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Sonny.Crocket

Fahrbericht Aston Martin DBS

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Sonny.Crocket   
Sonny.Crocket

Ich hatte gestern die Gelegenheit den DBS auf einer Teststrecke einmal ein paar Runden zu fahren. Ich wollte Euch natürlich über dieses Erlebnis nicht im Dunkeln lassen. :wink:

Also, los geht´s....

Erster Eindruck:

Da ich das Auto schon einmal zuvor in Ruhe von innen und aussen sehen konnte, war die pure Erscheinung jetzt nicht mehr wirklich neu. Dennoch muss man sagen, dass das Auto in Realität immer wieder beeindruckend ist. Er ist wirklich sehr flach und wirkt im Vegleich zum DB9 wesentlich bulliger und sportlicher. Dabei wirkt er aber nicht ordinär, sondern ist trotz allen Veränderungen immer noch elegant. Das Auto wirkt auch in dem hellen Silberton wirklich gut. Es wirkt noch viel besser, als auf den Präsentationsbildern. Schon im Stand merkt man ihm die Agilität förmlich an.

Das Interieur:

Das Interieur ist natürlich im wesentlichen aus dem DB9 und dem Vantage bekannt. Die Cockpitanzeigen sind minimal überarbeitet. Es sieht alles etwas sportlicher aus. Natürlich ist die Mittelkonsole komplett anders, ich finde aber, dass sie nur sehr begrenzt besser ist. Die Knöpfchenwüste stört mich persönlich nicht. Wenn man einmal weiss, wo man drücken muss, findet man das auch blind. Ich finde es nur schade, dass man kein grosses Display hat, welches auch als Anzeige für Radio etc. dient.

Die Materialqualität in puncto Leder und Verarbeitung ist im übrigen aber super. Die Schalensitze sind extrem bequem und meiner Ansicht nach auch für längere Fahrten wirklich gut. Die Rückenlehne ist allerdings nicht verstellbar. War bei mir aber kein Problem.

Die Handschaltung empfand ich, im Gegensatz zu dem ein oder anderen Testredakteur, nicht als zu weit vorne liegend. Das Auto liess sich ganz bequem bedienen. Die Schaltung war auch sehr leichtgängig. Der Schaltweg könnte vielleicht noch ein klein wenig kürzer sein, dass sind aber wirklich kleinste Details.

Der neue Schlüssel ist übrigens wirklich etwas albern, auch wenn er eingelegt wirklich gut aussieht.

Das Musik-Hifi-System habe ich nicht einmal angehabt, daher keine Aussage dazu. Das andere "Hifi-System" war einfach zu betörend...:D

Das Fahren:

Beim Starten hat Aston ja ein schönes Aufbrummen des Motors programmiert, was die Passanten im Zweifel auf jeden DBS Fahrer aufmerksam macht. Wer´s braucht...:wink: Wäre meiner Meinung nach auch ohne gegangen. Nach einem ersten Eingewöhnen, fährt sich das Auto extrem agil und sehr exakt. Keine Spur mehr von der leichten Behäbigkeit des DB9. Man merkt dem Wagen an, dass er deutlich leichter ist. Das Kurvenverhalten ist wesentlich präziser. Allerdings muss man wegen der zusätzlichen Leistung am Kurvenausgang schon etwas vorsichtig sein. Das Auto sollte gerade stehen, eh man den Pin richtig runter drückt. Sonst kommt das Heck auch mit DSC. Aber das ist ja das, was wir alle wollen...:D Kurvenfahren macht mit dem Auto richtigt Spass, auch wenn er natürlich wegen seiner Länge einem nicht ganz so wendig wie ein V8 vorkommt. Die Beschleunigung ab 140 bis weit über 200 ist auch sehr gut. Wirklich beeindruckend sind aber die Keramikbremsen, wenn man dann von 200 wieder auf 0 zurück will. Das Auto bleibt bei einer Vollbremsung aus dieser Geschwindigkeit vollkommen beherschbar. Es bricht dabei keinen Millimeter aus und läuft stur gerade aus. Die Verzögerung ist brutal. Zwischen den beiden Dämpfungsmodi konnte ich keine wirklich grossen Unterschiede feststellen. In beiden Modi liegt das Auto auch in harten Kurven sehr gerade. Die beiden Modi muss man aber vielleicht noch etwas länger erforschen. Dafür war leider keine Zeit. Beide Modi sind erstaunlich "bequem". Wobei ich dazu sagen muss, dass bei mir "bequem" sehr relativ ist und mir eigentlich nix zu hart ist. Auch bei hohen Geschwindigkeiten wird das Auto im Innenraum nicht wirklich laut und man kann sehr entspannt fahren. Der eine wird das als Plus, der andere als Minus empfinden. Das mag jeder selbst entscheiden.

Fazit:

Um es mal einfach zu sagen: Eine wirklich geile Karre!

Vor allen Dingen, weil das Ding im Gegensatz zur italienischen Konkurrenz pures Understatement ist. Eine wirklich elegante Erscheinung, die es aber in sich hat.

Ach ja, dass ist natürlich alles meine ganz persönliche Meinung.

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Jonny   
Jonny

Danke für den Bericht! Sehr schöner Bericht vom Fahren mit diesem einzigartigen Fahrzeug!

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LINO   
LINO

Wirklich sehr schön beschrieben und endlich mal ein DBS fahrbericht.

Schade das keine fotos vorhanden sind.

Vielleicht kannst du noch was sagen zum vergleich mit porsche oder mercedes...

Leider bin ich noch kein DBS oder v8vantage gefahren.Was mich sehr interessiert ist ein vergleich porsche 4s oder s mit v8vantage,weil der dbs nicht meinem begut entspricht.

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Karl VIP CO   
Karl

Bin den neuen Aston Martin DBS mit 6-Gang-Handschaltung am Samstag auch gefahren.

Stadt, Landstrasse, Autobahn.

Bereits beim Einsteigen macht er Spaß, die Sitze sind vor allem Dank des weichen Alcantara ein Traum. Schnell hat man eine sehr gute Sitzposition erreicht. Das Interieur ist ansonsten im Großen und Ganzen vom DB9 und V8 Vantage bekannt, im Detail natürlich verfeinert, Carbon schmeichelt dem Auge. Das Multimedia-System ist komplett neu und wird so auch im DB9 des Modelljahres 2009 zu finden sein.

Beim Anlassen über den neuen stylischen Schlüssel aus Kristallglas brüllt der Auspuff wie einst die V12 Vanquish S, eine hörbare Steigerung zum DB9.

Die manuelle 6-Gang-Handschaltung ist dank vergleichsweise kurzer Schaltwege sehr schnell und knackig zu bedienen, deutlich besser und auch im kalten Zustand leichtgängiger als die des V8 Vantage und italienischer Sportwagen, noch nicht ganz so smooth wie bei Porsche.

Der Gewichts- und Leistungsvorteil gegenüber dem DB9 ist bereits auf den ersten Metern zu spüren, vor allem in den unteren Gängen geht der DBS wie Schmitz' Katze und generiert auch bei niedrigen Drehzahlen genügend Kraft um geradezu sprunghaft an Geschwindigkeit zuzulegen, italienische Acht-, Zehn- und Zwölfzylinder haben hier mitunter mit einer gewissen Lethargie zu kämpfen. Im oberen Drehzahlbereich zeigt sich dann aber, dass der DBS in punkto Leistung in die Klasse um den 997 Turbo, Gallardo und F430 gehört, ein 599 GTB Fiorano und Murciélago LP640 zögen ab 4.500/min gnadenlos davon.

Die Lenkung ist sehr leichtgängig und präzise. Im Vergleich zum 599 GTB Fiorano hat man gespürt weniger Auto welches in die Kurve gewuchtet werden will, unter den Frontmotorsportwagen dürfte der DBS mit eines der am präzisesten zu fahrenden Automobile sein.

Die Federung ist im normalen Modus sehr komfortabel - nicht weit weg vom DB9 und 599 GTB Fiorano im Stadt-Modus - und steht Reisen von Hamburg nach München nicht im Wege. Im sportlichen Dämpfungsmodus jedoch wird der DBS zum Rennwagen und weiß ähnlich präzise wie ein Gallardo Superleggera oder F430 im Race-Modus über den Zustand der Straße zu berichten. Auf Kopfsteinpflaster ist es ein Unterschied wie Tag und Nacht. Wobei die Unterschiede je nach Güte der Straße sicher mehr und weniger spürbar sind, Sonny.Crocket's Rennstrecke jedenfalls muss nahezu topfeben gewesen sein :wink: .

A propos Kopfsteinpflaster: Kein Knistern aus dem Gebälg selbst hier, ein Bentley Continental GT kann es nicht besser.

Auf der Autobahn ist man recht schnell auf Tempi über 200 km/h, die Windgeräusche halten sich in angenehmen Grenzen. Über 250 km/h lasse ich vom harten Dämpfungsmodus die Finger, auf deutschen Autobahn federt man heutzutage lieber leicht ein. Auch will ein Frontmotorsportwagen in diesem Geschwindigkeitsbereich mit einem gewissen Nachdruck auf Spur gehalten werden, dies hat der DBS mit dem 599 GTB Fiorano und vor allem 612 Scaglietti gemein. Die stoische Ruhe mit denen die Allrad-Lamborghini und -Bentley selbst bei 300 km/h über die linke Spur gleiten legt der DBS nicht an den Tag. Hier wird man geschüttelt, nicht gerührt. Nicht wenige empfinden jedoch gerade dies als Herausforderung.

Auf der Landstraße ist man mit dem wendigen und schnellen DBS unter den Frontmotorsportwagen ein kleiner König, die für einen V12-Coupé geringen Abmessungen und das vergleichsweise geringe Gewicht tragen hierzu im hohen Maße bei, aber auch die präzise Schaltung. Im harten Dämpfungsmodus wähnt man sich in einem Rennwagen. Offene Seitenscheiben verstehen sich bei einem V12 von Aston Martin von selbst. Hier darf man mit Spannung auf die Sportshift-Variante gespannt sein, vor allem weil genüssliches Herunterschalten zur Sucht wird, aus dem Auspuff grollt’s als schnaubte ein Drache unterhalb des V12 Feuer auf die nachfolgenden Verkehrsteilnehmer.

Ansonsten ist man nicht besonders auffällig unterwegs, die zurückhaltend stilvolle Linie des DB9 ist selbst im kraftstrotzenden Kampfanzug des DBS nicht abhanden gekommen. Auch der DBS muss als einer der schönsten Sportwagen der Neuzeit bezeichnet werden, wie alle aktuellen Aston Martin, was nicht unwesentlich zum anhaltenden Erfolg der Marke der letzten Jahre beigetragen hat.

Der DBS ist somit der vielleicht stilvollste echte Sportwagen auf vier Rädern und stellt eine bestechende Alternative für all diejenigen dar, denen die 997 Turbo und AMG zu gewöhnlich, ein DB9 zu sanft, die Gallardo und F430 zu effektheischend und der Bentley Continental GT zu trutzburgig sind. Die geringe Stückzahl garantiert eine hohe Wertbeständigkeit, ein inzwischen ausreichendes Servicenetz eine gute Betreuung. Üben muss man sich im Warten, die Lieferzeiten betragen 12 Monate aufwärts. Doch beginnt die Vorfreude schon mit der Unterschrift unter die Bestellung beim Vertragshändler. Darauf einen Martini :wink: .

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RABBIT911   
RABBIT911

Sehr schöne Berichte. Danke euch. :-))!

@Karl: Hast du ein Bild vom Cockpit?

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Masterblaster   
Masterblaster

Ich würd gerne mal den Schlüssel sehen. Besten Dank euch beiden :-))!

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Sonny.Crocket   
Sonny.Crocket

Ich bin den DBS ja auf einer wirklichen Teststrecke gefahren und die hat natürlich auch eine gehörige Portion "Rüttelpflaster" im Programm. Da hat es schon einigermassen geknistert im Gebälk. Das kann aber auch daran liegen, das der DBS den ich gefahren bin wohl ein Vorserienmodell war. Da ich ja noch auf die Variante mit dem sequentiellen Getriebe warte, haben sie das bis dahin hoffentlich im Griff.....

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LINO   
LINO

Super berichte von euch beiden.Die angehängten bilder sind super schön.Für mich das beste und schönste auto was derzeit gibt,sportlich,edel und exklusiv,nur leider zu teuer:-(

wenn ihr noch fotos habt,bitte reinposten.

p.s.karl oder s.crocker,würde gerne einen v8vantage kaufen,wenn ihr erfahrung zu den wagen habt,dann hätte ich ein paar fragen.

danke

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Karl VIP CO   
Karl

Noch ein paar Bilder.

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db7vantage   
db7vantage

Hallo,

ich hatte gestern die Gelegenheit den neuen DBS zu bewegen.

Eine imposante Erscheinung ist er ja schon. Bei Start des Motors wird dieser Eindruck noch einmal unterstützt. O.k., wer es mag. Auf jeden Fall sieht er in Natura eleganter aus, als ich ihm mir vorgestellt hatte.

Wie in den anderen Berichten ja schon geschrieben, ist sich AM im Innenraum sehr treu geblieben. Die Mittelkonsole finde ich fast etwas überfrachtet.

Das erste was ich entfernen lassen würde, ist das Polster auf der Mittelarmlehne. Dies finde ich definitiv zu hoch, um mit Spaß und Elan Schalten zu können. Na gut, ich würde ihn eh mit ATM nehmen.

Begeistert war ich von dem Langsamfahrkomfort auf sehr schlechten Straßen und/oder dem Überqueren von Bahnschienen. Kurz den Knopf gedrückt und das Fahrweg ist genau richtig straff für eine Kurvenhatz.

Das er in fast jeder Lebenslage richtig gut kommt versteht sich.

Kurz um;

Hoher Gard an Alltagstauglichkeit mit einer gehörigen Portion an Sportlichkeit. Ein super Auto. Verarbeitung und Fahrleistung = top. Trotzdem bleibe ich Fan des Vanquish S, den ich nun verstärkt suchen werde. Meine Kutsche werde ich dann einmotten.

Obwohl ich als AM-Fan und Fahrer gestehen muss, dass mich gestern der 599 GTB Fiorano deutlich mehr begeistert hat. Ein unglaubliches Auto, eine absolute Fahrmaschine. Beeindruckend!

Schitt was tun? Vanquish ./. Fiorano

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RacergirlX   
RacergirlX

Ich kann nur sagen, alles sehr beeindruckende Berichte:-))!

Der DBS ist ein echt fantastisches Auto, wenn der Preis nicht wäre. Aber Qualität und Luxus ist halt nicht umsonst.

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F.Talbot   
F.Talbot

Danke für die Berichte :-))!

@Sonny.Croecket

War das Arrangement, dass in Köln?

Ingesamt ein wunderschöner GT und merklich günstiger wie ein F599 GTB. :-))!

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Sonny.Crocket   
Sonny.Crocket

@F.Talbot: Ne, aber ganz in der Nähe bei einem Händler :wink:

Bin ihn inzwischen auch auf öffentlichen Strassen mal länger gefahren und muss sagen, dass er wirklich sehr Spass macht. Man muss ihn wirklich einmal fahren, um ihn wirklich schätzen zu lernen. Das Interieur finde ich aber immer noch dem Preis nicht annähernd angemessen. Die Mittelkonsole hat eine vollkommen unpraktische Verteilung der Knöpfe und sieht nicht wirklich hochwertig aus.

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    • Stig
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    • kaleohugo
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    • SubCulture
      gestern stand mal wieder Ferrari fahren auf dem Programm :-)

      diesmal war es der 599 GTB Fiorano F1. V12, 6l Hubraum, 620 PS, Vmax 330 km/h und 3,7s auf 100 km/h.

      theoretisch beeindruckende Werte die so in der Praxis leider nicht rüberkamen.

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      klar kann er aufgrund von Gewicht und Größe nicht mit der Fahrdynamik der "kleineren" 8-Zylinder F430 und 458 Italia verglichen werden, da grade letzterer die ultimative Rennmaschine ist, welche schon beim anlassen durch seinen V8-Gebrüll einschüchtert.

      da ist der 599 wesentlich unspektakulärer, akustisch präsent, das war es aber auch schon. leider Welten vom infernalischen Brüllen der "kleineren" Brüder entfernt.

      auch auf der Autobahn im Vergleich zum R8 V10, gleiche Strecke, Vollgas und schauen was passiert. der R8 hat ohne große Schwierigkeiten 330 km/h erreicht. beim 599 hatte ich auf +- gleicher Höhe erst 315 km/h drauf, auch hätte er noch ein gutes Stück gebraucht um die 330 km/h zu erreichen. was natürlich rein subjektiv ist, da aufgrund der (theoretischen) Zahlen der 599 dem R8 V10 überlegen ist.

      auch wenn es immer anmaßend ist, an so einem Automobil, eine Bella Macchina, zu kritisieren, aber das Gefühl wie im 458 Italia „nichtmehraussteigenwollen“ kam nicht auf.

      unterm Strich eben alles persönliche, rein subjektive Empfindungen ohne Anspruch auf Richtigkeit :-)
    • nero_daytona
      So, ich habe es getan. Im Bett mit dem Performante für einen Tag. Und was soll ich sagen: Betörend, überwältigend, hochemotional, orgiastisch! Definitv eines der 3 besten Autos die ich je gefahren bin. Er klingt VIEL besser als der Standard Huracan, sieht schon im Stand schneller aus und fühlt sich auch viel agiler an als sein 610 PS Bruder. Mal kurz 210 auf der Landstrasse im Corsa Modus oder 290 auf der BAB und nie hatte ich das Gefühl das Auto weniger als 100% im Griff zu haben. Die aggressive Optik innen wie außen ist natürlich Geschmackssache, ich habe mich jedenfalls pudelwohl gefühlt im Forged Carbon Cockpit  
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      Fun Fact: Die Navi Bedienung hat im 1. Versuch geklappt (Hallo Maranello!)
      Summa Sumarum: Chapeau Lamborghini, große Klasse der Wagen!
         





    • 806
      Zum Jahresanfang kann ich auch gleich was Neues beginnen – nämlich meinen nächsten „laaangen Dauertest“. Jetzt nicht mehr im großen Bereich „sonstige Fahrzeugmarken“, sondern im Sportwagen- und Luxusmarken-Forum …

      Seit 29.11.2013 ist das Dickschiff ersetzt durch einen A 45 AMG, der mir in den nächsten Jahren als Alltagsauto dienen wird. In loser Folge schreibe ich hier nieder, was auffällig oder unauffällig am Auto ist, was bei längerer Benutzung stört, sich bemerkbar macht oder auch erfreut, wie sich der Kleine hält und was an ihm auseinanderfällt.

      Anders als bei meinem im Avatar abgebildeten liebsten Hobbyauto von allen, wird es hier nicht um Verbesserungen/Umbauten/Ausbauten gehen, denn das habe ich nicht vor. Einfach wieder die Zusammenstellung von Erlebtem und Erfahrenem!


      Das Auto

      Also stelle ich Euch den neuen Kleinen erst einmal vor.

      Im Rahmen der Möglichkeiten unauffällig bis zur Unscheinbarkeit ist er zirrusweiß lackiert und emblemlos bis auf die „Sterne“. Selbst bei Benzens wußten sie nicht, daß mit Bestellcode 261 auch die Beschriftung der vorderen Kotflügel entfällt. Das Panormadach paßt zur Farbfamilie „schwarz-weiß“ genauso wie die 19“-Felgen von AMG. Unterstützt wird diese Idee vom "Night-Paket" mit schwarz abgesetzten Leisten und dunklen Heckscheiben.








      Sommers mit glanzgedrehtem Rand, winters in komplettem Schwarz wie „Edition1“.

      Intelligent Light System macht hell, Audio20 macht Musik und Becker MapPilot macht Wegweisung. Besondere Lautsprecher brauche ich nicht, Musik höre ich nur im Stau. Die Klimaautomatik nimmt sich der Temperierung an unterstützt von Sitzheizung vorne, Vergeßlichen hilft elektrische Sitzverstellung mit Memory vorne. Hinten hat er ein Auge (Rückfahrkamera), aber auf häßliche Löcher für Parkpiepser hatte ich keine Lust mehr. Dazu noch das Licht- und Sichtpaket, damit es innen nächstens nicht so trist aussieht und ein Ablagenpaket, damit die demnächst vorgeschriebenen Warnwesten ihren Platz unter den Vordersitzen finden und im Kofferraum eine Steckdose bereit ist. Den Luxus des Performance-Lenkrades habe ich mir der größeren Schaltpaddel wegen gegönnt, damit einher geht der knubbelige Schalthebel in der Mittelkonsole.

      Richtig: er hat KEINE roten Gurte, KEINE roten Bremssättel, KEINE noch lautere Auspuffanlage, KEINE zusätzlichen Spoiler und KEIN noch härteres Fahrwerk – das ist mir dauerhaft zu aufdringlich und damit lästig, außerdem kostet’s alles zusätzliches Geld, das ich dafür nicht ausgeben will.


      Das erste Drama


      Aus dem Datum der Erstzulassung ergibt sich schon das Problem der erforderlichen Winterbereifung. Als ich der Preisvorstellungen der Niederlassung Mannheim für Originalfelgen ansichtig wurde, schwanden mir schier die Sinne. 19“ Felgen als „Vielspeichen“ kosteten schon 3.600 €, dazu noch Reifen – das muß anders gehen. Nächster Vorschlag: 215er Reifen auf 18“-Felgen für komplett 3.500 €. Mickrige Größe, Schneeketten habe ich nicht, brauche ich nicht und kann ich nicht montieren. Selbst die Serienfelgen in 18“ kämen schon auf 3.000 €.

      Alle Tuner/Felgenhersteller abtelefoniert, mit Mails bombardiert und die Quintessenz erfahren: „Haben wir derzeit nicht, rechnen Sie nicht vor Frühjahr damit.“ Tolle Wurst – und bis dahin? Die Sommerreifen runter, Winterreifen drauf und im Frühjahr dasselbe wieder zurück ist mir zuwider, also weiter suchen. Erster Lichtblick: Das Autohaus Kunzmann in Aschaffenburg (ein großer Vertragshändler) unterhält einen Onlineshop und bietet auf einmal AMG-Vielspeichen in 19“ für nur 3000 € an. Gleich zum Hörer gegriffen und im Telefonat ein Vorschlag: „Nehmen Sie doch die 19“ von Lorinser in schwarz, die kosten nur 1700 €.“ Da fragt man nicht zweimal – hätte man aber sollen!

      Prompte Lieferung, freudestrahlend die Michelin PilotAlpin 4 (frei bis 270 km/h!) montieren lassen und gleich aufs jungfräuliche Auto montiert. Problem: Ab etwa Tempo 100 unerträgliche Vibrationen. Nachwuchten rundherum bringt nichts. Was ist denn da los? Einfache Analyse: Im TÜV-Gutachten steht, daß wegen Freigangs zum Bremssattel 3 mm Spurplatten verwendet werden müssen. Ist an sich schon Murks, aber am A 45 noch viel mehr! Benz verwendet wohl für alle „A“ dieselben Radaufnahmen. Durch die große Bremse vorne rückt alles mehr nach außen und die Zentrierhülse steht nur noch etwas mehr als 6 mm heraus, das Mindestmaß, das hiesige Prüfer für solche Gelegenheiten erwarten. Zieht man davon die Spurplatten ab, bleiben nur noch jämmerliche 3 mm (DREI MILLIMETER), die die Zentrierung der Felge sicherstellen sollen. Die hat auch noch einen gefasten Zentrierring, so daß faktisch die Mittenzentrierung verloren geht. So fährt er sich auch.

      Nach kurzem aber heftigem Hin und Her mit Lorinser direkt („Wollen Sie wirklich, daß ich diese Lösung dem TÜV für die Einbaubescheinigung vorführe?“), die sich aber ernsthaft Mühe bei der Suche um schnelle Abhilfe gaben, nehmen sie die Felgen zurück.

      Geworden sind’s dann zähneknirschend die schwarzen Vielspeichen und jetzt läuft alles wieder „rund“. Ich bin mal gespannt, wie die anderen Hersteller dieses Problem in den Griff bekommen …






      Das Einfahren


      Aber nun zurück zum Auto selber: In Rastatt abgeholt und daher gleich mit den ersten Kilometern außerhalb des Werksgeländes „eingefahren“. Ach du liebe Zeit, was machen die Leute da ein Buhei drum – zusätzlich verängstigt durch relativ strikte Einfahranweisungen des Werks: Nicht über 4500/min, nicht schneller als 140 km/h, kein Kickdown.“ Klebt wie in seligen Zeiten sogar in der Windschutzscheibe.

      Dazu gibt es ja mehr Auffassungen, Ansichten und Anspielungen als Autos. Im Grunde genommen kann man’s nie richtig machen; zu „zahm“ ist nix, zu „scharf“ ist nix, zu „schnell“ ist nix? Wie sagt der Pfälzer dann? „Ach, steigt mer doch all‘ in die Tasch‘!“ Das Werk spendierte die erste Tankfüllung (voll!!) und daher schauen wir geschenkten Gäulen nicht zu lange ins Maul.

      Auf den ersten hundert Kilometern auf der Landstraße habe ich dem Motor im vierten Gang in schönem Rhythmus Anzug von 80 auf 120 beigebracht und ihn nach jeder Beschleunigung immer wieder ausrollen lassen. Ähnelt einem Parabelflug und ist ähnlich unspaßig. Dem Maschinchen wurde dabei sogar richtig warm, das Motoröl erreichte 105°. Das war’s dann aber auch, seitdem wird er einfach gefahren, wie ich ihn auch sonst fahren würde. Schön durchölen lassen nach dem Kaltstart, sanft warm fahren, sanft kalt fahren vor dem Abstellen, und sonst gefahren wie es ihm auch in der Zukunft bevorsteht (nach 500 km durften auch mal 5500/min mit wenig Gas anliegen, sonst macht ja eh die Automatik alles). Oh Wunder: Nichts ist undicht, geplatzt, abgerissen oder sonst was passiert.

      So ganz stimmt‘s nicht. In manchen Foren hieß es, daß er bis 1500 km ein Einfahrprogramm habe, das das Gemisch anfette und so den Einfahrvorgang unterstütze durch somit abgesenkte Brennraumtemperaturen. Hört sich komisch an, scheint aber tatsächlich zu existieren. Schlagartig ab diesem Kilometerstand sank der Durchschnittsverbrauch bei flotter Fahrt um 1 L/100 km. Bei 1200 km kamen frisches Motoröl und ein neuer Filter (nicht vorgeschrieben, aber mir ist es lieber so), seitdem läuft er immer besser.

      Da er anfangs etwas beim Anfahren mit seinen Kupplungen „rupfte“, was sich nach knapp 500 km völlig gelegt hat, werde ich ihm auch überobligatorisch einen Getriebe- und Differentialölwechsel gönnen, da hat sich scheinbar doch einiges tatsächlich „einlaufen“ müssen und mir ist dann einfach wohler, wenn alles gut versorgt ist. Manche glauben, ein Wechsel nach 3000 km sei „Vorschrift“, sind aber von der insoweit unklaren Betriebsanleitung im Stich gelassen. Nur AMGs mit Sperrdifferential müssen dann zum Wechsel, der A 45 hat keins, also muß er auch nicht. Meiner kriegt’s trotzdem, weil „wer einschenkt, muß auch nachschenken“.

      Inzwischen sind schon fast 3000 km voll, so daß ich auf freier Autobahn auch mal das Geschwindigkeitsmaxim ausgetestet habe. Im siebten Gang ist das etwas müde ab etwa 230, aber im sechsten geht es ab wie die Feuerwehr. Gefühlt dauert es zwei Wimpernschläge von 200 auf 230 und geht dann unvermindert weiter und weiter und weiter, ohne daß bei 250 km/h Schluß wäre. Tacho 260 standen ziemlich unangestrengt an, im siebten hält er das Tempo, legt aber kaum noch zu. Tachoabweichungen sind minimal, sagt mein zusätzlich bereitgehaltenes Navi.

      Drehzahlorgien sind eh nicht sein Ding, im sechsten sind dafür etwa 5300/min erforderlich, im siebten stehen etwa 4200/min auf dem Drehzahlmesser. „Heiß“ wird ihm dabei auch nicht, das Kühlwasser steht bei 93° und das Motoröl wird auch nicht wärmer.

      Weder ist er dann ungebührlich laut noch in irgendeiner Weise unruhig oder „leicht“, sondern einfach satt und souverän. Im echten Verkehr ist das kein vernünftiges Tempo, denn mit Gaswegnehmen wird das Tempo nicht schnell weniger, sondern der geringe Luftwiderstand läßt ihn im siebten lange schieben; zu Dauerbremserei habe ich keine Lust, das wird dann unrund und hektisch auf langen Strecken. Klar wird aber auch: alles bis 200 ist ratzfatz erreicht und für den Motor keine echte Anstrengung. Wieso da schon die wildesten „Tuningfreaks“ schon über 400+ PS mit Chippen nachdenken, erschließt sich mir beim besten Willen nicht.


      Bedienung


      Ein Kapitel, dem man heutzutage durchaus ein paar Worte widmen kann bzw. leider manchmal muß.

      Schon bei der Probefahrt störte der falsch positionierte Blinkerhebel. Jetzt stört das immer mehr, er sitzt schlicht zu hoch und läßt sich aus normaler Lenkradhaltung nicht intuitiv bedienen; der Tempomathebel hingegen ist bestens erreichbar und statt Blinken kommt er vor allem im Kreisverkehr zum Einsatz. Bei Regenfahrten nervt zudem, daß die schönen großen Schaltpaddel zu nah am Schalter für den Heckwischer sind und der am „Multifunktionshebel“ nur durch verrenktes Greifen bedienbar ist. Ich kann nicht deutlich genug machen, daß das unbrauchbarer Stuß ist!

      Genug geärgert, ansonsten ist die Handhabung des Fahrzeuges allenfalls noch durch den großen Wendekreis erschwert, wenn man sich an Benztypisches eh schon gewöhnt hat und mit einem gewissen Wohlwollen den neumodischen Bedienungsprofilen („Assistenten“, Menüführungen usw.) gegenübertritt.

      „Dunkel war’s, der Mond schien helle“ wäre das passende Motto für die Leuchtstärke des Hauptscheinwerfersystems. Tadellos gleichmäßig und weit hell, selbst der „Fernlichtassistent“ funktioniert in 99 % der Fälle gut. Kurvenlicht auch bei mehr als 110 km/h (Audi ...?). Moderne Lichtsysteme nehmen den Nachtfahrten nun wirklich endgültig den Schrecken.





      In diesen Tagen fällt auf, daß er sich besonders verdient macht mit gleichmäßiger, schnell ansprechender und gut wirkender Heizung – die Klimaautomatik muß nur der Temperatur wegen bedient werden, den Rest macht das System selbständig und beanstandungsfrei. Vor der Sitzheizung muß ich warnen: Die bollert bis in die Schulterbereiche auf der höchsten Stufe dermaßen los, daß es binnen Sekunden schon unangenehm wird. Allenfalls auf Stufe 2 kurz und dann für ein paar wenige Minuten auf Stufe 1, danach wird es schnell zu warm. Eiweiß gerinnt bei 67° …


      Beanstandungen?


      Die nationalen und internationalen Foristen beklagen ja schon seit längerem Verarbeitungsmängel der A-Klasse und manche Unzulänglichkeiten auch beim A 45. Liest man das als Unbefangener, könnte einen ja das Grausen überkommen.

      Bis dato ist der Zusammenbau gelungen, die Verarbeitung stimmt (für die Fahrzeugklasse), die Lackierqualität ist gut, nahezu alles funktioniert, wie es soll. Nahezu, weil das Radio bei Stummschaltung die Verkehrsfunkdurchsagen nicht laut genug stellt und sich nicht zu größerer Lautstärke überreden läßt. Das „Knistern“ aus dem Bereich der Mittelkonsole sind die Stellgeräusche der Klimaanlage beim Bedienen der Luftverteilungsklappen, an das heimelige Geräusch des sich kümmernden Elektronengehirns gewöhnt man sich schnell.

      Manche beklagen, daß er kalt sehr zäh Gas annehme. Das stimmt, scheint aber ein Schutzprogramm zu sein, solange nicht Grenztemperaturen des Getriebes erreicht sind. Ich helfe mir mit dem manuellen Schaltmodus und rolle ihn gemütlich bei niedrigen Drehzahlen warm, dann fällt’s nicht so auf. Anfangs dachte ich, das „angeschärfte“ Schaltprogramm „S“ funktioniere nicht, weil sich die Schaltcharakteristik von „C“ nicht unterschied. Ich bin ihm drauf gekommen: solange das Getriebe nicht wärmer als 40° ist, läßt er das schnellere Schalten nicht zu und hält die Drehzahlen zur Vermeidung zu großer Sprünge niedrig. Danach dreht er in „S“ weiter aus bis zum Hochschalten und schaltet auch deutlich früher zurück. Schön gelöst: er erkennt, wenn nicht mehr beschleunigt wird legt dann einen höheren Gang auch vor Erreichen der Schaltdrehzahl nach.

      Bei den ersten Handwäschen zeigte sich, daß er ein paar Dreckecken hat, die immer besonderer Zuwendung bedürfen. Das ist zum einen der gesamte Bereich entlang der Griffleiste der Heckklappe (um die Kennzeichenleuchten und den Griff), da sind Vertiefungen und Rähmchen, die man nur mühsam wieder sauber bekommt. Außerdem ist die Blechnaht nahezu rechtwinklig und mit einer nicht komplett durchgezogenen Abdichtung versehen, da sammelt sich nur mit einem Pinsel entfernbar Dreck.








      Gleiches gilt für die Türunterkanten, die unnötigerweise mit Höhenversprüngen aufgeführt sind, in denen sich hartnäckig Schmutz festsetzt.





      Der Bereich unter dem Dachspoiler“überhang“ wird in Waschanlagen sicher nicht gesäubert – da muß man leiden und nachwischen.

      Einsauen kann er sich eh wie ein Großer, die unteren Seitenflächen sind in Windeseile verdreckt. Erstaunlich: Motorhaube und Dach nicht, ebenso die Seitenscheiben. Wie früher bleiben sie auch bei starkem Regen sehr lange schmutzfrei und damit die Sicht in die großen Spiegel klar. Der Motorraum saut sich nahezu gar nicht ein auch bei langer Fahrt im strömendem Regen, das gefällt.

      Einmal mahnte er zum Nachfüllen des Kühlwassers bei scharfem Beschleunigen in größeren Gängen, aber weder stimmte der Pegel nicht noch kam diese Meldung erneut.


      Verbrauchswerte


      Im Moment – wir gewöhnen uns ja noch aneinander – gilt das alles noch nicht wirklich. Ich denke, daß da auch bei wärmeren Temperaturen noch der eine oder andere Liter weniger zu Buche stehen wird. Zwischen 7,5 und 15 L/100 km hatte ich alles schon zu verzeichnen. Ruhig herumgerollt im Mittelstreckenverkehr mit Tempomat reicht der kleinere Wert, bei forcierter Fahrt mit dauerhaft mehr als Tempo 180 der höhere, die Wahrheit liegt wie immer dazwischen und derzeit bei 10,7L/100 km.

      Motoröl fehlte ca. ein Drittelliter nach den ersten 500 km, seitdem ist nahezu Ruhe. Blöd ablesbarer Ölpeilstab und helles Motoröl machen das Messen nicht leichter. Die Betriebsanleitung ist da gelinde gesagt „unscharf“, denn sie empfiehlt Öl nach MB-Freigabe 229.51 (beschränkt auf entweder 0 oder 5 W 40), obwohl solches nach 229.5 gewünscht ist und die andere Freigabe für Diesel mit Partikelfilter gilt.


      Die Erwartungen werden alle erfüllt, ich fange an zu ahnen, was er im Zweifel könnte – jede Fahrt eine kleine Freude im Alltag!


      Markus

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