Warum Bauteile vor ihrer rein rechnerisch in der Konstruktion ermittelten Lebensdauer "aufgeben" gibt es ganz genau 3 Möglichkeiten.
Hinweis: Wir gehen einmal davon aus dass der Konstrukteur die Lebensdauer nicht auf 30.000 km ausgelegt hat, denn auch das wäre technisch möglich. Ein Schelm wer dabei .......denkt dass die Garantiezeit dann ja um ist...
1. Der Kontrukteur hat sich verrechnet, passiert leider immer wieder, da meist diese Arbeiten durch die jungen, neuen Konstrukteure erledigt werden. Dann wären alle Getriebe der Baureihe betroffen und müßten früher oder später "aufgeben". Ist an der Bruchfläche meist sehr gut zu erkennen.
1. Anriß der sich erst langsam fortsetzt und
2. dann der Rest der Welle in einem Schlag abreißt.
Die Bruchfläche zeigt 2 verschiedene Bilder.
2. In der Fertigung gibt es "Streuungsprobleme". Dann hat der eine oder andere halt "Pech" gehabt. Je nachdem wie groß die Probleme in der Fertigung sind, können das dann schon einige (viele) sein!
Bild ähnlich oben.
3. Überlastung durch den Nutzer. Das gibt dann Gewaltbrüche. Und damit meine ich keine ab und an Verschalter, oder ähnliches. Das macht einem korrekt ausgelegtem Getriebe nichts.
Schädlich ist z.B. ständiges "Springenlassen" der Kupplung (schlagartige Lastspitzen) Brutale Lastwechsel im Bereich des höchsten Drehmomentes usw.
Die Bruchfläche zeigt dann meist nur ein einziges Bild, oder nur ein sehr kleines Anrißbild und eine große Fläche bedingt durch den Gewaltbruch.
Genau richtig, das es ein Härteproblem ist glaube ich nicht da die Wellen nur Oberflächengehärtet sind um Verschleiß durch Reibung zu vermeiden.
Der Rest muss zäh sein um die Lastspitzen zu verkraften, sonst würden die Wellen sofort brechen.
Für Getriebe sind PS unwichtig, entscheidend sind Drehmomente, und die halten sich in Grenzen. Sollte also kein Problem sein.
Ich denke das es entweder Fertigungsfehler sind oder falsche Handhabung des Fahrers. Ein Getriebe kann man auf bestimmte optimale Lastfälle auslegen, bewegt man sich außerhalb dieser Lastfälle kann es kaputt gehen.
Fahrer a schaltet immer am Drehzahlbegrenzer und schaltet auch schnell runter mit fliegender Kupplung. Getriebe ist auf diesen Lastfall konstruiert und hält ewig.
Fahrer b schaltet schonend bei 4500 rpm und will seinen Motor schonen, schaltet aber immer zu Lastspitzen der Momente die Fahrer a überfährt.
Getriebe hält nicht so lange wie bei Fahrer a, Fahrer b ist empört und meckert. Er sei schließlich immer schonend gefahren, im Gegensatz zu Heizer a!
Das sind die Dinge die dann auch dazu führen das Leute der Meinung sind Kupplungen seien unterdimensioniert.
Da steckt schon mehr dahinter als größer ist besser. (Auch wenn meist stimmt)
Und die Wellen werden in Härtereien gehärtet, die haben das Know How, nicht der Typ am Härteofen.
Nach meinen Infos ist das eine zur Zeit außergewöhnliche Häufung von abgerissenen Getriebewellen. Ich fahre jetzt 10 Jahre testarossa bzw. TR, das gabs bis vor 1 Jahr seltenst, höchstens bei starker Querbeschleunigung und überschalten und hochjubeln und sonstigen Brachialanwendungen.
Nun ja, wenn die Neue verbaut ist, wird diese wieder 12 Jahre = 76.000 km halten.
Also nach einem Lastbruch durch Torsion sieht das nicht aus, dann hättest du ein Bruchbild mit 45° Bruchschräge.
Könnte ein Bruch durch Schwingungen sein. Diese machen das Material an der Bruchstelle müde bis es dann schlagartig bricht.
Denke das Problem ist grundsätzlich und lässt sich auch ohne großartige Änderungen im Getriebe nicht abstellen, anderes Material verzögert den Prozess nur, abgesehen davon das man die Materialpaarungen zerstören würde.
In anderen Drehzahlbereichen fahren wenn die neue Welle drin ist.
Ist aber auch nur eine Vermutung da ich nur die Bilder kenne.
Erstaunlich, ein fast glatter Bruch, ohne verdrehte Welle.
Es sieht nicht nach brachialer Gewalt aus, eher nach Schaden durch Vibration. Vielleicht ist schon länger ein angehender Lagerschaden, oder Lagerverschleiss vorausgegangen.
Um die Brushstelle genauer zu analysieren bräuchtes du einen Spezialisten aus der Antriebswellenentwicklung.
Ich schätze mal, 70000km dürften sowieso die Lebenserwartung beim 512er sein.
Wenn es ein genereller Produktionsfehler wäre, dann wäre das auch bekannt und schon viel früher aufgetreten.
Gruß
Rob
PS. Sehe gerade Dominik hat schon sowas Ähnliches geschrieben.