California (F149) - - Seite 10 Carpassion.com - Die große Sport- und Luxuswagen Community
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Alt 16.05.2008, 13:22   #91 (permalink)
 
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Zitat:
Zitat von Lamberko
Was für Porsche der Boxter und der SLK für Mercedes ist, das ist nun für Ferrari der neue California. Nicht mehr und nicht weniger; der holden Gattin wird´s schon gefallen und Neueinsteiger werden sich eh nicht daran stören.

Sicherlich hätte Ferrari für´s gleiche Geld auch einen puristischen "Leichtbau-Lotus" auf die Beine stellen können, aber wozu? Damit die Kunden dann 100.000 Euro sparen und Ferrari je 100.000 Euro weniger in der Kasse hat??? Der California soll kein "Standbein" oder eine "letzte Rettung" sein, sondern wohl eher ein hübsches nach unten abrundendes Zubrot darstellen.

Die Leichtbau-Freaks gaben bisher Unsummen aus und werden es auch zukünftig noch tun. Die werden ja weiterhin mit Stradale bedient; war also nicht die Zielgruppe.

Die seit langen Jahren infizierten tragen langsam einen Hut und haben Bandscheibenschäden. Denen ist mit 599 und Co geholfen; war also auch nicht die Zielgruppe.

Die (noch) dynamischen Sportwagenfahrer mit Jeans und kurzärmligen Sweatshirt haben ihren 430 auch weiterhin; also auch nicht die Zielgruppe.

Was bleibt sind die Einsteiger, die Umsteiger, die Sparfüchse, die Zahnarztgattin der ein "normaler" Ferrari bisher zu extrem und zu geschlossen war, sowie die Owner denen ein zweiter Ferrari in der Garage bisher zu teuer, zu geschlossen oder vieleicht auch nur nicht alltagstauglich und bequem genug gewesen ist. Und genau DAS ist die Zielgruppe; und die ist sicherlich (Nord, Süd, West und vor allem Ost) wirklich groß genug um so einen Ferrari erfolgreich in den Markt schieben zu können.

Sicherlich hätte man am Design und am Gewicht noch feilen können, aber wozu? Hier soll kein purer Ferrari vertickert werden, sondern nur ein Emblem und roter Lack überteuert an die Frau und den Mann gebracht werden. Und das wird sicherlich auch so klappen.
ich darf lamberko zustimmen. die aussage trifft genau.

@ tomsilver - von der philosophie geht es mir genauso. ich bin jahrelang langstrecken gefahren. da will man eine limousine oder einen ordentlichen gt. und den hart gefederten puristen für abends oder am wochenende.
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Alt 16.05.2008, 13:35   #92 (permalink)
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Zitat:
Zitat von Autopista
Der 612 ist kein Sportwagen steht aber als 2+2 Sitzer mit kraftvollem V12 durchaus in der Tradition der Marke. Die großen V12 GTs gab es bei Ferrari schon immer und sie passen auch zur Marke weil sie eine sehr exklusive Kundschaft ansprechen.

Das lässt sich vom California so nicht mehr behaupten. Die jetzigen Marketingaktionen lassen vermuten, daß Ferrari den "Neuen" auch mit entsprechender Stückzahl unters Volk bringen will.
Nun, wenn man den 250GT California Spyder betrachtet (der mit dem zur Diskussion stehenden Neufahrzeug ganz offensichtlich zitiert werden soll), dann fehlt dem neuen Modell scheinbar die werthaftige Tradition... aber sehen wir mal weiter, bevor wir unsere Schlüsse ziehen:

Will Ferrari neue Marktsegmente beschreiten und absolut sicher gehen, daß keine Kanibalisierung des eigenen Programms eintritt, dann bleiben eigentlich nur sehr wenige Möglichkeiten:




Diese einfache "Vier-Felder-Wirtschaft" macht graphisch sehr deutlich, daß der neue "California" das vorhandene Angebot von Ferrari sehr gut ergänzt und von daher äußerst schlüssig ist.
Eine Anmerkung dazu: Es sind vier Felder dargestellt. Wo genau sich die jeweiligen Modelle innerhalb ihrer Felder positionieren, habe ich bewußt nicht markiert. Denn das ist bei dieser Diskussion nebensächlich.

Damit haben wir zwei 12 Zylinder Modelle im Programm: ein Komfortmodell und ein Sportmodell. Im Bereich der 8 Zylinder gab es bislang nur das Sportmodell, ein Komfortmodell fehlte. Genau in diese Lücke stößt nun der "California". Und während es den F430 als Coupé und Spider als getrennte Fahrzeuge gibt (womit sie "wertiger" eingestuft werden können), ist der "California" beides zugleich. Das senkt die laufenden Kosten der Produktion und die fixen Kosten der Entwicklung, das Modell wird günstiger. Somit ist mit sehr großer Sicherheit gewährleistet, daß der "California" dem F430 nicht ansatzweise in die Quere kommt. Übrigens, bei Porsche ist das Spiel mit dem auf dem Boxster basierenden Cayman gefährlicher: als Cayman S steckt er den Basis-Carrera locker in die Tasche, er knabbert sogar am Carrera S (was letztlich der Grund für die Vorstellung des X51 Pakets für den Carrera S war). Solcherlei Spiel mit dem Feuer hat Ferrari definitiv ausgeschlossen.

Mit diesen Gedanken im Hinterkopf nun nochmal zurück zum Thema Traditions-Bezug des neuen "California": Es sei daran erinnert, daß in den frühen Jahren der Straßen-Ferrari die prestigemäßige Unterteilung in Hubraumklassen bis 3 Liter und über 3 Liter stattfand und nicht in der Zylinderzahl (es gab ja lange Zeit nur V12 Maschinen für die Straßen-Fahrzeuge). Und unter diesem Blickwinkel war auch der 250GT California Spyder am unteren Ende des Portfolios angesiedelt.

(Schlußbemerkung: Eigentlich wollte ich die gezeigte Grafik schon gestern in meinem letzten Post weiter oben präsentieren, mir fehlte aber die Zeit. Sorry...)
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matelko ist offline  
Alt 16.05.2008, 14:05   #93 (permalink)
 
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Alt 16.05.2008, 14:22   #94 (permalink)
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Der California wird mit ziemlicher Sicherheit den F430 kannibalisieren und hier v.a. den Spider. Hier werden v.a. Kunden zum California wechseln, die den Spider nur fahren, weil sie ein Cabrio wollten und Ferrari sonst keines anbietet. Kunden, die auf Frischluftvergnügen mehr Wert legen, als auf einen echten Sportwagen. Mithin Kunden also, die beim soften California sowieso besser aufgehoben sind.
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Alt 16.05.2008, 14:27   #95 (permalink)
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Zitat von skr
Der California wird mit ziemlicher Sicherheit den F430 kannibalisieren und hier v.a. den Spider. Hier werden v.a. Kunden zum California wechseln, die den Spider nur fahren, weil sie ein Cabrio wollten und Ferrari sonst keines anbietet. Kunden, die auf Frischluftvergnügen mehr Wert legen, als auf einen echten Sportwagen. Mithin Kunden also, die beim soften California sowieso besser aufgehoben sind.
Dafür gibt es dann mehr Scuderia oder CS.
Der Auftragseingang bei diesen Fahrzeugen ist doch extrem hoch.
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Gruss kkswiss


Macht ist die Fähigkeit nicht zuhören zu müssen, weil man das Sagen hat.
kkswiss ist offline  
Alt 16.05.2008, 14:36   #96 (permalink)
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Zitat von kkswiss
Dafür gibt es dann mehr Scuderia oder CS.
Der Auftragseingang bei diesen Fahrzeugen ist doch extrem hoch.
Umso besser. Recht so, wenn Ferrari dieses (Kern-)Geschäft nicht vernachlässigt und sich nicht nur auf schwule Hausfrauengefährte konzentriert.
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Alt 16.05.2008, 15:16   #97 (permalink)
 
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@matelko

Eine derartige enge Modellpalette wie die von Ferrari lässt sich in vielerlei Hinsicht ausweiten. Der California erweitert das Angebot in die falsche Richtung.

Ein offener sportlich-komfortabler V8 GT als Frontmotor hätte vom Markenprofil her wesentlich besser zu Maserati gepasst. Tatsächlich hatte ja Maserati bislang so ein Fahrzeug im Programm, den 4200 Spyder.

Der Alfa 8C Spider ist tatsächlich als 2 sitziges Auto mit Stoffverdeck sportlicher positioniert als der California GT, der Leistungsunterschied besteht wohl rein auf dem Papier. Ist Alfa somit plötzlich sportlicher als Ferrari?

Der California ist ein Ferrari, weil für diesen Namen der höchste Preis zu erzielen ist. Ein, wie lamberko richtig sagt, völlig überteuertes Auto welches sich in Sachen Fahrdynamik und/oder Fahrleistungen nicht von einer Corvette in Standardausführung wird absetzen können. Ein Auto also welches in keinster Art und Weise mit den Attributen in Einklang zu bringen ist, die für die Marke Ferrari stehen.

Der 250 GT California war zu seiner Zeit ein Überflieger. Ferrari war eine Marke für die Reichsten der Reichen mit dem einzigen V12 und scheinbar überirdischen Fahrleistungen. Selbst der 300SL war damals dem 250er Ferraris unterlegen und ein Porsche 356 hatte maximal 130PS. Den California mit diesem Auto zu vergleichen ist äusserst weit hergeholt.

Die logische Ergänzung nach unten wäre tatsächlich ein Auto im Stil des Original Dinos gewesen. Ein Mittelmotorauto mit Aluchassis mit einem neuen V6der bis etwa 4.0l Hubraum Potential hat und der sich später in verschiedenen Derivaten als neuer Fiat/Alfa Motor profiliert. So ein Auto wäre problemlos auf Basis des aktuellen F430 zu entwickeln gewesen. 3.6l V6, 1400kg, 420-440PS, 7-Gang. Preis 150.000 Euro. Darüber dann der nächste F500 mit einem V8-Biturbo 550PS,1550kg.

Der neue Dino hätte als relativ leichter Mittelmotorwagen in seiner Klasse in Sachen Fahrdynamik Maßstäbe setzen können. Ein Auto also für das sich kein aktueller Ferrarifahrer hätte schämen müssen. Als Dino wäre der Wagen ein direkter Gegner für den 911. Genauso wie damals.

........und ebenso wie anno damals hätte man auf dieser Basis auch einen Fiat Dino oder Lancia Stratos II bauen können in jeweils individualisierten Varianten. Der Imagegewinn für die Marken wäre enorm, der geschichtliche Kontext wäre ebenso wie das Profil der Marken gewahrt und das Rendite/Umsatzpotential für den Markt mindestens ebenso hoch wie bei der aktuellen Lösung.

So aber beschert uns Ferrari einen übergewichtigen Klops der seine Sportlichkeit allein im Namen trägt.
Autopista ist offline  
Alt 16.05.2008, 15:29   #98 (permalink)
 
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@matelko
So seh ichs auch und ich bin selber das beste Beispiel dafür. Vom SL bzw. 997 kommend, hatte ich nach dem Kauf des 456ers das Problem, aufs Cabrio nicht verzichten zu wollen, 360er bzw. 430er waren nach Probefahrten überhaupt nicht mein Ding. Waren mir zu sportlich, zu laut, zu unkomfortabel.Was blieb waren 550 barchetta oder Superamerica. Letzterer war mir zu teuer, also blieb die barchetta. Ein wunderschönes Auto, mit dem ich eigentlich sehr zufrieden bin, wenn da die umständliche Verdecklösung nicht wäre, wobei ich ja schon die modifizierte Version habe. Aber jetzt der California ist eigentlich genau mein beuteschema und ich werde wahrscheinlich einen kaufen (wenn er mir denn live zusagt). So denke ich, geht es vielen und deshalb glaube ich nicht, dass der California den 430 kanibalisiert, sondern eher den Kunden, die zwar ein Cabrio von ferrari wollen, aber eben keinen mittelmotorsportwagen, eine alternative bietet. Somit kanibalisiert er eher einen hersteller wie aston martin. Bei Daimler und porsche glaube ich nicht so dran, da viele den SL oder 997 als daily driver aufs geschäft fahren, und das wird mit einem ferrari immer noch ein Problem bleiben. Der betriebsprüfung sei Dank.
HolgerX ist offline  
Alt 16.05.2008, 15:50   #99 (permalink)
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Zitat von Autopista
Der 250 GT California war zu seiner Zeit ein Überflieger. Ferrari war eine Marke für die Reichsten der Reichen mit dem einzigen V12 und scheinbar überirdischen Fahrleistungen. Selbst der 300SL war damals dem 250er Ferraris unterlegen und ein Porsche 356 hatte maximal 130PS. Den California mit diesem Auto zu vergleichen ist äusserst weit hergeholt.
Soweit ich meine Posts überblicke, habe ich nirgends solche Vergleiche gebracht. Nichtmal ansatzweise. Ein Porsche 356 ist strenggenommen ein Käfer-Coupé (also ein Volkssportwagen) und deshalb verbietet sich ein Ferrari-Vergleich, keine Frage. Genaugenommen habe ich überhaupt keine Positionierung im Wettbewerbsumfeld vorgenommen, weder zu den Marken innerhalb der FIAT-Gruppe noch ausserhalb. Ich habe lediglich den von Dir angezweifelten Traditions-Bezug hergestellt, und zwar ausschließlich innerhalb der Marke Ferrari.

Was die "logische" Ergänzung nach unten angeht: natürlich gibt es mehrere Möglichkeiten, auch die eines V6-Heckmittelmotor Fahrzeugs. Dann würde aber bei Ferrari immer noch ein eher komfortablerer Tourer im unteren Segment fehlen.
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matelko ist offline  
Alt 16.05.2008, 16:33   #100 (permalink)
 
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Zitat von matelko
Was die "logische" Ergänzung nach unten angeht: natürlich gibt es mehrere Möglichkeiten, auch die eines V6-Heckmittelmotor Fahrzeugs. Dann würde aber bei Ferrari immer noch ein eher komfortablerer Tourer im unteren Segment fehlen.
Passt ein komfortabler Tourer zur Marke Ferrari?

Der 250 GT California stand vielleicht innerhalb von Ferrari nicht am oberen Ende. Das war aber immer noch ausserirdisch hoch positioniert im Umfeld der damaligen Sportwagen. Das lässt sich vom neuen Modell überhaupt nicht behaupten, insofern ist mir der historische Bezug auch nicht verständlich zu machen.

Im übrigen: Selbst der etwas komfortablere 612 ist im Vergleich zu seinen Konkurrenten eindeutig das sportlichste Auto. Das Auto lässt sich dank Aluchassis, 49/51 Gewichtsverteilung und sequentiellen Getriebe selbst auf der Rennstrecke sehr zügig bewegen. Man versuche dieses mal mit einem Bentley Continental oder Mercedes CL.

Ob sich der California aus sportlicher Sicht nun ähnlich gegenüber der Konkurrenz profilieren kann bleibt abzuwarten.
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