Was für
Porsche der Boxter und der SLK für Mercedes ist, das ist nun für
Ferrari der neue California. Nicht mehr und nicht weniger; der holden Gattin wird´s schon gefallen und Neueinsteiger werden sich eh nicht daran stören.
Sicherlich hätte
Ferrari für´s gleiche Geld auch einen puristischen "Leichtbau-Lotus" auf die Beine stellen können, aber wozu? Damit die Kunden dann 100.000 Euro sparen und
Ferrari je 100.000 Euro weniger in der Kasse hat??? Der California soll kein "Standbein" oder eine "letzte Rettung" sein, sondern wohl eher ein hübsches nach unten abrundendes Zubrot darstellen.
Die Leichtbau-Freaks gaben bisher Unsummen aus und werden es auch zukünftig noch tun. Die werden ja weiterhin mit Stradale bedient; war also nicht die Zielgruppe.
Die seit langen Jahren infizierten tragen langsam einen Hut und haben Bandscheibenschäden. Denen ist mit 599 und Co geholfen; war also auch nicht die Zielgruppe.
Die (noch) dynamischen Sportwagenfahrer mit Jeans und kurzärmligen Sweatshirt haben ihren 430 auch weiterhin; also auch nicht die Zielgruppe.
Was bleibt sind die Einsteiger, die Umsteiger, die Sparfüchse, die Zahnarztgattin der ein "normaler"
Ferrari bisher zu extrem und zu geschlossen war, sowie die Owner denen ein zweiter
Ferrari in der Garage bisher zu teuer, zu geschlossen oder vieleicht auch nur nicht alltagstauglich und bequem genug gewesen ist. Und genau DAS ist die Zielgruppe; und die ist sicherlich (Nord, Süd, West und vor allem Ost) wirklich groß genug um so einen
Ferrari erfolgreich in den Markt schieben zu können.
Sicherlich hätte man am Design und am Gewicht noch feilen können, aber wozu? Hier soll kein purer
Ferrari vertickert werden, sondern nur ein Emblem und roter Lack überteuert an die Frau und den Mann gebracht werden. Und das wird sicherlich auch so klappen.