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HighSpeed 250

Schiel' ich oder ist das 3D?

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Nix Oktober. Gestern gegen Mitternacht habe ich mir die Firmware 3.50 für die Playstation 3 runtergeladen – für die Darstellung von 3D-Inhalten – wie es so schön in der Info beschrieben war! Früher als gedacht und ursprünglich angekündigt.

Es hat sich nicht vermeiden lassen, das 3D-Vergnügen sofort, das heißt mitten in der Nacht, entsprechend auszuprobieren. Die auf mich zukommenden Folgen in der Früh in Verbindung mit dem Aufstehen habe ich einfach wohlweislich verdrängt ...

Nun, tatsächlich, es hat funktioniert. Beim Film „Kampf der Titanen“ gibt es zwei Blurays in der Box – eine 2D und eine 3D. Ohne Update plärrte die Playstation, daß sie mit der 3D-Version nichts anfangen könne, man konnte also nur die 2D-Version verwenden.

Jetzt aber klappte es reibungslos, sie schluckte sie, erkannte sie und der Fernseher stellte automatisch auf 3D-Modus um.

Los ging´s.

Nun, sooo groß war der Unterschied jetzt nicht zu der vom Fernseher auf 3D hochgerechneten 2D-Version.

Das liegt auch daran, daß die 3D-Version von „Kampf der Titanen“ ein Fake ist.

Der Film wurde nämlich ursprünglich ganz normal in 2D gedreht. Erst danach wurde er dann im Computerstudio digital bearbeitet und auf 3D umgewandelt. Es wurde im Prinzip nichts anderes gemacht als was mein Fernseher macht.

Der Clou dabei ist, daß mein Fernseher die Bildinhalte überprüft und erkennt, ob sich Personen oder Gegenstände vom Hintergrund abheben. Die Software stellt dann diese Gegenstände auf eigene Ebenen und zieht den Hintergrund in die Tiefe. Gleichzeitig werden zwei unterschiedliche Bilder generiert. Alles zusammen ergibt dann mithilfe der Shutterbrille den künstlich geschaffenen 3D-Effekt. Wie gut der 3D-Effekt wirkt, ist auch immer auch abhängig von der Perspektive bzw. des jeweiligen Bildinhaltes.

Das Lustige dabei ist, daß das manchmal nicht ohne Fehler abgeht. Wenn beispielsweise die Kamera auf eine Szene Draufsicht von oben hat und sich auf dem Fußboden ein Logo etc. befindet, so schwebt dies plötzlich über dem Boden ...

Das kommt allerdings nur selten vor und das nimmt man gerne in Kauf, für die Möglichkeit im Formel 1-Wagen aus Cockpitperspektive dreidimensional mitzufahren.

Der Unterschied zu im Studio umgewandelten 3D-Filmen ist, daß dort solche Fehler ausgemerzt werden und der 3D-Effekt besser generiert und mehr Ebenen geschaffen werden. Dort greift also der Mensch korrigierend ein, was beim Fernseher nicht möglich ist.

Hier wie da gilt, daß sich alles hinter der Bildschirmebene abspielt. Gegenstände die aus dem Schirm herauskommen und einem entgegenfliegen ist beim künstlichen 3D anscheinend nicht möglich – im Gegensatz zu echten 3D-Filmen. Das konnte ich bei Monsters vs. Alien feststellen, wo einem schön riesig die Knarre unter die eigene Nase gehalten wird ...

Das Problem ist, daß es momentan fast noch keine echten 3D-Filme gibt. Ausnahme ist Avatar wo wirklich mit Stereokameras jeweils Bilder aus 2 unterschiedlichen Perspektiven aufgenommen wurden, so wie es die Augen tun.

Aber kommt Zeit, kommt 3D ...

Also Ratschlag an alle: Darauf achten, welche 3D-Filme man kauft. 3D ist nicht gleich 3D ...

HighSpeed 250

Eine lange Fernsehergeschichte ... Teil 4

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Ende gut, alles gut

Ich habe den Kauf bisher noch nicht bereut. Das Bild ist phantastisch, die Farben sind einfach toll. Ich möchte nicht gegen LED tauschen. Es gibt auch kein Surren des Netzteiles, welche von manchen als zu laut kritisiert wird und auch der Schwarzwert im Vergleich zum Panasonic ist mehr als ausreichend.

Die Möglichkeit das Fernsehbild von 2D auf 3D hochzurechnen (gibt es nicht bei allen Marken) ist ein tolles Feature gerade bei Formel 1, Fußball und anderen Sportsendungen.

Nachteil aller 3D-Darstellung ist allerdings die Verdunkelung des Bildschirmes durch die Shutterbrille. Da bei 3D zwei verschiedene Bilder gezeigt und durch die Brille jeweils eines abdunkelt wird, wodurch erst der 3D-Effekt entsteht, wird automatisch auch die Helligkeit herabgesetzt. Aber man gewöhnt sich daran und während des Filmes fällt es einem nicht mehr auf. Auch an das Tragen der Brille gewöhnt man sich ebenso wie an den 3D-Effekt an sich. Zumindest ist es bei mir so.

Wie ich es sehe, bin ich so für die Zukunft gerüstet. Ich denke, für das investierte Geld habe ich das Maximum herausgeholt. Neue Überlegungen finden hoffentlich erst dann wieder statt, wenn es mal 3D-Fernsehen ohne Brillen gibt oder gleich wie im Raumschiff Enterprise das Holodeck ...

Fall er noch jemand interessiert - hier der Link zum Fernseher:

http://http://www.samsung.de/de/Privatkunden/TVHeimkino/Fernseher/PlasmaTV/ps63c7790/PS63C7790YSXZG/detail.aspx

HighSpeed 250

Eine lange Fernsehergeschichte ... Teil 3

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Geduld kann man lernen

Nun, nachdem die Entscheidung für meinen neuen Fernseher gefallen war, ging es darum herauszufinden, wo und zu welchem Preis ich diesen nun tatsächlich erwerben konnte.

Obwohl der Fernseher noch nicht lieferbar war gab es im Internet bereits ein Angebot für diesen, das anstatt Listenpreis 3.499,- Euro auf 2.999,- Euro lautete. Gut, dachte ich, sehr gut - nützt aber alles nix, wenn er nicht lieferbar ist.

Komischerweise gelang es danach immer wieder Leuten in Norddeutschland, vorwiegend in Bremen und Hamburg, vereinzelt ein Gerät geliefert zu bekommen. Und es war tatsächlich so, daß kaum einer den Listenpreis bezahlte sondern sich der Preis irgendwo zwischen 3.000,- und 3.500 bewegte. Aus dem Forum erfuhr ich auch, daß ein spezialisierter TV-Fachhändler in München meinen Samsung zum „Internetpreis“ anbieten soll.

Also aufgemacht und dort hin. Und tatsächlich – Preis 3.000,- Euro – wenn lieferbar, derzeit leider nicht, voraussichtlich im Ende Juni ... blablabla ... grummelgrummel.

Ok. Dann machen wir Nägel mit Köpfen. Ich möchte den Fernseher haben und ich möchte ihn hiermit fix bestellen. Name aufgeschrieben, Telefon aufgeschrieben. Sobald er eine Lieferung avisiert bekommt bzw. erhalten hat, gibt er mir Bescheid.

Also abwarten und Tee trinken. So von Zeit zu Zeit sah ich bei Saturn und Mediamarkt vorbei, aber auch da gähnende Samsung-Leere ... auch dort wußte keiner, wann dieser, mein Fernseher, lieferbar ist.

Der Juni verging, nichts. Ende Juni nichts. Die Fußball-WM ging also vorbei ohne neues Fernsehvergnügen. Fast. In der Woche vor dem Endspiel rief mich mein Händler an. Gottseidank. Ja, in der nächsten Woche bekäme er eine Lieferung, ob ich mein Gerät noch haben wolle? Na klar, was denn sonst, her damit! Gut, Mittwoch oder Donnerstag ist es soweit, er ruft mich dann wegen der Lieferung und Aufstellung an. Wunderbar! Die nächste Woche kam. Dienstag, nichts. Mittwoch, nichts. Donnerstag nichts. Kein Anruf. Ich hatte auch keine Lust anzurufen.

So vergingen wieder Wochen und ich hatte keinen neuen Fernseher. Kennt ihr das, wenn sich so ein Wurschtigkeitsgefühl einschleicht? Plötzlich hatte ich es nicht mehr eilig. Aber das Loch in der Wand, also über dem großen Board mit meinem alten „Kleinen“ drauf, das mißviel mir doch immer mehr ...

So fing man wieder von vorne an, nach Alternativen zu suchen. Wieder alles vergleichen, um vielleicht doch etwas Neues zu entdecken. Vielleicht gibt es ja inzwischen neue Geräte, die man vorher noch nicht auf der Liste hatte. Aber wie man es drehte und wendete, es änderte sich nichts. Ich landete immer wieder bei meinem König ...

Also eines Tages zum Händler gefahren und nachgehakt. Es täte ihm furchtbar leid, aber er bekam damals nur zwei Geräte und die waren gleich weg. Aber demnächst, er ruft mich sicher an ... blablabla ... jaja.

Nun kam es Mitte August so, daß meine Kaffeemaschine den Geist aufgab. Ich habe so eine DolceGusto, wo man leckeren Cappuccino, Latte Macchiato, heiße Schokolade usw. machen kann. Da dies ein Geschenk meiner Kusine war und sie die Rechnung noch hatte und ich darauf warten mußte und ich die Maschine erst dann auf Garantie reparieren konnte und ich aber in der Zwischenzeit meinen Kaffee haben wollte ..., entschloß ich mich selber eine neue zu kaufen.

So fuhr ich nichts weiter ahnend zum Mediamarkt in meiner Nähe. Wie es der Zufall so bringt, hatten sie die Maschine, die ich wollte, nicht mehr lagernd ... Ich bekam aber das Angebot das Ausstellungsgerät zu kaufen. Nun, gesagt, getan. Die liebe Verkäuferin wollte mir die Maschine herrichten und zusammenpacken – ob ich denn mich nicht noch ein wenig umschauen wollte, bis sie fertig wäre? Einverstanden.

So schlenderte ich nichts ahnend zur Fernsehabteilung. Ihr aber ahnt sicherlich schon was kommt. Genau. Ich traute meinen Augen nicht. Da stand doch tatsächlich MEIN Fernseher im Vorführraum, meiner. Ich war erst vor wenigen Tagen wegen was anderem da, und da war er noch nicht da. Aber jetzt war er da. Fatamorgana? Oder wurde hier meine Fixierung schon zur sensitiven Wunsch-Halluzination?

Ich schaute auf das Schild um sicher zu sein. Und da stand: Samsung PS63C7790. Abhol-Preis. 3.499,-. Kein Zweifel, das war er. Verdammt. Darauf war ich nicht vorbereitet.

Als nächstes Verkäufer gekrallt. Frage: Ist der auf Lager? Ja, ein Gerät haben wir auf Lager. Nein, haben Sie nicht, denn das gehört mir. Und nun zum Preis. Die Konkurrenz verlangt 3.000,-. Das zahle ich auch. Grummelgrummel und studier ...

Also ich nehme noch eine 3D-Brille extra dazu. Außerdem Lieferung und Aufstellung inklusive. Nach einigem Hin und Her: 3.128,- Euro gesamt. OK.

Danach bin ich zu meiner Kaffeemaschinenverkäuferin, die meine Kaffeemaschine ordentlich zusammengepackt und sich schon gewundert hat, wo ich so lange bleibe. Ich habe mich bei ihr entschuldigt mit dem Hinweis, daß ich in der Zwischenzeit noch schnell einen Fernseher für dreitausend Euro gekauft habe ... Sie sah mich mit großen freundlichen Augen und offenen Mund an ...

Zwei Tage später rief mich mein anderer Händler an. Mein Fernseher wäre nun da, ob ich ihn haben wolle. Ich mußte ihn leider enttäuschen. Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben, wie Gorbatschow schon sagte. Aber ich hatte keine Sorge, daß er darauf sitzenbleiben würde ...

Die Lücke ist gefüllt. Meine Wohnungseinrichtung endlich harmonisch. Mein Board erfüllt den vorgesehen Zweck in punkto Format. Er funktioniert. Und langsam blicke ich auch durch die Funktionen und Einstellungen. Das Bild ist riesig und grandios und das 3D auch.

Dachte ich.

Dazu muß ich sagen, daß diese Investition leider noch einige andere nach sich gezogen hat. Scheiße. Mann kostet das alles Geld.

Erstens habe ich mir nun endlich meinen Subwoofer gekauft, den ich schon lange für meine Dolby Digtial-Anlage haben wollte. Nachdem ich den Fernseher hatte, mußte nun auch der Sound perfekt sein. Ihr kennt das ja, wer A sagt muß auch B sagen ...

Als nächstes geht es natürlich nicht ohne einen Bluray-Player. Kein Bluray, kein 3D. Jeder der sich einen guten, das heißt, halbwegs teuren Bluray-Player kauft ist bescheuert. Denn so ein Player kostet rund 300 Euro. Was hat man dann? Genau. Einen Bluray-Player und sonst nichts.

Aber ein schaues Köpfchen, das zwar Geld ausgibt aber mit Hirn, kauft sich eine Playstation von Sony, denn dann hat man einen Bluray-Player und eine Spielekonsole obendrauf ... und das zum gleichen Preis! Gesagt, getan.

Nun ist es so, daß zwar alle von 3D reden, aber meist nicht können. Noch nicht. Ebenso die Playstation. So hatte ich über den Händler und wieder über diverse Internetforen die Information, daß man sich erst die neueste Firmware runterladen müsse damit das mit 3D geht, aber das wäre kein Problem. Gesagt, getan.

Im Zuge der Playstation mußte ich natürlich sofort eine neue 3D-Bluray mitkaufen: Dies war der relativ neue Film „Kampf der Titanen“ – in großen Lettern auf dem Cover: In 3D! Super.

Also testen. TV an, Playstation an, Bluray rein, Film ab, Shutterbrille auf, 3D an.

Toll. Das 3D-Erlebnis war wirklich gut. Nicht überragend aber gut.

Als ich einige Tage danach im Internet mich über die Playstation weiter erkundigte, war die Überraschung groß. Demnach geht die PS noch gar nicht für 3D-Filme. Das 3D-Update gibt es bisher nur für Spiele, das Update für Filme soll erst im Oktober erfolgen. Hä? Und was war das dann bei mir? Erst danach kam ich drauf, daß dies die generische Software des Fernsehers war, die ich aktivierte, die 2D auf 3D hochrechnet. Das geschah also so gut, daß ich meinte es wäre das echte 3D, wenn auch nicht sooo überragend. Wie gut muß dann erst die Darstellung in Echt-3D sein?

Nun das konnte ich danach auch testen. Ich lud mir nämlich aufgrund dieser Erfahrung 3D-Spiele über die PS aus dem Netz runter und konnte nun echte 3D-Spiele ausprobieren. Es ist überwältigend. Der Tiefeneindruck ist grandios, die Schriften und andere Elemente schweben in der Luft und Teile werden einem entgegen geschleudert. Und tatsächlich: Ghosting ist fast nicht festzustellen.

So harre ich also des Updates und echter 3D-Filme, um den Genuß des räumlichen Sehens frönen zu können.

Weiter geht´s mit Teil 4.

HighSpeed 250

Eine lange Fernsehergeschichte ... Teil 2

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Interregnum (oder die Suche nach einem König)

Und nun begann sie. Die Zeit der Qual. Die Qual der Wahl. Ich habe nämlich leider ein Handicap: Egal was ich kaufe: es darf nicht irgendwas sein. Es muß, nach meinem Dafürhalten, immer so ziemlich das Beste sein. Zumindest in seinem Bereich. Ich fange zwar immer eher unten an und lande dann immer irgendwo oben, es ist wie verhext.

Ein Fehler war natürlich auch, daß ich mir Avatar im Kino angesehen hatte. In 3D.

Und damit war eines klar: Wenn schon neuer Fernseher, dann mußte er auch 3D-fähig sein. Und internetfähig, mit WiFi und natürlich eingebautem Satellitenempfänger. Ich meine, dieser Fernseher soll zumindest wieder 10 Jahre halten und da soll er schon alle Features beinhalten, die man so in den nächsten Jahren braucht, logisch oder? Ok, zehn Jahre ist vielleicht übertrieben (heutzutage wird eh nur mehr Schrott gebaut, der leider viel zu schnell abkackt), aber bis zur nächsten technischen Revolution sollte er schon halten.

Diese Überlegungen begannen alle ungefähr so im März/April diesen Jahres 2010 nachdem ich meine „Renovierung“ beendet hatte. Diese meine Vorstellungen schränkten das Angebot damit auf natürliche Weise drastisch ein. Damals gab es nämlich noch keine 3D-Fernseher, sie waren aber zumindest von den namhaften Herstellern angekündigt.

So beschränkte ich mich mal auf die Festlegung der Technik und der Größe des Fernsehers. LED, LCD, Plasma? Keine Ahnung. Und 46 Zoll sollten es schon sein, nein 50, nein größer ... Ich hasse diese amerikanischen Zoll-Bezeichnungen. Warum nicht wie früher 60, 70, 80 cm? Wir leben schließlich in Europa und da haben wir das metrische System, kapiert! Jedenfalls befand ich mich mindestens zwei Mal pro Woche beim Saturn, Mediamarkt und anderen Elektrofachmärkten und -händlern, um ja nichts zu verpassen und um mich schlau zu machen. Eine wirkliche Scheißarbeit sage ich euch. Aber ich tue es ja jerne ...

So. Bei Fernsehern war es ja gerade in Mode gekommen, daß eine neue Technik en vogue wurde: LED (Light Emitting Diode). Was natürlich für eine völlig falsche Interpretation sorgt. Nicht Dioden auf der Bildschirmoberfläche (Screen) emittieren Licht, sondern Beleuchtungsleisten auf der Rückseite des Bildschirms. Der Bildschirm selbst ist nach wie vor ein LCD (Liquid Crystal Display). Das Licht erzeugt weiterhin eine Hintergrundbeleuchtung, die eben neuerdings aus LEDs besteht.

Das soll ja Strom sparen. Darum kaufen die Leute diese Fernseher, sagen sie. Aber der Stromverbrauch ist mir ehrlich gesagt piepegal. Ups, damit ich nicht falsch verstanden werde: Natürlich ist er mir nicht egal! Ich spare Strom wo ich kann, aber: Die meiste Zeit bin ich nicht zu Hause. Und auch dann, wenn ich daheim bin, schaue ich nicht immer fern. Und die Zeit, wo der Fernseher läuft, ok, da ist es mir dann piepegal. Zumindest im Vergleich zu normalen LCD- und Plasmafernsehern. Denn gerade Plasmas, die sollen ja Stromfresser sein. Aber auch das ist überholt. Denn moderne Plasmafernseher sollen ja mittlerweile auch viiiiel stromsparender sein. Aber über was reden wir hier überhaupt? Wenn ich einmal vergesse die Herdplatte auszuschalten oder das Backrohr 1 Stunde heize, dann habe ich schon mehr Strom verbraucht, als die Differenz bei den Fernsehern im ganzen Jahr ... Wenn ich mir mal keine Pizzas im Backofen mehr backe, dann kauf ich mir einen LED, versprochen.

Also was spricht sonst für die LEDs? Hm.

Manche stehen auf den hellen Bildschirm. Aber irgendwie erinnert mich das immer an die Autos mit Tagfahrlicht und die manchmal auch nachträglich angebrachten LEDs, die mich oft blenden. Der Kontrast beim Fernsehbild ist unglaublich. Weiß ist wirklich hellweiß und schwarz ist wirklich tiefschwarz, aber irgendwie kommt mir das trotzdem immer wie ein überbelichtetes Foto vor. Die Farben sind einfach hart und unnatürlich. Am Anfang hat mir das unheimlich gefallen, aber inzwischen bin ich vom Glauben abgefallen. Neu und modern muß nicht unbedingt besser sein.

Und sonst? Ein Problem ist, daß sich die LED-Leisten meisten am Rand befinden (Edge) und so unter Umständen eine nicht ganz regelmäßige Ausleuchtung des gesamten Bildschirms verursachen können. Und je größer der Bildschirm umso schwieriger ist das Problem zu lösen.

Und dann habe ich noch ein Problem entdeckt. Dann, als sie endlich da waren, die 3D-Fernseher. Einer der ersten, und auch einer der Kandidaten für mich, war der Samsung UE55C7700 mit LED. Das top LED-Gerät von Samsung. Schönes Design, super schmal. Dann habe ich das erste Mal 3D mit Shutter-Brillen im Saturn gesehen. Monsters vs Alien. Animationsfilme eignen sich ja besonders für 3D und spezielle Effekte, da diese ja von vorne herein digital produziert werden.

Voll der Erwartung (gedanklich bei Avatar) harrte ich dem Erlebnis, und war enttäuscht. Nicht vom 3D-Effekt an sich, der war toll, aber von der Begleiterscheinung. Bei allen schnellen seitlichen Bewegungen war ein störender Schatten – ein sogenanntes Ghosting – vorhanden. Zwischenzeitig hatte ich mich schlau gemacht, vor allem im HiFi-Forum, wo es allerhand ellenlange (wenn schon Zoll) Infos und Meinungen zu dem Thema gibt.

Ghosting entsteht durch das Nachleuchten der Pixel. Laienhaft ausgedrückt heißt das, wenn sich das Bild verändert und die Pixel „an“ und „aus“ gehen bzw. die Farbe verändern, dann können die Zellen/Pixel nicht so schnell reagieren wie die Veränderung/Bewegung es erfordern würde. So entsteht der Schatteneffekt der eine Unschärfe des Bildes verursacht.

Und damit kommen wir zum Plasma, bzw. kam ich dazu. Genau dieser Effekt ist beim Plasmafernseher kaum oder gar nicht zu bemerken. Der Grund ist, daß die Plasmazellen bis zu viermal schneller reagieren, also nur ein Viertel der Zeit benötigen als ein LED/LCD und dadurch das Ghosting vermieden wird.

Angeblich. Ich persönlich konnte das zum damaligen Zeitpunkt noch nicht vergleichen, da es bei uns in Bayern noch keine Plasmas mit 3D gab.

Aber eines, eines konnte ich schon damals feststellen: Klein geht gar nicht. Durch das 3D wird das Bild unheimlich verkleinert. Zumindest kommt es einen so vor. Der 3D-Effekt kommt nur wirklich gut zum Tragen, wenn das Bild groß ist, so grooooooß wie möglich! Daher war eines klar: Minimum 60 Zoll. Mist, das wird teuer.

Nach wochenlanger Recherche vor Ort und vor allem im Internet bei den diversen Herstellern, kristallisiert sich so langsam mein Favorit heraus.

Also was nun: LED, LCD oder Plasma?

LCD allein kommt nicht mehr in Frage – das ist überholt, zumindest als Hauptfernseher. Für das Schlafzimmer zwar immer noch und lange noch gut genug, aber das ist derzeit kein Thema. Außerdem sind die noch nicht dünn genug.

LED ist zwar modern und am stromsparendsten, aber auf Grund der unnatürlichen Farben und des Ghostings beim 3D habe ich mich doch dagegen entschieden.

Also doch Plasma? Nun, eines ist mal klar und wird auch von vielen Freaks bestätigt: Kein anderes System bietet so natürliche Farben wie ein Plasmafernseher. Die Größe spielt praktisch keine Rolle, da es hierbei keine Hintergrundbeleuchtung gibt, sondern die Zellen selbst leuchten. So kann es keine unregelmäßige Ausleuchtung geben. Und wie bereits erwähnt, ist Plasma aufgrund der Reaktionszeit derzeit das für 3D am besten geeignete System.

Ist schon schizophren. Plasma wurde schon abgeschrieben. Das sah man schon am Preis, da diese Fernseher zuletzt immer billiger wurden. Die überlegene Bildqualität wurde nie bestritten, aber Einbrennen von statischen Bildelementen, Stromverbrauch und das hohe Gewicht waren lange Zeit die Hauptgegenargumente. Immer mehr Hersteller verabschiedeten sich von der Plasmatechnologie.

Aber plötzlich hat sich alles geändert. Nicht zuletzt hat die 3D-Technik alles verändert. Der Plasmafernseher erlebt eine ungeahnte Renaissance, zum einen weil die früheren Gegenargemente praktisch ausgemerzt wurden (kein Einbrennen mehr, reduzierter Stromverbrauch und Gewicht), und umgekehrt die schlagenden 3D-Vorteile und auch der damit verbundene Trend zur Größe.

Das wurde auch mir mit der Zeit klar. Oft und oft habe ich die Bilder von LED und Plasma miteinander verglichen und daher kann zumindest ich für mich sagen: Kein Vergleich – an die natürliche Bildqualität eines Plasma kommt ein LED nie und nimmer heran.

So. Also was nun? Nach Abwägen aller Für und Wider und nach unzähligen Vergleichen und von Ausstattungen, Anschlüssen, Möglichkeiten, Preis/Leistung usw. kann es nur EINEN geben: Samsung PS63C7790.

Bildschirmdiagonale fast 160 cm. Wow.

Dicke: ca. 3 cm Wow.

3D und Wandlung von 2D auf 3D. Wow.

3 Tuner integriert, DVB-S/C/T (Satellit, Kabel, Terristisch), Wow.

Direkte Aufnahme über USB auf externe Festplatte. Wow.

Abspielen von Musik, Bildern, Videos über USB von externer Festplatte. Wow

Internetanschluß über WiFi. Wow.

Design. Wow.

Full HD: Eh klar.

Preis: 3.500 Euro. Pah.

Nur ein Manko. Ich hatte ihn noch nie in natura gesehen. Mist. Alle Informationen zu diesem Fernseher stammten aus dem Internet.

Aber: Mittlerweile, so ca. im Mai, kam dieser Fernseher, besser gesagt einige Geräte davon, bei einigen Händlern erstmals in Norddeutschland in den Handel (naja irgendwann sollen die Preußen ja auch mal einen Vorteil haben ...). Dann war’s aber auch schon wieder vorbei. Er wurde den Händlern aus den Händen gerissen, kaum daß er da war. Nicht einmal zum Aufstellen von Vorführgeräten hat es noch gelangt. Alles weg. Die Vorbestellungen waren utopisch. Die Nachfrage nach diesem Gerät war weltweit nicht ansatzweise zu bewältigen.

Die wenigen Glücklichen konnten natürlich ihr Glück kaum fassen und posteten denn auch genüßlich ihre ersten Erfahrung mit diesem Gerät in den entsprechenden Foren. Danach war eines für mich klar und bestätigt: Ich muß ihn haben.

Der König ist tot, es lebe der König!

Weiter geht´s mit Teil 3.

HighSpeed 250

Eine lange Fernsehergeschichte ... Teil 1

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Ausgangslage

Nachdem ich heuer im Frühjahr meine Wohnung renoviert hatte ... Also renoviert ist eigentlich der falsche Ausdruck, sie war ja nicht zerstört, auch hatte ich keine Zigeuner bei mir (hoffentlich bin ich jetzt politisch nicht unkorrekt ...) und auch sonst gab es eigentlich keinen sachlichen Anlaß sie zu verändern, außer – sie gefiel mir nicht mehr so. Neue Farbe und neue Möbel und schon hat man ein neues Wohngefühl. Eine neue Wohnung ohne umgezogen zu sein ... fein.

Aber wie solche möbiliare Veränderungen es mit sich bringen – vorausblickend wie man als erwachsener, zurechnungsfähiger Mensch ja ist – berücksichtigt man dabei schon mal auch mögliche technische Veränderungen.

Was konkret sich so auswirkt, daß man auch den Platz für einen neuen Fernseher entsprechend einplant und seine Möblierung danach ausrichtet. Denn eines war ja mal klar. Neue Farben, neue Möbel, neues Wohngefühl und ein alter Fernseher? Neeneee, das geht gar nicht. Wie sieht das denn aus? Na gut, mein Fernseher funktionierte noch tadellos. Toshiba 100 Herz und alles was damals up-to-date war. Vor 10 Jahren. Auch schwarz war er. Aber diese Röhre ... die 70 cm Diagonale konnten schon fast mit der Tiefe konkurrieren ... Und das paßte nun mal gar nicht in die neue Wohnwelt.

Abgesehen davon: Auf dem neuen Fernsehboard sah dieser Fernseher irgendwie verloren aus. Die Breite des Boards wurde natürlich voraussichtlich dementsprechend dimensioniert. Um das Ganze harmonisch zu gestalten konnte ich gar nicht anders als früher oder später auch den Fernseher zu tauschen. Wie kommt das denn sonst rüber - gewollt und nicht gekonnt? Ein größenwahnsinniges Board und dann ein mickriger Röhrenfernseher aus Omas Zeiten drauf? Hatte ich vor meiner „Renovierung“ noch alle Zeit der Welt und eine gute Ausrede, so war es jetzt vorbei damit – ich war, ob ich wollte oder nicht, unter Zugzwang.

Weiter geht's mit Teil 2 ...