Gleich vorweg - die von
Edwin Colella und seinem Team auf die Beine gestellte Veranstaltung war für Ferrariverhältnisse ein großer Schritt nach vorne.
Das Event fand abends in den neuen Fertigungsstätten für den
California mitten im Werk statt. Alles hochmodern und natürlich noch porentief rein. Möbilar und Ablauf der Hauptverköstigungen deckten sich in etwa mit denen der
SCUDERIA-Präsentation letzten Jahres im Logistikzentrum in Fiorano.
Der Boss selbst führte durch den entscheidenden Part der - wie üblich - sehr auf Emotionen aufgebauten Veranstaltung.
Kimi und
Pilippe durften zwei Exemplare nach dem Hauptgang über einen Catewalk mitten zwischen die Tische fahren. Anzumerken ist, dass
Kimi den ganzen Abend ausschließlich Wasser trank und wie
Felippe von Monte pünktlich um 22:00 Uhr offiziell ins Bett geschickt wurden.
Micheal Schumacher durfte noch bleiben. Ferner erhielt
Felippe klar die Order den WM-Titel nach Maranello zu holen.
Zum Dessert wurden wir dann ins Foyer gebeten was später nichts anderes sein wird als die Empore der Fertigungsstätte. Dort wurden 7 Californias in unterschiedlichen Farben zur freien Verfügung dargeboten. Umringt von mehreren Dessertbuffets die sehr sehr reichlich ausgestattet waren.
Der hier stand allerdings nicht "zur freien Verfügung" und war eigentlich der heimliche Star des Events.
...zurück zum eigentlichen Grund der Veranstaltung.
Mir gefallen die
SCUDERIA-Style-Felgen wesentlich besser auf dem
California als die bisher gezeigten.
Ferner wird sich der
California gut als Reisewagen fürs verlängerte Wochenende eignen. Übrigens auch für den Winterurlaub - denn - als Option ist ein Skisack orderbar. Selbstverständlich ist trotzdem der Dachmechanismus uneingeschränkt nutzbar.
Q7 und
X5 war gestern - heute fährt man mit dem
California offen zum Skifahren nach
Kitzbühel oder
St. Moritz.
Manche Farben stehen ihm gut, manche weniger. Eine war so übel, dass mein Fotoapparat die Aufnahme verweigerte.
Das Dach öffnet und schließt in jeweils 14 Sekunden. Das ist absolut akzeptabel. Dies war auch eine der beliebtesten Betätigungen der Ferrarimitarbeiter. Ständig wurde ein
California angelassen um schnell das Dach zu betätigen und natürlich auch durch entsprechende Gasstösse auf den Sound aufmerksam zu machen.
Zwischendurch wurde das Licht gelöscht und vor der Glasfront der Fertigungsstätte bekamen wir eine beeindruckende Feuerwerksdarbietung die exzellent auf die begleitende Musik abgestimmt war. Vor der Halle war noch eine nette Lounge in der man den Abend bei dem einen oder anderen Drink ausklingen lassen konnte. Obwohl wir erst lang nach Mitternacht die Veranstaltung verliesen waren wir nicht die letzten Gäste. Sehr angenehm empfanden wir auch den persönlichen und kostenlosen Shuttle zu unserem Hotel das etwa 8 km außerhalb Maranellos - ab von jeder Standardroute - lag.
FAZIT: Eine sehr gelungene Veranstaltung mit ausreichend Anschauungsmaterial in Form von
Californias. Über Gefallen oder Nichtgefallen wurde schon mehrfach diskutiert und ich denke jeder muss sich selbst ein Bild machen über das Auto und auf der Straße wirkt er immer nochmals anders wie auf einer Messe oder Präsentation. Ich denke allerdings er wird seinen Platz im Ferrarilager finden wenn auch überweigend auf der weiblichen Seite. Dass es ein 2+2-Sitzer ist ging eigentlich komplett unter und ich würde sagen für 4 erwachsene Personen maximal für Kurzstrecken und offen. Ansonsten eher von theoretischer Bedeutung.