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Schiel' ich oder ist das 3D?

HighSpeed 250

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Nix Oktober. Gestern gegen Mitternacht habe ich mir die Firmware 3.50 für die Playstation 3 runtergeladen – für die Darstellung von 3D-Inhalten – wie es so schön in der Info beschrieben war! Früher als gedacht und ursprünglich angekündigt.

Es hat sich nicht vermeiden lassen, das 3D-Vergnügen sofort, das heißt mitten in der Nacht, entsprechend auszuprobieren. Die auf mich zukommenden Folgen in der Früh in Verbindung mit dem Aufstehen habe ich einfach wohlweislich verdrängt ...

Nun, tatsächlich, es hat funktioniert. Beim Film „Kampf der Titanen“ gibt es zwei Blurays in der Box – eine 2D und eine 3D. Ohne Update plärrte die Playstation, daß sie mit der 3D-Version nichts anfangen könne, man konnte also nur die 2D-Version verwenden.

Jetzt aber klappte es reibungslos, sie schluckte sie, erkannte sie und der Fernseher stellte automatisch auf 3D-Modus um.

Los ging´s.

Nun, sooo groß war der Unterschied jetzt nicht zu der vom Fernseher auf 3D hochgerechneten 2D-Version.

Das liegt auch daran, daß die 3D-Version von „Kampf der Titanen“ ein Fake ist.

Der Film wurde nämlich ursprünglich ganz normal in 2D gedreht. Erst danach wurde er dann im Computerstudio digital bearbeitet und auf 3D umgewandelt. Es wurde im Prinzip nichts anderes gemacht als was mein Fernseher macht.

Der Clou dabei ist, daß mein Fernseher die Bildinhalte überprüft und erkennt, ob sich Personen oder Gegenstände vom Hintergrund abheben. Die Software stellt dann diese Gegenstände auf eigene Ebenen und zieht den Hintergrund in die Tiefe. Gleichzeitig werden zwei unterschiedliche Bilder generiert. Alles zusammen ergibt dann mithilfe der Shutterbrille den künstlich geschaffenen 3D-Effekt. Wie gut der 3D-Effekt wirkt, ist auch immer auch abhängig von der Perspektive bzw. des jeweiligen Bildinhaltes.

Das Lustige dabei ist, daß das manchmal nicht ohne Fehler abgeht. Wenn beispielsweise die Kamera auf eine Szene Draufsicht von oben hat und sich auf dem Fußboden ein Logo etc. befindet, so schwebt dies plötzlich über dem Boden ...

Das kommt allerdings nur selten vor und das nimmt man gerne in Kauf, für die Möglichkeit im Formel 1-Wagen aus Cockpitperspektive dreidimensional mitzufahren.

Der Unterschied zu im Studio umgewandelten 3D-Filmen ist, daß dort solche Fehler ausgemerzt werden und der 3D-Effekt besser generiert und mehr Ebenen geschaffen werden. Dort greift also der Mensch korrigierend ein, was beim Fernseher nicht möglich ist.

Hier wie da gilt, daß sich alles hinter der Bildschirmebene abspielt. Gegenstände die aus dem Schirm herauskommen und einem entgegenfliegen ist beim künstlichen 3D anscheinend nicht möglich – im Gegensatz zu echten 3D-Filmen. Das konnte ich bei Monsters vs. Alien feststellen, wo einem schön riesig die Knarre unter die eigene Nase gehalten wird ...

Das Problem ist, daß es momentan fast noch keine echten 3D-Filme gibt. Ausnahme ist Avatar wo wirklich mit Stereokameras jeweils Bilder aus 2 unterschiedlichen Perspektiven aufgenommen wurden, so wie es die Augen tun.

Aber kommt Zeit, kommt 3D ...

Also Ratschlag an alle: Darauf achten, welche 3D-Filme man kauft. 3D ist nicht gleich 3D ...




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