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Alles rund um die Bremse

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Dieser Fred ist für meinen Freund Klaus (und natürlich für alle die das Thema interessiert) , aus dem wunderschönen Hessen.

Um das hier verstehen zu können, muss man wissen, dass durch eine Bremsung, Bewegungsenergie nur in Wärmeenergie gewechselt wird.

In diesem Fred geht es um Standard(Serienbremse) vs. verstärkte Bremse.

Immer wieder kommt die Frage auf: Wie kann ich die Bremsleistung von meinem Fahrzeug erhöhen?

Wer diese Frage stellt, muss sich erst einmal eine Gegenfrage stellen lassen: Kannst Du überhaupt eine Bremse richtig bedienen?

Die Frage klingt ein wenig schwachsinnig, ist aber durchaus berechtigt.

Sehr viele Sportwagenfahrer fahren relativ sportlich, bremsen aber vor einer Kurve sich in die Kurve hinein.

Nur gerade dieses hineinbremsen mindert auf Dauer die Bremsleitung. Eine richtige Bremsung erfolgt vor der Kurve, mit einem heftigen Tritt (der Fahrer explodiert richtig auf dem Pedal) auf das Bremspedal. Man will als Fahrer die maximale Bremsleitung aus dem Fahrzeug holen. Ziel ist es, die Strecke der Bremsung so kurz wie möglich zu machen. Das erfordert allerdings eine gewisse Erfahrung auf diesem Fahrzeug. Der Fahrer muss die stärkste Bremsverzögerung von dem Fahrzeug kennen, um diese auch wirklich nutzen zu können.

Bei den meisten Fahren ist dies nicht der Fall, hier wird vor einer Kurve frühzeitig und dafür länger gebremst. Wenn der Fahrer merkt es reicht noch nicht um mit dieser Geschwindigkeit durch die Kurve zu kommen, wird ein wenig fester auf das Bremspedal getreten.

Oder, der Fahrer merkt, wenn ich so weiterbremse bin ich zu langsam in der Kurve, dann wird das Pedal ein wenig gelockert.

Durch diese Bremsweise liegen die Bremsbeläge zu lange an der Bremsscheibe an und der eigentliche Bremsvorgang wird unnötig verlängert.

Durch dieses längere Anliegen der Standardbeläge wird der Belag zu heiss und arbeitet nicht mehr richtig, da nun ein Bremsklotz mit einem anderen Temperaturfenster zu Einsatz kommen müsste.

Ich gehe jetzt mal davon aus, dass alle Fahrer von hier einen Bremsvorgang richtig beherrschen.

Fangen wir mit den Bremsklötzen an:

Ein Bremsklotz besteht aus zwei, oder drei verschiedenen Materialien. Der Belagsfläche, der Trägerplatte (die Stahlplatte auf der der eigentliche Belag geklebt wird) und eventuell ein Antiquietschblech, oder Antiquietschpaste.

Der Bremsbelag besteht aus Schmierstoffen (z. B. Russ, Graphite), aus Klebstoffen (Harz) und aus Reibwerterhöhern (div. Metalllegierungen, Keramikanteilen und/oder Kohlefaser)

Der Standardbremsklotz ist für einen normalen Umgang mit der Bremse meistens ausreichend dimensioniert.

Bei einer normalen Bremsung wird er Klotz über die Bremszange an die Bremsscheibe angelegt und wandelt durch den Reibungswiderstand die Bewegungsenergie in Wärmeenergie um. Diese Wärmeenergie wird über die Bremsscheibe und Radnabe in die eine Richtung, und über den Bremsbelag, Bremskolben, Bremsflüssigkeit, Bremssattel und Felge in die andere Richtung abgebaut.

Dies alles spielt sich in „Temperaturfenstern“ ab. Also, ein Standardbremsbelag ist für ein bestimmtes, niedriges Temperaturfenster. Der Fahrzeughersteller dimensioniert seine Bremsen so, das er mit seiner Bremse ca. 70-80% aller Kunden zufrieden stellt.

Wer sportlicher fährt begibt sich durch die Fahrweise in ein anderes Temperaturfenster.

Nun muss gehandelt werden.

  1. Der erste und zulässige Schritt ist zu einem Bremsentuner zu gehen und sich eine grössere Bremse (Bremsscheibe, Bremssattel) einbauen zu lassen.
  2. Beim zweiten Weg, den für den nicht öffentlichen Strassenverkehr geht man wie folgt vor.

Es werden die Standardbremsklötze gegen Motorsportbremsklötze gewechselt.

Zusätzlich wird (und muss) noch die Bremsflüssigkeit gewechselt werden.

Die erste Frage die immer wieder aufkommt, warum sind Motorsportbeläge verboten, wo sie doch die Bremsleistung erhöhen?

Sämtliche Motorsportbremsklötze haben ein anderes Bremsverhalten wie Standardbeläge.

Bei einem Motorsportbelag wird eine höhere Bremsleistung durch zwei Komponenten erreicht. Zum einen durch die Metalllegierung im Belag. Hier wird ein höherer Reibwert zwischen den Metallteilen im Belag und auf der Bremsscheibe erreicht.

Zum Zweiten ist der Klebstoff (Harz) ist progressiv ausgelegt. Das Harz wird mit zunehmender Temperatur weicher und klebt mehr an der Bremsscheibe. Je heisser der Belag, um so mehr klebt das Harz und der Reibwert erhöht sich zusätzlich.

Dieses Harz darf nicht in Standard(Serien)belägen verbaut werden. Durch dieses Harz, erhöht sich die Bremsleistung progressiv, d. h. bei gleich bleibenden Pedaldruck verstärkt sich die Bremsleistung.

Durch dieses Verhalten hat der Motorsportbremsbelag keine Strassenzulassung.

Fahrer die mit diesem Verhalten nicht umgehen können (eventuell den Bremsdruck reduzieren), werden überrascht und es könnte zu ungewollten Auffahrunfällen kommen.

Weiter hat ein Motorsportbelag eine grössere Wärmeabfuhr. Er bringt also mehr Wärme von der Bremsscheibe weg als ein normaler Strassenbelag. Diese thermische Leitfähigkeit bringt mehr Wärme zum Bremssattel, so dass auch hier Hand angelegt werden muss.

Eine normale Bremsflüssigkeit ist für ein normales, vom Fahrzeughersteller festgelegtes Temperaturfenster vorgesehen. Durch die Änderung der Bremsbeläge erhöhen wir ja dieses Temperaturfenster und so muss auch eine Sportbremsflüssigkeit eingefüllt werden.

Diese hat Vorteile, aber auch Nachteile.

Vorteil ist, auch bei hohen Temperaturen bleibt sie formstabil. Es bilden sich keine Dampfblasen in der Flüssigkeit.

Zusätzlich leitet diese Flüssigkeit auftretende Temperaturen schneller weiter.

Nachteil, die Flüssigkeit ist teuer und sie muss jährlich gewechselt werden, da sie mehr Feuchtigkeit aus der Umgebungsluft aufnimmt und dadurch der Temperaturvorteil wieder singt.

Nun gibt es ja nach Einsatzzweck, Temperaturfenster und Verschleisswilligkeit des Materials verschiedene Sportbremsbeläge. Diese sind nach Farben (die man natürlich für den eventuellen Strasseneinsatz (welcher ja verboten ist) mit schwarzmatt aus der Spraydose beseitigen kann) gekennzeichnet.

Um nun den für sich richtige Bremsbelag zu finden gibt es Temperaturstreifen, die auf den Bremssattel geklebt werden und Farbe für die Bremsscheiben. Je nach benötigtem Temperaturfenster (welches durch den Fahrstil und Fahrzeug festgelegt wird) sollten nun die Sportbremsbeläge bestellt werden.

Beim 360ger kannst Du Dir den Kauf aber sparen, da funzt am besten Pagid RS 19 gelb und Das Bremsöl von Castrol SRF - Racing Brake Fluid.

Mit diesem Kleinen Umbau (Bremsklötze und Flüssigkeit) lässt sich die Bremsleistung um 15-20% erhöhen. Zudem gibt es keine thermischen Probleme mehr.

Einen Nachteil gibt es aber auch, abgesehen von der Strassenzulässigkeit. Das Fahrzeug wird stärker beansprucht und benötigt sicher mehr Einstellarbeiten. Und hin und wieder können Sportbremsbeläge durch Quietschgeräusche unangenehm auffallen.

Dies ist nur eine ganz grobe Zusammenfassung über ein Bremsentuning, es spielen noch viel mehr Faktoren (Be/Entlüftung, Bremsmaterialen, Fahrbarkeit, usw…) in diesem Bereich mit, aber ich möchte ja hier auch keine Doktorarbeit schreiben.

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CountachQV VIP CO   
CountachQV

Eine Nebenbemerkung, bei gewissen Autos muss man in die Kurve hineinbremsen um richtig schnell zu sein, die Aussage der Bremsvorgang muss vor der Kurve abgeschlossen sein ist nicht auf 100% der Fahrzeuge zutreffend.

Ich verwendete ATE Racing Blue, ausnahmlos gute Erfahrung.

Desweiteren sollte man sein Augenmerk auch auf eine ausreichende Kühlung sprich Wärmeabfuhr legen, auch ein grösserer Sattel bremst nur solange besser wie er noch nicht überhitzt ist.

Darum bei Problemen mit der Wärme auch eine Luftzufuhr bedenken, das ist z.T. ganz einfach möglich, ein wenig flexibler Schlauch kann da das Problem schon nachhaltig lösen.

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Toni_F355 CO   
Toni_F355

Sauber erklärt! Absolut nachvollziehbar! :-))!

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kkswiss   
kkswiss
Eine Nebenbemerkung, bei gewissen Autos muss man in die Kurve hineinbremsen um richtig schnell zu sein, die Aussage der Bremsvorgang muss vor der Kurve abgeschlossen sein ist nicht auf 100% der Fahrzeuge zutreffend.

Ja, das stimmt, aber ich habe hier für die grosse Masse geschrieben.

Und die Bremsflüssigkeit muss nur den hohen Temperaturanforderen entsprechen, dann ist es egal ob ATE, Castrol oder sonst ein Hersteller.

Ich war früher Castrol Haupthändler, deshalb bin ich castrollastig.:wink:

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littlemj   
littlemj

Wieder mal ein klasse Thread Kai! Langsam könntest du nen Ratgeber schreiben :-))!

Bin bei meinem Zetti nicht 100%ig zufrieden, will aber nicht 3 k€ für ne Brembo Anlage ausgeben. Deswegen werd ich demnächst mal neue Beläge ausprobieren...

Wird eigentlich irgendwas bewirkt wenn man die original Bremsschläuche gegen diese Stahlflexbremsleitungen austauscht??

Schonmal danke für die Antworten!

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kkswiss   
kkswiss

Wird eigentlich irgendwas bewirkt wenn man die original Bremsschläuche gegen diese Stahlflexbremsleitungen austauscht??

Stahlflexleitungen ermöglichen ein besseres dosieren der Bremsleistung.

Ein normaler Bremsschlauch bläht sich auf, wie ein Luftballon (stark übertrieben).

Eine Stahlflexleitung (ein normaler Bremsschlauch mit einem Stahlgeflecht umwickelt) kann sich nicht ausdehnen.

Folglich kommt der Druck an der Bremszange an, den Du vorgibst. Fährt man jetzt diese Motorsportbeläge und die Bremsleistung nimmt progressiv zu, kannst Du dosiert den Bremspedaldruck zurücknehmen, ohne diesen Druckpuffer „aufgeblähter Bremsschlauch“ ausgleichen zu müssen.

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TPO VIP   
TPO

Um nun den für sich richtige Bremsbelag zu finden gibt es Temperaturstreifen, die auf den Bremssattel geklebt werden und Farbe für die Bremsscheiben.

Je nach benötigtem Temperaturfenster (welches durch den Fahrstil und Fahrzeug festgelegt wird)

sollten nun die Sportbremsbeläge bestellt werden.

bremsscheibentemij0.jpg

LINK zum Bild

Das Problem bei diesen Messstreifen ist aber dass sie nur einen schmalen Messbereich haben, ungenau sind und zudem teuer. Da ist so eine IR-Messpistole schon besser, aber doch bitte nicht für 172 Euro. :-o

Je nach Messbereich gibts diese Geräte bereits von 40 bis 80 Euro.

http://www.conrad.de/goto.php?artikel=121291

Edit:

INFRAROT-THERMOMETER IR-230 http://www.conrad.de/goto.php?artikel=100901

Artikel-Nr.: 100901 - 62

Messbereich von -35 bis +250 °C

25,49 EUR :D

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darkman   
darkman

Das Problem der IR Messung ist aber doch, dass während und kurz (Sekunden) nach dem Bremsen die Temperatur noch deutlich höher liegt, als bis man dann ankommt und den Sensor auf die Bremse gerichtet und gemessen hat. Man kann ja schlecht während der Fahrt messen ( praktisch kann man natürlich den Sensor so anbringen, dass man während der Fahrt eine kontinuierliche Messung durchführen kann, aber der Aufwand ist für normale User wohl etwas übertrieben)

Ich bekomme als bei IR Messungen im Stillstand immer deutlich zu niedrige Temperaturen und kann das Maximum nur abschätzen...dann doch lieber Klebestreifen.

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TR-512 CO   
TR-512

Hoi Kai,

Respekt und Danke für diese mehr als ausführliche Erklärung. Jetzt blicke ich auch, was Du damit gemeint hast. :-))!

Na ja und wenn ich ehrlich bin, muß ich zugeben, dass ich wohl eher zu denen gehöre, die nicht richtig bremsen können. :oops:

Gruß Klaus

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darkman   
darkman

Na ja und wenn ich ehrlich bin, muß ich zugeben, dass ich wohl eher zu denen gehöre, die nicht richtig bremsen können. :oops:

Ich glaube aber im Alltag wird dann niemand so wirklich richtig bremsen, da rauscht dir dann sofort dein Hintermann rein.

Aber auf der Strecke sind Kais Tips echt Gold (oder Euros) wert!

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RS4BITURBO   
RS4BITURBO

Weis denn hier zufällig jemand was für eine Bremsanlage im gepanzerten Audi A8 verbaut wurde?? Denn der ist ja nicht gerade ein Leichtgewicht!

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kkswiss   
kkswiss
Na ja und wenn ich ehrlich bin, muß ich zugeben, dass ich wohl eher zu denen gehöre, die nicht richtig bremsen können. :oops:

Der Einführungslehrgang "Pilota Ferrari" ist ein Fahrlehrgang, der exklusiv für Kunden des Hauses Ferrari angeboten wird und auf der hauseigenen Rennstrecke von Ferrari in Fiorano abgehalten wird.

Der Lehrgang beinhaltet sowohl praktische Übungen für das sportliche Fahren auf der Rennstrecke als auch bezüglich der Kontrolle des Fahrzeugs in kritischen Situationen. Diese praktischen Übungen werden durch theoretische Unterrichtseinheiten ergänzt.

Der Lehrgang umfasst neben dem Erlernen sportlichen Fahrens - wobei hier direkt auf der Rennstrecke gefahren wird - auch das Meistern des Übersteuerns auf nassem Fahrbahnbelag, Vollbremsungen mit und ohne ABS, kontrolliertes Powersteering durch S-Kurven sowie Übersteuern mit und ohne ASR auf nassem Fahrbahnbelag.

Die Instruktoren geben zudem Anweisungen zum Verfeinern der Fahrtechniken auf der Rennstrecke bezüglich der zu fahrenden Ideallinie.

Den Kursteilnehmern werden 10 Ferrari-Fahrzeuge zur Verfügung gestellt - F430 und 599 GTB Fiorano. Nach der Beendigung des Lehrgangs können all jene Teilnehmer, die es wüschen, mit ihrem eigenen Ferrari auf der Rennstrecke fahren.

Das wäre dann das richtige!:-))!

Die Pilota Lehrgänge haben sich wirklich extrem verbessert. Profis die uns laien das Fahren beibringen.

Für 5834 Euro bekommst Du sicher einen sehr guten Fahrstil beigebracht.

Es lohnt sich.

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FutureBreeze   
FutureBreeze

danke für die tolle erläuterung :-)

Ich habe ja leider kein solch potentes Auto wie manch einer von euch, aber sicher lässt sich das ganze auch auf einen Opel Corsa übertragen, der gerne mal schnell bewegt wird oder?

Nachdem die Standardscheiben bei meiner Fahrweise immer überhitzten, habe ich mir neue Sättel und Innenbelüftete scheiben eingebaut.

Seit dem Halten die Scheiben endlich auch mal mehr als 50 000 Kilometer ;-)

Eines ist mir allerdings aufgefallen:

Wenn ich einfach mal so nach Feierabend auf dem Heimweg meine lieblingsstrecken bergab fahre, und die Kurven anbremse, kommt wieder dieses Rattern auf der Bremse.

Sobald ich aber eine längere Tour fahre, werden die Bremsen wieder richtig super! Bis dann anscheinend irgendwann die Bremsen wirklich zu heiss werden, und ich Fading bekomme.

Ich muss dazu sagen, dass ich mich wirklich bemühe nicht in die Kurven rein zu bremsen, sondern vor der Kurve den Speed kräftig abbaue.

Wie weit muss man bei diesem Bremsen gehen?

Bis hinein in den ABS Regelbereich?

Leider lässt sich die Bremse bei meinem Corsa nicht wirklich so Fein dosieren, dass ich kurz vor dem Regelbereich bremse - es kommt also immer wieder vor, dass das ABS unvermittelt regelt, obwohl ich es noch garnicht erwarte.

Oder soll man wirklich "Voll" auf den Stempel steigen?

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kkswiss   
kkswiss

Wenn ich einfach mal so nach Feierabend auf dem Heimweg meine lieblingsstrecken bergab fahre, und die Kurven anbremse, kommt wieder dieses Rattern auf der Bremse.

Sobald ich aber eine längere Tour fahre, werden die Bremsen wieder richtig super! Bis dann anscheinend irgendwann die Bremsen wirklich zu heiss werden, und ich Fading bekomme.

Hört sich komisch an.

Hast Du die Bremsbeläge und Scheiben gleichzeitig erneuert?

Wenn ja, hast Du die Scheiben und Klötze richtig eingebremst?

Einbremsen

Darunter versteht man die schonende Behandlung von neuen Bremsbelägen. Sie sollten sich nämlich den Gegenreibflächen langsam anpassen können und dazu brauchen sie eine ruhige Einfahrperiode. Erst nach Beendigung eines gewissen Einschleifvorganges ist die volle Bremswirkung vorhanden. Unsorgfältiges Einbremsen der Beläge kann deren gute Eigenschaften zunichte machen. Während der ersten 500 km sollte daher unnötiges Überhitzen der Beläge durch Bremsversuche und Bremsungen aus hohen Geschwindigkeiten vermieden werden.

Das einbremsen wird in zwei Bereiche untergliedert.

1.) Der geometrische Einlauf: Geometrische Anpassung der Belagoberfläche an die Bremsscheibe (mind. 80% der Reibfläche) durch mehrere Bremsungen mit leichtem bis mittleren Pedaldruck sowie Kühlphasen zwischen den einzelnen Bremsungen. Entscheidend ist, dass die Scheibentemperatur während dieser Anpassung 350°C nicht übersteigt.

2.)Thermischer Einlauf: Zwei bis drei Bremsungen mit mittlerem bis stärkerem Pedaldruck aus ca. 180km/h bis 100km/h, wobei Blockierdrücke bzw. ABS-Regelungen vermieden werden sollen. Während des thermischen Einlaufs sollen Temperaturen über 350° bewußt überschritten werden.

Die meisten Bremsscheiben werden wellig wenn der Fahrer eine recht starke Bremsung vornimmt und nach dem Stillstand den Bremsdruck nicht entfernt. So bleiben die Beläge in Kontakt mit der Scheibe und hier hat die Scheibe die Möglichkeit die Hitzeenergie schneller abzuführen.

Oder mit einer warmen Bremse zum Autowaschen fahren und kaltes Wasser auf die noch warme Bremsscheibe zu geben.

Die Lebensdauer der Bremsscheibe kann aber nicht mit einem einbremsen verlängert werden. Bei den hochwertigen Bremsscheiben (und das heisst so ab 20-25 Euro pro Stück) sind die BS von der Industrie schon ausreichend wärmebehandelt.

Es ist nicht möglich durch Bremsungen die Temperatur so genau hinzubekommen das man per Eigeninitiative die Scheiben härtet.

Wenn das alles OK ist, würde ich die Klötze an den Seiten anfräsen (siehe Foto), so das sie schräg sind.

Bremsbelaege38200_1.jpg

Das nimmt sicher das Rubbeln weg.

Fading sollte nicht auftreten. Wenn das kommt ist in der Regel die Bremsflüssigkeit zu alt (wechseln).

Oder, Du hast die Klötze zu früh, zu hart rann genommen. Dann ist die Belagsoberfläche verhärtet, hier hilft nur erneuern.

Wenn das Geld gespart werden soll, mit Schmirgelpapier (Korn 80), auf einer Glasplatte die verglaste Schicht abschmirgeln.

Ich muss dazu sagen, dass ich mich wirklich bemühe nicht in die Kurven rein zu bremsen, sondern vor der Kurve den Speed kräftig abbaue.

Wie weit muss man bei diesem Bremsen gehen?

Bis hinein in den ABS Regelbereich?

Leider lässt sich die Bremse bei meinem Corsa nicht wirklich so Fein dosieren, dass ich kurz vor dem Regelbereich bremse - es kommt also immer wieder vor, dass das ABS unvermittelt regelt, obwohl ich es noch garnicht erwarte.

Oder soll man wirklich "Voll" auf den Stempel steigen?

Wer sportlich fährt und ABS hat, geht in den Regelbereich vom ABS rein.

Also voll auf die Klötze = grösste Verzögerung.

Aber bitte nur auf dem Track.:wink:

bearbeitet von CountachQV

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RS4BITURBO   
RS4BITURBO
danke für die tolle erläuterung :-)

Ich habe ja leider kein solch potentes Auto wie manch einer von euch, aber sicher lässt sich das ganze auch auf einen Opel Corsa übertragen, der gerne mal schnell bewegt wird oder?

Nachdem die Standardscheiben bei meiner Fahrweise immer überhitzten, habe ich mir neue Sättel und Innenbelüftete scheiben eingebaut.

Seit dem Halten die Scheiben endlich auch mal mehr als 50 000 Kilometer ;-)

Eines ist mir allerdings aufgefallen:

Wenn ich einfach mal so nach Feierabend auf dem Heimweg meine lieblingsstrecken bergab fahre, und die Kurven anbremse, kommt wieder dieses Rattern auf der Bremse.

Sobald ich aber eine längere Tour fahre, werden die Bremsen wieder richtig super! Bis dann anscheinend irgendwann die Bremsen wirklich zu heiss werden, und ich Fading bekomme.

Ich muss dazu sagen, dass ich mich wirklich bemühe nicht in die Kurven rein zu bremsen, sondern vor der Kurve den Speed kräftig abbaue.

Wie weit muss man bei diesem Bremsen gehen?

Bis hinein in den ABS Regelbereich?

Leider lässt sich die Bremse bei meinem Corsa nicht wirklich so Fein dosieren, dass ich kurz vor dem Regelbereich bremse - es kommt also immer wieder vor, dass das ABS unvermittelt regelt, obwohl ich es noch garnicht erwarte.

Oder soll man wirklich "Voll" auf den Stempel steigen?

Was für einen Corsa fährst du?

eine günstige Alternative ist die Calibra Turbo Bremse!

Diese sind zwar 5 Loch Scheiben aber bekommt man bei tunern auch in 4 Loch! Bremssättel für vorne kosten ca. 100-150eu bei ebay und dann noch vernünftige Bremsbeläge und Du hast eine Super Bremse. Ob Dein Hauptbremszylinder reicht kann ich Dir nicht sagen, aber Du solltest dann auch auf Scheibenbremse hinten umbauen vom Astra GSI oder ähnlichem Auto. Die Hinterachse muss nur dazu modifiziert werden. Beim A und B Corsa muss an der Achse was geschweißt werden. Kann man aber professionle machen lassen.

Fakt ist diese Bremse ist dann TÜV fähig und Bremst absolut Super.

Solltest du mehr als 300PS im corsa fahren empfehle ich Dir die 308mm Bremse aus dem Astra G OPC Turbo. Diese ist die gleiche wie die vom Vectra B I500. Wenn du die Sättel vom Astra OPC nimmst musst Du aber bei Opel die Halter vom I500 bestellen.

Mfg

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TR-512 CO   
TR-512
Das wäre dann das richtige!:-))!

Die Pilota Lehrgänge haben sich wirklich extrem verbessert. Profis die uns laien das Fahren beibringen.

Für 5834 Euro bekommst Du sicher einen sehr guten Fahrstil beigebracht.

Es lohnt sich.

Du Chef iiich nix. 8) Deine Bescheidenheit in allen Ehren, aber der Laie bin dann doch eher und only "ich" selbst. :-(((°

Übrigens habe ich schon an einigen Fahrer-Trainings des ADAC und auch an Fahrsicherheits und Schleuder-Kursen teilgenommen. Allerdings immer mit den dort zur Verfügung gestellten Fahrzeugen. :wink:

Ich bringe es halt einfach nicht über´s Herz, mein Heiligtum (mühsam erspart) so zu quälen. :oops:

Puuuh und was da für Kurse aufgerufen werden, ist :-o :-o

Gruß Klaus

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Team AMG   
Team AMG

Das Thema erinnert mich an das unseren "uralten" Thread zum Einbremsen:

http://www.carpassion.com/de/forum/verschiedenes-ueber-autos/19409-bremsen-einbremsen.html?

Hier ein Auszug von kkswiss zum Einbremsen:

Einbremsen

Darunter versteht man die schonende Behandlung von neuen Bremsbelägen. Sie sollten sich nämlich den Gegenreibflächen langsam anpassen können und dazu brauchen sie eine ruhige Einfahrperiode. Erst nach Beendigung eines gewissen Einschleifvorganges ist die volle Bremswirkung vorhanden. Unsorgfältiges Einbremsen der Beläge kann deren gute Eigenschaften zunichte machen. Während der ersten 500 km sollte daher unnötiges Überhitzen der Beläge durch Bremsversuche und Bremsungen aus hohen Geschwindigkeiten vermieden werden.

Das einbremsen wird in zwei Bereiche untergliedert.

1.) Der geometrische Einlauf: Geometrische Anpassung der Belagoberfläche an die Bremsscheibe (mind. 80% der Reibfläche) durch mehrere Bremsungen mit leichtem bis mittleren Pedaldruck sowie Kühlphasen zwischen den einzelnen Bremsungen. Entscheidend ist, dass die Scheibentemperatur während dieser Anpassung 350°C nicht übersteigt.

2.)Thermischer Einlauf: Zwei bis drei Bremsungen mit mittlerem bis stärkerem Pedaldruck aus ca. 180km/h bis 100km/h, wobei Blockierdrücke bzw. ABS-Regelungen vermieden werden sollen. Während des thermischen Einlaufs sollen Temperaturen über 350° bewußt überschritten werden.

Die meisten Bremsscheiben werden wellig wenn der Fahrer eine recht starke Bremsung vornimmt und nach dem Stillstand den Bremsdruck nicht entfernt. So bleiben die Beläge in Kontakt mit der Scheibe und hier hat die Scheibe die Möglichkeit die Hitzeenergie schneller abzuführen.

Oder mit einer warmen Bremse zum Autowaschen fahren und kaltes Wasser auf die noch warme Bremsscheibe zu geben.

Die Lebensdauer der Bremsscheibe kann aber nicht mit einem einbremsen verlängert werden. Bei den hochwertigen Bremsscheiben (und das heisst so ab 20-25 Euro pro Stück) sind die BS von der Industrie schon ausreichend wärmebehandelt.

Es ist nicht möglich durch Bremsungen die Temperatur so genau hinzubekommen das man per Eigeninitiative die Scheiben härtet.

Vielleicht fügst du das noch zu deinem Ausgangspost hinzu. Ist ja auch sehr wichtig.

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kkswiss   
kkswiss
Ich bringe es halt einfach nicht über´s Herz, mein Heiligtum (mühsam erspart) so zu quälen. :oops:

Puuuh und was da für Kurse aufgerufen werden, ist :-o :-o

Gruß Klaus

Nein, da bekommst Du eine richtge Ausbildung. Alle Owner die an diesen Lehrgängen teilgenommen haben, habe ihre Fahrweise drastisch verbessert.

Du sollst ja gar nicht Dein Heiligtum quälen, im Preis sind Fahrzeuge gestellt. Du fährts auch 430 Scuderia, 599 und auch den 620er.

Und wenn Du einen Satz Pneu an "Deinem" gestellten Fahrzeug runterrutscht, da Du viel quer fährst, was solls, ist im Preis eingeschlossen.

Gilt auch wenn Du richtig Pech hast und die Kiste versenkst.:wink:

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taunus   
taunus
...und auch den 620er.

Ist das ein Prototyp ? Das wäre ja sehr interessant... :wink:

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bibiturbo   
bibiturbo
Nein, da bekommst Du eine richtge Ausbildung. Alle Owner die an diesen Lehrgängen teilgenommen haben, habe ihre Fahrweise drastisch verbessert.

Du sollst ja gar nicht Dein Heiligtum quälen, im Preis sind Fahrzeuge gestellt. Du fährts auch 430 Scuderia, 599 und auch den 620er.

Und wenn Du einen Satz Pneu an "Deinem" gestellten Fahrzeug runterrutscht, da Du viel quer fährst, was solls, ist im Preis eingeschlossen.

Gilt auch wenn Du richtig Pech hast und die Kiste versenkst.:wink:

Mich würde interessieren, wie sich die Ferrari-Kurse inhaltlich zu den Porsche-Events der Sportfahrschule vergleichen (also Master, Performance etc.). Hatte da evtl. jemand schon eine Vergleichsmöglichkeit?

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Sibi   
Sibi

Hi,

ganz fasziniert über dieses Topic begann ich nach einer Lösung für mein Taxi bezüglich der Bremse zu suchen. Die 290mm Scheiben sind zwar ganz gut, allerdings nicht so wie ich es gerne hätte. Nach kurzer Suche fand ich eine 4 Kolben Bremsanlage eines V8 W210ers mit 316mm Scheiben.

Allerdigns lag die komplette Anlage für ca. 1 Jahr im Keller herum, wodurch laut Aussage des Verkäufers die Bremsmanschetten nicht mehr die besten sind. Nun stellt sich die Frage, ob man diese einfach austauschen kann und wieviel diese Manschetten kosten?

Hier noch ein Bild der Bremse..

pict0237resizegt4.jpg

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Gotcha_   
Gotcha_

ja diese kann man tauschen

ein satz dürfte so bis 50€ kosten schätze ich

ich habe für mein auto für einen kompletten Satz Vorderachse 40€ bezahlt

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G1zM0 CO   
G1zM0

Bremst eigentlich jemand von euch mit dem linken Fuß auf der Rennstrecke? Die Frage ist logischer weiße nur an Automatik, F1, DSG etc. Fahrer gestellt.

Ich bin zwar das links Bremsen durch das Go-Kart fahren gewöhnt. Sitze ich jedoch in einem richtigen Auto, Bremse ich immer rechts.

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      Speziell Modelle von AMG:
      http://www.kunzi.info/Auto/berechnung-fahrleistung-amg.zip

      Vergleich Mercedes E 55 AMG (W211), BMW M5 (E39) und Audi RS 6:
      http://www.kunzi.info/Auto/berechnung-fahrleistung-e55-m5-rs6.zip

      Auch ein Phaeton ist dabei:
      http://www.kunzi.info/Auto/berechnung-fahrleistung-phaeton.zip

      Außer der Darstellung (die wesentlichen Beschleunigungswerte werden direkt berechnet und hingeschrieben) hat sich nichts geändert.

      Viel Spaß damit,

      Euer Andi
    • Saphir
      Da wir bereits im VIP bereich darüber gesprochen hatten hier die vorgehensweise bei der berechnung der Geschwindigkeit:

      v= (2*P*e/1,225*cw*A*1,36)^(1/3) * 36

      erläuterungen: e ist die Effektivität des kompletten Antriebsstranges!
      P die PS-leistung! 1,225 die luftdichte, Cw*A der Luftwiderstandsindex, 1,36 zur umrechnung von Kilowatt in PS, die 36 bezieht sich auf km/stunde (erklär ich jetzt nicht genauer...)
      So bis hierhin vielen Dank an Cessna, der uns mit seinem physikalischen Know How die Formel erläutert hatte! Ich hab sie dann umgeformt, die werte eingesetzt und folgende "Zahlen der Wahrheit" errechnet:
      1. bei schaltwagen gehen wir von e=0,75 aus! Damit ergibt sich die formel: 34,76* (PS/CwA)^(1/3)
      2. bei guten automatikwagen wie dem SL liegt e bei 0,71! damit ergibt sich: 34,13* (PS/CwA)^(1/3)
      3. bei normalen automaten dann e=0,69 und die formel lautet: 33,81* (PS/CwA)^(1/3)
      Damit kann man also die Endgeschwindigkeit ziemlich genau berechnen!

      Umgekehrt kann man natürlcih auch die PS-leistung errechnen, wenn man die endgeschwindigkeit kennt (z.B. aus tests): PS= (v^3 * CwA/41990)
      v ist die endgeschwindigkeit!
      bei gutem automaten liegt der wert dann natürlich etwas darunter! habe ich mal nicht angegeben, damit ihrs euch selbst errechnet alles will ich euch auch nicht sofort verraten 8)
      Beispiel: SL 55 AMG lief im test 325 und CwA liegt bei 0,6: Damit ergibt sich eine leistung von PS=(325^3 * 0,6 / 38647) = 533! Ha...wie schon damals vermutet musste der Testwagen deutlich nach oben streuen! q.e.d.

      Es gibt noch eine Formel zum vergleich von autos bzgl. der Vmax: v2 = (P2/P1)^(1/3) * (cW1/cW2)^(1/3)
      wenn man also von beiden wagen PS-zahl und cw-werte kennt kann man die endgeschwindigkeit berechnen!
      Gruß Saphir

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