Hallo Laute, habe mal wieder was spezielles zu berichten
Fahrbericht Porsche 964 RS CUP!
Heute hatte ich das unglaubliche Vergnügen einen
Porsche 964 RS Cup fahren zu dürfen.
Mein Nachbar Olaf hatte mich gefragt ob ich zum Elfertreff mitkommen möchte, gemütlich ein Eis essen, Kaffe trinken und so weiter. Natürlich hatte ich absolut nichts dagegen. Gegen 12:45 Uhr trafen wir uns mit einigen anderen
Porsche Fahrern in Fellbach um gemeinsam die Anreise anzutreten über eine schöne Strecke über Land. Wir hatten unseren Spaß, anderst kann ich das nicht ausdrücken!
Unterwegs trafen wir auf eine Gruppe die bereits etwas vor uns losfuhr, und ich dachte ich traue meinen Augen nicht... Was war denn das da? Das ist doch kein
Porsche... Ne ne ne, in die Gruppe hatte sich ein
Lamborghini Jalpa gemischt. Traumhaft! Ich dachte erst der gehört nicht zu uns, Pustekuchen. Er parkierte genau so wie wir auch vor dem Eiskaffee! Was ein Anblick :-)
Nachdem erst mal die ca. 20
Porsche + der Jalpa parkiert hatten und wir uns ins Eiskaffee setzten, ging vorne das große Treiben los. War natürlich ein Anblick für die Einheimischen, wann stehen da mitten in der Fußgängerzone von Aalen schon so viele
Porsche auf einmal!
Hier und da ein Schwätzchen gehalten, auch mit dem Jalpa Fahrer (@Raymond, ich melde mich bei dir) und dann ging es auch schon wieder nach Hause.
Olaf sagte ich solle vorne an der Straße warten, da er noch jemand mit dem Cup fahren lassen möchte. Nach ca. 10 Minuten trafen die beiden dann wieder ein. Tja, dann ging es los. Olaf fand es so bequem in dem Recaro-Vollschalen-Beifahrersitz, das er gleich drin sitzen bleiben wollte und meinte: So, DU bist dran!!!!
*UFF*!!!!!!!!!!!
Einsteigen als Fahrer & Anschnallen:
Also habe ich mich in den Vollschalensitz plumpsen lassen (da hatte ich mehr Platz als im Beifahrersitz) und "versuchte" mich dann anzuschnallen. Gar nicht so einfach mit 6-Punkt-Gurten, die auch noch so eng waren das ich dachte das war es mit der Familienplanung *g* Das bekamen wir aber dann auch noch hin.
Fortbewegung:
Um es vorab gleich anzumerken, dies ist kein gewöhnliches Straßenfahrzeug, sondern ist mit Sintermetallkupplung und Renngetriebe ausgestattet. Mein erster Anfahrversuch endete dann folglich auch mit dem Abwürgen des Autos und einem Grinsen von Herr Nachbar! Er meinte dann nur, auf 2000 Umdrehungen halten und dann Kupplung kommen lassen. Es gibt nur 2 Modi beim Anfahren, Abwürgen oder Ar***lochstart, also habe ich letzteres bevorzugt und der Wagen bewegte sich nach vorne. Natürlich tritt sofort Murphy's Law in Kraft und jede verdammte Ampel in dem Kaff war rot. Naja, so konnte ich wenigstens das Anfahren lernen. Nach 2-3 gescheiterten versuchen konnte ich aber ein immer besseres Gefühl dafür bekommen und hatte dann auch keine Probleme mehr.
Motor/Beschleunigung/Fahrverhalten:
Da ich nun das Anfahren im Griff hatte wurde ich natürlich auch etwas mutiger und wollte mal in etwa erahnen können was die Kiste so kann. Eine Unterhaltung während der Fahrt ist unmöglich, der Innenraum besteht ja nur aus Käfig und 2 Vollschalensitzen, dazu der Leichtbau! Das Knacken und Knirschen des Getriebes, dazu der Motorsound, lassen echtes Rennfeeling aufkommen. Jenseits der 3000 Umdrehungen gibt es kein halten mehr, jeder noch so kleinste Druck auf das Gaspedal wird sofort in willenlose und wehemente Beschleunigung umgesetzt, etwas derartiges habe ich noch nicht erlebt. Beim Gangwechsel denkt man es schlägt gerade eine Granate hinter dir ein, so groß ist der Druck! Den Blick aufs Tacho habe ich nicht gewagt, wir waren schon ordentlich unterwegs! Wann darf man auch schon mal ein Cup Auto auf öffentlichen Straßen bewegen! Das Fahrwerk bedarf keiner Beanstandung, liegt sehr satt auf der Straße und vermittelt ein Supersportliches Gefühl, ob das wohl auch an den Slicks lag auf denen wir fuhren? Die Bremsen (aus einem
Porsche Turbo) packen sehr gut zu und bieten optimale Verzögerungswerte!
Schlusswort:
Leider war etwas viel Verkehr unterwegs und die typischen Sonntags-Fahrer, was den Spaß etwas minderte, aber trotz allem war es ein Vergnügen das ich nie vergessen werde. Besonders als wir einmal nach links abbogen, ich etwas wehement Gas gab und wir ganz im Stile "in der Quere liegt die Ehre" durch die Kurve drifteten. Dabei hatte ich das Auto aber ohne Probleme unter Kontrolle und konnte es wieder schön einfangen, das war ein Spaß! Das allerbeste war aber, das ich die komplette Rückfahrt am Steuer saß! Vielen vielen Dank Olaf, du hast mir, ein mal mehr, einen wunderschönen Nachmittag beschert, von dem ich mit Sicherheit noch meinen Enkeln erzählen werde!
Ich hoffe ich habe euch nicht gelangweilt mit dem etwas langen, emotionalen, Fahrbericht und denke ihr könnt mein Erlebnis in etwa nachvollziehen!
Bilder vom Auto von aussen, von den anderen Fahrzeugen die dort waren, wie ich Fahre, folgen später noch. Ein Video gibts auch noch, da könnt ihr mal hören wie laut es da drin zugeht und die Beschleunigung erahnen. Im Fahrzeugschein steht bei Lautstärke übrigens: +100db!
Gruß
Micha