Könnte mir vorstellen, daß es vor gut 20 Jahren ähnliche Diskussionen gab um den
Porsche 959. Zu einer Zeit als 300 und 5s von 0-100 im Serienbau eine magische Grenze darstellten stand da ein Technikmonster mit Allrad, elektronischem Fahrwerk, Registeraufladung und Werten wie 0-100 in 3,7s und 317 km/h Spitze. Für die Puristen zu schwer und zu aufwendig, zu komfortbelastet. Es dauerte bis zur Serienreife und
Porsche zahlte bei jedem Wagen drauf, aber der Glanz für das Image der Marke ist unbestritten.
Der Veyron. 400 km/h. Unwichtig,eigentlich nur die reine Show. Aber von 0-300 in gut 17 Sekunden. Das muss man sich bitte vorstellen. Wenn dieses Auto auf der Autobahn Gas gibt, dann meint selbst der Pilot einer ausgewachsenen 1000er bei seinem Bike ist der Motor ausgefallen. Soviel Kraft, soviel Drehmoment, es ist tatsächlich die reinste Gigantomanie und ich finde sich fantastisch!
Carrera GT, Enzo und Zonda sind überragende Sportwagen, die jedoch alle ein ähnliches Konzept auf unterschiedliche Art und Weise interpretiert haben. Piech's Idee den Veyron zu bauen, bedeutete neue Wege zu gehen. Einen Allradsportwagen mit soviel Leistung gab es noch nie, vor allem nicht mit dem Qualitätssiegel eines Weltkonzerns. Der Wagen wird sicher nicht auf der Rennstrecke einen Rekord nach dem anderen fahren aber seine Fahrleistungen sind unantastbar. Allein darum ging es den Schöpfern dieses Autos.