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Zitat von torus [...] Also bei dieser Leistung und voller Beschleunigung merkt man wohl einen Unterschied zwischen 2WD und 4WD. Dies ist meine Meinung. |
Ich respektiere Deine Meinung, aber wo merkst Du da bei einem Murci auf trockener (!) Strasse einen Unterschied?
Also bei einem kurzen Audi-SportQuattro auf Schotterstrecken macht der Allrad durchaus einen Sinn, aber bei einem Murci ist dieser 4WD höchstens bei verschneiten und vereisten Fahrbahnen als Anfahrhilfe zu nutzen; aber sicherlich nicht als Beschleunigungsoptimierung!
Erst wenn die hinteren Antriebsräder an Traktion verlieren, wird die Antriebsleistung (und das auch nur zu einem geringen Teil!) an die vorderen Räder weitergeleitet. Schon beim
Diablo VT war das Verhältnis der Verteilung des 4WD nicht ausreichend um nennenswerte Vorteile in der Beschleunigung bzw. im Handling tatsächlich er"fahren" zu können (lt. Aussage des damaligen Testers Herrn Michael Schumacher).
Das bedeutet also, dass man auf trockenen (!) Strassen und festem (!) Untergrund den gesamten 4WD und dessen Mehrgewicht bei einem
Diablo VT oder Murci mit 4WD eigentlich nur spazieren fährt!
Nun sind bei einem "Alltags-
Diablo" oder auch "-Murci" die Strassen aber nicht immer trocken und fest. In sofern kann hier ein 4WD durchaus hin und wieder zum Einsatz kommen und somit eine Daseinsberechtigung haben. Sollte der Murci SV (oder SL) aber wie der
Diablo GT oder gar ein F40 konzeptioniert sein (also nix mit schlecht Wetter und beschissenen Strassenbelägen), so bringt hier ein die Masse erhöhender 4WD (nach Lambo-Konzept) absolut null und nix.
Auch die gefühlte bessere Kurvenlage kommt eigentlich nicht tatsächlich vom Allrad, sondern vielmehr von der anderen und eventuell gewohnteren Gewichtsverteilung zwischen den Achsen.
Masse ist träge. Je größer die Masse, umso mehr Leistung benötige ich um diese Masse zu bewegen. Der 4WD bringt also noch mehr Masse und benötigt also wiederum mehr Leistung. Diese Spirale dreht sich also unendlich nach oben, bzw. irgendwie "verpufft" der scheinbare Vorteil des 4WD bei einem Leichtbaukonzept.
Das Weglassen des 4WD (natürlich auch in Verbindung mit anderen Gewichtsreduzierungen) lässt die zu bewegende Masse kleiner werden. Was jetzt kommen könnte, ist ein Schlupf an den Antriebsrädern. Dieser Schlupf ist aber weniger in dem fehlenden Gewicht auf der Antriebsachse begründet, sondern vielmehr an der hohen zu übertragenden Leistung. Hier tut es ein kleiner Chip von 100 Gramm Gewicht, und schon kann die Leistung elektronisch reduziert oder der Schlupf optimal kontrolliert und somit natürlich auch optimal dosiert werden. Da braucht man (bei einem Leichtbau-Sport-Konzept) keinen übergewichtigen Allradantriebsstrang!
Beispiel: Früher habe ich bei meinem heckgetriebenen Opel Ascona 2,0E aus Baujahr 1979 im schneebedeckten Winter schwerste Sandsäcke mit insgesamt mindestens 50kg in den Kofferaum gelegt um einen kleinen Berg hoch zu kommen. Da hätte mir ein 4WD nach Lambo-Konzept eventuell a bisserl beim reinen Anfahren helfen können. Heute macht das ein grammschwerer Chip im Handschuhfach trotz mehrfacher PS-Zahl deutlich perfekter und optimaler.
