall war.)

(Es gibt ja auch immer wieder Gerüchte über eine Fusion zwischen Ford und GM, aber das soll angeblich mal wirklich angedacht und dann verworfen worden sein.

Zumal, zwei Kranke nicht gesund werden, wenn sie sich zusammentuen. Darüberhinaus gäbe es da kartellrechtliche Probleme. Da müssten dann Marken/Firmen verkauft werden. Aber auch dann noch würde es mindestens fünf Jahre dauern bis man Synergien heben könnte (gemeinsame Entwicklung, Platformstrategien...), denn das da geht ja nicht von heute auf morgen.

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ToniTanti CO   
ToniTanti
Naja, die Meldung von Merrill hat für mich einen äusserst faden Beigeschmack.

Die mögliche Pleite von GM ist ja im Prinzip ein alter Hut. Das weiss jeder, der sich die Bilanz anschaut. Dort steht ein Schuldenberg von weit über 100 Milliarden Dollar bei einem Kreditrating auf Ramschstatus. Das bedeutet, GM muss seine Schulden mit extrem hohen Zinsen finanzieren. Die Firma geht am Stock. Aber das schon seit Jahren.

Interessant aber ist, daß von allen verfügbaren GM Aktien momentan über 25% des gesamten Umlaufs in den Händen von Short-Sellern sind. Dies sind eben Brokerhäuser wie Merrill, Goldman Sachs oder JP Morgan. Die profitieren folglich direkt von fallenden Kursen. Letzte Woche hat Goldman GM herabgestuft und einen Kurssturz verursacht gestern wars eben Merrill.

Die panikartigen Ausverkäufe im Autosektor ermöglichen Anlegern momentan, wie ich meine, sehr attraktive Einstiegskurse. So kostet z.b. BMW aktuell 29,25Euro, ein Abschlag gegenüber dem Buchwert um 10%. Ähnliche Kurse hatten wir das letzte Mal 2004.

Ich glaube auch nicht, daß es bei GM und Ford wirklich zu eine Pleite kommt. Im Notfall werden beide Firmen indirekt Geld von der amerikanischen Zentralbank erhalten. Von den Aktien sollte man aber lieber die Finger lassen.

Immerhin hat sich der Wert der Daimler-Aktie in den letzten 10 Monaten halbiert.

Hier wird sich zeigen, wie schnelle die Hersteller auf das neue Umfeld (Öl- und Benzinpreise) und die politischen Forderungen (Co2-Steuer) reagieren können, ohne dabei die von den Anlegern geforderte Rendite (wollte Zetsche nicht mind. 10% Umsatzrendite?) zu vernachlässigen.

Sicherlich werden hier, wie auch in den USA weitere Arbeitsplätze wegfallen.

Wobei eben die Werksschließungen in den USA durchaus dramatische Ausmaße annehmen kann.

Falsche Automobile, hoher Benzinpreis und eine erlahmende Konjunktur - drei Szenarien auf die GM, Ford und Chrysler jetzt realtiv schnell eine Antwort finden müssen. Hier kann es sich eben Toyota eher "leisten" dieses Tal durchzustehen.

Adios

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Autopista   
Autopista

Die Situation spitzt sich zu.

Die GM Aktie hat gestern wieder ein neues 54 Jahrestief erreicht. Ich bin der Meinung, daß eine Pleite eigentlich bereits jetzt nicht mehr abzuwenden ist.

Die Rendite für Anleihen von GM und somit spiegelbildlich der Zinssatz der für GM bei einem Kredit fällig ist, klettert jeden Tag nach oben. Das bedeutet,daß GM für jeden weiteren $ Schulden mehr Zinsen zahlen muss als vorher weil das Ausfallrisiko immer höher wird. Ein Teufelskreis.

Ich bin der Überzeugung, daß es GM bald nicht mehr geben wird. Die Firma wird wohl gesplittet werden und die entsprechenden Marken verkauft.

bearbeitet von Autopista

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Nub   
Nub

Leider muss ich dir da Zustimmen.... :( es wäre schade um die Ganze Nordamerikanische Autoindustrie jetzt mal gleich ob es selbstverschuldet ist oder nicht.

Ohne Hilfe von Außen ist das Kind nicht mehr zu retten :cry:

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ToniTanti CO   
ToniTanti

Und beim hauseigenen Zulieferer, Delphi, wird die Luft, die Rentabilität und vor allem die Liquidität, wohl auch immer dünner. Zum Jahresende ist hier eine millardenschwere GM-Anleihe fällig.

Wird wohl auch bei Delphi, wie bei den Big Three wieder zig tausend Mitabeiter treffen.

Und das wird sich dann logischerweise auf deren Hauskredite und eine nachlassende Konsumtätigkeit in der Region, in der die Menschen tätig waren, drastisch auswirken.

Das da weitere drastische Kostensparprogramme kommen werden, ist wohl so sicher wie das Amen in der Kirche.

Keine schöne Zeit bei Ford, GM und Chrysler.

Adios

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croissant   
croissant
Und beim hauseigenen Zulieferer, Delphi, wird die Luft, die Rentabilität und vor allem die Liquidität, wohl auch immer dünner. Zum Jahresende ist hier eine millardenschwere GM-Anleihe fällig.

Wird wohl auch bei Delphi, wie bei den Big Three wieder zig tausend Mitabeiter treffen.

Und das wird sich dann logischerweise auf deren Hauskredite und eine nachlassende Konsumtätigkeit in der Region, in der die Menschen tätig waren, drastisch auswirken.

Das da weitere drastische Kostensparprogramme kommen werden, ist wohl so sicher wie das Amen in der Kirche.

Keine schöne Zeit bei Ford, GM und Chrysler.

Adios

GM,Chrysler und FORD sind schon seit langem pleite (-> Relation: Schuldenberg zu Eigenkapital) und halten sich eigentlich nur provisorisch über Wasser. FORd hat ja bereits angekündet, sein HQ nach Mexiko zu verlegen.

Nachdem Lenin heute wieder auferstanden ist, und 5 Billionen Schulden der beiden größten Immo-Finazierer per Vater Staat übernommen und dem Steuerzahler ans Beingeheftet wurden, sehe ich eine weitere Verstaatlichungsorgie durch die FED bis zum Final Blow der Staatsfinanzen.

Die Wetten laufen derzeit bereits auf den 30. September, also dem Ende des Fiscal Years.

Nach dem Kollaps wird man einfach die Firmen unter neuem Namen wieder auferstehen lassen, ohne die MIlliardenberge an Pensionsverpflichtungen und schon steht wieder Kapital zur F&E bereit.

Enron hat´s vorgemacht. Deren Pensionäre wenden heute im zarten Alter von über 80 Buletten am Grill bei McD., um sich für 5$/Std den Lebensabend zu finanzieren.

Wer hätte das gedacht, dass der Kapitalismus ausgerechnet in den USA

beerdigt wird und Lenin wieder auferstehen läßt ?

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ToniTanti CO   
ToniTanti

Ja, über die staatliche Hoheit bei den beiden Baufinanzierern kann man wirklich nur den Kopf schütteln. Der amerik. Bürger hat mit der höchsten Staatsverschuldung ever zu kämpfen, jetzt kommen noch mal round-about 30 MRD USD dazu. Und dann liegt die Partei, die dieses finanzielle und wirtschaftliche Desaster zu verantworten hat, in den Umfragen zur neuen Präsidentschaftswahl auch noch vorne. Und derjenige, der diesen fatalen Kurs über 8 Jahre unterstützt hat, tut jetzt so, als sei er der große Reformer.

Die staatliche Sicherung von Ford und GM und Chrysler ist aber eben entgegen den Baufinanzierern nicht für 30 MRD USD zu machen. Das ist ein Vielfaches davon fällig.

Und ein Headquarter in Mexico kommt natürlich auch öffentlich einer Bankrotterklärung gleich. So als wenn Boing nach Bejing auswandern würde.

Und dann gehen auch die Verkaufszahlen -bei allen Herstellern- Monat für Monat nach unten. Teilweise im zweistelligen Bereich. Bei Porsche waren es knappe 40%.

Mal sehen, wie die Big Three die Kurve kriegen (wollen).

Adios

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janimaxx   
janimaxx
...Die staatliche Sicherung von Ford und GM und Chrysler ist aber eben entgegen den Baufinanzierern nicht für 30 MRD USD zu machen. Das ist ein Vielfaches davon fällig...

Das Haushaltsdefizit der USA beläuft sich auf geschätzte 700.000.000.000$ (siebenhundertmilliarden). Da machen die 30 für die Baufinanzierer und vll. das Doppelte für die Autobranche den Kohl nun auch nicht mehr fett! 8)

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ToniTanti CO   
ToniTanti

Toll, die Aussage könnte auch vom regierenden Bürgermeister, Herrn Wowereit, in Berlin kommen. Die Stadt ist auch total Pleite. Investitionen in Infrastruktur? Neuansiedlung von Industrie oder Gewerbe? Alles Fehlanzeige. Genau das Gegenteil ist der Fall. Höhere Kosten für die Bürger (Müllabfuhr, BVG, Ämter usw.) Erhöhung der Gewerbesteuer usw. usw. Eine erfolgreiche wirtschaftliche Zukunft sieht anders aus.

Wie bitte sollen denn dann kommenden Aufgaben gelöst werden?

Die Zinsen werden schon jetzt wieder in den USA ansteigen. Mit der Konsequenz das weniger investiert und weniger konsumiert wird. Genau das Szenario, welches die USA jetzt am wenigsten brauchen. Soll jetzt einfach die Presse angeworfen werden um mehr Bucks zu drucken? Und dann, wer macht was gegen die Inflation?

Lehman Brothers ist das nächste höchst prominente Opfer. Und das große Sterben geht weiter.

Da hat der nächste Präsident in den USA Hausaufgaben vor sich, die eigentlich nicht zu bewältigen sind. Viel Spaß. Und das alles bei einer sich abzeichnenden Abkühlung der Weltkonjunktur.

Adios

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ToniTanti CO   
ToniTanti

Was für ein Armutszeugnis der amerik. Regierung. Mittlerweile kommt man sich ja bei den ganzen Hilfspaketen vor, man säße im sozialistischen Kuba oder Venezuela.

Komisch, das die Amerikaner immer für die Abschaffung von Subventionen eintreten (siehe Airbus), es aber selbst keinen Deut besser machen. Eine Wettbewerbsverzerrung aller erster Güte.

Da wurde der Treibstoff jahrelang staatl. subventioniert - mit dem Ergebniss, das die Big Three es nicht für nötig erachtet haben, in kommende Technologien zu investieren. Jetzt gibt es für diese Firmen nochmal 25 MRD Steuergelder.

Den Bürgern der USA werden mit diesen Handlungen finanzille Bürden auferlegt, die nicht mehr, selbst für Amerika, zu stemmen sind.

40 MRD für die Baufinanzierer

25 MRD für die Big Trhree

700 MRD für den Finanzmarkt

Ergebnis:

Die Erzfeinde des Landes, China, Arabien und andere, kaufen in den USA massiv auf und sind Besitzer von Staatsanleihen. Toll, da muß sich Amerika schon Geld von den "ungeliebten Feinden" holen.

Wie soll dieses Land denn dann mit den bevorstehenden großen Aufgaben fertig werden? Gesundheitsreform - nicht finanzierbar! Bankenkriese geht weiter. Einbruch der Binnennachfrage. Drohende massive Rezession. Einbruch bei den Autoverkäufen.

Da hat die kommende Regierung viel zu tun.

Adios

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Autopista   
Autopista
Was für ein Armutszeugnis der amerik. Regierung. Mittlerweile kommt man sich ja bei den ganzen Hilfspaketen vor, man säße im sozialistischen Kuba oder Venezuela.

Komisch, das die Amerikaner immer für die Abschaffung von Subventionen eintreten (siehe Airbus), es aber selbst keinen Deut besser machen. Eine Wettbewerbsverzerrung aller erster Güte.

Da wurde der Treibstoff jahrelang staatl. subventioniert - mit dem Ergebniss, das die Big Three es nicht für nötig erachtet haben, in kommende Technologien zu investieren. Jetzt gibt es für diese Firmen nochmal 25 MRD Steuergelder.

Den Bürgern der USA werden mit diesen Handlungen finanzille Bürden auferlegt, die nicht mehr, selbst für Amerika, zu stemmen sind.

40 MRD für die Baufinanzierer

25 MRD für die Big Trhree

700 MRD für den Finanzmarkt

Ergebnis:

Die Erzfeinde des Landes, China, Arabien und andere, kaufen in den USA massiv auf und sind Besitzer von Staatsanleihen. Toll, da muß sich Amerika schon Geld von den "ungeliebten Feinden" holen.

Wie soll dieses Land denn dann mit den bevorstehenden großen Aufgaben fertig werden? Gesundheitsreform - nicht finanzierbar! Bankenkriese geht weiter. Einbruch der Binnennachfrage. Drohende massive Rezession. Einbruch bei den Autoverkäufen.

Da hat die kommende Regierung viel zu tun.

Adios

....und nicht zu vergessen: Eine Rekordstaatsverschuldung die im Zusammenhang mit der Übernahme der Hypothekenkredite inzwischen über 100% des BIPs beträgt. Unter den Industrienationen haben allein die Italiener und Japaner eine ähnlich schlechte Bilanz.

Der Dollar wird weiter fallen müssen.

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ToniTanti CO   
ToniTanti

Der Dollar wird weiter fallen müssen.

Was dann wohl zu einer Wiedererstarkung es EUR führen wird und unserer Exportindustrie weiter schwer zu schaffen machen wird. Da "erhöht" dann der schwache Dollar den Preis der euop. Produkte. Das ganze dann in einem schwachen, investitionsgehementen Marktumfeld.

Das werden wir auch hier bei uns merken. Mit rückläufigen Gewinnen und einer Stagnation am Arbeitsmarkt. Sicherlich wird die AL-Quote mit einer zeitlichen Verzögerung wieder ansteigen.

Nur die amerik. Exporteure werden sich freuen daß sich ihre Produkte im Ausland weiter verbilligen.

Alles in allem ein für mich mehr als "schäbiges" Verhalten der Amerikaner in den letzten 10 Jahren. Das Bankwesen wurde, trotz aller Warnungen, nicht reformiert. Und davon war die Bush-Regierung 8 Jahre im Amt. Das Ergebnis ist desaströs. Auch wurde die Weltmacht der Verantwortung, die ein Wirtschaftsmacht fü den Rest der Welt trägt, nicht gerecht.

Die 25 MRD-Sprutze für die ebenso verantwortungslosen Autobauer wird da auch nur bedingt helfen. Der Binnenmarkt bricht weiter ein. Im Ausland waren die amerik. Marken sowieso nicht in großen Umsatzgrößen vorhanden. Die Einführung neuer Marken kosten extrem viel Cash - was ja nicht vorhanden ist. Wie wird den Dodge in der Bevölkerung wahrgenommen? Selbst etablierte Marken wie Jeep haben hier mit Umsatz- und Organisationsproblemen zu kämpfen.

Die Verkaufserfolge kommen nur über "billige" Preise.

Billige Preise sind aber auf Dauer, wie es sich ja zeigt, nicht zu finanzieren.

Von einem Imageaufbau - was sich ja noch höherpreisig verkaufen ließe, ganz zu schweigen.

Auch die jetzt vorgestellten Modelle, die alle ohne Frage, tolle Autos sind, werden mit ausufernden Hubräumen und PS-Zahlen angeboten. Es ist und bleibt eine aussterbende Gattung. Die neue ZR1 oder der neue Cadi - alles tolle und preiswerte Autos - nur wirtschaftlicher Erfolg wird sich damit auf Dauer weder in den USA noch in Europa einstellen.

Auch in Amerika tobt ein gnadenloser Preisverfall. Mal sehen, wieviel CTS verkauft werden. Nicht umsonst wächst der SMART-Absatz.

Die Big Three werden sich sicherlich berappeln - aber auf Kosten weiterer 10.000er Arbeitsplätze. Was wiederum zu Kaufkraftverlust und steigenden Sozialleistungen, die den Haushalt belasten führt.

Schön sieht ansers aus.

Adios

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Autopista   
Autopista

Ich bin fest davon überzeugt, daß eine starke eigene Währung der jeweiligen Wirtschaft immer positiv von Nutzen ist.

In den letzten Jahren hat der Euro gegenüber den meisten Währungen deutlich zugelegt. Dies hat unserer Exportindustrie nicht wesentlich geschadet. Ein starker Euro bedeutet sinkende Importpreise und somit mehr Geld in den Taschen eines jeden Bürgers. Auch ist der Standort für Investoren interessanter. Ein deutsches Unternehmen kann sich leichter in Dollar oder Yen verschulden wenn die eigene Währung stark bleibt.

Grundvorraussetzung für eine stabile Währung ist eine solide Hauhsaltspolitik. Diesbezüglich hoffe ich, daß unsere Regierung in den nächsten Jahren Kurs hält und sich nicht zu populistischen Wahlversprechen hinreissen lässt. Wohlstand beginnt zuerst bei disziplinierter Fiskalpolitik.

Was GM und Ford angeht: Die beiden Autobauer bleiben Patienten die fast nicht mehr zu retten sind. Die aktuelle Kreditkrise trifft die beiden doppelt hart, da ihre Kreditratings so niedrig sind. Aktuell berappen GM und Ford etwa 20% Zins am Anleihenmarkt und ohne die renditestarken Pick-Ups ist es in Anbetracht der massiven Überkapazität, des nicht vorhandenen Leasingsgeschäfts und des massiven Restwertverfalls so gut wie unmöglich in absehbarer Zeit nachhaltig in die Gewinnzone zu kommen. Dies sieht auch der Aktienmarkt so. Beide Werte sind auf Mehrjahrestiefs, trotz Verbot von Leerverkäufen.

Die 25 Milliarden sind ein Tropfen auf den heissen Stein und innerhalb von 6 Monaten verbrannt.

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chris22   
chris22

@ToniTanti & @Autopista, ich kann euch zur Zeit leider nicht bewerten, und möchte Euch hiermit sagen, dass ihr hier sehr gute und fundierte Beiträge geschrieben habt. Ich lese diesen Thread sehr, sehr gerne. Macht weiter so!

Gruß

Christian

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croissant   
croissant
Das Haushaltsdefizit der USA beläuft sich auf geschätzte 700.000.000.000$ (siebenhundertmilliarden). Da machen die 30 für die Baufinanzierer und vll. das Doppelte für die Autobranche den Kohl nun auch nicht mehr fett! 8)

Du verwechselst Haushaltsdefizit mit Handelsbilanzdefizit.

Dazu kommt natürlich noch die negative Sparquote.

Also Pleite auf allen drei Kanälen.

Es wird daann wohl wieder Zeit für einen größeren Krieg...

Business as usual

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ToniTanti CO   
ToniTanti

Nach aktuellen Meldungen sackt der Autoabsatz in den USA stark zusammen.

Die Kreditkrise scheint jetzt voll auf den US-Automarkt durchzuschlagen. Die großen Autohersteller verbuchen teils dramatische Absatzeinbußen. Auch deutsche Marken verlieren, trotz ihrer beliebten spritsparenden Modelle.

Die von der Finanzkrise gebeutelten amerikanischen Verbraucher schieben -ganz logisch- den Kauf eines Neuwagens derzeit auf. Die großen Autohersteller verbuchten im September in den USA teilweise heftige Absatzeinbußen. Auch die deutschen Hersteller, die in den vergangenen Monaten von der Nachfrage nach spritsparenden Modellen profitierten, sind davon betroffen.

Wie nicht anders zu erwarten, entpuppen sich die spritfressende Pick-ups und Geländewagen als Ladenhüter.

So ging z.B. der Absatz in der Division Mercedes Benz Cars im September im Vergleich zum Vorjahresmonat in den USA um 8,5 Prozent auf 20.557 Fahrzeuge zurück. Auch ein starker Absatz des seit Jahresbeginn erhältlichen Kleinwagens Smart im vergangenen Monat konnte einen Rückgang nicht verhindern. Der Absatz der Marke Mercedes-Benz brach sogar um 16,4 Prozent ein.

Volkswagen verbuchte im abgelaufenen Monat einen Absatzrückgang von 9,4 Prozent auf 17.109 Autos.

Einen starken Umsatzrückgang musste auch Porsche hinnehmen. Der Absatz ging in Nordamerika um 44 Prozent zurück.

BMW verkaufte 25,8 Prozent weniger als ein Jahr zuvor.

Ebenfalls einen großen Bogen machten die Amerikaner im September um die heimischen Autohäuser von Ford, GM und Chrysler. Der Absatz von Ford um 34,6 Prozent.

Bei General Motors stand ein Minus von 16 Prozent.

Chrysler muß einen Rückgang von 33 Prozent verkraften.

Auch Toyota konnte die Kunden kaum für seine Modelle begeistern. Der Absatz brach um knapp 30 Prozent ein.

Honda hat im Vergleich zum Vorjahr 24 Prozent weniger Autos abgesetzt. Der südkoreanische Autohersteller Hyundai musste einen Rückgang von 25 Prozent verzeichnen.

Verschärft wird der Autoabsatz noch durch die Finanzkriese, da immer weniger Amerikaner Kredite zum Neuwagenkauf erhalten. Der Gesamtabsatz werde wohl um rund 20 Prozent zurückgehen, meinen Experten.

Auch an der Börsen (siehe aktuelle DAX-Zahlen) haben Autoaktien derzeit bei Investoren einen schweren Stand. Händler verwiesen darauf, dass es für die Banktöchter der Autohersteller wegen der Finanzkrise immer schwieriger werde, sich am Kreditmarkt zu versorgen. Damit verliert die Branche zunehmend ein wichtiges Mittel, um den Absatz mit günstigen Finanzierungskonditionen anzukurbeln.

Bei den dann immer schlechter werdenen Rankings für die Automobilhersteller, wird auch die Re-Finanzierung über den Finanzmarkt immer schwieriger und deutlich teurer.

Da helfen den Big Three auch keine 25 MRD US-Dollar.

Da ist die K...e massiv am dampfen.

Adios

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